ARD-Weltspiegel zeigt gut organisierte Anreise aus GR in nur 3 Tagen - tgl. 4k - allein 120.000 im Jan.

azur @, Montag, 11.01.2016, 07:51 vor 3679 Tagen 6926 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 11.01.2016, 08:12

Hallo allen,

während Acif (hier verlinkt) meint, die Deutschen würden ehen ihre Frauen nicht mehr verteidigen (deshalb sind in Moslemstaaten Mädels eher nicht allein unterwegs), sehen das andere anders.

Hier ist zu sehen, wie der Hamburger "Kiez" Aktionen ins Auge fasst, wie weiland gegen eine Taschendiebhäufung (man siehe unter die dortigen Fotos - die Türsteher der "Szene" als Helden der Nation?) und wie 12tausend Düsseldorfer ihre Stadt und die Sicherheit für Frauen verteidigen wollen: http://www.bild.de/politik/inland/sex-uebergriffe-silvesternacht/ist-die-silvester-scha... . Massenhafte Selbsthilfe und Bürgerkrieg scheinen nahe.

Da wird in Köln schon mal wieder durchgegriffen: http://www.tagesschau.de/inland/uebergriffe-koeln-123.html (und das meint nicht den gewaltsamen Polizeieinsatz gegen besorgte Bürger gestern).

In etlichen Leserkommentaren sieht man gleich die nächsten Lichterketten kommen (und es würde mich wundern, wenn da in entsprechenden Einrichtungen schon alles vorbereitet ist und nur darauf wartet, dass endlich...).

Aber auch diesen Hinweis: „Gestern abend im Weltspiegel, Emigrantenbericht, von Griechenland bis Deutschland innerhalb 3 Tagen. Alles mit Zug und Bus organisiert, und das Schönste ab Villach, Österreich gehts mit
Bussen des Bundesheeres ab nach Deutschland. Jeden Tag 4000 im Winter. Das sind alleine für Januar rund 120.000.

Wir brauchen diese Leute nicht. Weder für Arbeit, die ist sowieso nicht da, und auch nicht um unsere Kultur zu verändern, mir gefällt sie so wie sie ist.“

Nachgeschaut, es stimmt. Themen sonst: Themen sonst: Themen böses Syrien (bösen Russen - in der TS.de wird auch noch von angeblich tausenden Krimbewohnernberichtet, die in die Ukraine flüchteten), böses Ägypten, böses Frankreich - man könnte auch verstehen, wir verstehen, dass aller herkommen müssen.

Und es stimmt, wie in den gut 6minütigem Video gezeigt wird, wo schon die Anmoderation sagt, wie schön organsiert die Anreise in unser Heimatland ist:

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/balkan-flu...

ARD-Txt zum Beitrag: „Fünf Stunden später: Ankunft im österreichischen Villach – dem derzeitigen Endpunkt der Balkanroute. Zwischen 2 und 4 Tagen brauchen die meisten für die knapp 1.200 km von Griechenland bis Österreich.“

2 Tage? Das sollte sich steigern lassen. Und 4.000 pro Tag: Das ist doch wohl nur zum Einüben und Vorbereiten auf die Anreisewelle ins Taschengeldland, wo die fette Facebookparty abgeht, für die Jungs, die in ihren Heimatländern zu kurz kommen. Sie sind schon in Heerstärke hier, das sollte sich steigern lassen.

Wann endlich fliegt man die Leute ein?

Damit es dann heißen kann: Gut organisiert 40tausend am Tage, in nur 2-4 Stunden. Denn das können doch die armen Hilfsorganisationen und Armeebusse aus Österreich gar nicht mehr bewältigen!

Und die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme werden brummen.

Wann jagt endlich wer die Merkel zum Teufel?!

Und ihre Claqueure?*

Viele freundliche Grüße

azur


* Und was für eine Story wird von der ARD-Schranzen hervorgehoben? Eine arme Irakerin, die von Amis schwer verletzt worden war (man weiß schon, welche Knöpfe man drücken muss, damit auch noch alle Iraker kommen dürfen) und Schneiderin ist. Klar, die wird sich erst mal in den Massenunterbringungen vor "Angeboten" nicht retten können!

"Fünf Stunden später: Ankunft im österreichischen Villach – dem derzeitigen Endpunkt der Balkanroute. Zwischen 2 und 4 Tagen brauchen die meisten für die knapp 1.200 km von Griechenland bis Österreich. Hier treffen wir Sandra Kusseiri, die 22-Jährige hat im Irak eine Schneider-Lehre gemacht. Als Kind wurde sie bei einem Luftangriff der Amerikaner schwer verletzt. Jetzt hofft Sandra auf eine neue Chance in Deutschland. "Ich bin einfach nur glücklich. Ich bin zwar sehr müde, aber auch sehr froh endlich dort anzukommen." Mit extra bereitgestellten Bussen des österreichischen Heeres geht es weiter Richtung Deutschland – für die Menschen auf der Balkanoute das Land ihrer Träume."

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Safranski über Merkels infantile Asylpolitik

Fidel @, Montag, 11.01.2016, 08:10 vor 3679 Tagen @ azur 6742 Views

Hallo,

Safranski in der Weltwoche über die Infantilisierung der deutschen Politik.
Stell dir vor zwei Drittel der Weltbevölkerung haben in der BRD Asylrecht und die Regierung versucht den kategorischen Imperativ.

(Ich fand den Artikel noch nicht verlinkt)

Grüße
Fidel


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15. Mir reicht´s Mahnwache 11.01.16 Ingolstadt Rathausplatz 18:30Uhr

Danke !...mit das Beste zum Thema ! (oT)

subwave @, Montag, 11.01.2016, 09:50 vor 3679 Tagen @ Fidel 4257 Views

Hallo,

Safranski
in der Weltwoche über die Infantilisierung der deutschen Politik.
Stell dir vor zwei Drittel der Weltbevölkerung haben in der BRD Asylrecht
und die Regierung versucht den kategorischen Imperativ.

--
Be the change you want to see in the world - Gandhi-

Aristokratur

Falkenauge @, Montag, 11.01.2016, 10:41 vor 3679 Tagen @ Fidel 4392 Views

Ein sehr gutes Interview!

Dieser Staat macht sich und seine Polizei mit dem zugelassenen unaufhörlichen Zustrom von Migranten vor der Welt immer lächerlicher, könnte man sagen. Das ist vordergründig so, wird aber von der politischen Kaste offensichtlich in Kauf genommen.

Das zeigt aber, dass die politisch Herrschenden gar nicht ein Interesse an der Erfüllung staatlicher Aufgaben zur Sicherheit und zum Schutz des eigenen Volkes haben. Es kommt ihnen darauf an, die Schaltstellen des Staates in den Händen zu haben, um damit für die Durchsetzung ganz anderer internationaler Interessen sorgen zu können.

Es herrscht international eine von den Völkern abgehobene vernetzte "Elite", eine neue Aristokratie, die sich der Demokratie nur als Fassade bedient. Es besteht in Wahrheit eine "aristokratische Demokratur".
Das gilt es zu durchschauen und wird hier etwas untersucht.

Danke fürs Einstellen!

Griba @, Dunkeldeutschland, Montag, 11.01.2016, 10:56 vor 3679 Tagen @ Fidel 4229 Views

Er bringt es meines Erachtens auf den Punkt: "Diese faszinierende deutsche Eigenheit verknüpft sich aber mit einem Defizit, das vor allem im Politischen zum Tragen kommt: mit dem fehlenden Realismus. Der metaphysisch-romantische Zug hat unsere politische Urteilskraft geschädigt. Ich liebe die Romantik, aber nicht die politische Romantik."

Hoffen wir, daß wirklich nur die politische Romantik und nichts bösartigeres dahinter steht...

--
Beste Grüße

GRIBA

Ist das eine Buchbesprechung zu "Mein Kampf"?

pigbonds @, Montag, 11.01.2016, 11:31 vor 3679 Tagen @ Fidel 4470 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 17:13

Hallo,

Safranski
in der Weltwoche über die Infantilisierung der deutschen Politik.
Stell dir vor zwei Drittel der Weltbevölkerung haben in der BRD Asylrecht
und die Regierung versucht den kategorischen Imperativ.

(Ich fand den Artikel noch nicht verlinkt)

Safranski in der WW, entlarvend oder verwirrt?


Deutsche Politiker sprechen dauernd von der Menschenwürde, die unantastbar sei. Man tut so, als sei die
Menschenwürde ein allen angeborenes Organ wie Arme oder Beine. Das ist ein naives Menschenbild. Menschenwürde
fällt nicht vom Himmel, sondern setzt einen funktionierenden Staat voraus, der sie in seinen Grenzen garantieren kann.

Und dann muss man sich die Frage stellen: Wie kann man dieses Staatsgebilde erhalten? Das gelingt nur mit sehr
strikten Regeln
, sonst verliert der Staat seine integrierende, die Menschenrechte garantierende Kraft.

Die Regeln sind bekannt und der Staat setzt sie durch. PEGIDA hat sie in Köln erfahren.

Deutschland ist Vertragswerken beigetreten und versucht diese einzuhalten. Nur schwache Staaten halten Verträge nicht
ein.

Will Safranski glaubwürdig sein, soll er Deutschlands Austritt aus der europäischen Menschenrechtskonvention verlangen.


Was hat das mit "Mein Kampf" zu tun?

Du kennst doch auch Heinsohn's Theorien, dann wirst Du wohl auch dieses Buch von Heinsohn kennen:
http://www.amazon.de/Warum-Auschwitz-Hitlers-Ratlosigkeit-Nachwelt/dp/3499136260/?tag=d...
Der Autor Gunnar Heinsohn beschreibt in seinem Buch, dass seiner Meinung nach die Nazis mit der Ermordung der Juden
auch die ethischen Vorstellungen von Menschenrechten verschwinden
würden.


Safranski bennent den Reiter - ich nun das Ross.

Safranski ist Staatsapologet.

Brauer @, Montag, 11.01.2016, 11:59 vor 3679 Tagen @ pigbonds 4066 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 11.01.2016, 12:06

Menschenwürde
fällt nicht vom Himmel, sondern setzt einen funktionierenden Staat
voraus, der sie in seinen Grenzen garantieren kann.

Ja etwa nicht?
Sie ist ein ideologisches Konstrukt, und kann nur auf dem Boden des Staates existieren. Fraglich ist vor allem, ob und wie weit durch die aktuelle Situation überhaupt eine Gefahr für die Staatlichkeit (Deutschlands) besteht.

Deutschland ist Vertragswerken beigetreten und versucht diese einzuhalten.
Nur schwache Staaten halten Verträge nicht
ein.

Das ist aber etwas hinterhältig von dir, schließlich wollen ja nur wenige einen "schwachen Staat" haben.
Also doch einen starken Staat, der sich über die Einhaltung von Vertragswerken die eigene Schwächung erst recht schafft?
Stärke durch Schwäche?

Will Safranski glaubwürdig sein, soll er Deutschlands Austritt aus der
europäischen Menschenrechtskonvention verlangen.

Er könnte auch einfach sagen: Es ist aus.
Vielleicht will er es noch nicht einsehen.
Entweder der Staat existiert unter Aufgabe dieser Rechte weiter, oder er hört damit auf, wodurch staatlich gesicherte Würden aller Art ebenfalls ihr Ende fänden.

Safranski bennent den Reiter - ich nun das Ross.

Passend zum infantilen Staat:

Hoppe hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Teich,
findt ihn keiner gleich.
Fällt er in die Hecken,
fressen ihn die Schnecken,
fressen ihn die Müllermücken,
die ihn vorn und hinten zwicken.
Fällt er in den tiefen Schnee,
dann gefällts ihm nimmermeh.
Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben.
Fällt er in den Sumpf,
dann macht er einen Plumpf.

Man hat es schwer, als Reiter. Manchmal fällt er vom Pferd, aber manchmal auch mit dem Pferd.
Was mit dem Ross ist, will da lieber keiner wissen.
Es wäre den Kindern auch nicht zu vermitteln, dass Knackwurst draus würde.

Menschenhand ist Gottes Hand?

pigbonds @, Montag, 11.01.2016, 14:11 vor 3679 Tagen @ Brauer 3634 Views

Menschenwürde
fällt nicht vom Himmel, sondern setzt einen funktionierenden Staat
voraus, der sie in seinen Grenzen garantieren kann.


Ja etwa nicht?
Sie ist ein ideologisches Konstrukt, und kann nur auf dem Boden des
Staates existieren. Fraglich ist vor allem, ob und wie weit durch die
aktuelle Situation überhaupt eine Gefahr für die Staatlichkeit
(Deutschlands) besteht.

Es ist ein Konstrukt durch Menschenhand, das die nach dem Sündenfall im Paradies
immer asymmetrischer gewordenen Rechte seit der Aufklärung wieder symmetrischer
gestalten will.

Fundamentalistisch Religiöse sehen darin Blasphemie, nämlich den Anspruch des Menschen
darauf, dass Gott nur durch des Menschen Hand Gutes tun könne.

Deutschland ist Vertragswerken beigetreten und versucht diese

einzuhalten.

Nur schwache Staaten halten Verträge nicht
ein.


Das ist aber etwas hinterhältig von dir, schließlich wollen ja nur
wenige einen "schwachen Staat" haben.
Also doch einen starken Staat, der sich über die Einhaltung von
Vertragswerken die eigene Schwächung erst recht schafft?
Stärke durch Schwäche?

Ein starker Staat ist ein Staat, der seinen eigenen Regeln genügt. Schwache
Staaten hingegen folgen dem Cargo-Kult, seine Institutionen sind nur Fassade.

Will Safranski glaubwürdig sein, soll er Deutschlands Austritt aus der
europäischen Menschenrechtskonvention verlangen.


Er könnte auch einfach sagen: Es ist aus.
Vielleicht will er es noch nicht einsehen.
Entweder der Staat existiert unter Aufgabe dieser Rechte weiter, oder er
hört damit auf, wodurch staatlich gesicherte Würden aller Art ebenfalls
ihr Ende fänden.

Was bedeutet die Aufgabe dieser Werte? Sie stellt die Solidarität als Prinzip
in Frage. Jeder, der über 55 ist, sollte unruhig werden, denn bald steht die
Bevölkerungspyramide auf dem Kopf und nicht mehr 2 Arbeiter füttern einen Nicht-Arbeiter
durch sondern 1 Arbeiter füttert 2 Nicht-Arbeiter durch.

Nach Safranskis Rechnung will auch jeder nach Deutschland, den einzigen Hort der
Humanität. Das gehe nicht. Das geht auch nicht. Deshalb arbeitet Merkel - endlich! - am
Versuch, die europäischen Staaten auf einen Pfad der Zusammenarbeit zu führen.

Anders herum!

Brauer @, Montag, 11.01.2016, 15:16 vor 3679 Tagen @ pigbonds 3597 Views

Es ist ein Konstrukt durch Menschenhand, das die nach dem Sündenfall im
Paradies
immer asymmetrischer gewordenen Rechte seit der Aufklärung wieder
symmetrischer
gestalten will.

Die Forderung nach einer sie (die Humanität) garantierenden Macht ist ihr aber inhärent.
Ein innergesellschaftlicher Traum von vorgesellschaftlichen Zuständen, ohne diese jemals erreichen zu können.

Fundamentalistisch Religiöse sehen darin Blasphemie, nämlich den
Anspruch des Menschen
darauf, dass Gott nur durch des Menschen Hand Gutes tun könne.

Einige sind sogar der Ansicht, Gott existiere ganz und gar nur wegen des Menschen, was natürlich höchst verderblich wäre [[zwinker]]

Ein starker Staat ist ein Staat, der seinen eigenen Regeln genügt.

Wenn aber dieser erkennt, dass seine Regeln zur Aufrechterhaltung seiner, jedenfalls bisherigen, Existenz ungeeignet sind?
Aus einem Moment der Schwäche (bis neue Regeln etabliert sind) würde bei striker Beibehaltung eine Periode der Schwäche und dauerhaftes Siechtum.

durch sondern 1 Arbeiter füttert 2 Nicht-Arbeiter durch.

Oder auch nicht.
Oder ein Nichtarbeiter greift zwei Arbeiterinnen in den Schritt.

Nach Safranskis Rechnung will auch jeder nach Deutschland, den einzigen
Hort der Humanität.
Das gehe nicht. Das geht auch nicht. Deshalb arbeitet Merkel -
endlich! - am Versuch, die europäischen Staaten auf einen Pfad der
Zusammenarbeit zu führen.

Merkel arbeitet an allen Enden an einem Pfad europäischer Zusammenarbeit.
Das hat auch bei der Finanzkrise ganz hervorragend funktioniert und wird Europa friedlich, sicher und (bevölkerungs-)reich hinterlassen.
[[sauer]]

Ganz einfach die Normalität

pigbonds @, Montag, 11.01.2016, 16:13 vor 3679 Tagen @ Brauer 3510 Views

Ein starker Staat ist ein Staat, der seinen eigenen Regeln genügt.


Wenn aber dieser erkennt, dass seine Regeln zur Aufrechterhaltung seiner,
jedenfalls bisherigen, Existenz ungeeignet sind?
Aus einem Moment der Schwäche (bis neue Regeln etabliert sind) würde bei
striker Beibehaltung eine Periode der Schwäche und dauerhaftes Siechtum.

Das ist ganz einfach die Normalität. Das Aufgeben der Menschenrechte gehört auch
zu dieser Normalität, ebenso wie die Änderung von Grenzen oder Institutionen oder
auch Migration.

Jede Änderung wird auch wieder weitere Änderungen mit sich bringen.

Das "alte schöne Deutschland" der letzten knapp 30 Jahre wird es so oder so nicht
mehr geben, sei es wegen der Migration oder dem Verzicht auf Anerkennung der Menschenrechte.

Menschenwürde - das Erkennungszeichen aller rat- und gedankenlosen Moralisten (Schopenhauer)

Fidel @, Montag, 11.01.2016, 13:17 vor 3679 Tagen @ pigbonds 4033 Views

Hallo pigbonds,

Safranski hat einen weiten Weg gemacht, vom Maoismus bis zu Kritik am infantilen Versagen der intellektuellen Elite BRDeutsch(e)lands.

Ehrlich erwarte ich weder von Safranksi, noch von Heinsohn einen öffentlichen Selbstmord durch unausprechliche Erkenntnisse,
während wir uns hier so anonym es geht, selbstgefällig geben dürfen.

BG
Fidel

Safranski ist ein Neocon. Heinsohn ein ganz anderes Kaliber.

pigbonds @, Montag, 11.01.2016, 14:56 vor 3679 Tagen @ Fidel 4169 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 17:15

Hallo pigbonds,

Safranski hat einen weiten Weg gemacht, vom Maoismus bis zu Kritik am
infantilen Versagen der intellektuellen Elite BRDeutsch(e)lands.

Typischer Werdegang eines Neocons. Infantil ist eher die Annahme, am Ende der
Geschichte angekommen zu sein.

Die Normalität in Europa sah so aus und ich denke, es bleibt "normal":
https://www.youtube.com/watch?v=TMcpkxpkv6g (Zeitraffer der Grenzveränderungen)


Er hingegen sinnt über sowas nach:

Es ist schlicht undenkbar, dass alle acht Millionen, die in dieser Region auf der Flucht sind, nach
Deutschland kommen. Das Asylrecht war nicht für solche Völkerwanderungen gedacht, man kann es deshalb
auf Dauer so nicht aufrechterhalten. Es reicht nicht, von Begrenzung zu reden, man muss notfalls auch
Grenzen schließen. Dann wird der Druck auch größer, sichere Zonen für die Flüchtlinge in der Nähe
ihrer angestammten Gebiete zu schaffen
, die von europäischer Seite allerdings mit großen Finanzmitteln
unterstützt werden müssten.

Erfolgsmodell Gazastreifen? Eine infantile Vorstellung.


Und sein Haudrauf auf Merkel ist der alte infantile Versuch, Unheil durch einen Sündenbock
zu erklären, als könnte "Merkel" irgend etwas wesentlich beeinflussen.
Heinsohn hat sich auch darüber den Kopf zerbrochen:
http://www.amazon.de/Die-Erschaffung-G%C3%B6tter-Gunnar-Heinsohn/dp/3498029371/?tag=das...

noch von Heinsohn einen öffentlichen Selbstmord durch unausprechliche Erkenntnisse,

Heinsohn ist ein ganz anderes Kaliber:
http://www.cicero.de/berliner-republik/ein-gedankenspiel-europa-nach-dem-euro/41558

[image]


Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und schlägt jedem unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.

Nö, ich habe Heinsohn genügend kritisiert

pigbonds @, Montag, 11.01.2016, 16:01 vor 3679 Tagen @ Brauer 3546 Views

dass du Heinsohn so verehrst, weil er deine Hoffnungen auf eine
Zerschlagung Deutschlands bedient?

Nö, aber aus Deinem Satz geht hervor, dass auch Du eine neokonservative Vorstellung
von "Deutschland" zu haben scheinst.

"Deutschland", "wiedervereinigt", gibt es gerade mal knapp 30 Jahre und Millionen von
deutschsprachigen leben im angrenzenden Ausland ohne irgendwelche Zugehörigkeitsgefühle
gegenüber "Deutschland" zu verspüren.

Wenn 50% der Württemberger in einer Umfrage, nicht ganz ernst gemeint, sich einen Zusammenschluss
mit der Schweiz vorstellen können, ist wohl auch in "Deutschland" selber das Zusammengehörigkeitsgefühl
nicht unantastbar.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kanton-BadenWuerttemberg-Fuer-Deutschland-...

Der wichtigste Zusammenhalt ist durch die eigene Konstitutionierung gegeben, stark mitgeprägt von
den "Siegermächten". Steht auch hier im Gelben ständig zu lesen, z.B. von @DT.

Das ist bereits alles, um zu erahnen, mit was für einem sich stetig wandelnden und sich
weiterwandelnden Gebilde man es zu tun hat. Von Zerfall bis zur Führungsrolle in ein
Vereinigtes Europa ist alles möglich.

Safranski hingegen plant permanente Zonen für Flüchtlinge zu schaffen ... was will er, die
Erde aufblasen, damit mehr Oberfläche entsteht oder geht er davon aus, dass Deutschland
unverändert bliebe, während andere Staaten umgegrenzt würden, um Platz für diese Zonen zu
schaffen?

Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und schlägt

jedem

unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.


Schonmal darüber nachgedacht?

Nein, für mich keine Option.

Ich wollte dich ein bisschen locken

Brauer @, Montag, 11.01.2016, 16:40 vor 3679 Tagen @ pigbonds 3461 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 11.01.2016, 16:45

Nö, aber aus Deinem Satz geht hervor, dass auch Du eine neokonservative
Vorstellung
von "Deutschland" zu haben scheinst.

Wenn du die heutige Vorstellung von Deutschland als neokonservativ bezeichnest, meinetwegen. Das "neokonservative Deutschland" bleibt jedenfalls nur so lange bestehen, wie es als Identifikationsfigur taugt. Ich habe damit jedenfalls weniger Probleme als mit vielen anderen möglichen Identifikationsfiguren.
Die Identifikation kommt gerade vielen abhanden, aber weniger wegen intrinsischer Veränderungen, als vielmehr einer Reaktion auf äußere Einflüsse (von Menschen). Und die Zielrichtung wird zunächst eher nicht in Richtung stiller Auflösung gehen, sondern in Richtung Aufgabe der Menschenrechte.
Nach einer Veränderung wie sie Heinsohn hier vorschlägt, kann man jedenfalls nicht mehr von "Deutschland" sprechen.
Dass die skizzierten Gebilde irgendeine dauerhafte konstitutive Kraft hätten, bezweifle ich aber ebenso. Skandinavien als Rückzugsort für multikulturell gesättigte, aka "Schnauze voll"?!
Das einzige Gebilde mit Perspektive wäre vielleicht das französisch-deutsche Islamfürstentum.
Über religiösen Druck wird gleichzeitig ein Youth Bulge und eine Machtprojektion nach außen entstehen können. Dann wäre wieder einmal "Ringelpiez mit Anfassen" in Europa.

"Deutschland", "wiedervereinigt", gibt es gerade mal knapp 30 Jahre und
Millionen von
deutschsprachigen leben im angrenzenden Ausland ohne irgendwelche
Zugehörigkeitsgefühle
gegenüber "Deutschland" zu verspüren.

Dass die Idee Nationalstaat, jedenfalls jenseits eines Restes sentimentaler Erinnerung, tot ist, ist mir durchaus nicht entgangen [[zwinker]]
Zugehörigkeitswillen wird wohl eher zu einer Beliebigkeit.

Safranski hingegen plant permanente Zonen für Flüchtlinge zu schaffen
... was will er, die
Erde aufblasen, damit mehr Oberfläche entsteht oder geht er davon aus,
dass Deutschland
unverändert bliebe, während andere Staaten umgegrenzt würden, um Platz
für diese Zonen zu
schaffen?

Andere hatten die Idee, Madagaskar wäre vielleicht schön... hust.
Deiner Einschätzung von ihm stimme ich durchaus zu.
Ich vermute aber, dass sie durchaus keine Einzelmeinung darstellt.

Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und schlägt

jedem

unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.


Schonmal darüber nachgedacht?


Nein, für mich keine Option.

Und das in Zeiten, in denen jeder jederzeit überall hin "optieren" kann?

Analyse ist immer einfacher, als Lösungsvorschläge zu präsentieren

pigbonds @, Montag, 11.01.2016, 21:24 vor 3679 Tagen @ Brauer 3314 Views

Nö, aber aus Deinem Satz geht hervor, dass auch Du eine neokonservative
Vorstellung
von "Deutschland" zu haben scheinst.


Wenn du die heutige Vorstellung von Deutschland als neokonservativ
bezeichnest, meinetwegen.

Ich meine eher die Vorstellung dessen, dass die Geschichte quasi der Weg zum Ziel, zur Gegenwart
darstellt, wobei diese Gegenwart das Ideal darstellt. Meist wird der "Weg" noch durch einen absurden
Mythenaberglauben verherrlicht.
Das meiste, das die Gegenwart verändern würde, wird abgelehnt.
Ein solches Weltbild ist meiner Meinung nach ein neokonservatives. Ganz ausgeprägt bei jenen Amerikanern
zu beobachten, die um das eigene Ideal zu erhalten, die halbe Welt neuordnen wollen.

Nach einer Veränderung wie sie Heinsohn hier vorschlägt, kann man
jedenfalls nicht mehr von "Deutschland" sprechen.

Würde ich auch so sehen. Ich weiss auch nicht, ob Heinsohn's Karte die richtige
ist, es geht mehr darum, die "Linearität" zu brechen und Heinsohn mit seiner Betonung
auf "Kataklysmen" also eine Überbetonung auf Revolution statt Evolution, ist prädestiniert
dazu.
Die Karte könnte auch anders aussehen, z.B. ein Vereinigtes Europa.

"Deutschland", "wiedervereinigt", gibt es gerade mal knapp 30 Jahre und
Millionen von
deutschsprachigen leben im angrenzenden Ausland ohne irgendwelche
Zugehörigkeitsgefühle
gegenüber "Deutschland" zu verspüren.


Dass die Idee Nationalstaat, jedenfalls jenseits eines Restes
sentimentaler Erinnerung, tot ist, ist mir durchaus nicht entgangen
[[zwinker]]
Zugehörigkeitswillen wird wohl eher zu einer Beliebigkeit.

Es gibt aber immer noch starke Kräfte, die an den Nationalstaat glauben, sowohl in
Europa, aber auch was den Nahen Osten anbelangt, Kurdistan, etc.

Safranski hingegen plant permanente Zonen für Flüchtlinge zu schaffen
... was will er, die
Erde aufblasen, damit mehr Oberfläche entsteht oder geht er davon aus,
dass Deutschland
unverändert bliebe, während andere Staaten umgegrenzt würden, um

Platz

für diese Zonen zu
schaffen?


Andere hatten die Idee, Madagaskar wäre vielleicht schön... hust.
Deiner Einschätzung von ihm stimme ich durchaus zu.
Ich vermute aber, dass sie durchaus keine Einzelmeinung darstellt.

Das wären riesen Ghetto's, die ohne Zwangssterilisation wahrscheinlich sehr hohe
Geburtenraten hätten (Safranski will die ja quasi füttern). Die Bewohner würden sich
zurecht als ungerecht behandelt fühlen und so böte sich dort der ideale Nährboden zur
Aufzucht von Terroristen.


Safranski analysiert aber etwas korrekt:

Das Asylrecht war nicht für solche Völkerwanderungen gedacht, man kann es deshalb auf Dauer
so nicht aufrechterhalten.

Das zeigt, dass Analysen einfacher zu machen sind als Lösungsvorschläge (da bin ich ein gebranntes
Kind).

Vermutlich wird man eine neue Kategorisierung der Migranten vornehmen müssen und eine Kategorie
"Wirtschaftsmigranten" schaffen, die dann nach der Migration deutlich mehr Freiheit hätten, sich dafür
aber vorher "qualifizieren" müssten - z.B. vor der Migration minimale Sprachkenntnisse vorweisen, etc.

Es sollte nie zum Selektionskriterium werden, dass bleiben kann, wer über den Zaun kommt und dann noch
die Behörden erfolgreich austrickst.

Was sicher falsch ist, ist, Flüchtlinge als "Fachkräfte" zu bezeichnen, dies tut aber derzeit
die Rechte, doch der Grund liegt darin, dass allgemein "Migration" in der Vergangenheit als Lösung für
Fachkräftemangel herhalten musste.
Ich glaube auch nicht, dass Flüchtlinge die Situation der Alterspyramide verbessern. Was ich aber
glaube, ist, dass Entsolidarisierung mit Schwachen, z.B. Flüchtlingen, ebenso zur Entsolidarisierung mit
anderen Schwachen, Alten, Kranken, Alleinerziehenden, etc. führt, was gerade bei einer ungünstigen Pyramide
fatal wäre.

Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und

schlägt

jedem

unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.


Schonmal darüber nachgedacht?


Nein, für mich keine Option.


Und das in Zeiten, in denen jeder jederzeit überall hin "optieren" kann?

Zürich ist derzeit gut.

Staatskonserven

Brauer @, Montag, 11.01.2016, 23:51 vor 3678 Tagen @ pigbonds 3374 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 11.01.2016, 23:58

Das meiste, das die Gegenwart verändern würde, wird abgelehnt.
Ein solches Weltbild ist meiner Meinung nach ein neokonservatives.

Geschichtlich betrachtet müsste ja der Konservative eigentlich feststellen, dass er letztlich immer auf verlorenem Posten kämpft.
So ein Glanzmoment war, als Merkel in einer Talkshow zur Ablehnung Homo-Ehe befragt wurde: Is nicht, wegen ist nicht.
(Aber-)Glaube scheint diese Position irgendwie erträglicher zu machen bzw. dafür zu disponieren.

Es gibt aber immer noch starke Kräfte, die an den Nationalstaat glauben,
sowohl in
Europa, aber auch was den Nahen Osten anbelangt, Kurdistan, etc.

Es gibt auch viele Kräfte die an Gott glauben, trotzdem wurde er dadurch nicht real.
Van Creveld legt ja dar, dass trotz allen Willens in erster Linie systemische Faktoren gegen den Nationalstaat sprechen. Darunter vor allem wirtschaftliche.
Gegen TTIP habe ich selbst beispielsweise lediglich ideologisch-politische Gründe vorzubringen. Aber das ist OK.
Kultur kann nur da entstehen, wo bewusst unwirtschaftlich gehandelt wird. Ob man sich nun einen Nationalstaat oder das Reinheitsgebot leisten will, oder beides, müssen die Völker selbst ausmachen.

Van Creveld:

Diese Technologien haben es nun wiederum möglich gemacht, dass nicht nur
Informationen, sondern auch Gelder und Menschen in einem Ausmaß und mit
einer Geschwindigkeit die Staatsgrenzen überschreiten, dass sie sich allen
Versuchen, sie zu kontrollieren, entziehen; vielleicht kann man sagen,
dass die beiden Faktoren, die am meisten zum Zusammenbruch der sogenannten
Deutschen Demokratischen Republik beigetragen haben, das Verlangen der
Menschen nach der D-Mark einerseits und das westdeutsche Fernsehen
andererseits waren. Auch haben diese Techniken es privaten,
nichtstaatlichen Körperschaften ermöglicht, sich zusammenzufinden und im
globalen Maßstab zu fusionieren.

Die Bewohner würden sich zurecht als ungerecht behandelt fühlen und so böte sich dort der ideale Nährboden zur Aufzucht von Terroristen.

Und wenn man sie trotzdem loswerden wöllte... dann sind wir wieder beim Unaussprechlichen. Und er spricht es ja auch nicht aus.

Das zeigt, dass Analysen einfacher zu machen sind als Lösungsvorschläge
(da bin ich ein gebranntes Kind).

Das hat ja ein Herr Marx ähnlich hinter sich. Analytisch nach wie vor wichtig, auch wenn ihm in Sachen Geldtheorie hier sicher stark widersprochen wird [[zwinker]]

Vermutlich wird man eine neue Kategorisierung der Migranten vornehmen
müssen und eine Kategorie "Wirtschaftsmigranten" schaffen, die dann nach
der Migration deutlich mehr Freiheit hätten, sich dafür aber vorher
"qualifizieren" müssten - z.B. vor der Migration minimale Sprachkenntnisse vorweisen, etc.

Und der Rest?
Was machen wir mit deren Menschenrechten?

Was ich aber glaube, ist, dass Entsolidarisierung mit Schwachen, z.B.
Flüchtlingen, ebenso zur Entsolidarisierung mit anderen Schwachen, Alten,
Kranken, Alleinerziehenden, etc. führt, was gerade bei einer ungünstigen
Pyramide fatal wäre.

Mal sehr provokativ: Wäre das fatal?
Es scheint ja zumindest nicht automatisch zur offenen gesellschaftlichen Entsolidarisierung zu führen.
Im Gegenteil, die verblieben Schäfchen rückten dafür sogar solidarisch im Luftschutzkeller zusammen.
Würde, wäre flächendeckend bekannt gewesen, dass Hitler nach dem Krieg 1/3 der Bevölkerung loswerden wollte (genaue Rede Hitlers leider nicht mehr bekannt), ein Aufstand losgebrochen sein? Oder wären nicht alle noch ein Stück enger zusammengerückt und hätten noch auf die Andenken derer getreten, die aus ihrer Mitte fortgenommen worden wären?

Wir stehen in jedem Fall vor epochalen Entscheidungen.

Immer einen Schritt nach dem anderen

Fidel @, Montag, 11.01.2016, 16:53 vor 3679 Tagen @ pigbonds 3537 Views

Vor allen Denkansätzen für eine Zukunft, muss man den Ansturm stoppen. Dazu ist jede Ausrede recht.

Erfolgsmodell Gazastreifen? Eine infantile Vorstellung.

Sollten wir aber so klug sein, allen Ausreden den Boden zu entziehen, bleibt welche Wahl?

Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und schlägt jedem unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.

Ausgerechnet Amerika? Nein, wir werden in Europa eine sichere Zone für Europäer bekommen - und die Schweiz wird das Zentrum sein. Das steht nirgendwo, sondern ist meine Erwartung nachdem ich Nord- und Südamerika kennen gelernt habe.

Ob Osteuropa seine Vergreisung überlebt? Man wird sehen. Jede Lösung wird ohne Zuwanderer auskommen.
Als gemeinsamen europäischen Nenner sehe ich die christliche Kultur mit ihren keltischen Wurzeln.
Hoffentlich ohne erzwungenen Kollektivismus.

Bin nicht weit weg von Deiner Position

pigbonds @, Montag, 11.01.2016, 22:28 vor 3678 Tagen @ Fidel 3352 Views

Vor allen Denkansätzen für eine Zukunft, muss man den Ansturm stoppen.
Dazu ist jede Ausrede recht.

Man kann nicht seine Fundamente untergraben. Menschenrechte gehören dazu.

Erfolgsmodell Gazastreifen? Eine infantile Vorstellung.


Sollten wir aber so klug sein, allen Ausreden den Boden zu entziehen,
bleibt welche Wahl?

Ein positives Selektionskriterium einführen, um den "Wirtschaftsflüchtling"
anzuerkennen.
Der jetzige Verrat am eigenen System kann nicht aufrechterhalten werden, vergleich,
was mit der Sowjetunion geschah, die war meilenweit von ihren Standards entfernt.

Was ich damit meine:
Man kann nicht Ansprüche auf Asylverfahren als Konsequenz von Menschenrechten vorsehen, dann
aber mit allen schmutzigen Tricks verhindern, dass die Anlaufstellen erreicht werden.

Besser wäre ohnehin, den Ansturm zu akzeptieren, dann aber die Wahl zu lassen, als welche Sorte
Migrant man sich sieht: "Fachkraft", "Wirtschafts-/Existenzflüchtling", "Kriegsflüchtling"
oder "politisch Verfolgter/Asylsuchender".
Solche Kategorien gibt es bereits, aber man sollte eine positive Selektion betreiben, also ein
"Wirtschaftsflüchtling" müsste Qualifikationen erreichen.

Im Heinsohn'schen Jargon hiesse dies "Perspektiven schaffen".

Dahin ist es aber noch weit, haben doch sogar viele EU-Bürger schlechte Perspektiven.

Der Umwälzprozess müsste also gewaltig sein. Die deflationäre Tendenz des Kapitalismus müsste
verstanden werden und damit die Möglichkeiten negativer Kopfsteuern für jeden. Ist wohl zu utopisch.

Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und schlägt

jedem unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.

Ausgerechnet Amerika? Nein, wir werden in Europa eine sichere Zone für
Europäer bekommen - und die Schweiz wird das Zentrum sein. Das steht
nirgendwo, sondern ist meine Erwartung nachdem ich Nord- und Südamerika
kennen gelernt habe.

Ausgerechnet die Schweiz, die nach Luxemburg eine Immigrationshochburg ist? Du lachst,
aber ich denk gar nicht viel anders als Du, denke aber es werden Ideen aus der Schweiz
sein, die übernommen werden. Die Schweiz ist ein europäischer Mikrokosmos und es ist wohl
nicht zufällig, dass viele deutsche Exponenten die Schweiz als Modell für die EU sehen:
Precht, Prof Sinn, Joschka Fischer, etc.
Vielleicht ist dies auch nur eine deutsche Sehnsucht - ich glaube, bei Skandinaviern oder
Osteuropäern ist die Schweiz deutlich weniger beliebt.

Dann bliebe die Grossschweiz "nach der EU/Euro" oder ein Kerneuropa inklusive der Schweiz.

Von aussen sieht die Schweiz deutlich attraktiver aus, als die effektive Lage tatsächlich ist.
Die Schweiz hängt etwas in den Seilen, es ist klar, dass es in einer grossen EU immer schwieriger
wird, Sonderwünsche erfüllt zu kriegen, andererseits ist die EU der grösste Markt.
Die "dynamische" Übernahme von EU Recht ist eine Scheinlösung, denn dynamisch bedeutet eigentlich automatisch,
aber mit der Möglichkeit, nicht zu übernehmen, um dann ganze Vertragspakete platzen zu sehen.

Wer den Kopf in der Schweiz nicht im Sand hat, dennoch möglichst Selbständig bleiben möchte, wartet
momentan etwas darauf, dass sich die Konstellationen ändern. Der Plan sah einmal vor, zusammen mit
der Ukraine und der Türkei - beides wichtige Transitländer - eine Art Verhandlungsblock zu bilden, damit
man gemeinsam Sonderkonditionen aushandeln kann. Der Maidan und "Syrien/Krieg/Flüchtlinge" haben diese
Option verhindert.

Die EU-Diskussion in der Schweiz - viele Rechte glauben noch an ihre eigenen Trinksprüche, man kann aber
bereits erahnen, dass nicht alles so "easy" gehen wird:
http://www.srf.ch/news/schweiz/arena-das-verhaeltnis-schweiz-eu-nach-den-wahlen

Ob Osteuropa seine Vergreisung überlebt? Man wird sehen. Jede Lösung
wird ohne Zuwanderer auskommen.

Das Argument "Zuwanderung, um Vergreisung zu verhindern" finde ich auch falsch. Zuwanderung findet aber statt,
die Gefahr lauert in den Verschärfungen, die man auf sich nehmen will, um sie zu verhindern.

Als gemeinsamen europäischen Nenner sehe ich die christliche Kultur mit
ihren keltischen Wurzeln.

Das ist zu einfach. Dennoch halte ich auch diesen "Charlemagne" Raum als das Kerneuropa, das
am ehesten sowas wie ein Vereinigtes Europa bilden könnte. Der Name "Europa" wäre dann ein
bisschen ein Bluff.

Das "neue, nationalistische Polen" ist vielleicht schon auf dem Weg in diesen Block:
https://de.wikipedia.org/wiki/Visegr%C3%A1d-Gruppe
Warten wir die US-Wahlen ab, wer auf Obama folgt, wird wohl nicht mehr sanft von "Reset" sprechen,
sondern wieder Pflöcke in Osteuropa einschlagen.
Die neuen Nordstream-Röhren würden daher schon kluge Voraussicht bedeuten.

Das wäre bereits das Friedman Szenario: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Next_100_Years
(Interessant, welche Sprachen dafür in Wiki existieren)
Das Szenario läuft wie auf Schienen, Georgien und Ukraine sind schon durch, NATO Bündnis
steht auch kurz vor der Probe, Orban-Tendenzen in Polen, die Türkei als immer auffälligerer
Player (die möglicherweise vom Twist Iran vs Saudis als passiver Gewinner hervorgehen könnte)...

Hoffentlich ohne erzwungenen Kollektivismus.

Im Kollektivismus herrscht immer Zwang, sogar bei mir zuhause, im Kleinstkollektiv, MÜSSEN die Kinder
ins Bett.
Fragt sich nur wie subtil der Zwang ist. Das Schweizer Modell ist relativ attraktiv, es braucht keine
Sündenböcke, weil die Mehrheit selber einsehen muss, wenn sie etwas verbockt hat.

Keine Akzeptanz von ungebildeten Kulturignoranten

Fidel @, Dienstag, 12.01.2016, 09:45 vor 3678 Tagen @ pigbonds 3222 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 12.01.2016, 09:49

Ja, wir liegen nah beisammen und ich würde so eine Diskussion gerne bei einem Glas Wein oder einem Bier führen.

Vor allen Denkansätzen für eine Zukunft, muss man den Ansturm stoppen.
Dazu ist jede Ausrede recht.


Man kann nicht seine Fundamente untergraben. Menschenrechte gehören
dazu.

Mit den Menschenrechten ist das so eine Sache. Wären Menschenrechte über der Gesetzgebung (=Anerkennung) der Parlamente, stellen sie die Machtfrage. So leben wir die Illusion sämtlicher Menschen-Rechte, einschl. Eigentum.

Erfolgsmodell Gazastreifen? Eine infantile Vorstellung.


Sollten wir aber so klug sein, allen Ausreden den Boden zu entziehen,
bleibt welche Wahl?


Ein positives Selektionskriterium einführen, um den
"Wirtschaftsflüchtling"
anzuerkennen.

In unsere kollektivierten Systeme wandert kein gescheiter Mensch mehr ein. Dieselbe Abschreckung für Wirtschaftsflüchtlinge von außen könnte die Sozialsysteme nach innen bezahlbar machen. Um nicht missverstanden zu werden, Abbau von spezialisierten Industrien.

Besser wäre ohnehin, den Ansturm zu akzeptieren, dann aber die Wahl zu
lassen, als welche Sorte
Migrant man sich sieht: "Fachkraft", "Wirtschafts-/Existenzflüchtling",
"Kriegsflüchtling"

Nein, das ist nicht ehrlich. Bei 500 Mio. Zuwanderungswilligen (vgl. Heinsohn) gibt es keine Akzeptanz. Die Ansage muss klar sein.
Keiner kommt rein. Die wenigen Fachkräfte können schon jetzt die Grenzen passieren.

Im Heinsohn'schen Jargon hiesse dies "Perspektiven schaffen".

Ja, genau - es gibt keine Perspektive für ungebildete Kulturignoranten.

Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und schlägt

jedem unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.

Ausgerechnet Amerika? Nein, wir werden in Europa eine sichere Zone für
Europäer bekommen - und die Schweiz wird das Zentrum sein. Das steht
nirgendwo, sondern ist meine Erwartung nachdem ich Nord- und

Südamerika

kennen gelernt habe.


Ausgerechnet die Schweiz, die nach Luxemburg eine Immigrationshochburg
ist?

Nein ich lache nicht, die Schweiz hat einen Vorteil. Man definiert sich eigenständig, am geringsten kollektiviert in Europa und ist jederzeit fähig die Grenzen mit Gewalt zu schließen. Selbstbehauptung durch Gewalt als letztes Mittel. Die BRD kann es nicht, wir -haben- fertig.

Dann bliebe die Grossschweiz "nach der EU/Euro" oder ein Kerneuropa
inklusive der Schweiz.

Ich verstehe auch mehr die Idee hinter der Schweiz als neuen Antrieb und Ersatz für den gescheiterten französischen Sozialismus.


Von aussen sieht die Schweiz deutlich attraktiver aus, als die effektive
Lage tatsächlich ist.

Ja, überall leiden die Leistungsträger. Nur wollte ich, angelehnt an deine historische Karte, nicht über die gegenwärtigen Schwierigkeiten schreiben.

Ob Osteuropa seine Vergreisung überlebt? Man wird sehen. Jede Lösung
wird ohne Zuwanderer auskommen.


Das Argument "Zuwanderung, um Vergreisung zu verhindern" finde ich auch
falsch. Zuwanderung findet aber statt,
die Gefahr lauert in den Verschärfungen, die man auf sich nehmen will, um
sie zu verhindern.

Ich dachte mehr an die Abwanderung der jungen Osteuropäer. Eine Kultur kann nur mit ihrem Nachwuchs überleben, nicht durch Menschen ohne Sprachkenntnis. Die Ukraine z.B., ist für Zuwanderung aus Sub-Sahara nicht attraktiv.

Als gemeinsamen europäischen Nenner sehe ich die christliche Kultur

mit

ihren keltischen Wurzeln.


Das ist zu einfach. Dennoch halte ich auch diesen "Charlemagne" Raum als
das Kerneuropa, das
am ehesten sowas wie ein Vereinigtes Europa bilden könnte. Der Name
"Europa" wäre dann ein
bisschen ein Bluff.

Komm doch einfach einmal ins Römer- und Keltenmuseum nach Manching. Dann verstehst Du eher war ich meine, ich entdecke das gerade selbst neu.


Das "neue, nationalistische Polen" ist vielleicht schon auf dem Weg in
diesen Block:

Leider wollten uns die Sozialisten unsere Identität nehmen, zur Vereinigung. Wie immer ist das Gegenteil der richtige Weg. Einigkeit aufgrund der unterschiedlichen Identität. Einigkeit durch Respekt. Das könnten die Sozialisten sogar von bildungsfernen Schichten lernen - dort ist es Alltag.

https://de.wikipedia.org/wiki/Visegr%C3%A1d-Gruppe
Warten wir die US-Wahlen ab, wer auf Obama folgt, wird wohl nicht mehr
sanft von "Reset" sprechen,
sondern wieder Pflöcke in Osteuropa einschlagen.
Die neuen Nordstream-Röhren würden daher schon kluge Voraussicht
bedeuten.

Das wäre bereits das Friedman Szenario:
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Next_100_Years
(Interessant, welche Sprachen dafür in Wiki existieren)
Das Szenario läuft wie auf Schienen, Georgien und Ukraine sind schon
durch, NATO Bündnis
steht auch kurz vor der Probe, Orban-Tendenzen in Polen, die Türkei als
immer auffälligerer
Player (die möglicherweise vom Twist Iran vs Saudis als passiver Gewinner
hervorgehen könnte)...

Wieder mein hoffentlich - diesmal ohne amerikanische Führung.

Hoffentlich ohne erzwungenen Kollektivismus.


Im Kollektivismus herrscht immer Zwang, sogar bei mir zuhause, im
Kleinstkollektiv, MÜSSEN die Kinder
ins Bett.
Fragt sich nur wie subtil der Zwang ist. Das Schweizer Modell ist relativ
attraktiv, es braucht keine
Sündenböcke, weil die Mehrheit selber einsehen muss, wenn sie etwas
verbockt hat.

Ich vermeide es erzwungenen Kollektivismus mit Ordnung zu verwechseln. Das wäre wie Anarchie mit Anomie zu vertauschen.

Wie immer ist der Königsweg ohne Zwang.

Herzliche Grüße
Fidel

Schlacht an der Milvischen Brücke

pigbonds @, Dienstag, 12.01.2016, 23:16 vor 3677 Tagen @ Fidel 3078 Views

Ein positives Selektionskriterium einführen, um den
"Wirtschaftsflüchtling"
anzuerkennen.

In unsere kollektivierten Systeme wandert kein gescheiter Mensch mehr ein.
Dieselbe Abschreckung für Wirtschaftsflüchtlinge von außen könnte die
Sozialsysteme nach innen bezahlbar machen.

Wohin dann?

Europa ist hochspannend. Wo ist politisch mehr in Bewegung als in Europa? Was auch
spannend ist, "Crowdfunding" regional und nach Städten anzusehen:
https://www.google.com/trends/explore#q=crowdfunding

Ich glaube, Europa wacht auf.

Besser wäre ohnehin, den Ansturm zu akzeptieren, dann aber die Wahl zu
lassen, als welche Sorte
Migrant man sich sieht: "Fachkraft",

"Wirtschafts-/Existenzflüchtling",

"Kriegsflüchtling"


Nein, das ist nicht ehrlich. Bei 500 Mio. Zuwanderungswilligen (vgl.
Heinsohn) gibt es keine Akzeptanz. Die Ansage muss klar sein.
Keiner kommt rein. Die wenigen Fachkräfte können schon jetzt die Grenzen
passieren.

Über 50 Jahre je 10 Mio pro Jahr. Das könnten wir schaffen. Danach wäre Europa
die stärkste Macht auf dem Globus, die Eingewanderten hätten beste Beziehungen
in ihre Heimat.

Im Heinsohn'schen Jargon hiesse dies "Perspektiven schaffen".

Ja, genau - es gibt keine Perspektive für ungebildete Kulturignoranten.

Unterschätz "Macher" nicht und überschätz "Könner" nicht. Es braucht viel, um
Unternehmer zu werden oder Aktivist oder Emigrant. Das sind Leute, die den Arsch
hochkriegen. Viele von denen würde jede Arbeit machen.

Ausgerechnet die Schweiz, die nach Luxemburg eine Immigrationshochburg
ist?

Nein ich lache nicht, die Schweiz hat einen Vorteil. Man definiert sich
eigenständig, am geringsten kollektiviert in Europa und ist jederzeit
fähig die Grenzen mit Gewalt zu schließen. Selbstbehauptung durch Gewalt
als letztes Mittel. Die BRD kann es nicht, wir -haben- fertig.

Die Schweiz ist von der NATO praktisch umzingelt. Die Schweiz ist von der EU
umzingelt.
Ich behaupte sogar, dass die Schweiz sehr stark kollektiviert ist mit dem Zwang
von Militär- oder Zivildienst.
Aber es ist eine Art freiwilliges Kollektiv, deshalb heisst sie ja "Eidgenossenschaft".

Du wirst lachen, wenn ich in der Ukraine das schweizerische System erkläre, dann nennen
die es "Kommunismus".

Die EU ist auch ein solcher freiwilliger Zusammenschluss. Denkst Du in der Eidgenossenschaft
wurden die Bürger gefragt, ob sie sich zusammenschliessen wollen? Das war Sache der Eliten.

Erst Napoleon hat die Schweizer befreit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Helvetische_Republik

Geformt wurde die Schweiz dann 1848, nach dem Sonderbundskrieg, etwas ähnlichem, wie dem
amerikanischen Bürgerkrieg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderbundskrieg
Es ging auch hier Unionisten vs Konföderierte.

Frauenstimmrecht gab es erst ab 1971 in der ganzen Schweiz:
https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstimmrecht_in_der_Schweiz

Dann bliebe die Grossschweiz "nach der EU/Euro" oder ein Kerneuropa
inklusive der Schweiz.


Ich verstehe auch mehr die Idee hinter der Schweiz als neuen Antrieb und
Ersatz für den gescheiterten französischen Sozialismus.

Die Schweiz ist eine Idee. Gilt dieselbe Idee in ganz Europa, dann ist ganz Europa die
Schweiz, auch wenn es immer noch Europa hiesse.


Von aussen sieht die Schweiz deutlich attraktiver aus, als die

effektive

Lage tatsächlich ist.

Ja, überall leiden die Leistungsträger. Nur wollte ich, angelehnt an
deine historische Karte, nicht über die gegenwärtigen Schwierigkeiten
schreiben.

Der grosse Unterschied ist, dass die Schweizer Bürger keinen Sündenbock kreieren kann, der
von der Mehrheit gegeisselt wird, denn alles was ist, wurde von der Mehrheit eingeführt.

Nimm das Beispiel der "Ausschaffung krimineller Ausländer" - das ist eine Jahrzehnte-Diskussion in
der Schweiz, unzählige Demos, Veranstaltungen, Streitgespräche und mehrer Abstimmungen. Jedem ist klar,
welche Prinzipien geritzt werden und die einen wollen das wagen die anderen nicht.

In Deutschland braucht es gerade eine wilde Silvesternacht und die Sache mit der Abschiebung krimineller
Ausländer ist aufgegleist, vermutlich in verschärfter Variante zur Schweizer Lösung.

Du wirst doch auf der Mahnwache plötzlich über Nacht rechts von Merkel überholt. Merkel wird ein Ventil brauchen,
denn sie hat im Prinzip recht: eine Obergrenze kann es nicht geben. Eine Obergrenze bei 200k? Was ist, wenn der
200'001ste kommt, der auch verfolgt wird? Solche Grenzen haben doch bereits bei Maastricht nicht funktioniert.

Also braucht Merkel was anderes, nämlich z.B. die Ausschaffung Krimineller. Da sind doch seit Silvester nur
noch Menschenrechts-Fundis dagegen.

Ich dachte mehr an die Abwanderung der jungen Osteuropäer. Eine Kultur
kann nur mit ihrem Nachwuchs überleben, nicht durch Menschen ohne
Sprachkenntnis. Die Ukraine z.B., ist für Zuwanderung aus Sub-Sahara nicht
attraktiv.

Ist das so klar. Gerade die Ukraine beheimatet viele Kulturen und Religionen. Derzeit
sind die Osteuropäer etwas nationalistisch gesinnt, die hatten ja noch nicht den
Genuss von einem halben Jahrhundert "nationaler Souveränität" - die es gar nicht gibt.

Hier nennst Du also selber jene, die helfende Hände nötig haben werden.

Noch wollen die Einwanderer nicht dorthin und sei wären auch nicht willkommen.

Als gemeinsamen europäischen Nenner sehe ich die christliche Kultur

mit

ihren keltischen Wurzeln.


Das ist zu einfach. Dennoch halte ich auch diesen "Charlemagne" Raum

als

das Kerneuropa, das
am ehesten sowas wie ein Vereinigtes Europa bilden könnte. Der Name
"Europa" wäre dann ein
bisschen ein Bluff.


Komm doch einfach einmal ins Römer-
und Keltenmuseum nach Manching.
Dann verstehst Du eher war ich
meine, ich entdecke das gerade selbst neu.

Was wäre, wäre Konstantin nicht das Kreuz erschienen? Wäre dann alles anders?
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Milvischen_Br%C3%BCcke#Die_Vision_Konstan...
Sicher ist, dass Konstantin schließlich seinen Sieg an der Milvischen Brücke 312 auf den Beistand
des Christengottes zurückführte und nun uneingeschränkt im Westen herrschte.

Versager nicht exportieren

Fidel @, Mittwoch, 13.01.2016, 08:48 vor 3677 Tagen @ pigbonds 3454 Views

Hallo pigbonds,

Ein positives Selektionskriterium einführen, um den
\"Wirtschaftsflüchtling\"
anzuerkennen.

In unsere kollektivierten Systeme wandert kein gescheiter Mensch mehr

ein.

Dieselbe Abschreckung für Wirtschaftsflüchtlinge von außen könnte

die

Sozialsysteme nach innen bezahlbar machen.
Wohin dann?

Gesundschrumpfen, rückbesinnen, neu formieren, demographische Parameter neu setzen, Identität statt erzwungenem Kollektivismus.

Europa ist hochspannend. Wo ist politisch mehr in Bewegung als in Europa? > Was auch > spannend ist, \"Crowdfunding\" regional und nach Städten anzusehen: > https://www.google.com/trends/explore#q=crowdfunding

Ich glaube, Europa wacht auf.

Ja, leider in der Pleite. Dann wegen Alternativlosigkeit mehr Staat, mehr Kontrolle, mehr Intervention, mehr Ungerechtigkeit.... weil wir noch immer falsche Schlüsse aus der französischen Revolution ziehen.

Nein, das ist nicht ehrlich. Bei 500 Mio. Zuwanderungswilligen (vgl.
Heinsohn) gibt es keine Akzeptanz. Die Ansage muss klar sein.
Keiner kommt rein. Die wenigen Fachkräfte können schon jetzt die

Grenzen

passieren.

Über 50 Jahre je 10 Mio pro Jahr. Das könnten wir schaffen. Danach wäre

Europa
die stärkste Macht auf dem Globus, die Eingewanderten hätten beste
Beziehungen
in ihre Heimat.
Unterschätz \"Macher\" nicht und überschätz \"Könner\" nicht. Es braucht > viel, um
Unternehmer zu werden oder Aktivist oder Emigrant. Das sind Leute, die den > Arsch
hochkriegen. Viele von denen würde jede Arbeit machen.

Jetzt kommt meine Profession ins Spiel. Ich bin selbstständiger Handwerksmeister, der bei einem Gründer und Macher gelernt hat. Meisterschule wörtlich, trotzdem habe ich 10 Jahre gebraucht um mitreden zu dürfen (trotz extremem Engagement und außergewöhnlichen Zensuren). Als (nebenher) Ausbilder habe ich heute etwas zu sagen und kenne die Anforderungen so gut, wie die Wertschätzung von Qualifikation am Markt. Wer heute im Handwerk einsteigen will, muss etwas können oder wird vom Markt zerquetscht. Ich beobachte gründende Macher aus z.B. der Türkei, die ausschließlich auf Krediten reiten - was sich ja anbietet. Die Bilanzen sind aufgrund Steuergesetzgebung trocken wie Anatolien zum Irak. Die Standesorganisationen bieten Kurse zur Unternehmensgründung "trotz gesättigten Märkten" an und wissen genau, dass sie nichts lehren. Der Markt bietet nach 20 Jahren zu geringen Zinsen nichts mehr. Die Bereinigung steht an, für Macher ohne Geld und Wissen ein Stalingrad.

Ausgerechnet die Schweiz, die nach Luxemburg eine

Immigrationshochburg

ist?

Nein ich lache nicht, die Schweiz hat einen Vorteil. Man definiert sich
eigenständig, am geringsten kollektiviert in Europa und ist jederzeit
fähig die Grenzen mit Gewalt zu schließen. Selbstbehauptung durch

Gewalt

als letztes Mittel. Die BRD kann es nicht, wir -haben- fertig.

Die Schweiz ist von der NATO praktisch umzingelt. Die Schweiz ist von der

EU
umzingelt. Vielleicht verkläre ich zu hoffnungsvoll die Eigenschaften des Schweizers. Natürlich gibt es ökonomische Zwänge, die der Schweiz zusetzen (SNB Franken etc.)
Ich behaupte sogar, dass die Schweiz sehr stark kollektiviert ist mit dem
Zwang
von Militär- oder Zivildienst.
Aber es ist eine Art freiwilliges Kollektiv, deshalb heisst sie ja
\"Eidgenossenschaft\".

Die Schweiz mag intern zerstritten sein, gegen den Rest der Welt ist man sich einig, wie ein Dorf in Bayern. Die Argumente der Schweizer für private Bewaffnung waren nicht nach außen gemeint, sondern als Schutz gegen Zürich!

Du wirst lachen, wenn ich in der Ukraine das schweizerische System
erkläre, dann nennen
die es \"Kommunismus\".

Die EU ist auch ein solcher freiwilliger Zusammenschluss. Denkst Du in der > Eidgenossenschaft

wurden die Bürger gefragt, ob sie sich zusammenschliessen wollen? Das war
Sache der Eliten.

Erst Napoleon hat die Schweizer befreit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Helvetische_Republik

Geformt wurde die Schweiz dann 1848, nach dem Sonderbundskrieg, etwas

ähnlichem, wie dem
amerikanischen Bürgerkrieg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderbundskrieg
Es ging auch hier Unionisten vs Konföderierte.

Im 19. Jahrhundert endete das monarchische Zeitalter in ganz Europa, spätestens mit dem ersten Weltkrieg. Glück für die Schweiz von diesen Schmerzen verschont geblieben zu sein. Die EU ist Project der Eliten zur Verhinderung eines neuen Krieges (Adenauer und de Gaulle). Wie gründlich das heute missverstanden, missbraucht und fehlgeleitet ist zeigt sich durch die Ossi Dame Merkel. Dass die Ukranier solche Überlegungen nicht verstehen ist klar, deren Geschichte wurde zu lange in ihrer Entwicklung unterdrückt (Krimkrieg, I WK, II WK, UdSSR, EU)

Frauenstimmrecht gab es erst ab 1971 in der ganzen Schweiz:

https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstimmrecht_in_der_Schweiz

Als ob die Frauen bis zum Wahlrecht keinen Einfluss, Macht oder Stimme gehabt hätten - in der Welt. Auch heute ist Michelle Obama mächtiger als ihr Mann. Sex schlägt Hirn, nicht erst seit Lafontaine oder Willy Brandt.

Nimm das Beispiel der \"Ausschaffung krimineller Ausländer\" - das ist eine > Jahrzehnte-Diskussion in > der Schweiz, unzählige Demos, Veranstaltungen, Streitgespräche und
mehrer Abstimmungen. Jedem ist klar,
welche Prinzipien geritzt werden und die einen wollen das wagen die
anderen nicht.

Die Schweiz schiebt binnen 24 Stunden ab. Aufgrund der relativ kleinen Bevölkerung ist die Aufnahmebereitschaft gefühlt gering. Einwanderung an harte Bedingungen geknüpft. Nichts ist perfekt, enge Täler verleiten zu kleinkariertem Denken (vgl. Österreich, Nord Italien) - das kann ein Schutz sein...

In Deutschland braucht es gerade eine wilde Silvesternacht und die Sache
mit der Abschiebung krimineller
Ausländer ist aufgegleist, vermutlich in verschärfter Variante zur
Schweizer Lösung.

Warten wir ab. Der Politik glaube ich nichts mehr. Man beseitigt nur den Druck aus den Medien. Die Parteien hatten viel Zeit ihr Wahlvieh zu analysieren, die Schwäche werden gnadenlos genutzt. Die Bevölkerung zeigt sich feige. Die Masse der Zuwanderer ist islamischen Glaubens. Den Islam (600 n.Chr.)verstehe ich als Gegenbewegung zum Christentum. Mit dem Islam wollte man sich zum römischen Imperium abgrenzen. Unterschiede werden gepflegt wie im Judentum. Was sich abgrenzen will kann man nicht integrieren. Ob das den Zuwanderern bewusst ist, oder nicht....

Was ist, wenn der
200\'001ste kommt, der auch verfolgt wird? Solche Grenzen haben doch
bereits bei Maastricht nicht funktioniert.

Eben darum kommt niemand rein, der nichts bringt. Asyl wurde geschaffen mit dem Wissen um die Verfolgten \"staatenlosen\" vom NS-Regime (vgl. Remarque), nicht wegen unterdrückter Inder oder extremistischer Pakistani. Dass das Asylrecht durch unsere Gesellschaftszerstörer (Maoisten, Trotzkisten etc..) missbraucht wird gehört zum Zeitgeschehen, wie die Diffamierung der Austrians als Nazis.

Gerade die Ukraine beheimatet viele Kulturen und

Religionen. Derzeit
sind die Osteuropäer etwas nationalistisch gesinnt, die hatten ja noch
nicht den
Genuss von einem halben Jahrhundert \"nationaler Souveränität\" - die es
gar nicht gibt. Selbst das Wissen um die Vielfalt ist dem Ukranier in die Wiege gelegt. Heimat hat man nur einmal im Leben. Als Vertriebenenkind werte ich Heimat besonders hoch.

Hier nennst Du also selber jene, die helfende Hände nötig haben werden.

Helfende Hände ist so ein Werbegag. Massenhafte Zuwanderung von ungebildeten Kulturignoranten ist die Realität. Weder die Ukranie noch Berlin braucht Ghetto-rapper-kopien aus Nigeria. Schulausbildung findet in der Kindheit statt, weil die Bedürfnisse nach Goldketten, Auto, Sex, noch nicht finanziert sein wollen. Wer die Kindheit passiert hat und nur playstation spielen kann, hat auch mit deutschem Pass keine Perspektiven. Diese Leute bleiben besser in ihren Heimatländern, wie wir unsere Versager nicht exportieren werden dürfen. Die guten Leute dürfen jede Grenze passieren. Wie im richtigen Leben lässt niemand gute Leute gerne gehen und die schlechte will niemand haben.

Was wäre, wäre Konstantin nicht das Kreuz erschienen? Wäre dann alles
anders?

Wenn Du obigen Gedanken von der Abgrenzung durch Religion gelten lässt, dann hätte es vielleicht den Islam gar nicht gegeben. Wären die Zoroastrier vor Wien gekommen um die Kelten zu unterwerfen? https://de.wikipedia.org/wiki/Zoroastrismus

Grüße Fidel

Mahnwachen kann man nicht "rechts ueberholen" ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 13.01.2016, 12:02 vor 3677 Tagen @ pigbonds 3052 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 13.01.2016, 12:10

Du wirst doch auf der Mahnwache plötzlich über Nacht rechts von Merkel überholt.

Nur zu dem einen, damit kein schiefes Bild entsteht:

Mahnwachen kann man nicht "rechts ueberholen" ...

Eine Mahnwache ist weder "links" noch "rechts" - sie ist noch nicht mal "mittendrin".

Sie mahnt, wie das Wort nunmal zum Ausdruck bringt.

Wozu kann ein Stummer mahnen? Zur Besinnung! Zu sonst nichts. Das waere schon viel, nein, das ist mehr, als aufgeregt zu gackern, wie es eben die meisten tun.

Die Wirkung vermehrter Mahnwachen ist, dass der Staat, weil er einen Machtkampf verliert, zur eigenen Besinnung kommt.

Was er daraus macht, steht doch gar nicht fest. Eine gelingende Politik kann -von der Anmutung her- "links" oder "rechts" oder "liberal" sein.

Beispiel: mit einer Volksabstimmung waere es durchaus denkbar gewesen, solche Rohrkrepierer wie Cargolifter oder Transrapid durchzudruecken (siehe Abstimmungsverhaeltnisse unten) - "gelingende" Politik waeren sie nie geworden. Auch die Fluechtlingspolitik ist ja mehrheitsfaehig (gewesen zumindest - siehe Merkels Zustimmungsraten) - sonst haette sie in Deutschland nie stattgefunden. Ebenso TTIP.

Ein Haus, das sanierungsbeduerftig ist, kann

- abgerissen werden

- saniert werden

und bei letzterem gibt es hunderttausend Moeglichkeiten, ebenso wie bei ersteren, wo das Abgerissene -im Rahmen des Bebauungsplanes, falls ein solcher existiert- auch nicht praejudiziert, was bzw. wie wiederaufgebaut wird. Wuerden 40 Millionen Wahlberechtigte abstimmen, kaemen nie Mehrheiten fuer eine Alternative zustande! Stattdessen werden -undemokratisch!!!- nur zwei zur Wahl gestellt. Natuerlich findet sich dann eine Mehrheit! Wie bei der Vergewaltigung durch einen Staerkeren: "Moechtest Du's lieber anal oder vaginal?"

Wenn je fuenf Menschen in 30.000 Ortsteilen auf der Strasse stehen, wird der Staat nur gezwungen, etwas zu tun, das dazu fuehrt, dass "ab morgen" deutlich weniger auf die Strasse gehen (im Zweifel muss er solange rumprobieren, bis er das Ziel erreicht hat - solange kann er schon mal keinen Unsinn anstellen, da handlungsunfaehig). Sich so zu besinnen, dass er wieder Bewegungsfreiheit gewinnt, das zu tun, was nicht in 30.000 Ortsteilen zu einem ihn, den Staat, laehmenden Widerstand fuehrt.

Gewaltfreier geht es nicht. Ein "demokratischer Prozess" dagegen, bei dem 30% abstimmen "dafuer" (fuer was auch immer), 20% "dagegen", aber wegen der Wahlbeteiligung nur 60% hingingen, so dass rechnerisch 20% (ich weiss, Dreisatz ist nicht mehr populaer in Deutschland) 80% ihren Willen aufzwingen, fuehrt geradewegs in den Buergerkrieg.

Mahnwachen mahnen, Buergerkriege zu vermeiden.

Auch der Buergerkrieg im 19. Jahrhundert auf einem Teilgebiet der heutigen Vereinigten Staaten hatte kein positives Ergebnis, das redet man sich durch die "Sieger" nur so hin, mittels Schulbuechern. Akademische Historiker finden da nichts Gutes bei.

Die Entscheidung lautet also:

- entweder Buergerkrieg vermeiden, indem man nicht konfrontiert

oder

- Buergerkrieg anheizen mit dem Ergebnis, ihn sich im Nachhinein schoenluegen zu muessen.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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