Bzgl. "genetischer Inkompatibilität": Heirat in der Türkei

papi, Montag, 11.01.2016, 00:49 (vor 3679 Tagen) @ carlos2827 Views

Habe 2006 in der Türkei geheiratet. Auch da war der Bluttest
für beide obligatorisch. Erwartungsgemäss waren meine Auserwählte
und ich nicht so nah verwandt, dass ich mit Problemen gerechnet
hätte. Deswegen hab ich mich auch im Vorfeld überhaupt nicht darum
gekümmert, was passsiert wäre, wenn das Ergebnis des Bluttests
positiv, bzw. "negativ" für uns ausgefallen wäre. Müsste ich mich
glatt mal erkundigen.

Hat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber mal am Rande: Man macht sich
keine Vorstellung davon, was so eine einfache Sache wie eine
Eheschliessung in der Türkei für einen Aufwand darstellt, zumindest,
wenn beide Ehepartner nicht in der Türkei geboren wurden und einer
der beiden auch noch nach der türkischen die deutsche Staatsbürgerschaft
angenommen hat. Wie im Kino. Ein Highlight: man gibt seine gefühlt 50
gestempelten Dokumente bei einem Muchtar (Bürgermeister, in diesem
Fall nur für einen Stadtteil) ab. Danach gibt es dann noch eine
Versammlung der (ich weiss nicht, ob das alle waren, Malatya hatte zu
der Zeit ca. 350.000 Einwohner glaube ich) Stadtteil-Bürgermeister - an
der man ebenfalls teilnimmt - bei der dann offiziell die Eheschliessung
"erlaubt" wird. Unglaublich, wenn man es nicht selbst erlebt hat und ein
Erlebnis, dass man hoffentlich nie vergessen wird. Ohne Backschisch hat
das nur funktioniert, weil mein Schwager (in respektvoller Position an
der ortsansässigen Universität) die Kommunikation mit den Amtschimmeln
übernommen hatte.

Viele Grüsse
papi


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