Enigma, Quantenrechner

CalBaer, Mittwoch, 30.12.2015, 21:01 (vor 3690 Tagen) @ DT1959 Views

Die Enigma basierte zum Teil auf "security through obscurity", was sich in der modernen Kryptographie als untaugliches Verfahren erwiesen hat. Nachdem die Allierten Enigma-Geraete erbeuten konnten, trug dies nicht unwesentlich zur Entschluesselung der Nachrichten bei.

Heute sind Verschluesselungsmethoden vollstaendig offengelegt und in der Public-Domain, erlauben also die Analyse in grosser Breite durch Hacker und Experten, waehrend damals die Technologie nur einem kleinen, priviligierten Kreis zugaenglich war.

Die Kryptographie hat sich seit dem 2. WK erheblich weiterentwickelt und die Theoreme auf diesem Gebiet (teilw. aus dem 18 Jh) halten schon sehr lange, sodass eine Widerlegung immer unwahrscheinlicher wird.

Vollstaendig auszuschliessen ist es natuerlich nie, dass z.B. AES geknackt wird, aber es ist eben sehr unwahrscheinlich. Man kann natuerlich unendlich Ressourcen draufwerfen, um Verschluesselungen auszuhebeln, aber der Aufwand duerfte nicht mehr bezahlbar sein.

Quantenrechner hebeln nur asymetrische Verfahren (z.B. RSA) aus, symmetrische Verfahren (z.B. AES) sind dadurch nicht knackbar. Bis Quantenrechner zu einem vernuenftigen Preis-Leitsungs-Verhaeltnis verfuegbar sein werden, werden alle Nachrichtenprotokolle laengst daran angepasst sein.

Zudem, die Quantenkryptographie erscheint auch nicht mehr so sicher, wie urspruenglich geglaubt:
Leck in Quanten-Kryptografie entdeckt
Forscher knacken vermeintlich sichere Verschlüsselung auf Quantenebene

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19665-2015-12-21.html
Zwar gibt es Gegenmassnahmen, aber es ist eben auch erwiesen, dass es Schwachstellen gibt.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
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