Merkels Fingernägel sprechen Bände
Angesichts der katastrophalen Entwicklungen, denen wir uns gegenübersehen, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wieso und warum läuft das alles so aus dem Ruder? Alle Versuche, die ich unternommen habe, um für mich eine plausible Erklärung für diese Entwicklungen zu finden, sind gescheitert. Alles, was Merkel und Gefolge in der zurückliegenden Zeit unternommen hat, endete mehr oder minder in einem Desaster. Wir haben das gesamte Bankensystem und sogar Staaten mit deutschen Steuergeldern vorläufig vor dem Bankrott gerettet und die Quittung für diese Dummheit werden wir in naher Zukunft präsentiert bekommen. EU-Verträge wurden in diesem Zusammenhang über Bord geworfen und der Rechtsbruch der Politik wurde zur Normalität. Zurückblickend kann man sagen: Es hat ein umfassender Ausverkauf deutscher Interessen stattgefunden, wie er in der Geschichte einmalig ist. Der Bundestag hat sich zu einem Abnickverein entwickelt, bei dem ich mir heute nichts mehr vorstellen kann, was dieser in treuer Gefolgschaft zur Kanzlerin nicht abnicken würde. Der vorläufige Höhepunkt dieses politischen Desasters ist für mich die Flüchtlingskrise.
Dazu eine kleine Anekdote:
Im September letzten Jahres hatte ich einen Termin und reiste dazu mit der Bahn nach München. Mein Nachbar (ein Araber, zu dem ich ein gutes Verhältnis habe) holte mich auf dem Rückweg vom Bahnhof ab. Es war just genau der Tag, an dem Merkel ihre Willkommensbotschaft an die Flüchtlinge in die Welt sandte. Der Kommentar dazu meines Nachbarn – wohlgemerkt ein Araber – war: „Jetzt hat sie Euch verkauft“. Ich konnte ihm da nur zustimmen.
Zunächst hätte man glauben können, dass es ein Fehler war, den Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik gemacht hat. Aber ihr stures Festhalten an ihrer Position – was weder im Interesse Deutschlands noch der EU ist – lässt Zweifel an der Möglichkeit eines einmaligen Fehlers aufkommen. Der Höhepunkt für mich war gestern Abend die Nachricht, dass Merkel auf der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth verkündet hat, dass sie weiter an ihrer Flüchtlingspolitik festhält – und das vor dem Hintergrund der Ereignisse in Köln. Das Ganze wird dann noch auf die Spitze getrieben durch den Kommentar eines ganz offensichtlich verzweifelten Horst Seehofers, der sagte: „… Wenn es so bleibt, haben wir als Union unsere besten Zeiten hinter uns“. Und hier muss man die Frage stellen: „Was läuft hier grundlegend falsch, wenn er das Handeln der Kanzlerin so fürchtet und rationale Argumente nicht greifen?“
Jeder objektive Betrachter kommt zu der Schlussfolgerung, dass ein Flüchtlingsstrom in unbegrenztem Ausmaß nicht zu bewältigen ist, aber nur Frau Merkel glaubt sich auf dem richtigen Weg. Da ich bis dato keine logische Erklärung für Merkels Verhalten gefunden habe, erscheint bei mir immer wieder ein anderes Bild von ihr in meinem Kopf, und zwar das Bild von ihren abgebissenen Fingernägeln, die man schon seit Beginn ihrer Kanzlerschaft immer wieder sehen konnte. Diese abgebissenen Findernägel und ihr toughes abgeklärtes Auftreten passen für mich nicht zusammen. Das ist genauso widersprüchlich, wie ihre Politik.
Die harmloseste Interpretation dieses Nägelkauens (das ist übrigens eine Erkrankung die man "Onychophagie" nennt) ist die, dass Merkel zwar tough auftritt, aber tatsächlich restlos überfordert ist. Man kann nur hoffen, dass da nicht mehr dahinter steckt – vor allem angesichts der schieren Hilflosigkeit eines Horst Seehofers.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Story in der SZ über Großbritanniens ehemaligen Premier Gordon Brown, der ebenfalls Fingernägel kaute. In dieser Story wird die Erkrankung als „neurotische Störung“ bezeichnet. Ein solcher Beitrag über eine fingernägelkauende Kanzlerin in einer Deutschen Zeitung ist jedoch undenkbar – und das ist vielleicht unser Problem.
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