Deutsche Krankenhäuser nicht empfehlenswert?

Piter @, Montag, 28.12.2015, 10:36 vor 3693 Tagen 4464 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 28.12.2015, 10:42

Hallo,

früher waren deutsche Medizin und Krankenhäuser weltbekannt. Doch der Ruf wird langsam ruiniert.

Die Zustände in den Krankenhäusern werden immer unerträglicher.

Spanische Krankenschwestern, die in Deutschland angeworben werden, sind überrascht. In dem Interview geht es um menschenunwürdige Behandlung. Einmal abgesehen von der reinen medizinischen durch die Ärzte Behandlung, sind das schon extreme Zustände, die dort beschrieben werden. In Russland habe ich von derartigen Dingen noch nie gehört. Es ist alles einfacher und weniger technisch. Aber die Krankenschwestern, die auch in den ersten Jahren zusammen mit den Ärzten studieren und hervorragende Kenntnisse besitzen, würden solche Horrorzustände nicht zulassen.

http://www.domradio.de/themen/soziales/2013-10-07/spanische-pflegekraefte-erschrocken-u...

In Spanien studiert eine Krankenschwester 2-3 Jahre und besitzt weitaus bessere theoretische Kenntnisse wie eine Krankenschwester in Deutschland. In Deutschland wird dafür mehr Wert auf die praktische Ausbildung gelegt. Wobei in De die Theorie vernachlässigt oder vergessen wird, was zu Fehlbehandlungen führt.

Einige Berichte, von Verwandten und Freunden aus dem Gesundheitssektor, scheinen dies zu bestätigen.

Nun möchte ich nicht alles schlecht reden, aber es ist schon denkwürdig, wie weit Deutschland mittlerweile zurückliegt.

Ob das mit neuen syrischen Medizinern besser wird?

Nun verstehe ich langsam weshalb viele medizinische Fachkräfte lieber für einen geringeren Lohn in ihren Heimatländern arbeiten, statt in Deutschland.

Gruss

Kann man so nicht sagen, es gibt Licht und Schatten!

Olivia @, Montag, 28.12.2015, 17:33 vor 3693 Tagen @ Piter 2870 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 28.12.2015, 18:34

Hallo,

von der spanischen Ausbildung habe ich persönlich KEINEN guten Eindruck, es sei denn, dass die auf einer SEHR GUTEN und teuren Privatschule stattgefunden hat. Ich denke, dass die Ausbildung im ehemaligen Ostblock besser war.

Was die deutschen Krankenhäuser betrifft, so stehen die unter einem enormen Kostendruck und beschäftigen u.a. sehr viele "billige" Mitarbeiter (woher auch immer die kommen mögen). In der Regel haben die in den Krankenhäusern Beschäftigten SEHR WENIG Zeit für ihre Patienten.

Das hängt selbstverständlich damit zusammen, dass aus dem Sozialsystem unendlich viele Menschen Leistungen schöpfen, die niemals dort eingezahlt haben und wohl auch niemals dort einzahlen werden. Das geht eine ganze Zeit lang gut und irgendwann ist das eben ausgereizt. Das aber liegt in der Natur der Sache.

Privatpatienten kommen in Deutschland immer noch gut klar und in Privatkliniken ist auch die Fürsorge für Patienten in Ordnung.

Während der Zeit, als ich in Spanien lebte (keine arme Umgebung), mußte ich einmal nachts in eine Notaufnahme, weil mich eine wilde Katze gebissen hatte.
GING NICHT, gab es nicht! Ich war an mehreren Krankenhäusern vorstellig, dort warteten unendlich viele Menschen auf eine Behandlung. Ich wurde abgelehnt, weil ich Ausländer war (obwohl ich privat gezahlt hätte). Auch Stadtteilambulanzen nahmen mich nicht an (die sahen auch nicht sehr vertrauenserweckend aus). Meine Spritze m̶u̶ß̶t̶e̶ musste ich mir dann mithilfe eines deutschen Orthopäden selbst in der Apotheke kaufen, zum Arzt bringen und dann wurde ich gespritzt. WAR EINE SEHR denkwürdige ERFAHRUNG! Und hat mich sehr nachdenklich gemacht.

WIR sind in Spanien NUR zu deutschen Ärzten gegangen. Die haben gut funktioniert! Sie erzählten uns, dass auch spanische Patienten, die einen Kliniktermin benötigen oft so lange warten müssen, bis sich das Problem von selbst erledigt hat (Patient inzwischen verstorben).
Ausländer haben sich die Spanier dann eh vom Hals gehalten. Möglicherweise auch deshalb, weil so viele Briten oder sonstige Rentner versucht haben, dort kostenlos "unterzuschlüpfen".

In Skandinavien sind deutsche Ärzte sehr begehrt. Meine Nichte arbeitet zur Zeit dort. Die Sozialbedingungen für Ärzte und die Gehälter sind besser. Allerdings werden jetzt Kliniken zusammengelegt und damit werden Ärzte überflüssig und SELBSTVERSTÄNDLICH müssen die Ausländer gehen. Das ist so z.B. in Dänemark. Diese Länder achten mehr darauf, dass es ihren eigenen Bürgern gut geht.

Trotzdem: Wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Und Spanien.... v̶e̶r̶g̶i̶ß̶ vergiss es, wenn du nicht auf eine Elite-Schule gehst. Dort aber lernen sie ordentlich!

In D nimmt offenbar auch die Zahl der Ärzte zu, die keine Kassenpatienten mehr nehmen, sondern nur noch Privatpatienten. Sie müssen fast wie am Fließband arbeiten. Und wenn ich nur die Fälle aus meinem Bekanntenkreis sehe, die zwar ein ziemliches Einkommen haben, aber mit einem Minimalsatz krankenversichert sind, weil die Einkünfte nicht dazu gerechnet werden, dann kann ich sehr gut verstehen, dass die Ärzte die Nase voll haben.

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Das muss wohl schon länger her sein.

SUCRAM @, VLC, España, Montag, 28.12.2015, 20:21 vor 3693 Tagen @ Olivia 2651 Views

Mittlerweile ist das spanische Gesundheitswesen relativ gut aufgestellt. Ich kenne beruflich alle europäischen Gesundheitssysteme bestens, und Spanien ist ganz vorn. Deutschland würde ich eher hinten ansiedeln.

Spanische Krankenschwestern haben Top-Ausbildung, im Vergleich zu Deutschland. Sie müssen auch mehr können als die in Germanien, die eigentlich nur Hilfskräfte sind. Ist aber nicht den Leuten geschuldet sondern dem System eben.

Mein fachliches (nicht medizinisch) Fazit: das deutsche Gesundheitswesen ist irgendwann mal stehen geblieben und wurde von so einigen aus der Peripherie lässig überholt. Spanien ist Top mittlerweile.

Übrigens: Ich kann mich in Spanien günstig privat versichern (40€ /M - 80€) und somit bei Notfällen jedes private oder religiöse Krankenhaus aufsuchen, wo die Wartezeiten verkürzt sind. Bei komplizierteren Fällen würde ich aber immer das öffentliche Netz in Anspruch nehmen, da die Leute einfach besser ausgebildet sind und hohe Eintrittshürden durchlaufen haben. (werden auch besser bezahlt).

gruss

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"Den Staat (oder irgendwas anderes) zu bekämpfen macht ihn nur stärker.
Willst Du den äußeren Staat erschüttern, dann erschüttere den Staat in Dir." (@Konstantin)

Das ist 10 Jahre her. Vielleicht haben die in ihrer Totalkrise ja das Gesundheitssystem total toll ausgebaut, obwohl ....

Olivia @, Montag, 28.12.2015, 22:07 vor 3693 Tagen @ SUCRAM 2357 Views

Übrigens: Ich kann mich in Spanien günstig privat versichern (40€ /M -
80€) und somit bei Notfällen jedes private oder religiöse Krankenhaus
aufsuchen, wo die Wartezeiten verkürzt sind. Bei komplizierteren Fällen
würde ich aber immer das öffentliche Netz in Anspruch nehmen, da die
Leute einfach besser ausgebildet sind und hohe Eintrittshürden durchlaufen
haben. (werden auch besser bezahlt).

...................

die Leute während dieser Wirtschaftskrise teilweise in grauenhaften Zuständen leben mußten............

Na ja, diese Sachen wiederum habe ich aus der Presse, vielleicht lügt die ja.

Ein bißchen erinnert mich das an den Besuch einer Freundin in Kenia. Sie wollte Entwicklungshilfe leisten und es wurden ihr dort nur die BESTEN Dinge gezeigt. Hotels waren besser, Einkaufszentren waren besser, SUPER Entwicklungshilfeprojekte waren gestartet worden, die zuständigen Damen dort waren sehr elegant. Meine Freundin war sehr beeindruckt. Die sagten auch, dass sie keine Entwicklungshelfer brauchten, aber sie brauchten GELD! Die Freundin hat dann auch pflichtschuldig gespendet. Ein bißchen hat es sie irritiert, dass das schöne Hotel überall von Militär geschützt wurde.

Die Angelegenheit mit der Krankenkasse aber interessiert mich sehr.
Wenn du da einen Link hättest, das wäre toll und würde einen halbjährigen jährlichen Aufenthalt in Spanien sehr empfehlenswert machen. Über die Kosten meiner Privat-Versicherung in Deutschland brauchen wir gar nicht erst zu reden. Sie sind unanständig!

Zudem halte ich Deutschland in der Tat für ein sterbendes Land. Das Sozialamt für die ganze Welt zu sein und die Schulden für alle zu übernehmen, dass hält auch der Stärkste nicht aus. Die Tüchtigen werden sich eh mehr und mehr verabschieden. Insofern denke ich, hat Spanien bessere Chancen. Die sind erheblich egoistischer und feiern auch jährlich noch ihre "Eroberung/Entdeckung" Südamerikas :-))) ohne jegliches schlechtes Gewissen. Um die unendlich vielen Eingeborenen, die das Entdeckungs- und Eroberungsereignis nicht überlebten, kümmerte sich nie ein Mensch.

Aber in Katalonien z.B. kann das natürlich alles ganz anders sein. Schließlich wollen die ja auch von Spanien weg, weil sie sich als Zahlmeister fühlen. Es wird wohl auch sehr starke regionale Unterschiede geben.

Na ja, muss man nochmals neu hinschauen. Hast du Links zu dem Thema? Es würde mich wirklich interessieren. Bisher fehlt mir aber immer noch der Glaube.
Allerdings: Die haben deutliche Unterschiede zwischen den Schichten und nivellieren nicht alles so. Das drückt sich natürlich auch in der Ausbildung aus.

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Qualität der Versorgung in Deutschland

aliter @, Montag, 28.12.2015, 22:37 vor 3693 Tagen @ Olivia 2693 Views

Hallo,

Das hängt selbstverständlich damit zusammen, dass aus dem Sozialsystem
unendlich viele Menschen Leistungen schöpfen, die niemals dort eingezahlt
haben und wohl auch niemals dort einzahlen werden. Das geht eine ganze Zeit
lang gut und irgendwann ist das eben ausgereizt. Das aber liegt in der
Natur der Sache.

Dem kann man nur zustimmen. Aber das deutsche Gesundheitsystem zu beschimpfen ist nicht richtig. Sowohl bei spezifischen Therapien im Krankenhaus wie Herzchirurgie, orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie sind die Leistungen der mir bekannten Häuser tadellos. Was die breite i.d.R. von der ambulanten Medizin durchgeführte Versorgung betrifft, so dürfte die BRD in Europa spitzenmässig sein. Allein die Versorgung mit Grossgeräten (MRT, CT, Herz- und Hörzentren dürften europaweit spitzenmässig sein, wo sonst bekommt ein normaler Kassenpatient bei einer banalen Knieverletzung in wenigen Tagen eine teure Kernspinuntersuchung ?

Ich weiss sehr genau wie erstaunt unsere südländischen und orientalischen Zuwanderer sind, dass sie ohne Probleme quartal für quartal die ganze Palette der Fachärzte in Anspruch nehmen können, mit teuren Medikamenten in Grosspackungen - für lau wg. Zuzahlungsbefreiung - versorgt werden und dazu noch das für sie völlig neue Instrumentarium der Rehaklinik vulgo "Kur" persönlich zu eigener Unterhaltung und Gesundung kennenlernen können. Wenn sie arbeitsfähig sind, so ist relativ leicht auch eine Krankschreibung ohne jegliche finanzille Einbusse erreichbar.
Das ist kein Vorwurf, sondern einfach die Realität.

Aber im deutschen Gesundheitswesen steckt aus og. Gründen der Keim der Verderbung. Ich würde gerne die Aufschlüsselung der GKV Mitglieder sehen, wieviele gar nichts, ganz wenig wenig und normal zahlen ich vermute die "fast-nichts-Zahler Gruppe ist die grösste.

Das BRD Gesundheitsystem fährt sich mit zunehmender Bürokratie vollends in die Pleite. Gerade heute hat die Kassenärztliche Vereinigung mitgeteilt, dass der Gesetzgeber sie zwingt gegen ihren ausdrücklichen Willen ein teuer zu bezahlendes bürokratisches Monster "Facharzt Patienten Terminbeschaffungs Clearingstelle" einzurichten. Die Kosten werden aus dem Gesundheitstopf genommen, der schon zu gering ist.
Aber Politikern fallen nur bürokratische Drangsalierungen ein, weil sie überwiegend nie von eigener Hände Arbeit leben mussten.
mfg

Wie das? / KV / Ausland / Einige China Geschichten

Dragonfly @, Dienstag, 29.12.2015, 01:59 vor 3693 Tagen @ aliter 2451 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 29.12.2015, 02:02

spitzenmässig sein, wo sonst bekommt ein normaler Kassenpatient bei einer
banalen Knieverletzung in wenigen Tagen eine teure Kernspinuntersuchung ?

Ich hatte eine Knieverletzung. Annahme des Arztes "Totalschaden" (letztendlich war es aber voellig harmlos, lediglich eine Einblutung).
Aber Kernspinwartezeit: 3 Monate.

Waere ich nicht mit dem ehemaligen Leites des Kreiskrankenhauses befreundet gewesen, haette ich wirklich 3 Monate warten muessen. Meiner Meinung nach ein Skandal. Notfalls muessten die Geraete halt nicht von 9 AM bis 5 PM sondern 24/7 benutzt werden.

Damals habe ich fast geweint und mich nach den USA gesehnt. In den USA (NYC) haette ich das sofort bekommen.

Aber im deutschen Gesundheitswesen steckt aus og. Gründen der Keim der
Verderbung. Ich würde gerne die Aufschlüsselung der GKV Mitglieder sehen,
wieviele gar nichts, ganz wenig wenig und normal zahlen ich vermute die
"fast-nichts-Zahler Gruppe ist die grösste.

Interessante Frage. Zahlen Renter eigentlich fuer die GKV?

Meine Meinung ueber die BRD Gesundheit:

1. Die Ausbildung ist immer noch TOP. Glaube auch nicht, dass da Club Med Laender im Durchschnitt (!) mithalten koennen.

2. Die Kosten in der BRD sind gut. 10% vom BSP, da kann man nicht meckern. Die USA haben fast 20%, bei gleicher bzw. geringerer Lebenserwartung!

3. Ich mag viele deutsche Aerzte vom Typ her nicht, da sie eine sarkastische Art haben. Ich finde Aerzte in den USA angenehmer.


Es gibt sicher auch Kliniken in Thailand oder Brasilien, wo einem Deutschen Arzt die Kinnklappe runter faellt. Aber das sind eben Ausnahmen, nicht die Regel. Und diese bleiben auch dem deutschen Normalbuerger recht schnell verschlossen. Fast alle KV/Auslandskrankenversicherungen haben eine Klausel im Vertrag: "Erstattet werden ortsuebliche Behandlungskosten".

Ich hatte in China mal eine Kleinigkeit und musste den Arzt sehen, bzw. einen Dermatologen um genauer zu sein. Dragonfly, nicht bloed, greift zum Telefon und ruft einen praktizierenden Arzt, der auch Englisch spricht, in Shanghai an. Tja. Kosten, ohne Behandlung, nur um da hinzugehen und mal "Guten Tag, hier ist der Dragonfly" zu sagen: 500 US$.[[sauer]]

In China gibt es eigentlich keine/kaum frei praktizierende Aerzte. Wenn Du einen Schnupfen hast, gehst Du ohne Termin in ein Krankenhaus. Das System ist nicht unbedingt schlecht, weil Du theoretisch sofort eskalieren kannst. Falls es keine Lapalie ist, kann er sofort an einen Spezialisten ueberwiesen werden.

Letztendlich bin ich dann, geizig wie ich bin, auch in das Krankenhaus gegangen.
Registrierung und eine Behandlungskarte: 10 Yuan (1,60 Dollar).
Behandlung: 10 Yuan (1,60 Dollar). Wobei ich der Aerztin sagen musste, was sie machen muss.

Total Damage: 3,20 US Dollar.

Wenn Du da einer AuslandsKV alleine fuer den Arztermin (ohne Behandlung oder so was) 500 Dollar in Rechnung stellen willst... viel Glueck! Das ist mehr etwas fuer reiche Chinesen, nach dem Motto: Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Dubai Apartment, mein NYC Apartent, mein Dermatologe, meiner ist laenger als Deiner... [[zwinker]]

Ein Krankenhaus ist besser als kein Krankenhaus. Aber ich wuerde eine komplexe Behandlung aeusserst ungerne in diesem chinesischen Krankenhaus machen lassen. Ein westlicher Freund von mir hat allerdings eine sehr komplexe Operation an sich erfolgreich in einem chinesischen Militaerkrankenhaus durchfuehren lassen (Ruecken OP, um die 10k Euro). (Patientennummer am Armbaendchen 783444 [[freude]] Die Nummer haben sie wahrscheinlich fuer einen Westler aufgehoben. 783 stirb! stirb! stirb! )

Eine chinesiche Freundin hat sich eine Augen OP in Beijing machen lassen. Kein Lasern sondern irgendwas mit kuenstlicher Linse, damit sie keine Brille mehr braucht. Das was ein sehr gutes (oeffentliches) Krankenhaus. Das hat auch um die 10.000 Euro gekostet.

Ja, das Problem sind Politiker, die entweder ohne Berufsausbildung oder frisch von den Hochschulen kommen und Rosinen im Kopf

Olivia @, Dienstag, 29.12.2015, 08:15 vor 3692 Tagen @ aliter 2143 Views

und Rosinen im Kopf haben.

Auf diese Art und Weise kann man ein Land sehr schnell korrumpieren und in den zukünftigen Bankrott treiben. Man schaue sich nur die Vita der regierenden und handelnden Politiker und der Opposition an. Politik als Müllkippe der Nation. Den wenigen kompetenten und wirklich engagierten Politikern werden dadurch fast alle Möglichkeiten beschnitten.

Die Inkompetenz und partielle Verblödung fängt ganz oben an. Die Betrügereien ziehen sich dann durch die gesamte Bevölkerung. Jeder greift zu!

Es sind nicht nur die vielen Menschen, die dazu animiert werden, alles kostenlos "abzugreifen" und die sich keiner Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber bewußt sind, nein es sind auch die "wohlhabenden" Menschen, die steuerlich alles so hintricksen, dass sie mit Mindestbeiträgen dieses System bis zur Neige ausspressen können.

Dahinter steht aber immer ein korrupter oder inkompetenter Gesetzgeber, der diese Möglichkeiten schafft. Und einen solchen Gesetzgeber bekommt man über inkompetente Volksvertreter. Damit wurde die BRD AG zur Ausplünderung frei gegeben. Das alles unter dem Namen der Gerechtigkeit und unter dem Motto: "Das steht mir zu". Das Thema "Bürgerverantwortung" scheint es nicht mehr zu geben in diesem Vollkaskostaat für alle.

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For entertainment purposes only.

Da liegt der Fehler...

Waldläufer @, Dienstag, 29.12.2015, 12:01 vor 3692 Tagen @ aliter 1952 Views

... Was die breite
i.d.R. von der ambulanten Medizin durchgeführte Versorgung betrifft, so
dürfte die BRD in Europa spitzenmässig sein. Allein die Versorgung mit
Grossgeräten (MRT, CT, Herz- und Hörzentren dürften europaweit
spitzenmässig sein, wo sonst bekommt ein normaler Kassenpatient bei einer
banalen Knieverletzung in wenigen Tagen eine teure Kernspinuntersuchung ?

Die oft nicht nötig wäre, wenn der Arzt sich auf das besinnen würde, was er im Studium gelernt hat. Oder hat das vielleicht etwas damit zu tun, dass diese Geräte ausgelastet sein müssen, um rentabel zu sein? Genauso, wie OP-Räume nur dann "rentabel" sind, wenn möglichst viel operiert wird? Ein Krankenhaus sich nur dann "rentiert", wenn möglichst viel "gemacht" wird?
Suchen Sie mal im google: Deutschland ist OP-Weltmeister bei Bandscheiben-op, bei Knie und Hüfte, bei Kaiserschnitten....

Teure Untersuchungen, die vollkommen unnötig wären, wenn der Arzt nicht sagen würde: Na, zur Sicherheit machen wir noch: ....Live erlebt, bei einem Familienmitglied. Da sollten 4 (!) op-ähnliche Eingriffe gemacht werden, nur "zur Sicherheit"....Hätte die Krankenkassen gekostet: ca. 10 000 Euro. Und, bei jedem Eingriff kann was schiefgehen...

Und andererseits wartet jemand mit schier unerträglichen Schmerzen auf einen Termin beim Orthopäden 5 Monate lang! (Da lässt sich nix verdienen.)

Vergessen Sie das deutsche Gesundheitswesen, das ist nur noch eine Maschinerie, die Geld verdienen hilft!!! Hier geht es gar nicht mehr um die Gesundheit.

[[wut]]

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Spanien hatte das beste Gesundheitssystem in ganz Europa (bis die Troika Reformen erzwang ...)

tradi @, Freitag, 01.01.2016, 23:43 vor 3689 Tagen @ Piter 1369 Views

Herdolor Lorenz (Filmemacher) berichtet dazu in ein paar Sätzen über das Zerstören des vorbildlich leistungsfähigen spanischen Gesundheitssystems >> hier

- vor der Reform: finanziert durch die Umsatzsteuer, angestellte Ärzte in Gesundheitszentren und Kliniken

- nach der Reform: finanziert durch Krankenversicherungen, Privatisierung der Gesundheitszentren und Kliniken

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Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
(Thomas Jefferson)

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