Zur Erinnerung: 30 Jahre Hüttendorf in Wackersdorf

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 31.12.2015, 05:25 vor 3689 Tagen 2692 Views

Im Winter 1985/86 gab es Hüttendörfer in der Oberpfalz und anschließend jahrelangen Widerstand gegen die geplante WAA.
siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitungsanlage_Wackersdorf

Soeben habe ich einen Blogeintrag geschrieben, in dem ich meine Erinnerungen zusammengefasst habe:
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/12/dreissig-jahre-wackersdorf.html

Waren andere "Gelbe" auch dort?

Viele Grüße
Konstantin

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"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Vielen Dank für den Beitrag.

SevenSamurai @, Donnerstag, 31.12.2015, 12:03 vor 3689 Tagen @ Konstantin 1589 Views

Waren andere "Gelbe" auch dort?

Ganz ehrlich: Zu der Zeit war ich a) zu jung und b) auch noch kein Kernkraftgegner. Der allmähliche Meinungsumschwung kam, nachdem ich mich immer mehr über Tschernobyl informiert habe.

Heutzutage tut man ja wieder so, als ob es rund um Tschnernobyl ein friedliches, naturnahes Idyll gäbe. (EIKE z.B. mischt da mit. Und behauptet, dass es weder dort noch in Fukushima Tote gegeben hätte.)

DAS gibt mir allerdings auch zu denken:

"Aus Österreich anreisenden WAA-Gegnern verweigerte die bayerische Regierung den Grenzübertritt. Am 29. Juni wurden erneut österreichische Kernkraftgegner an der Einreise gehindert."

Ach? Da konnte man die Grenze schliessen, doch die heutigen Invasoren (= Asylanten) lässt man in Bayern ungehindert einreisen? Diese Seehofer ist ein Schaumschläger ohnegleichen!

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Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Nun, ich wohne kaum 30 km von Wackersdorf entfernt und habe dort....

ottoasta @, Donnerstag, 31.12.2015, 15:04 vor 3689 Tagen @ Konstantin 2273 Views

....bei einer Baufirma auf dem Gelände etliche Betriebsfunkgeräte in LKW's eingebaut. Diese Firma hatte dort diverse Aufträge.
Ich kenne daher das Gelände sehr gut.

Nicht weit davon war (oder ist immer noch) in Bodenwöhr der staatl. Forstmaschinenbetrieb der auch ein Kunde von mir war.
Dessen damaliger Leiter hat immer gesagt, dass diese Anlage nie in Betrieb gehen wird. Er war ein 'richtiger' Grüner!

Die 'Oberpfälzer' werden ja auch heute noch als dumme Leute hingestellt mit denen die Politik machen kann was sie will. Aber das geht nur bis zu einem bestimmten Grad. Damals jedenfalls waren sicher mehr als 90% der Bevölkerung gegen die WAA, nur der damalige Bürgermeister mit Teilen des Gemeinderates von Wackersdorf war dafür. Ich denke aber nur wegen der zu erwartenden Gewerbesteuer!

Es waren also mitnichten die sogen. Chaoten von weiter her, die Proteste machten. Auch die Bevölkerung bis weit in den Bayerischen Wald hinein hat mehr oder weniger protestiert! Denen wäre ja auch bei ordnungsgemässen Betrieb der Anlage auf Grund der vorherrschenden Westwindrichtung der Fremdenverkehr weggebrochen! Teilweise deren einzige vernünftige Einnahmequelle bis fast Passau runter!
Wer wäre da noch in Urlaub hingefahren wenn er mit radioaktiven Edelgasen rechnen muss?

Nun, dann hatte ja der FJS seinen 'Herzkasperl' bei der Jagd im Wald bei Thurn & Taxis.
Meine Frau hat seinerzeit im Klinikum Grosshadern (München) gearbeitet. Sie hat mir erzählt, dass da ein umfangreiches Equipment an medizinischem Gerät nach Regensburg verfrachtet wurde. Hat aber nichts mehr geholfen.

Damit ist auch die WAA gestorben, wie mein Forstkunde vorausgesagt.

Jetzt ist dort ein Gewerbepark, besser so!

Otto

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Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

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