Rätsel: Gibt es einen Unterschied zwischen Staat und Mafia?
bearbeitet von Dieter, Montag, 11.01.2016, 10:19
Ja, den gibt es!
Die Mafia möchte ihr Schutzgeld in bar bekommen, der Staat auf ein Konto gutgeschrieben.
Gruß Dieter
bearbeitet von Dieter, Montag, 11.01.2016, 10:19
Ja, den gibt es!
Die Mafia möchte ihr Schutzgeld in bar bekommen, der Staat auf ein Konto gutgeschrieben.
Gruß Dieter
und im übrigen macht es keinen Sinn, immer die größtmögliche Keule zu verwenden:
Staat <> Mafia
Arbeitgeber <> Sklavenhalter
Unternehmer <> Betrüger
Jobcenter <> KL
- kein Text -
Hallo in die Runde,
ein Politiker nennt Schutzgeld Steuern - ein Mafiosi ist in der Regel besser angezogen!
Gruß
Langmut
--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.
Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.
Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)
bearbeitet von Silke, Dienstag, 12.01.2016, 13:52
Lieber Dieter,
Das siehst Du auch schön an der Entstehungsgeschichte der „Mafia“
„ Sie war ursprünglich eine Inkasso-Gesellschaft für Abgaben der feudalen Grundherren, deren Vorfahren ihr "feod" (feudum) von früheren Herrschern erhalten hatten. Nachdem dies weggefallen war (Grund-und Boden-Reform) mussten sie ihr Geschäftsmodell den neuen Gegebenheiten anpassen.“
@dottore
Die Mafia möchte ihr Schutzgeld in bar bekommen, der Staat auf ein Konto
gutgeschrieben.
Manche mafiösen Strukturen fordern ihr Schutzgeld sogar in BTC.
Die Form der Abpressung ist unerheblich.
Entscheidender Unterschied sind die drei Ur-Monopole der Macht (Gewalt, Steuer, Geld).
"Der Kern jedes öffentlichen Rechts ist das Machtmonopol, aus diesem abgeleitet das Steuer- und Abgabenmonopol und aus diesem abgeleitet das Geldmonopol. Der Zweck des Geldes war und ist also, diese drei Ur-Monopole der Macht, zu erhalten."
@dottore
Entscheidender Unterschied ist der Aufbau eines Machtkreislaufes, der zu Vertrauen der Beteiligten in die Illusion eines über Zeit und Raum funktionierenden Zentralmachtsystems, in "Recht und Ordnung" und zur gemeinschaftlichen Ausblendung der Vorfinanzierungslücke des Staates führt.
Entscheidender Unterschied ist die Verinnerlichung und alternativlose Akzeptanz des mafiösen Prinzips durch die meisten Staatsbürger, die Mächtigen und die Ohnmächtigen.
"Erst nach einer Stabilisierung der Zentralmacht ("Landfriede" usw.) beginnt die Möglichkeit durch Appellation an die Zentralmacht ("oberster Gerichtsherr") das Untereigentum zu stabilisieren."
@dottore
Das alles kann keine weltliche oder geistliche mafiöse Institution leisten, sondern nur eine Zentralmachtstruktur mit beliebig austauschbaren Platzhaltern auf allen Ebenen, in allen Dimensionen – ein sich zentrisch ausrichtender Fluss von Information und Energie.
@Ashitaka
„Wie ich bereits erklärt habe bedarf es für die Errichtung einer Zentralinstanz folgende Faktoren:
1. körperliche und geistige Arbeit
2. dadurch hergestellte bzw. beschaffte Mittel, wodurch die Machtstrukturen / Ordnungen errichtet und verteidigt werden.
3. Zeit!
Eine Zentralinstanz (ein Staat) kann nur über die Zeit durch körperliche und geistige Arbeit der Menschen errichtet und vor dem Zerfall bewahrt werden. In den Anfängen durch das Heer, die Beamten und die in der Peripherie platzierten Verwalter. Es gibt also keinen Zeitmoment, in dem eine Zentralinstanz aus sich selbst heraus, oder weil ein Organ beschlossen wird, entstehen könnte.
Welche Konsequenz hat nun der Faktor Zeit(ablauf) und das mit der Zeit durch die Menschen entfaltete Potential ( d.h. körperliche oder geistige Arbeit für die Zentralinstanz zu verrichten)?
Nun, der Zeitablauf sorgt dafür, dass diesen Menschen nun im selben Umfang Potential fehlt, um Mittel herzustellen oder zu besorgen, durch die sie ihre eigene Urschuld tilgen könnten. Es entsteht also ein Zeitbedarf, der aufgrund der Aufopferung für die Zentralinstanz nicht mehr gedeckt werden kann (siehe Erklärungen im EWF dazu).
Die Konsequenz daraus: Die dienenden Menschen müssen eine Forderung an die Zentralinstanz (den Staat) stellen, wodurch die Zentralinstanz von Beginn an Ihnen gegenüber verpflichtet wird. Keiner der dienenden Menschen kann der Zentralinstanz seine Zeit schenken, seine Lebenszeit opfern, ohne dass eine Forderung gestellt wird, ohne dass sich die Zentralinstanz zeitgleich von Anbeginn verschuldet. Die Finanzierung (Begrenzung; von lat. finis = Grenze) ist dadurch begründet, dass dieser Verpflichtung eine Frist zur Erfüllung gesetzt werden muss. Es gibt keine Alternative.
Durch die erste Zwangsanleihe entstehen lediglich Geldeinheiten. Die dienen nicht der oben erklärten Finanzierung der Zentralinstanz / des Staates. Aus dieser Zwangsanleihe entstehen Geldeinheiten, in denen Finanzierungen zukünftig bezahlt (bewertet) werden sollen.
Das die Aufschuldung und die Ungleichgewichte erzwingende System ist der Betrug, nicht die daran beteiligten Institute, von denen wir uns etwas versprechen, die sich selbst etwas davon versprechen.“
Liebe Grüße
Silke
Die dienenden Menschen müssen eine Forderung an
die Zentralinstanz (den Staat) stellen, wodurch die Zentralinstanz von
Beginn an Ihnen gegenüber verpflichtet wird. Keiner der dienenden Menschen
kann der Zentralinstanz seine Zeit schenken, seine Lebenszeit opfern, ohne
dass eine Forderung gestellt wird, ohne dass sich die Zentralinstanz
zeitgleich von Anbeginn verschuldet.
Kann vielleicht schon in gewissem Umfang, will jedenfalls nicht, muss allerdings.
Der vorstehende Zusammenhang zwischen Zeit und Ur-Verschuldung scheint mir allerdings ohnehin weniger für die dienenden Menschen=Abgabepflichtigen, als vielmehr für die Söldner (der pfaffösen Machthaberer) zu gelten.
Das hatten wir vor einiger Zeit schonmal nahezu final herausgearbeitet:
> In der Tat. In diesemAugenblick entsteht Geld -- erstes ZBG sozusagen: Der Zwingherr verbrieft den Unterhunden [=Söldnern] seine Urschuld (sein Versprechen ex nihilo bzgl. Anteil an der Gewaltbeute), indem er
a) den Unterhunden [=Söldnern] vorschüssig sein ex-nihilo-ZBG auszahlt, auf dem "StZM" draufsteht (Geldentstehung), und
b) den Sklaven[=Abgabepflichtigen] bekanntgibt, dass sie dieses zum Termin gefälligst zu beschaffen und bei ihm abzuliefern haben (Schuldentstehung).
> > Danach erst wird aller Orten‘s gerödelt, um zum Termin diese Forderung aus der Welt zu schaffen indem sich die Sanktionsbedrohten[=Abgabepflichtigen] das Abgabegut (StZM) [beim Söldner] beschaffen
[color=darkgreen]= den Söldner als Gast willkommen heißen = Wirtschaft[/color]
![[image]](http://i.imgur.com/vWqT35E.gif)
Aber auch hier fehlt immer noch eine klare Darlegung des angeblich unweigerlich systemimmanenten Aufschuldungszwangs. Vielleicht wird es aber auch nicht mehr viel klarer als von Zara damals gesagt.
Womit auch der Aufschuldungszwang kein finales Absolutum wäre, genausowenig wie unsere derzeitige Noch-Unfähigkeit zu Vergebung und Schuld(en)erlass, beides Manifestationen des Urprinzips allen Lebens.
LG und weg
Kurt
--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.
...und wenn geklärt, verstehe ich's dann?
--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'
Compact Disc CD oder Compact Cassette CC?
...und wenn geklärt, verstehe ich's dann?
Sorry Hinterbänkler, das war nur ein wiederholter Kalauer über einen Werbespot aus unserer Jugend.
Klick auf die Kassette führt zum damaligen Thread.
Sowohl der hiesige Beitrag als auch die verlinkten Threads und Beiträge befassen sich mit der Suche nach den Ur-Memes, aka Hauptstudiumâ„¢, und nach Möglichkeiten zu deren Bewusstmachung im RL, wobei wir dem m.E. zuletzt schon ziemlich auf die Spur gekommen sind.
Ein damit aufs engste verwobener Sachverhalt ist der angebliche Aufschuldungszwang. Dieser rührt aber nur daher, dass der an Osterhase und Weihnachtsmann glaubende Schuldenmaschinist (Zivilist, Ökonom) unserer Zeit dümmer ist als ein Ameisenhaufen, weshalb er den Kühlerâ„¢ noch nicht entdeckt hat und daher meint, die Kesseltemperatur dauernd erhöhen zu müssen, damit die Wirtschaft [= "den Söldner als Gast willkommen heißen" ©Ashitaka] nicht zum Stillstand kommt.
LG
Kurt
--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.
Lieber Kurt
Da muss ich noch, und noch einmal gründlicher studieren.
Faktisch schulden wir aber als Menschheit global auf und die Nachschuldner gehen uns aus.
Ein paar gute Gedanken von klugen Köpfen hier dazu wären aber wirklich hilfreich.
@dottore zum Aufschuldungszwangim EWF von hier:
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=350011
"1. Der Staat verursacht gerade die Aufschuldung, da er sein Vorfinanzierungsproblem, obwohl Steuer-Monopolist, niemals in den Griff bekommen kann. Die ganze Ableitung "hier". Das ergibt sich in einfachen Worten schlicht daraus, dass es erst den Staat geben muss, bevor er sich mit Hilfe seines Macht-Monopols aus Eigentum und/oder Erträgen der"Wirtschaft" bedienen kann."
= Vorfinanzierungslücke...in jeder beliebigen Zeiteinheit zusätzlich entstehend und zur bereits bestehenden VF-Lücke aus den vorangegangenen ZE'en hinzu kommend.
nach hier:
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=349517
"Das Staatsproblem besteht darin, dass die Grenzkosten des Staates (Ausgaben - unten Parallele zur x-Achse) niemals unter, sondern stets ueber seinem Grenzumsatz (zusaetzlichen Steuererloesen) liegen muessen, einzelne Ausnahmen koennen wir weglassen, da wir den Staat in seiner weltweiten Gesamtheit sehen muessen."
(siehe Sammlung).
und hier:
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=348931
1. EIN Staat steht in Konkurrenz zu anderen.
2. ALLE Staaten, weil ihre Kostenkurve stets über der Erlöskurve liegt. Sie also niemals in toto den Cournot'schen Punkt (C) erwischen können.
Liebe Grüße
Silke
Hallo!
Na hoffentlich werde ich nicht verklagt. [[freude]]
Kleiner Hinweis:
Paul C. Martin: Der Kapitalismus - Ein System, das funktioniert
Seite 89/90
"Damit sind wir wieder am Kern des Kapitalismus angekommen: Wann immer und wo immer
Zeit verstreicht, muß sie bezahlt werden. Auch wenn sie nicht »bezahlt« wird, verstreicht die
Zeit nicht kostenlos. Nehmen wir in unserem Beispiel an, daß die Arbeiter schon am Morgen Geld
bezahlt bekommen, vielleicht, damit sie überhaupt in die Fabrik kommen, um die Arbeit
aufzunehmen. Sie kriegen die Waren aber erst am Abend ausgeliefert. In der Zwischenzeit
»bezahlen« die Arbeiter selbstverständlich die Zeit: mit Verzicht.
Nehmen wir ein anderes Modell einer solchen kleinen Welt, so finden wir:
Morgens erscheinen die Arbeiter, um das herzustellen, was sie am Abend mit nach Hause
nehmen wollen.
Im Laufe des Mittags treffen die Fahrzeuge mit den Geldscheinen ein, die von der Bank
kommen. Abends werden die Geldscheine an die Arbeiter ausgehändigt, die dann die Waren
kaufen und das Geld wieder beim Unternehmer abliefern, der es seinerseits wieder an die
Geldtransportfahrer von der Bank aushändigt.
Für das Zur-Verfügung-Stellen von Geldscheinen, Geldtransportern, Geldbewachern usw.
verlangt die Bank wiederum Geld, von der Firma natürlich. Die muß es in den Preisen der
Produkte kalkulieren, die Produkte sind teurer geworden. Aber das Geld, das diese Geld-
Vorbeibringungs- und Geld-wieder-Abholungskosten kostet, dieses Geld ist nicht vorhanden: Die
Firma hat es nicht, sie muß es ja zahlen. Die Arbeiter haben es nicht, denn die kriegen nur die
Löhne. Die Bank hat es auch nicht, denn die wartet ja darauf. Also?
Also: Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Wo immer Menschen wirtschaften,
vergeht Zeit. Diese Zeit kostet Geld und muß kalkuliert werden. Das, womit diese Zeit letztlich aber
bezahlt werden könnte, ist nicht vorhanden. Es muß seinerseits erst wieder geschaffen werden wie
alles andere vorher auch: durch Verschuldungsakte.
Um die Produktion am Abend vollständig abzuräumen, um die Firma (die darin beschäftigten
Arbeiter) und die das Geld zur Verfügung stellende Bank, um alle also »auf ihre Kosten« kommen
zu lassen, muß der Prozeß mit immer neuen Schuldnern fortgesetzt werden."
Trifft es das?
Ich meine auch, das alles in der "Pleite" sorgfältig aufgedröselt vorgefunden zu haben. Aber wie es halt so ist, es gibt ja noch andere Themen und vieles verschwindet schnell im "Background". Trotzdem werde ich mir das nochmals vornehmen - das geht doch so nicht! [[zwinker]]
Gruß!
--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.