Gold

Michael Krause @, Donnerstag, 17.12.2015, 16:07 vor 3703 Tagen 6293 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.12.2015, 16:12

Gold in USD auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2009. Das erscheint mir einen Beitrag wert. Wer sich den Chart anschaut, erkennt auch, dass Besserung nicht in Sicht ist. Jede Erholung endete seit August 2011 mit einem tieferen Tief. Hier haben sich jede Menge Widerstände herausgebildet. Ein nachhaltiges Überschreiten der 1177 könnte eine kurzzeitige Erholung einläuten. Woran es liegt? Gold war auch Hedge gegen den USD. Dieser wird stärker. Vermutlich wird auch der eine oder andere EM Staat Gold verkaufen müssen. Der Fall der USD 1000 Marke ist nur noch eine Frage der Zeit und das könnte einen weiteren Absturz auslösen. Dann werde ich allerdings spekulativ long gehen. Allerdings muss man aufpassen, das erste Quartal ist saisonal eher schwach. Es kann also durchaus weiter runter gehen.

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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Da müssen die Pegidas den Altparteien richtig dankbar sein

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 17.12.2015, 16:26 vor 3703 Tagen @ Michael Krause 5197 Views

... dass sie sie nicht weiter bei der AfD Gold kaufen lassen wollen.

Woran es liegt? Gold war auch Hedge gegen
den USD. Dieser wird stärker. Vermutlich wird auch der eine oder andere EM
Staat Gold verkaufen müssen. Der Fall der USD 1000 Marke ist nur noch eine
Frage der Zeit und das könnte einen weiteren Absturz auslösen. Dann werde
ich allerdings spekulativ long gehen. Allerdings muss man aufpassen, das
erste Quartal ist saisonal eher schwach. Es kann also durchaus weiter
runter gehen.

Technische Analyse - Elliottwellen – Preismanipulationen

Hans @, Donnerstag, 17.12.2015, 19:20 vor 3702 Tagen @ Michael Krause 4777 Views

Hallo Michael Krause,

Du hast ein wichtiges ungelöstes bzw. unlösbares (?) Problem aufgerissen: Wie lassen sich Aussagen der Elliottwellen-Theorie, der Technischen Analyse, fundamentale Aspekte und die Tatsache von Preismanipulationen unter einen Hut bringen?

Es nützt leider nichts, Vorhersagen nur aus einer Richtung zu hören. Diese müssten möglichst mit den Analysen aus der anderen Ecke verträglich sein, noch besser eine gleiche Tendenz prophezeien. Wir müssen zuvor noch unterstellen, dass die Theorien begründet und bestätigt sind. Und deren Aussagen sollten aus fundamentaler Sicht auch passen. Aber auch das reicht nicht unbedingt zum Börsenerfolg. Auch die Notenbanken und die Hintermänner dürfen nichts dagegen haben.

Eine äußerst schwere Kost ist das. Aber es ist doch richtig, dass sie in einem Börsenforum auf den Tisch kommt. Auch wenn ich mir solch eine ganzheitliche Betrachtung momentan nicht zutraue.

Hier hat Elli

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=385434

seine Überlegungen zum Gold angestellt. Nun kommst Du mit Deinen auch nachvollziehbaren Argumenten. Wie soll man sich dann zurechtfinden? Ein Beispiel unter vielen.

Gruß
Hans

Gold

Michael Krause @, Donnerstag, 17.12.2015, 19:34 vor 3702 Tagen @ Hans 4646 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.12.2015, 19:38

Hallo Hans, Ich bin kein EW Experte, schaue mir aber regelmäßig die EW Prognosen zu Gold an und ich muss feststellen, dass diese meistens falsch liegen. Ich will darauf nicht näher eingehen, eben weil ich kein EW Experte bin. Ich denke aber Gold ist eine zu kleine Asset Klasse für EW. Just my 5c. Ich halte mich eher an die klassische Charttechnik und die sagt ganz eindeutig, Gold ist in einem Bärenmarkt. Wer hiergegen anspekulieren möchte, bitte. Ich halte das für sinnlos. Ich weiß aber auch, dass mein Geschreibe bei den Goldbullen nicht gehört wird.

Über Preismanipulation im EM Sektor liest man immer wieder etwas, insbesondere in Zusammenhang mit den Terminmärkten. Ich halte hiervon nichts. Es gibt keine Knappheit von physischem Gold, das wäre aber der Fall wenn Gold über die Terminmärkte manipuliert würde. Natürlich wird über die Terminmärkte versucht Preisbewegungen auslösen, das funktioniert aber nur kurzfristig. Das geschieht aber in allen anderen Assetklassen auch, ist also kein Zeichen für Manipulation.

Fazit: Wer noch kein Gold hat und Gold als Anlage langfristig für sinnvoll hält, sollte monatlich etwas kaufen. Er sollte aber nicht auf den schnellen Gewinn hoffen. Ansonsten gibt es eben keine Methode bei seinen Investitionsentscheidungen richtig zu liegen. Die alten Regeln gelten aber weiter, insbesondere Risiko begrenzen, nicht alles auf Gold setzen, Moneymanagement etc. Das gute beim Gold ist, ein Totalverlust ist bei physischem Gold unwahrscheinlich, Ausnahme es wird Dir gestohlen.

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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Gold: teilweise Zustimmung, teilweise Widerspruch

-ELLI- ⌂ @, Donnerstag, 17.12.2015, 20:03 vor 3702 Tagen @ Michael Krause 5740 Views

Hallo Hans, Ich bin kein EW Experte, schaue mir aber regelmäßig die EW
Prognosen zu Gold an und ich muss feststellen, dass diese meistens falsch
liegen.

Wie bitte? Ich weiß ja nicht, welche Elliott-Prognosen du liest, aber mich kannst du damit nicht meinen. Dazu können andere vielleicht etwas sagen, denn aus meinem Munde ist es für dich bestimmt unglaubwürdig.

Ich denke aber Gold ist eine zu kleine Asset Klasse für EW.

Da widerspreche ich, aber ich möchte nicht jetzt wiederholen, was ich hier schon mindestens 100 Mal erzählt und gezeigt habe.

Just my 5c. Ich halte mich eher an die klassische Charttechnik und die sagt
ganz eindeutig,

Charttechnik „eindeutig“? Ein schöner Witz.

Gold ist in einem Bärenmarkt.

Kann man so sagen, seit vier Jahren. Übergeordnet betrachtet ist es allerdings – so meine Meinung – eine Korrektur. Und die ist meines Erachtens auch lange noch nicht beendet, aber Börsenkurse sind keine Einbahnstraße.

Ich habe schon vor langer, langer Zeit einen Zielkurs für den ersten Teil der Korrektur von etwa 1050 $ genannt – und da sind wir jetzt in etwa.
Gold befindet sich etwa seit Anfang des Jahres in einem EDT, wie vor etwa sechs Wochen in diesem Chart gezeigt:

[image]

Und auch – oder gerade – wenn es charttechnisch so aussieht, als würde es immer so weitergehen, stehen wir, dabei bleibe ich, kurz vor dem Beginn einer kräftigen Aufwärtskorrektur in Richtung 1300/1400 $.

Wer hiergegen anspekulieren
möchte, bitte. Ich halte das für sinnlos. Ich weiß aber auch, dass mein
Geschreibe bei den Goldbullen nicht gehört wird.

Das kenne ich. :-)

Über Preismanipulation im EM Sektor liest man immer wieder etwas,
insbesondere in Zusammenhang mit den Terminmärkten. Ich halte hiervon
nichts. Es gibt keine Knappheit von physischem Gold, das wäre aber der
Fall wenn Gold über die Terminmärkte manipuliert würde. Natürlich wird
über die Terminmärkte versucht Preisbewegungen auslösen, das
funktioniert aber nur kurzfristig. Das geschieht aber in allen anderen
Assetklassen auch, ist also kein Zeichen für Manipulation.

Genauso sehe ich das auch, aber das weißt du ja sicherlich.
Wert zu diesem Thema noch etwas lesen möchte, bitte hier:
http://www.dasgelbeforum.net/search.php?search=Manipulation&ao=and&u_name=-ELLI-

Fazit: Wer noch kein Gold hat und Gold als Anlage langfristig für
sinnvoll hält, sollte monatlich etwas kaufen. Er sollte aber nicht auf den
schnellen Gewinn hoffen. Ansonsten gibt es eben keine Methode bei seinen
Investitionsentscheidungen richtig zu liegen. Die alten Regeln gelten aber
weiter, insbesondere Risiko begrenzen, nicht alles auf Gold setzen,
Moneymanagement etc. Das gute beim Gold ist, ein Totalverlust ist bei
physischem Gold unwahrscheinlich, Ausnahme es wird Dir gestohlen.

Weitgehend stimme ich zu, aber mit dem Zukaufen kann man meines Erachtens noch viele Jahre warten – es sei denn, man möchte nur die kommende Aufwärtskorrektur mitnehmen.

Richtigstellung

Michael Krause @, Freitag, 18.12.2015, 09:45 vor 3702 Tagen @ -ELLI- 3584 Views

Elli, mit "eindeutig" meinte ich in Hinsicht auf die Charttechnik, dass sich Gold in einem lupenreinen Abwärtstrend befindet, nicht was die Zukunft mit sich bringt.

Du weißt, dass ich Deine Prognosen schätze. Ich bin gespannt, ob Deine Prognose für 2016 was Gold angeht zutrifft. 1300/1400 ist ein Bereich, der realistisch für eine Erholung in 2016 sein könnte. Wenn es so kommen sollte chapeau, dann schicke ich Dir nächste Weihnachten eine Flasche Schampus. Bis dahin gibt es aber eine Menge Widerstände zu überwinden und ich möchte erst einmal abwarten, bis der erste davon geknackt ist. Derzeit bin ich aber eher dem pessimistischen Szenario zugeneigt und das lautet Gold wird deutlich unter 1000 USD fallen. Ich befürchte, wir könnten auch in den Bereich von 850 USD fallen (siehe Platin). Ich bin aber nicht auf dieses Ziel fixiert. Solange jede Erholung abverkauft wird und mit tieferen Tiefs endet, bleibe ich jedoch skeptisch.

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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Was alles so schwierig macht, ist die weitgehende Zerstörung jedes Referenzrahmens.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 18.12.2015, 13:40 vor 3702 Tagen @ Michael Krause 3326 Views

Mich interressiert ja bei jeder Anlage oder Spekulation vor allem die Vermehrung der eigenen Kaufkraft. Schon da erhalten wir widersprüchliche Signale. USA: Ein CPI zeigt 1-2%, der Chapwoodindex Teuerungen zwischen 6 und 12%.

Die Zentralbanken manipulieren die Zinsen und Wechselkurse (NIRP, ZIP, QE et al.), die Saudis die Energiemärkte usw. usf. Wer da noch durchblickt und sagen kann, was da jetzt real rauf oder runter geht ... Hut ab, ich blicks nicht mehr.

Meine Vermutung ist, daß Gold erst wieder wesentlich steigt, wenn es der Ölpreis tut. Über die energieintensive Förderung ist das auch irgendwie verargumentierbar. Die geglätteten Jahrescharts korrelieren auch in auffälliger Weise.

Grüße

--
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** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

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