12. Mahnwache

Bergamr @, Montag, 21.12.2015, 21:12 vor 3699 Tagen 4985 Views

Hallo Ihr's,

die 12. Mahnwache in Berkheim (und so weit ich weiß auch in Ingolstadt) war friedlich und mit 4 Teilnehmern und ein paar Passanten, die sich die Flugblätter angeschaut und mitgenommen haben auch relativ schweigend. [[freude]]

Es war eine nette Runde, und die Gespräche mit den Passanten waren freundlich und ermunternd.

Was diesesmal anders war als sonst (und das finde ich bemerkenswert, denn hier liegt der Schlüssel zur Wirkmacht der Idee 'Mahnwache'): die Ordnungsmacht wußte, trotz legalem Anmelden und Bestätigen des zuständigen Ordnungsamts, nichts von der Versammlung. Der Dienststellenleiter kam in Wallung wegen dem Anruf zur Eröffnung der Versammlung, und 18.35 Uhr kam ein Streifenwagen, dessen Besatzung sich unfreundlich die Bestätigung des Ordnungsamts zeigen ließ und dann 45 Minuten vis-á-vis vom Auto aus zugeguckt hat. [[zwinker]]

Jetzt haben wir in Berkheim also mit 4 Hanseln eine Funkstreife eine ganze Dreiviertelstunde gebunden! Das find ich kühl! [[top]]

Das ist die Sache, deshalb wieder mein Aufruf: Kommt in die Puschen und zeigt Euch! Wir können das Fundament zum Wackeln (wenn nicht mehr) bringen!

Gruß, einen speziellen nach Ingolstadt,
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Ingolstadt mit Bild von der "Mir reicht´s Mahnwache"

Fidel @, Montag, 21.12.2015, 21:41 vor 3699 Tagen @ Bergamr 5454 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.12.2015, 21:47

Hallo

Wir waren zu fünft und Passanten fragen öfter nach Gründen für die offensichtlich private Aktion.

Mittlerweile nenne ich es die "Mir reicht´s Mahnwache" und man sammelt sofort Symphatiepunkte wenn sich heraus stellt, dass keine Parteien/Vereine/Organisationen hinter der Idee stecken.

Durch die Erfahrungen der vergangenen Wochen drängt sich mir der Eindruck auf, dass bisher alle Lichterketten und sonstiger emotionaler Nippes staatlich gewollt sind, weil der Anklang derart groß ist. Also die Befehlsketten für Schüler, Beamte, öffentl. Dienst, Parteien, Gewerkschaften etc. funktionieren.

Gegen diesen Strom zu schwimmen macht Laune. Es wird Zeit, dass sich der Bürger gegen Zwänge bewegt.

Wie immer ein Licht für jeden Teilnehmer
[image]
Herzliche Grüße nach Berkheim, der Stein wackelt schon [[smile]]
Fidel

----------
13. Mir reicht´s Mahnwache am 28.12.15 Ingolstadt Rathausplatz 18.30-19.30Uhr

Wegen Zuwanderungsdruck: Zugverkehr nach Schweden gestoppt - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten (ed: Klimaabk. unverb.!)

azur @, Dienstag, 22.12.2015, 00:41 vor 3698 Tagen @ Bergamr 5121 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.12.2015, 01:27

Hallo Bergamr,

danke. Auch wenn die Zuwanderungs-Krise nur ein Teil der Krise von Staat und Politik sind, hänge ich es mal hier ran:

Flüchtlinge
Schweden stoppt Zugverkehr aus Dänemark
Stand: 21.12.2015 19:54 Uhr

Die staatliche schwedische Eisenbahngesellschaft hat einen Stopp des Personenverkehrs von Dänemark in das Land angekündigt. Sie sei nicht in der Lage, alle Fahrgäste zu kontrollieren, wie die schwedische Regierung angesichts der vielen Flüchtlinge gefordert hatte.

Das staatliche schwedische Transportunternehmen SJ hat angekündigt, den Personenverkehr aus Dänemark einzustellen. Als Grund gab das Unternehmen an, es sei nicht in der Lage, wie von der Regierung in Stockholm gefordert, die Identität aller nach Schweden einreisenden Fahrgäste zu überprüfen.

Die Kontrollen sollen den Zuzug von Flüchtlinge eindämmen. Allein in diesem Jahr sind in Schweden 150.000 Asylbewerber angekommen. Die Regierung hat sich deshalb vorübergehend aus dem Schengen-Abkommen ausgeklinkt und ein Gesetz verabschiedet, das Personenkontrollen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln vorschreibt...".

War auch eine interessante Lösung, dass Bahnbedienstete Grenzer spielen sollen. Aber klar, die Bild von staatlich Grenzkontrollen wollte man sich ja "sparen". In Schweden, wo man zugeben musste, dass es Grenzen des Machbaren gibt, dort wo die Regierung vor 2 Jahren öffentlich alle in der EU aufforderte, die Grenzen zu öffnen.

Nur hatten auch schon andere europäische Staaten Erfahrungen mit der Endlichkeit der Möglichkeiten sammeln können. In den letzten Jahren allen voran Italien, worüber Don Alphonso gerade einen klasse Bericht brachte, in dem er vor allem die Illegalen betrachtete: "Kein Mensch ist illegal, rufen Aktivisten. Legal sind sie aber auch nicht."
http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/12/16/der-brutale-klassenkampf-des-moralischen-imper...

Die meisten Billigjobs machten wegen der Krise wieder Einheimische. Und weil wir Schweden hatten, eine schöne Beobachtung: "Ein schwedischer Minister hat bei den europäischen Rechten eine Protestwelle erzeugt, als er bei einer Reise in Afrika sagte, er freue sich darauf, dass diese farbenfroh gekleideten Menschen kämen, und Europa bunt werde. Die angekommenen Afrikaner sehen alle nicht bunt aus, sie tragen vor allem Schwarz. Schwarz wärmt, schwarz macht anonym Schwarz wärmt, schwarz macht anonym, schlecht identifizierbar, und tarnt in der Dunkelheit. Schwarz trägt der Blumenverkäufer neben dem Hotel, schwarz trägt die Bettlerin,"

Die Kommentares sind wieder sehr egiebig. Darin geht es auch, wie im Text, dass Abschiebungen zu aufwendig sind, und daher nicht im großen Maßstab gingen. DA war bei einem Abschiebungsversuch dabei, der 7tausend Euro Kosten bedeutete und erfolglos abgebrochen wurde.

Auch meint er, dass eine Residenzpflicht gar nicht durchsetzbar wäre, wo könnte man in letzter Konsequenz alle einsperren, die sich dennoch einfach frei bewegen. Dass es auch für HartzIVler Residenzpflicht gibt und bei Verstoß Leistungen gekürzt werden, zeigt einen weiteren Unterschied, der nicht eben für Begeisterung sorgen wird.

"Die Erreichbarkeit in SGB II und III

Wie definiert die EAO den zeit- und ortsnahen Bereich und
welche Rechte und Pflichten ergeben sich für Leistungsbe-
zieher nach dem SGB III und dem SGB II aus der Resi-
denzpflicht?
http://www.info-also.nomos.de/fileadmin/infoalso/doc/Aufsatz_infoalso_07_01.pdf

Aber Hey, er müsste nicht nur eine Kur abbrechen, wenn es notwendig ist, am Samstag darf der Arbeitslose fortfahren:

"Eine Zustimmung benötigt der Arbeitslose auch für Kuraufenthalte, die Teilnahme an einer Veranstaltung, die staatspolitischen, kirchlichen oder gewerkschaftlichen Zwecken dient oder sonst im öffentlichen Interesse liegt oder für die Abwesenheit zur Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Der Arbeitslose muss sicherstellen, dass er während einer solchen Teilnahme werktäglich persönlich unter der der Behörde benannten Anschrift durch Briefpost erreichbar ist; er muss die Teilnahme jederzeit abbrechen können und sich vor der Teilnahme für den Fall der beruflichen Eingliederung glaubhaft zum jederzeitigen Abbruch bereit erklärt haben...

Der Erreichbarkeitsanordnung steht es nicht entgegen, wenn der Arbeitslose lediglich über das Wochenende, das heißt von Freitagnachmittag bis Sonntagabend die Wohnung verlässt, sodass er die am Samstag ankommende Post erst am Sonntag zur Kenntnis nehmen kann. Eine Verpflichtung, auch samstags zur Wohnung zurückzukehren, um die Briefpost zur Kenntnis zu nehmen, ist unverhältnismäßig, insbesondere da das Arbeitsamt sonntags geschlossen hat. Auch wenn in der Branche, in der der Arbeitslose zuvor gearbeitet hat, Vorstellungsgespräche am Sonntag üblich sind, lässt sich daraus keine Pflicht ableiten, sich auch am Wochenende zuhause aufzuhalten, um einer möglichen Einladung zu einem Vorstellungsgespräch am Sonntag, das erst am Samstag zugestellt wird, folgen zu können."
https://de.wikipedia.org/wiki/Erreichbarkeitsanordnung

Seehofer wird es übel genommen, dass er auf die Kosten verweist, denn wenn etwas keine Rolle spielt, dann Geld.

"Streit um das Ende des "Soli" Bund der Steuerzahler gegen Seehofer http://www.tagesschau.de/inland/solidaritaetszuschlag-123.html

Presseschau zum "Soli"-Streit: "Seehofer ist eine Kanone"
http://www.tagesschau.de/inland/solidaritaetszuschlag-125.html

Da spritzt der Geifer der Eiferer.

Denn eines ist klar: Wenn jemand auf der Welt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, dann sind es wir. Von wegen die USA. Den Titel haben derzeit wir: https://en.wikipedia.org/wiki/Land_of_opportunity . Nicht die, und nicht Schweden..!

Nur offenbar hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht: "Die Bahn erklärte, sie habe nicht die Kapazitäten für solche Kontrollen. Daher stelle sie den Personenverkehr ein, bis eine praktikable Lösung gefunden sei. Das Unternehmen Öresundstag, das einen Pendlerdienst zwischen Schweden und Dänemark anbietet" (lt. der eingangs genannten Meldung) will auch reduzieren, weil Schaffner keine Grenzer sind, das sicher Zeit und Geldkosten und das vermutlich nicht immer ganz unproblematisch ab.

Schon allein aus der folgende Geschichte heraus. Der Bundesinnenminister hatte sich vergangene Woche allen Ernstens sogar Rücktrittsforderungen eingehandelt, weil nun angeblich klar wäre, dass er mit seiner "Schätzzahl" von einem Drittel Zuwanderer mit gefälschtem syrischen Pass unterwegs wären (Standardargument der anderen Seite, speziell aus der Linken: 'Auch Syrer könnten mit gefälschten syrischen Pass versehen sein'. Um gleichzeitig jegliche Einzelfallprüfung, die dem nachgehen kann, für überflüssig erklären! Und während hier schön rumgetönt wurde, war es in der ausländischen Presse längst bekannt und in US-Kongress breit debattiert worden, was nun heute hier erklärt werden musste:

"Forderung nach Frontex-Warnung
Jeden Flüchtling einzeln prüfen

Blanko-Pässe erbeutet?

Die "Welt am Sonntag" hatte berichtet, dass der IS in Syrien, dem Irak und Libyen offenbar zehntausende Passdokumente erbeutet habe - darunter zahllose Blanko-Pässe und überdies Maschinen zur Produktion von Ausweisdokumenten. Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex warnte deswegen vor einem Sicherheitsrisiko.

Seit gut einem Jahr gilt für syrische Asylbewerber in Deutschland ein vereinfachtes Verfahren, in dem sie lediglich in einem Fragebogen ihre Fluchtgründe darlegen müssen. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will diese Ausnahme rückgängig machen. Insgesamt sind 2015 mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen."
http://www.tagesschau.de/inland/einzelfallpruefung-101.html

(Siehe auch, wenn es das Herz aushält (lg Hasso), die Version, in der das herunter gespielt wurde: http://www.tagesschau.de/ausland/passdokumente-is-101.html )

Nun also Forderungen - wem gegenüber eigentlich - sind die nicht in gemeinsam in der Bundesregierung?: "Nach einem Bericht über Tausende vom IS erbeutete Blanko-Pässe fordern Innenpolitiker von Union und SPD Konsequenzen: Die Einzelfallprüfung für Flüchtlinge müsse wieder eingeführt werden. Derzeit gilt für Syrer ein vereinfachtes Verfahren." . Achja, die Richtlininiekompetenz der Immer-Noch-Bundeskanzlering, die ja nun nicht überraschender Weise auch nicht sehr weit kommt, mit ihrem "Lösungsansatz" "Europa". Erst wurde rumgetönt, was ein kleiner Vorgipfel der kleinen Koalition, nein Schar der Willigen um Merkel-Deutschland, so bewirken können würde. Dann wurde berichtet, dass der Gipfel viele andere wichtige Dinge beschloss (es gibt übrigens auch noch weitere Probleme, außer der Flüchtlingskrise) und dann ernüchtert auch die Propagandaschau:

http://www.tagesschau.de/kommentar/frontex-109.html

Tagesschautext (!):

„Genauso wenig wie sich irgendein europäisches Land qua Mehrheitsentscheidung zwingen lässt, Flüchtlinge aufzunehmen.

Die Super-Eingreiftruppe Frontex bleibt eine Wunschvorstellung, eine Fata Morgana. Europas Außengrenzen bleiben durchlässig. Und deshalb drohen uns allen Grenzkontrollen im Innern der EU. Denn das Verfallsdatum des Merkel-Mantras "Wir schaffen das" rückt jeden Tag näher.“

Und dann muss es zwangsläufig auch hier zum öffentlichen „Schwedischen Anerkenntnis“ kommen. Vertrackt genug ist es schon: Unterbringungsmöglichkeiten sind nahezu völlig ausgereizt, Abschiebungen sind im großen Massstab zu teuer und nicht machbar. Heute wurde ja erklärt, wie viele Abschiebungen in diesem Jahr vorgenommen werden konnten (ob da auch freiwillige Ausreisen - bzw. Abmeldungen aus dem Sozialsystem mitgezählt werden...?) - in einem Ton, den man missinterpretieren könnte [[zwinker]]

Bilanz der Bundesländer
Deutlich mehr Asylsuchende abgeschoben

Stand: 21.12.2015 09:21 Uhr

Aus Deutschland wurden 2015 bislang etwa 18.000 Flüchtlinge abgeschoben. Das sind fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Die Zahl der Abschiebungen stieg in allen Bundesländern - außer in Thüringen: Hier ging sie zurück.".

Wer es herschafft, der bleibt. Und Familiennachzug, den unser Forenfreund trotz aller Mühe für den Sohn aus der Ukraine nicht erlangen konnte, der wird bei andere nicht diskutiert, besonders nicht bei den zig Tausenden Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Österreich:

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/12/2015-12-16-minderjaehrige-flue...

Seit Anfang November sind gut 15.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche nach Deutschland eingereist. Sie befinden sich noch in Obhut der Jugendämter. Rund ein Fünftel von ihnen wurde – gemäß des neuen Gesetzes – auf ein anderes Bundesland verteilt. Mit den "Altfällen", also den unbegleiteten ausländischen Minderjährigen, die bereits vor dem 1. November eingereist sind, befinden sich damit insgesamt rund 57.000 unbegleitete Minderjährige in der Obhut der Kinder- und Jugendhilfe."

Siehe auch - ist aber böse: https://de.wikipedia.org/wiki/Ankerkind

Und wenn schon: 15.12. – 02:55 Flüchtlingsticker Welt:

Nur jeder 50. Flüchtling wird laut IfW festen Job finden

Im Zuge der Flüchtlingskrise erwarten Experten einer Zeitung zufolge bis 2017 etwa 376.000 Arbeitslose zusätzlich in Deutschland. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) gehe davon aus, dass zwei Prozent – also jeder 50. – der erwerbsfähigen Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis auf Dauer eine feste Stelle finden werde, berichtet „Bild“ unter Berufung auf die Winterprognose der Kieler. In absoluten Zahlen dürften damit 94.000 Flüchtlinge einen solchen Arbeitsplatz finden.

Die Experten rechnen dem Blatt zufolge in ihrer Untersuchung vor, dass bis Ende 2017 insgesamt 2,7 Millionen Flüchtlinge Deutschland erreichen werden – 1,1 Millionen 2015, 1,0 Millionen 2016 und 600.000 dann 2017. Von diesen dürfte gut eine Million einen positiven Asylbescheid und damit eine Arbeitserlaubnis erhalten. Die Zahl der Erwerbsfähigen in dieser Gruppe liege für das Gesamtjahr 2017 vermutlich bei 470.000. Von ihnen würden dann zwei Prozent auf Dauer eine feste Stelle finden.“

So sind auch die Zahlen anderer Institute und die Erfahrungen aus z. B. Schweden.

Na und! Wir sind nun das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, dass sich nur etwas ändern wird.

Und vor allem, wir können gar nicht anders! Das sagt ja auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestage, wie die Tagessachau feiert:

(So noch der vollständige Titel, vermerkt bei Google):
"Exklusiv: Obergrenze für Flüchtlinge - rechtlich kaum möglich?
tagesschau.de‎ - vor 1 Tag
Pikanterweise stammt die Studie vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags ..."
https://www.tagesschau.de/inland/obergrenzen-gutachten-101.html

"um allerdings darauf hinweisen zu müssen, dass die Zählweise des "wissenschaftlichen Dienstes" (wer hatte sie wohl beauftragt...) nicht ganz korrekt sein könne:

"Anmerkung der Redaktion: Im Text stand zunächst als Zitat aus dem Bericht der Satz "dass die EU rund 742 Millionen Einwohner hat" (siehe auch S. 21 des PDF-Dokuments im Original). Das ist falsch - Europa insgesamt hat zwar so viele Einwohner, in der EU sind es aber etwa 510 Millionen. Wir haben daher die Formulierung geändert."

Aber in der Quelle des Dokumentes, dass ich im Moment des Lesens der Meldung über die TS herunterlud stand nicht nur, sondern immer noch:

"Angesichts der Bevölkerungsgröße in der EU in Höhe von ca. 742 Mio. ([[top]]) Einwohnern sowie ihrer Wirtschaftskraft als Ganzes einerseits und der im Raum stehenden Flüchtlingszahlen bspw. für die ersten zehn Monate in 2015 von knapp über 1 Mio. andererseits, erscheint dies allerdings generell höchst zweifelhaft." (aber ganz "knapp").

Quelle für das Gutachten diser echten Experten (auf die sächsische Doppeldeutigkeit dieses Phrase, sei ausdrücklich verwiesen): https://www.tagesschau.de/obergrenze-103~_origin-86dc1e11-e84d-42f7-8777-7dc78cfa51bb.pdf

Man machte sich dort erkennbar Gedanken, ob es jemals so etwas wir ein praktische Grenze der Aufnahmefähigkeit oder namentlich einen Notstand geben könne - ebenda in Paraphierung Absätze 57 ff.:

"Befürwortet man eine solche Möglichkeit, wäre im Anschluss zu klären, ob es Gründe gäbe, die die Einführung einer Obergrenze sowie einen daraus folgenden Verstoß gegen das Aus- und Zurückweisungsverbot überhaupt rechtfertigen könnten. Angesichts der Schwere der Konsequenzen, die für den Einzelnen aus einem Verstoß gegen dieses Verbot folgen, müsste es sich in jedem Fall um sehr gewichtige Gemeinwohlgründe handeln. Rein wirtschaftliche Erwägungen wären per se ausgeschlossen. Ob die Geltendmachung „notstandsähnlicher Extremsituationen“ auf Ebene der EU dem Grunde nach möglich wäre,57 wurde zumindest im grundrechtlichen Kontext – soweit ersichtlich – bisher nicht erörtert. Würde man dies befürworten, wäre allerdings zu klären, unter welchen Voraussetzungen dies für die gesamte Union angenommen werden könnte.
Vorliegend wäre v. a. zu fragen, ob eine solche „notstandsähnliche Extremsituation“ auf EUEbene durch einen Zustrom von international Schutzsuchenden überhaupt ausgelöst werden könnte.58

Angesichts der Bevölkerungsgröße in der EU in Höhe von ca. 742 Mio. Einwohnern sowie ihrer Wirtschaftskraft als Ganzes einerseits und der im Raum stehenden Flüchtlingszahlen bspw. für die ersten zehn Monate in 2015 von knapp über 1 Mio. andererseits59 erscheint dies allerdings generell höchst zweifelhaft. Würde man das gleichwohl bejahen wollen, stellte sich die
Anschlussfrage, ob es möglich wäre, mit Blick auf das potentielle Eintreten einer solchen Notsituation vorab in abstrakter Weise eine numerische Begrenzung der Flüchtlingsaufnahme normativ festzusetzen. Könnte auch diese zweifelhafte Annahme bejaht werden, würde sich schließlich noch die Frage stellen, ob nicht die pauschale Aussetzung des Aus- und Zurückweisungsverbots
bei Überschreitung der Obergrenze den Wesensgehalt des Art. 18 GRC in Frage stellt.

3.1.3.3. Zwischenergebnis

Nach herrschender Ansicht gewährt Art. 18 GRC zwar kein subjektives (Grund-)Recht gegenüber der EU auf Einräumung eines Asylstatus. In Anknüpfung an Art. 33 Abs. 1 GFK soll er jedoch Schutz vor einer Aus- oder Zurückweisung von Asylberechtigten in Verfolgerstaaten bieten. Vor diesem Hintergrund wäre die Einführung einer unionsweiten Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen im Sinne der GKF mit Art. 18 GRC nur insoweit vereinbar, als die hiervon betroffenen Flüchtlinge in sichere Drittstaaten zurückgewiesen werden würden."

Und wo es nicht nur heißt, es wäre rechtlich gar nicht möglich jemanden zurück zu weisen und wir wissen "Dem Recht muss entsprochen werden und wenn die Welt darüber zu Grunde geht" (eine Übersetzung des berühmten: http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_iustitia,_et_pereat_mundus ), da bezieht man sich offenbar auch auf weitere Gebiete [[freude]][[lach]]:

"1 Mitgliedstaaten der EU

1.1 Übersicht
1.2 Liste der Mitgliedstaaten

2 Beitrittskandidaten

3 Spezielle Gebiete

3.1 Überseegebiete von Mitgliedstaaten, die vollständig zur EU gehören
3.2 Gebiete, die der EU, aber nicht der Zollunion angehören
3.3 Assoziierte Gebiete

3.4 Gebiete, die nicht zur EU gehören
3.5 Europäische Zwergstaaten

aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mitgliedstaaten_der_Europ%C3%A4ischen_Union

Übrigens, es ist bekannt, dass der Euro auch in afrikanischen Staaten, wie Simbawe zählt? Siehe den dortigen Kasten: https://de.wikipedia.org/wiki/Euro

Siehe besonders, wer so zur erweiterten Eurozone gezählt wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Euro#Eurozone

"Im weiteren Sinne sind damit auch die Staaten gemeint, die den Kurs ihrer eigenen Währung über ein Wechselkurssystem an den Euro gekoppelt oder als Nicht-EU-Mitgliedstaaten, z. T. einseitig, den Euro eingeführt haben. Zu den Nicht-EU-Ländern, die den Euro verwenden, gehören neben den Kleinstaaten Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan auch Montenegro und Kosovo. Weiterhin verwenden die zu Frankreich, aber nicht zur EU gehörenden Gebiete Saint-Pierre und Miquelon und Saint Barthélemy den Euro. In den Militärbasen Akrotiri und Dekelia auf Zypern, die unter britischer Hoheit stehen und ebenso nicht zur EU gehören, wird nur mit dem Euro gezahlt.

Einen festen Wechselkurs zum Euro haben in Europa Bosnien-Herzegowina und Bulgarien sowie in Afrika Kap Verde, São Tomé und Príncipe, die Komoren und die 14 Länder der CFA-Franc-Zone. Auch der CFP-Franc, der in einigen pazifischen französischen Übersee-Territorien verwendet wird, ist fest an den Euro gebunden. Andere Wechselkurssysteme, wie der Wechselkursmechanismus II, dem Dänemark angehört, erlauben eine gewisse Bandbreite an Schwankungen um einen Leitkurs. Manche Staaten wie Marokko wiederum haben ihre Währungen an einen Währungskorb gekoppelt, der zu einem bestimmten Anteil am Euro orientiert ist. Die Schweiz setzte von 2011 bis 2015 ein Wechselkurs-Fluktuationslimit. Insgesamt nutzen über vierzig Staaten den Euro oder eine von ihm abhängige Währung..." (auch die weiteren Absätze dort lohnen!)

Siehe diese Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/48/Verwendung_des_Euro_und_daran_gekop...

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Verwendung_des_Euro_und_daran_gekoppelter_W%C3%A4hr... )

Also da kann man schon ins Schwärmen kommen, Europa: Unendliche Weiten, undendlich viel Raum!

Und Deutschland, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Hmm... wie das klingt... (man sieht förmlich die Nochbundekanzlerin mit dem Flüchtlingskoordintor vor einer Wand-Landkarte, nein, einem Europa-Atlas stehen, wie Chaplins Diktator)!

Und übermorgen kommt der Weihnachtsmann!

Schöne Bescherung!

Viele freundliche Grüße

azur


*) "Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte in diesem Zusammenhang von einer Schätzzahl von rund 30 Prozent der Asylsuchenden gesprochen, die sich als Syrer ausgäben, in Wahrheit aber keine seien.

...solche "massenhaft praktizierte Entscheidungspraxis" stehe nach Ansicht der Personalvertreter "mit einem rechtsstaatlichen Verfahren nicht im Einklang". Ähnliches wie für die Syrer gelte auch für Flüchtlinge aus Eritrea."
Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/brandbrief-bamf-105~_origin-f6ce9f91-72e7-44f4-8685-ac9...

Edit und PS: Es ist ja nach wie vor nicht so richtig klar, was die Klima-Vereinbarung von Paris bedeutet. Vermutlich Ausgaben von viel Steuergeld. Mal sehen wer da mit großartigem Beispiel vorangeht? Sicher die Noch-Bundeskanzlerin unter dem Jubel derselben, die Flüchtlinge ohne Ende glücklich machen können.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-beschliesst-welt-klimavertrag-historisches...

100 Milliarden Dollar pro Jahr sollen die alten Industriestaaten ab 2020 zur Verfügung stellen, um vom Klimawandel bedrohte Regionen abzusichern und ihre Energieversorgung umzustellen. Dieses bereits vor sechs Jahren beschlossene Vorhaben wurde in letzter Minute aus dem rechtlich bindenden Teil des Klimavertrags in den unverbindlicheren zweiten Teil des Gipfelbeschlusses verschoben. Durch diesen Trick, muss das Thema nicht vom Kongress der USA abgesegnet werden. Außerdem sind Befürchtungen, einen heiklen juristischen Präzedenzfall zu schaffen, damit obsolet. Wichtiger Zusatz: Das Geld soll aus einer Vielzahl von Quellen stammen - also auch von Unternehmen. Die ärmeren Staaten haben erreicht, dass gleich viele Mittel für Anpassung und Energie locker gemacht werden sollen."

Fefe hatte berichtet, wie zwar überall verkündet wurde, es sei angeblich Verbindliches errungen worden, aber da fand sich schnell ein Ausweg: "Aber eins nach dem anderen: Da waren zunächst einmal die Amerikaner. Sie hatten ein Problem in Artikel 4.4 des geplanten Abkommens. Nur ein einziges Wort. Ein \"shall\", so forderten sie, sollte durch ein \"should\" ersetzt werden - \"sollen\" durch \"sollten\". Sechs Buchstaben statt fünf. Das roch nach Haarspalterei. Allerdings ging es um eine Passage des Textes, auf die man vor allem im Kongress in Washington genau schaute - weil sich daraus womöglich eine völkerrechtlich bindende Verpflichtung für CO2-Minderungen hätte ableiten lassen."

(auch beim Spiegel grauslich an unpassenden Stellen eingerückte Zwischenüberschrift: "Die Türkei will weiterhin eine Sonderrolle behalten")

"Die republikanische Parlamentsmehrheit hätte dann mit Sicherheit darauf beharrt, über den Vertrag abzustimmen - und ihn anschließend in der Luft zerrissen. Dieses Risiko konnte die US-Delegation nicht eingehen. Deswegen zeigten sich Außenminister John Kerry und seine Leute hart. Gipfelpräsident Laurent Fabius würde das Problem später in der Sitzung mit einem Kniff aus der ganz hohen Schule der Diplomatie lösen: Das betreffende Wort \"shall\" sei an dieser Stelle ganz einfach ein Schreibfehler, erklärte er gewitzt, verursacht von einer übernächtigten Hilfskraft.

In früheren Fassungen des Textes habe dort schließlich auch ein \"should\" gestanden. So werde man es flugs wieder korrigieren. Problem gelöst - auch weil Staaten wie Indien, China und Brasilien vorher unter der Hand ihre Zustimmung zu diesem Ausweg signalisiert hatten.

Dann war da noch die Sache mit den Türken. Sie sind eine Art Sonderfall in den Verhandlungen..."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/paris-papst-soll-klimakonferenz-vor-dem-schei...

Daraus leiten sich also in Wirklichkeit keinerlei Verpflichtungen ab, wohl aber die Möglichkeit zu zahlen. Und wo wir hier doch sooo \"fortschrittlich\" sind... im Land der unbegrenzten Möglichkeiten..!

Bonus: unabhängige Journalisten toben begeistert nach dem "Abschluss des Unverbindlichen" - Video von 13 sec auf https://twitter.com/BecketAdams/status/675753128692723712/video/1 (auch via fefe paranoia[[zwinker]] - man lese ruhig auch die dortigen Antworten). Auf die "können wir so richtig bauen", die bekommen einfach alles raus.

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Hm, welcher Mathematiker war da wieder am Werke? :-) (edit)

Broesler, Dienstag, 22.12.2015, 01:08 vor 3698 Tagen @ azur 4149 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.12.2015, 01:55

Erstmal danke @azur für den ausführlichen Beitrag. Kommen wir zur Mathematik:

"Nur jeder 50. Flüchtling wird laut IfW festen Job finden

In absoluten Zahlen dürften damit 94.000 Flüchtlinge einen solchen Arbeitsplatz finden. Die Experten rechnen dem Blatt zufolge in ihrer Untersuchung vor, dass bis Ende 2017 insgesamt 2,7 Millionen Flüchtlinge Deutschland erreichen werden..."

2.700.000 * 0,02 = 54.000...

Naja, so würde es passen:

4.700.000 * 0.02 = 94.000

Nimmt das Institut nun also 4,7 Millionen Neu-Deutsche bis 2017 an oder wurden aus richtigen 54.000 versehentlich 94.000 Neu-Rödler?
Ein kleiner, aber feiner, Unterschied.

Ahoi

(edit)
Zu später Stund sind eigene Rechenfehler niemals auszuschließen, daher lässt mich das Thema nicht los...

"Von diesen (Anmerk. Broe.: 2,7 Millionen Flüchtlingen) dürfte gut eine Million einen positiven Asylbescheid und damit eine Arbeitserlaubnis erhalten. Die Zahl der Erwerbsfähigen in dieser Gruppe liege für das Gesamtjahr 2017 vermutlich bei 470.000. Von ihnen würden dann zwei Prozent auf Dauer eine feste Stelle finden."

Versteh ich das richtig: Deutschland 2017, 2,7 Millionen Flüchtlinge, davon hat eine Million ne Arbeitserlaubnis, wovon rund 47% erwerbsfähig wären und von jenen 470.000 Ex-Asylsuchenden haben dann 2% eine feste Stelle...

-> 9.400

Honig im Kopf bei mir oder ist an meiner Skepsis was dran [[hae]]

Bundestagsabgeordneter verhindert Flüchtlingsheim in Wohngegend - Heimleiterin muss aufgeben - Anschlag auf U-Bahn verhindert

azur @, Dienstag, 22.12.2015, 02:03 vor 3698 Tagen @ Broesler 5043 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.12.2015, 02:12

Hallo,

gerade bei uns in Berlin geht es ja nun schon hoch her, nach dem heraus kam, dass ein MdB ein Heim in seiner Nähe verhindert hat (die Heime sind, wie man weiß, in den CDU-Gebieten weniger): http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/die-miese-trickserei-mit-den-fluechtlingsheimen

Daraufhin gab es weitere Forderungen nach Konsequenzen:

"Das kann Mario Czaja nicht. Deshalb ist es richtig zu sagen: Der Mann muss weg“, meinte Künast.

Sie warf dem Berliner Senat insgesamt vor, immer noch keine sinnvolle Struktur für die Flüchtlinge auf die Beine gestellt zu haben. „Es gibt mancherorts zu wenige Toiletten, Flüchtlinge werden mit Bussen zum Duschen gefahren, ganz zu schweigen vom Chaos vor dem Lageso“.

Landeselternausschuss kritisiert Turnhallenbelegungen

Seit Monaten sorgen vor allem die langen Wartezeiten für Flüchtlinge vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) für erhebliche Probleme. Künasts Parteikollegin Claudia Roth hatte Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) bereits in einem Brief heftig wegen dessen Flüchtlingspolitik kritisiert.

Der Landeselternausschuss warf dem Senat Missmanagement vor - und forderte am Montag, die Beschlagnahmung von Sporthallen zu beenden oder abzuwenden. „Wir erfahren aus den Bezirken, dass ausreichend Alternativen zur Unterbringung der Flüchtlinge angeboten werden und wurden, die kurzfristig nutzbar sind“, heißt es in einer Mitteilung."

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/fluechtlingsmanagement-kuenast-fordert-ruecktritt...

Und nach dem bekannt wurde, dass die Bezirke ganz unterschiedlich belegt wurden,

"Berlinweit hat der Senat laut Landessportbund die Bezirke bislang unterschiedlich stark gefordert: So seien in Reinickendorf und Tempelhof Schöneberg noch gar keine Sporthallen in Anspruch genommen worden, in Marzahn-Hellersdorf nur eine. In Steglitz Zehlendorf sind es dagegen sechs, in Friedrichshain Kreuzberg sieben und in Pankow sogar acht Turnhallen.“
Vielleicht werden wir ja doch verschont.
„Spandau wehrt sich: Am Dienstag will Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) einen Beschluss in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erwirken, der für Zündstoff mit dem Senat sorgen dürfte. Er will erreichen, dass Spandau keine Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtling zur Verfügung stellen muss. "Wir weisen die Verwaltung schon seit Wochen darauf hin, dass wir keine Sporthallen melden werden", bekräftigte Kleebank in der rbb-Abendschau. Damit missachtet der Bezirk eine Aufforderung der Behörde von Sozialsenator Mario Czaja (CDU). Er will, dass jeder Bezirk vier…“
http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/berlin/2015/12/Spandau-Turnhallen-F...
(der Satz-Rest fehlt – es kommt dann noch, dass es Haftungserleichterungen für die Bezirke gibt, wenn die Hallen durch das Land Berlin beschlagnahmt werden),

auch noch das: Unterkünfte für Flüchtlinge
Vereine wollen bei Belegung von Turnhallen mitreden

Der Sportverein Pfefferwerk betreibt Integration von Flüchtlingen. Jetzt drohen ihm und anderen Vereinen finanzielle Probleme, weil Turnhallen zu Notunterkünften wurden. Am Montag wollen Betroffene die Situation diskutieren."
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/unterkuenfte-fuer-fluechtlinge-vereine-wollen-bei...

Die Politkerwerte (was immer das bedeutet) würden deshalb in einer Front einbrechen: "Forsa Umfrage Kollektiver Absturz der Berliner Politiker wegen Flüchtlingspolitik"
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/forsa-umfrage-kollektiver-absturz-der-berliner-po...

Kein Wunder angesichts solcher Umstände: "Flüchtlinge in Berlin
Kein Wasser, kaum Essen - eine Berliner Heimleiterin gibt auf"
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/fluechtlinge-in-berlin--kein-wasser--kaum-essen--...

Aber es gibt auch Positives: "Homeland Staffel 5
Anschlag auf Berliner U-Bahn vereitelt

..so könnte der Titel für das Finale von "Homeland" in Berlin heißen. Am Sonntagabend lief es in den USA. Wie es ausging für Carrie & Co? Ein Rückblick auf die bisher vielleicht beste Staffel der Geheimdienstserie...

In der Nacht zu Montag lief in den USA die zwölfte und letzte Folge der fünften „Homeland“-Staffel – und damit das Finale eines neu entflammten Kalten Krieges am Schauplatz Berlin..."

Und wer denkt, es wäre der IS gewesen, so ist es doch in Wirklichkeit der Russe verbunden Assad:

"Was bisher geschah: IS-Terroristen haben einen Giftgas-Angriff auf den Berliner Hauptbahnhof geplant. Carrie Mathison (Claire Danes) kommt ihnen in letzter Minute auf die Schliche – im Alleingang, weil eine Doppelagentin die Sicherheitskräfte auf eine falsche Fährte (zum BER) gelockt hatte. Dass der noch gar nicht in Betrieb ist, haben die Drehbuchautoren einfach mal ignoriert. Tegel als Anschlagsziel hätte ja auch irgendwie provinziell gewirkt.

Der Showdown: Nach einem fiesen Cliffhanger am Ende der vorletzten Folge - Carrie läuft in den Tunnel der U55, ein Dreh, für den die BVG die Linie einen ganzen Tag lang lahmlegte - geht es nahtlos weiter. Allerdings nur etwa drei Minuten. Carrie erschießt den Terroristen mit Hilfe von dessen Cousin, wird fast von der U-Bahn überfahren – und hat mal eben Berlin (und irgendwie auch ein bisschen die Welt) gerettet. Der Rest des Finales dient der Aufarbeitung anderer Handlungsfäden.

Der schlimmste Feind: Ist diesmal nicht der IS, in dessen Reihen es sogar menschelt – ein Mittäter handelt nur aus politische Rache („Ich bin Atheist!“), ein anderer wird von seinem Gewissen (immerhin ist er hier aufgewachsen) geplagt. Die wahren Bösen sind (mal wieder) die Russen: Sie fördern nicht nur Menschenhandel und Zwangsprostitution von Minderjährigen in Berlin, sondern unterstützen auch das Attentat der Islamisten, die sie bekämpfen wollen - „damit Europa endlich aufwacht“. Aus demselben Grund verhindert Moskau auch einen CIA-Coup, der Assad entmachten soll."

http://www.berliner-zeitung.de/medien/homeland-staffel-5-anschlag-auf-berliner-u-bahn-v...

Nicht auszudenken, wenn das schiefgegangen wäre...[[zwinker]]!

Dann doch lieber der übliche Filz in Berlin, die dem Berliner sattsam bekannte übliche örtliche Inkompetenz und das übliche Chaos.

Viele freundliche Grüße

azur


Edit: sehr zu empfehlen - mit massenhaft originellen Ideen und trickreicher Handlung: Der König von Berlin, von Horst Evers [[top]] [[top]] [[top]] :

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kabarettist-horst-evers-herr-der-ratten/7170210.html

Der Tagesspiegel fährt sehr auf die angeblichen Rattentransfersysteme ab, die "zentrale Motive" stellen, aber es geht um weit mehr, wie den Berliner Filz, und ist sehr, sehr unterhaltsam.

https://www.perlentaucher.de/buch/horst-evers/der-koenig-von-berlin.html

Mit Sicherheit ein gutes Weihnachtsgeschenk.

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Ähm, das steht doch nicht wirklich da...

Broesler, Dienstag, 22.12.2015, 02:29 vor 3698 Tagen @ azur 4211 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.12.2015, 02:35

Die wahren Bösen sind (mal wieder) die Russen: Sie
fördern nicht nur Menschenhandel und Zwangsprostitution von
Minderjährigen in Berlin, sondern unterstützen auch das Attentat der
Islamisten, die sie bekämpfen wollen - „damit Europa endlich
aufwacht“. Aus demselben Grund verhindert Moskau auch einen CIA-Coup, der
Assad entmachten soll.
"

http://www.berliner-zeitung.de/medien/homeland-staffel-5-anschlag-auf-berliner-u-bahn-v...

Kurz nachgelesen...das steht tatsächlich in der Berliner Zeitung.

Obwohl selbst die Amerikaner in puncto Syrien auf Russland-Kurs wenden, wird in der Berliner-Zeitung-Berichterstattung einer US-Serie über Russland gehetzt [[hae]]

Zeit, dass sich was dreht (Und damit ist nicht dieser blöde YouTube-Breakdancer in der Werbeleiste gemeint...vllt sieht ihn ja sonst noch jemand)

Zum Buchtipp im Nachsatz und Vaterlandsverräter anno 1962 (nicht zum Haptthema)

Uwe @, Dienstag, 22.12.2015, 12:37 vor 3698 Tagen @ azur 3990 Views

....«
[quote]
azur


Edit: sehr zu empfehlen - mit massenhaft originellen Ideen und
trickreicher Handlung: Der König von Berlin, von Horst Evers
[[top]] [[top]] [[top]] :

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kabarettist-horst-evers-herr-der-ratten/7170210.html


Der Tagesspiegel fährt sehr auf die angeblichen Rattentransfersysteme ab,
die "zentrale Motive" stellen, aber es geht um weit mehr, wie den Berliner
Filz, und ist sehr, sehr unterhaltsam.

https://www.perlentaucher.de/buch/horst-evers/der-koenig-von-berlin.html

Mit Sicherheit ein gutes Weihnachtsgeschenk.»[/quote]

Hallo, @azur,

danke für deinen Hinweis auf das Buch, das mir ein Lesevergnügen war und daher stimme ich dir zu, dass es ein gutes Geschenk sein kann.

Zwar will ich nun hier nicht den "Wolfgang Neuß" mimen,

[image]

denn dann würde ich verraten, dass der Mörder am Ende [---gelöscht von mit umfassender Befugnis ausgestatteter maßgeblicher Stelle ---] ist und damit gegenüber der geneigten Leserschaft(..und natürlich -erinnen) möglicherweise einen ähnlichen schlimmen Vaterlandsverrat begannen haben, wie seinerzeit vor nunmehr nahezu 54 Jahren (16. Januar 1962) Wolfgang Neuß, als er den Schauspielernamen des Mörders in dem im Fernseher als Mehrteiler gesendeten Durbrigde-Film "Das Halstuch" preisgab – jedenfalls im damaligen Sinn der BILD-Zeitung.

Gruß,
Uwe

Ein riesiges Zahlendurcheinander

Ankawor, Dienstag, 22.12.2015, 08:34 vor 3698 Tagen @ Broesler 4118 Views

Gestern war ich in Hessen unterwegs und hörte im Radio HR-Info einen längeren Bericht. Die Zahlen habe ich mir gemerkt.

Zurzeit kommen in Hessen täglich 500 - 1000 Einwanderer an, hieß es dort. Nehmen wir als Mittelwert 750 Einwanderer pro Tag.
Laut Königsteiner Schlüssel nimmt Hessen 7,3 % aller auf. Das sind für ganz Deutschland dann 10.275 Einwanderer
pro Tag, und aufs Jahr gerechnet 375.000.

Es wurde stolz vermeldet, dass nun zu Beginn des Winters wie von Bouffier versprochen niemand mehr im Zelt wohnen muss (bis auf 35 Einwanderer in Calden, die unbedingt im Zelt bleiben wollen).

Alle sind in (Turn)Hallen, stillgelegten Gewerbegebäuden, alten Kasernen, Containern, Holzhäusern usw. untergekommen.
Die neu Ankommenden können in dem momentanen Ankunftstempo von bis zu 1.000 pro Tag weiterhin untergebracht werden, da *unter Verzicht auf Verwaltungsakte* weiterhin schnell Wohnraum geschaffen werden kann.

Probleme würde es jedoch geben, wenn die Zahlen im Frühjahr (wieder?) auf 2.000 pro Tag steigen würden.

Ähnliche Zahlen hatte ich im November schon mal verlinkt:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=383825

Es scheint mir so, dass sich an den Flüchtlingszahlen gar nicht viel geändert hat. Geändert hat sich nur die Wahrnehmung, einerseits durch entsprechende Meldungen, aber auch dadurch, dass deutsches Organisationstalent die Sache nun besser im Griff hat.

Aber wieso schreibt das IFW "1,1 Millionen 2015, 1,0 Millionen 2016 und 600.000 dann 2017"?
Warum sollten WENIGER kommen?

"Es ist kalt hier" meint ein zeltender Syrer in Richtung Bürgermeister

Fidel @, Dienstag, 22.12.2015, 09:53 vor 3698 Tagen @ Ankawor 4589 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.12.2015, 10:18

Hallo

heute morgen meldet unsere lokale Zeitung von Flüchtlingszelten in der Region.
An der Stelle leitet man einen Vorteil daraus ab, dass diesen Zustand nur Männer von 16-30 Jahren ertragen müssen.

Die Zelte werden nachhaltig per ölbefeuertem Heißluftgebläse beheizt und die Wärme mit Deckenventilatoren zwischen die Bettgestelle gefächert.

Alles wird gut.


Grüße
Fidel

Asylbewerberproteste in der ersten Nacht, Matrazen ins Freie

Fidel @, Mittwoch, 23.12.2015, 08:47 vor 3697 Tagen @ Fidel 3892 Views

Etwas 40 Bewerber aus Syrien weigerten sich die Unterkunft zu betreten. "In the middle of nowhere" sei zu weit weg von München.
Einrichtung und Nahrung wurden ins Freie verfrachtet....
http://ingolstadt-today.de/lesen--rockolding22122015[22719].html
http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Rockolding-asylbewerber_in-_2015-Protest-i...

Vielleicht hätte man den Zuwanderern erzählen müssen, dass unsere Politiker immer falsche Erwartungen wecken.

•Der Reaktionär sucht, Mehrheiten zu überzeugen, der Demokrat will sie mit der Verheißung fremder Güter bestechen (Nicolas Gomez Davila)

10.000 pro Tag gibt bei mir 3.650.000 Mio! nicht 365.000 (kwT) (oT)

Mausebär @, Dienstag, 22.12.2015, 10:10 vor 3698 Tagen @ Ankawor 3866 Views

- kein Text -

NRW ca. 300.000 in 2015 (pers. Schätzung)

Dieter, Dienstag, 22.12.2015, 12:41 vor 3698 Tagen @ Mausebär 3717 Views

Hallo,

NRW hatte bekanntgegeben, daß bis Okt. in 2015 gut 200.000 "Flüchtlinge" angekommen sind, wobei ca. 4.000 abgeschoben wurden.
Dann dürften bis Jahresende ca. 300.000 nach meiner Schätzung NRW erreichen und verteilt werden auf die Kommunen.

Ab 2016 erhält jede Kommune pro "Flüchtling" oder Asylant? 10.000 Euro/Jahr an Zuschuß vom Land, welches bekanntermaßen schon seit Jahren pleite ist. Es muß also schon einiges an Steuermehreinnahmen kommen, um exakt diese Summen auffangen zu können. (UST, Sozialvers./Bau) also vom Konsum und vom Bau.

Mal sehen, wie der nächste Haushaltsentwurf ausschaut.

Gruß Dieter

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