Volle Zustimmung
Der Satz ist ja wirklich ein Hohn von dem FAZ-Heini:
> Auch als Nichtjurist muss man wissen, dass es unter allen Umständen ein
[quote]Verbrechen ist, Unschuldige gezielt zu ermorden. Der Tod Unbeteiligter
hingegen ist die Nebenwirkung einer Handlung, die möglichst vermieden
werden muss – und weithin vermieden wird –, damit Gewalt legitim
angewendet wird.[/quote]
Eigentlich müßte nur wenig ausgetauscht und dazugefügt werden, um das Ganze näher an die Realität zu führen. Es muß oben was eingefügt werden und statt dem stark gedruckten Textteil müßte stehen:
Auch als Nichtjurist muss man wissen, dass es unter allen Umständen ein Verbrechen ist, Unschuldige gezielt zu ermorden. Der Tod Unbeteiligter hingegen ist die Nebenwirkung einer rechtlich fragwürdigen und oftmals verwerflichen Handlung, die möglichst vermieden werden muss – und kaum vermieden wird –, damit Gewalt legitim angewendet wird.
So macht es wenigstens Sinn, was der Kerl da schreibt. Aber er ist ja ein raffinierter Schreiberling. Durch die Stellung des Attributssatzes, der ja offenläßt, ob sich der Nebensatz "die möglichst vermieden werden muss" nun auf das Wort "Nebenwirkung" oder auf das Wort "Handlung" bezieht, ist er fein raus. Denn grammatikalisch verwendet man diesen Relativsatz direkt nach dem betreffenden Wort, dem er erklärend zuzuordnen ist, und nicht einige Worte später. Mir ist schon klar, was der Heini gemeint hat, - aber durch diese grammatikalische Unkorrektheit kann sich der "Saulus zum Paulus" wandeln.