nicht so zaghaft ;-)

nereus, Donnerstag, 07.01.2016, 08:39 (vor 3684 Tagen) @ Ikonoklast3658 Views

Hallo Ikonoklast!

Otte ist ein Mann der klaren Worte, da kann man schon mal ein paar Auszüge einstellen.
Und so geht es los.

Unser Geld könnte sich in Luft auflösen
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Der VW-Skandal verdeutlicht das Problem. Die USA haben unglaublich niedrige Grenzwerte für Feinstaubemissionen verhängt, 32 Milligramm pro Kilometer. In der EU sind diese Grenzwerte viel höher – bei 86 Milligramm. Nun fragt man sich, warum die USA solch niedrige Grenzwerte verhängen, wo sie doch sonst nicht so zimperlich in Umweltfragen sind. Zudem dürften die amerikanischen Dieseltrucks weiter als Dreckschleudern rumfahren. Aus Sicht von Hans-Werner Sinn, der ich mich anschließe, ist das amerikanische Industriepolitik zu Lasten der deutschen Autokonzerne. Die US-Konzerne haben nämlich keine Diesel-PKW.
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Fest steht, dass die globalen Schulden noch einmal in der Größenordnung eines Welt-Bruttoinlandsproduktes gestiegen sind. Das kann nicht ewig so weitergehen.

Quelle: http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/max-otte-unser-geld-koennte-sich-in-luft-aufloes...

Und wie es weitergehen könnte, geht dann so:

Wir stecken immer noch in einer echten Weltwirtschaftskrise, auch wenn die Zwangsmaßnahmen und die Staatswirtschaft der Notenbanken das zu vertuschen versuchen. Dafür gibt es kein Drehbuch, man kann sich das kaum vorstellen. Aber wenn so etwas passiert, dürfte es einen kompletten Neustart des Wirtschaftssystems erforderlich machen.
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Einen Bunker habe ich nicht. Aber einige Vorräte lagern schon im Keller.

Um dann nochmals zu den USA Stellung zu nehmen.

Die USA verfolgen eine konsequente und rücksichtlose Industriepolitik, um ihre eigenen Unternehmen zu fördern. Der VW-Skandal zeigt dies, aber auch der Umgang mit Siemens, den schweizerischen Banken und der Deutschen Bank fallen in diese Kategorie. Wäre Europa genauso streng bei der Einhaltung der europäischen Datenschutzbestimmungen, müssten viele US-Unternehmen, allen voran die großen IT-Konzerne, Geschäftsverbote oder satte Bußen bekommen.
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Die völlig destruktiven Sanktionen gegen Russland werden vor allem von Deutschland und Österreich und einigen anderen EU-Staaten bezahlt. Viele unserer Unternehmen leiden unter diesen Sanktionen. Ein neuer Riss durch Europa wird hier bewusst herbeigeführt. Und für die US-Konzerne ist diese Situation potenziell vorteilhaft. Selbst europäische Konzerne investieren vermehrt in den USA. Dazu passt auch das amerikanische Interesse am Handelsabkommen TTIP.

Und das wären die Aussichten für 2016.

Bleibt eine politische Eskalation aus, haben wir für einen Crash derzeit zu viel Planwirtschaft. Solange die Notenbanken im politischen Interesse weiter unbegrenzt Liquidität zur Verfügung stellen, wird es auch für Anleger weiter laufen, allerdings im festverzinslichen Bereich ohne Rendite. Aber das Gefahrenpotenzial ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und nimmt weiter zu. Es besteht jedenfalls die Gefahr, dass sich unser Geld und unser Papiervermögen in Luft auflöst. Dann ist es gut, wenn man noch etwas Werthaltiges besitzt.

Und nun kommt der Gold-Tip!
Gehört Gold ins Portfolio?

Ja, als Versicherung. Der günstige Goldpreis lädt sogar zum Aufstocken ein. Aber ein Vermögensanteil von zehn bis 15 Prozent ist ausreichend. Selbst ausgesprochene Goldfanatiker sollten nicht über 30 Prozent gehen.

Und nun die Begründung dazu.

Denn wenn nur noch kleine Transaktionen mit Bargeld gemacht werden dürfen, bekommt man auch das Gold nicht mehr in den Umlauf.

Nun ja, der legendäre Licio Gelli hatte mal ein paar Tonnen Gold auf der Flucht mitgenommen und bei Saddam Hussein gab es ähnliche Gerüchte.
Und wie passen sich „in Luft auflösendes Geld“ mit guten Sachwerten zusammen, die mit dem aufgelöstem Geld jedoch nicht mehr angemessen ver- oder gekauft werden können? Wird dann "getauscht" und wenn ja, womit?
Hier ist die Argumentation meiner Ansicht nach nicht stichhaltig.

Ich lasse mich jedoch gerne vom Gegenteil überzeugen. [[zwinker]]

mfG
nereus


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