Stefan Chwin: das Polen von heute Katholizismus statt Kapitalismus

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Mittwoch, 13.01.2016, 11:58 vor 3677 Tagen 2918 Views

http://www.nzz.ch/feuilleton/katholizismus-statt-kapitalismus-1.18675971


Jede(r) welche(r) über den Gartenhag hinaus sehen kann (will), versteht diese polnische Entwicklung. Stefan Chwin's Analyse ist sehr akkurat. Wir werden in mehreren Ländern diesen Trend aufkommen sehen.

Nur Frau Merkel kann nicht über ihren Schatten springen, weshalb Deutschland einer höchst ungewissen Zukunft entgegengeht.


Apo'

--
"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

Die Polen in Deutschland

Leserzuschrift @, Mittwoch, 13.01.2016, 15:06 vor 3676 Tagen @ Apostroph 2620 Views

Es ist erstaunlich, wie die Polen in Deutschland die politischen Entwicklungen wahrnehmen. Vor Jahrzehnten ist meine Frau mit viel Verwandtschaft aus Polen vor dem Kommunismus geflohen. Die meisten sind langjährige CDU Wähler gewesen - Christlich und Demokratisch eben.

Seit der Radikalisierung der CDU/SPD häufen sich im polnischen Bekanntenkreis die 'beunruhigenden' Aussagen, was die Zukunft Deutschlands/Europas unter Merkelscher Führung angeht. Wenn die Biodeutschen nicht bald wieder das Ruder übernehmen und sich vom Joch der 'multikulti political correctnes' befreien, dann dauere es nicht mehr lange und das Extreme wird wieder Oberwasser bekommen. Die Frage wird dann nicht nach Obergrenzen gestellt, sondern nach 0,0%. Und dann wird es wieder heißen: wie soll die Weltgemeinschaft Deutschland (mal wieder) befrieden bzw. demokratisieren.

Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Polen sich für Deutscher halten als die Biodeutschen. :)

mfg,
strickler


ps.
Ah ja, da war doch neulich diese Studie zum Verteidigungswillen der Menschengruppe:
http://gallup-international.bg/en/Publications/2015/220-WIN-Gallup-International%E2%80%...

Schlussfolgerung:
Eine Nation ohne Überlebenswillen, kann nur durch Grenzen geschützt werden. Wenn diese aber wegfallen, dann wird es ungemütlich.

von den Deutschen und anderen Betrogenen

nereus @, Donnerstag, 14.01.2016, 08:52 vor 3676 Tagen @ Leserzuschrift 2197 Views

Hallo strickler!

Du schreibst: Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Polen sich für Deutscher halten als die Biodeutschen. :)

Das kommt Dir nicht nur so vor – das ist tatsächlich so.
Das hat etwas mit langfristiger Gehirnwäsche UND GLEICHZEITIGER „Bauchabfüllung“ zu tun.
Das SYSTEM weiß, wie es Leute behandeln muß, um sie erfolgreich abzurichten.
Daher gab es auch den Versuch der West- /Ostteilung, der nichts anderes als ein riesiges Versuchslabor der internationalen Freimaurerei gewesen war.
Ideologisch beeinflußt wurden beide Seiten, aber zu „knabbern“ gab es auf der einen Seite deutlich mehr.
Das ist jetzt sehr grob geschnitzt, weil es aufgrund unterschiedlicher Interessenlagen, siehe dazu hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=388342&page=2&category=0&or...
ohnehin Konfliktpotential (Differenzen darüber in welche Richtung sich die Welt sich drehen soll) zwischen beiden Seiten gab.

Das Resultat: Mit Ideologie allein und dem Allernotwendigsten schafft man zwar eine halbwegs solide Lebensbasis, aber die Detailwünsche des Einzelnen bleiben auf der Strecke und erzeugen keine echte Überzeugung und Verdummung im gesellschaftspolitisch erwünschten Sinn, vor allem dann wenn es eine andere Seite gibt.
Bei einer Besserstellung der Mehrheit, aber einer geringeren politischen Indoktrination -wie das in Westeuropa der Fall war – ist das Einschläferungspotenzial jedoch deutlich höher, welches man braucht, um eine globale Herrschaft zu errichten.

Genau deswegen hat auch der Westen ZUNÄCHST den Osten übernommen, aber die Zielrichtung navigiert ganz klar auf KOMMUNISMUS.
Der geistige Überbau des westlichen Idealismus wurde komplett zugunsten des östlichen Materialismus zertrümmert.
Deswegen murmeln viele Ossis oftmals lautlos vor sich hin – das hatten wir doch alles schon mal.
Die „Straße der Besten“ aus den Kombinaten werden nun durch etwas buntere Poster „zum Wohle des Konzerns“ ersetzt. Die aus der UdSSR importierten – aber dort unbekannten (kein Witz) – Arbeitsmethodiken – mutieren nun zu Goldgruben der Unternehmensberatungen und Softwareschmieden.
Es geht fast immer um Manipulation, wobei ich natürlich echte methodische und technologische Fortschritte keineswegs in Abrede stelle, doch strenggenommen ist das nur Beiwerk, also der Duftstoff der fleischfressenden Pflanze, um „Insekten“ anzulocken.
Man darf zwar DU zum Chef sagen, aber der verdient inzwischen das 100-fache!

Die Ossis kamen schon viel eher in die Fänge der Ideologen – wegen des gemeinsamen Staates - haben es aber wegen der Stopfung durch Gänseleberpastete und anderer Leckereien erst verzögert gemerkt.
Die Osteuropäer bekamen etwas später die Verlockungen gereicht, spüren aber nun die gleichen Gefühle wie die Ossis.
Halt! Will da nicht die EU von uns etwas, was schon die KPdSU, SED oder PZPR von uns wollte?
Das ist auch der Grund warum der beratungsresistente Viktor Orban seit Jahren in der Kritik steht und nun auch die neue polnische Regierung ins Visier der „Kommissare“ gerät.
Politische Kommissare gab es schon bei den Bolschewisten, einer Erfindung der überstaatlichen Mächte vor über 100 Jahren.
Die Massen aus West wie Ost wurden am Nasenring durch die Manege geführt, wobei die im Osten zweifellos den beschwerlicheren Weg gehen mußten.
WIR wurden einfach nur GETESTET, wie wir letztlich unter dieser oder jener Aufsicht funktionieren!

Doch finanzieller und religiöser Background mahnen nun zur Entscheidungsschlacht.
Das bewußt provoziere Einströmen der Migranten – hervorragend nachgewiesen durch Friederike Beck, bei Bedarf bitte hier entlang: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/friederike-beck/betreutes-fliehen-...
stößt auf wenig Gegenliebe in Osteuropa.
Das paßt aber nicht in den großen Plan der "reaktionären Oligarchen" vor dem Magaldi und Freunde (siehe erster Quellenverweis) nun warnen.

Wir werden noch sehr spannenden Zeiten entgegen gehen mit noch größeren Terroranschlägen, Flugzeugabstürzen (für die nur offiziell ein Pilot verantwortlich sein wird [[kotz]]) und vielleicht wäre auch mal wieder eine Epidemie fällig, wobei ein ordentlicher Crash ohnehin massig Konfliktpotential generiert.
Großkriege war schon immer eine „erstklassige“ Gelegenheit Probleme schneller zu lösen.
Deswegen wird ein solcher früher oder später auch kommen.

Kurzum, die Biodeutschen lagen viel zu lange im Gefrierfach und sind kaum noch bewegungsfähig.
Das erklärt auch die Unterschiede zwischen Ossis und Wessis innerhalb Deutschlands, wobei Erstgenannte konservativer gestrickt sind. Zumindest scheint es so, denn ich glaube noch nicht so recht daran. Es liegt wohl eher daran, daß man im Westen mehr zu verlieren hat und sich deswegen feiger verhält.
Das kann ganz allerdings schnell umschlagen, wenn die „Pfründe“ (z.B. Eigentum) in Gefahr geraten.

Die Polen, Tschechen, Ungarn und Rumänen – wo überall auch deutsche Minderheiten seit Jahrhunderten lebten – sind in diesem Sinn ERZKONSERVATIV.
DIE passen überhaupt noch nicht in die NWO.
Sie wollen zwar dicke Autos fahren sich aber nichts von Brüssel vorschreiben lassen.
DAS geht gar nicht.
Deswegen stehen diesen Ländern demnächst finanzielle Kürzungen ins Haus und vermutlich politische Unruhen. [[sauer]]

Möglicherweise hat aber auch der liebe Gott ein Einsehen und holt Uncle George und ein paar andere „überreife Früchte“ zu sich, um ihnen die Leviten zu lesen.
Das Alter dafür haben sie und die Polen waren schon immer stramme Katholiken.
Sollen sie einfach gemeinsam, also in Millionenstärke, „laut“ beten, daß es im Himmel auch wirklich „gehört“ wird. [[zwinker]]

mfG
nereus

die Deutschen in Polen

KiS @, Donnerstag, 14.01.2016, 16:58 vor 3675 Tagen @ Leserzuschrift 1663 Views

da fällt mir ein
bei den letzten Wahlen in Polen hat die deutsche Minderheit überwiegend für PiS gestimmt.

Geht ja gar nicht. "Bankenabgabe"? Pfui ist das!

Tünnes @, Mittwoch, 13.01.2016, 15:36 vor 3676 Tagen @ Apostroph 2422 Views

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bankenabgabe-polens-wahlsieger-bitten-die-banken-...
"Polens Wahlsieger von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) wollen ihr Versprechen umsetzen und eine Bankenabgabe von 0,39 Prozent der Bilanzsumme eines Instituts einführen. Das bestätigte deren Wirtschaftsexperte Zbigniew Kuźmiuk noch in der Wahlnacht. Die PiS braucht die Einnahmen, um polnischen Bürgern zu helfen, die Hypothekenkredite in Schweizer Franken aufgenommen haben und nach dessen starker Aufwertung in Zahlungsschwierigkeiten gekommen sind.
...
Außerdem hat die Partei von Spitzenkandidatin Beata Szydlo und Parteichef Jaroslaw Kaczynski der Bevölkerung im Wahlkampf Steuererleichterungen versprochen, die gegenfinanziert werden müssen
."

Umverteilung von oben nach unten? ISMIR SCHLECHT.[[freude]]


Und jetzt machen sie auch noch ernst damit:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/13/polen-plant-banken-steuer-und-wil...
"Die neue polnische Regierung will bereits ab Februar eine Bankensteuer erheben und die Einnahmen für soziale Zwecke verwenden. Die Europäische Zentralbank protestiert heftig. "


Da muss doch jemand einschreiten! Da muss man was machen! Schnell, schnell, bevor die das wirklich durchziehen und das am Ende noch Schule macht!

Aaaah, man hat reagiert, in letzter Minute zwar, aber immerhin:
http://www.focus.de/politik/deutschland/umstrittene-reformen-eu-kommission-leitet-verfa...
"EU-Kommission leitet Rechtsstaat-Verfahren gegen Polen ein
Mittwoch, 13.01.2016, 14:45
Die EU-Kommission beginnt eine umfassende Prüfung der umstrittenen Reformen der nationalkonservativen Regierung in Polen. Sie nutzt dazu erstmals ein 2014 geschaffenes Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union.
Es gehe nicht darum, Polen anzuklagen, sondern darum, die Probleme gemeinsam zu lösen, erklärte der stellvertretende EU-Kommissionschef Frans Timmermans am Mittwoch in Brüssel. Es sei eine ernste Angelegenheit, dass nach den vorliegenden Informationen verfassungsrechtliche Regeln nicht befolgt worden seien.
Umstrittene Maßnahmen der neuen Regierung in Warschau sind vor allem eine Justizreform und ein neues Mediengesetz. Gegner befürchten, dass geänderte Regeln für das Verfassungsgericht die Gewaltenteilung im Land bedrohen
."


Offiziell wegen dem neuen Mediengesetz, aber die Polen werden die Zeichen schon richtig deuten.[[top]]

EUDSSR, ein System, das funktioniert.[[applaus]]

Darauf von mit ein kräftiges, dreifaches: Fuck the EU!

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