Eine mafiöse Vereinigung ist ein Derivat von Staat = erst Staat, dann Mafia
Lieber Dieter,
Das siehst Du auch schön an der Entstehungsgeschichte der „Mafia“
„ Sie war ursprünglich eine Inkasso-Gesellschaft für Abgaben der feudalen Grundherren, deren Vorfahren ihr "feod" (feudum) von früheren Herrschern erhalten hatten. Nachdem dies weggefallen war (Grund-und Boden-Reform) mussten sie ihr Geschäftsmodell den neuen Gegebenheiten anpassen.“
@dottore
Die Mafia möchte ihr Schutzgeld in bar bekommen, der Staat auf ein Konto
gutgeschrieben.
Manche mafiösen Strukturen fordern ihr Schutzgeld sogar in BTC.
Die Form der Abpressung ist unerheblich.
Entscheidender Unterschied sind die drei Ur-Monopole der Macht (Gewalt, Steuer, Geld).
"Der Kern jedes öffentlichen Rechts ist das Machtmonopol, aus diesem abgeleitet das Steuer- und Abgabenmonopol und aus diesem abgeleitet das Geldmonopol. Der Zweck des Geldes war und ist also, diese drei Ur-Monopole der Macht, zu erhalten."
@dottore
Entscheidender Unterschied ist der Aufbau eines Machtkreislaufes, der zu Vertrauen der Beteiligten in die Illusion eines über Zeit und Raum funktionierenden Zentralmachtsystems, in "Recht und Ordnung" und zur gemeinschaftlichen Ausblendung der Vorfinanzierungslücke des Staates führt.
Entscheidender Unterschied ist die Verinnerlichung und alternativlose Akzeptanz des mafiösen Prinzips durch die meisten Staatsbürger, die Mächtigen und die Ohnmächtigen.
"Erst nach einer Stabilisierung der Zentralmacht ("Landfriede" usw.) beginnt die Möglichkeit durch Appellation an die Zentralmacht ("oberster Gerichtsherr") das Untereigentum zu stabilisieren."
@dottore
Das alles kann keine weltliche oder geistliche mafiöse Institution leisten, sondern nur eine Zentralmachtstruktur mit beliebig austauschbaren Platzhaltern auf allen Ebenen, in allen Dimensionen – ein sich zentrisch ausrichtender Fluss von Information und Energie.
@Ashitaka
„Wie ich bereits erklärt habe bedarf es für die Errichtung einer Zentralinstanz folgende Faktoren:
1. körperliche und geistige Arbeit
2. dadurch hergestellte bzw. beschaffte Mittel, wodurch die Machtstrukturen / Ordnungen errichtet und verteidigt werden.
3. Zeit!
Eine Zentralinstanz (ein Staat) kann nur über die Zeit durch körperliche und geistige Arbeit der Menschen errichtet und vor dem Zerfall bewahrt werden. In den Anfängen durch das Heer, die Beamten und die in der Peripherie platzierten Verwalter. Es gibt also keinen Zeitmoment, in dem eine Zentralinstanz aus sich selbst heraus, oder weil ein Organ beschlossen wird, entstehen könnte.
Welche Konsequenz hat nun der Faktor Zeit(ablauf) und das mit der Zeit durch die Menschen entfaltete Potential ( d.h. körperliche oder geistige Arbeit für die Zentralinstanz zu verrichten)?
Nun, der Zeitablauf sorgt dafür, dass diesen Menschen nun im selben Umfang Potential fehlt, um Mittel herzustellen oder zu besorgen, durch die sie ihre eigene Urschuld tilgen könnten. Es entsteht also ein Zeitbedarf, der aufgrund der Aufopferung für die Zentralinstanz nicht mehr gedeckt werden kann (siehe Erklärungen im EWF dazu).
Die Konsequenz daraus: Die dienenden Menschen müssen eine Forderung an die Zentralinstanz (den Staat) stellen, wodurch die Zentralinstanz von Beginn an Ihnen gegenüber verpflichtet wird. Keiner der dienenden Menschen kann der Zentralinstanz seine Zeit schenken, seine Lebenszeit opfern, ohne dass eine Forderung gestellt wird, ohne dass sich die Zentralinstanz zeitgleich von Anbeginn verschuldet. Die Finanzierung (Begrenzung; von lat. finis = Grenze) ist dadurch begründet, dass dieser Verpflichtung eine Frist zur Erfüllung gesetzt werden muss. Es gibt keine Alternative.
Durch die erste Zwangsanleihe entstehen lediglich Geldeinheiten. Die dienen nicht der oben erklärten Finanzierung der Zentralinstanz / des Staates. Aus dieser Zwangsanleihe entstehen Geldeinheiten, in denen Finanzierungen zukünftig bezahlt (bewertet) werden sollen.
Das die Aufschuldung und die Ungleichgewichte erzwingende System ist der Betrug, nicht die daran beteiligten Institute, von denen wir uns etwas versprechen, die sich selbst etwas davon versprechen.“
Liebe Grüße
Silke