Die Schweizer sind einfach cool.

eddie09 @, Donnerstag, 17.12.2015, 08:24 vor 3703 Tagen 4546 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.12.2015, 08:44

Wurde gerade in der ARD gezeigt. Ein schweizer Bürgermeister, der Flüchtlinge ablehnt, wurde befragt, "Was sagen Sie einer Flüchtlingsfamilie am Grenzzaun"? Er darauf, "Sie haben Ihre Reise vergebens gemacht".

Weiter sagte er, "Das sind alles Sozialfälle, ich uns für den Rest des Lebens auf der Tasche liegen werden".

Tja, so einfach kann Flüchtlingspolitik sein.

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Oberwil - nun kommen sie aber doch..

modesto, Donnerstag, 17.12.2015, 08:46 vor 3703 Tagen @ eddie09 3849 Views

Guten Morgen Eddie,

meinst Du Oberwil in der Schweiz?

Dort ändert sich aber gerade alles.
Der Bürgermeister zahlte ja freiwillig 10 Euro Strafe pro Tag für die Nichtbereicherung seiner Gemeinde.
Dann kam ein Reporter aus Deutschland und machte einen Bericht.

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/reportagen/moma-...


Dadurch erst wurde eine Studentin des Ortes aufmerksam, sie wußte bis dahin nichts von der ganzen Geschichte.
Sie organisierte einen Besser-Menschen-Kreis und verlangte eine Abstimmung zum Thema.
Bei der namentlichen Abstimmung trauten sich nur noch knapp die Hälfte der Einwohner, gegen die Aufnahme von Asylanten zu voten.
Es kam zu tumultartigen Szenen.

Die Einwohnerschaft ist nun gespalten, der Kleinkrieg hat Einzug gehalten.
Was eine junge Frau so alles anrichten kann..

http://www.blick.ch/news/schweiz/mittelland/gewinnt-svp-hardliner-glarner-doch-noch-bes...

Einen schönen milden Wintertag wünscht
modesto

langfristiges Denken

Kaladhor @, Münsterland, Donnerstag, 17.12.2015, 08:59 vor 3703 Tagen @ modesto 3267 Views

Tja, so Gemeinschaften von früher, wo ein Ältestenrat den Weg vorgegeben hat, hatte schon gewisse Vorteile. Zumindest wurde den Spinnereien des Jungvolks wirksam ein Riegel vorgeschoben, denn seien wir ehrlich, sehr, sehr viele junge Erwachsene haben ein ganz massives Defizit was das Langfristige angeht.

Etwas, das Älteren aufgrund ihrer gesammelten Lebenserfahrung leichter fällt...zumindest einem Großteil. Sieht man bspw. auch sehr schön an Schuldnerstatistiken. Die meisten überschuldeten Menschen finden sich im Berich bis 40 Jahre....

Gruß,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Dito, die Alten werden nicht mehr wert geschätzt!

mabraton @, Donnerstag, 17.12.2015, 11:33 vor 3703 Tagen @ Kaladhor 2552 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.12.2015, 11:39

Hallo Kaladhor,

Tja, so Gemeinschaften von früher, wo ein Ältestenrat den Weg vorgegeben
hat, hatte schon gewisse Vorteile. Zumindest wurde den Spinnereien des
Jungvolks wirksam ein Riegel vorgeschoben, denn seien wir ehrlich, sehr,
sehr viele junge Erwachsene haben ein ganz massives Defizit was das
Langfristige angeht.

Als ich Ende 2009 auf den ersten Montagsdemos gg. Stuttgart 21 war, stellte ich erstaunt fest, dass die S21-Protestanten zu mind. 60% aus pensionierten Menschen bestand. Es waren aber nicht etwa einsame, allein zu Hause Sitzende, nein, es waren vorwiegend sehr aktive Leute die in gehobenen Positionen, Ingenieursberufen und manche sogar in der Stadt-/Landes-Verwaltung gearbeitet hatten. Eine Arbeitsgruppe Namens Ingenieure22, die immer noch ca. 50 Aktive umfasst, versucht bis Heute das Schlimmste zu verhindern.

Ein Aspekt dieser Problematik ist, dass diese Bevölkerungsschicht im Internet extrem unterrepräsentiert ist. Sie sind kaum in den Sozialen Netzwerken vertreten und Unterzeichnen kaum Online-Petitionen. Deshalb ist es wichtig, das Wissen auf die Straße zu tragen und diesen Leuten zukommen zu lassen.

Das gilt auch für Vieles was hier im Forum zusammen getragen wird. Die geeignete Stelle dafür ist bspw. hier, Free 21 - Credible News mounted on paper.

Beste Grüße
mabraton

Umgekehrt, Westeuropa wird von den Alten regiert und eine Revolution kann sich nur gegen sie wenden

pigbonds @, Donnerstag, 17.12.2015, 13:10 vor 3703 Tagen @ mabraton 2147 Views

Ein Aspekt dieser Problematik ist, dass diese Bevölkerungsschicht im
Internet extrem unterrepräsentiert ist. Sie sind kaum in den Sozialen
Netzwerken vertreten und Unterzeichnen kaum Online-Petitionen. Deshalb ist
es wichtig, das Wissen auf die Straße zu tragen und diesen Leuten zukommen
zu lassen.

Das Internet entscheidet aber nichts, es dient zur Kommunikation.

Es sind die Alten oder Älteren, die in den Wahlen am stärksten sind. Deshalb
werden nicht die Alten das System per Revolution kippen sondern jene, die sich
als unterrepräsentierte Leistungsträger sehen.

Für eine Revolution, also eine politische Änderung ausserhalb des legalen Systems,
sehe ich eigentlich nur einen Grund: die Last der Renten.

Wenn die Arbeitenden diese Last als zu hoch empfinden, die Rentner, die dann in einer
absoluten Mehrheit sein würden, im legalen Rahmen nicht einlenken würden, dann müsste
eine extra-legale Massnahme getroffen werden, z.B. teilweises Ausbuchen der Ansprüche
aus dem System.

Das beste Investment in eine ungewisse Zukunft ist und bleibt ein Investment in ein
von Solidarität geprägtes Netzwerk - hauptsächlich die Familie, aber natürlich auch
der generationenumspannende Freundes- und Bekanntenkreis.

und demnächst von den Uralten!

Jermak @, Donnerstag, 17.12.2015, 15:55 vor 3703 Tagen @ pigbonds 1867 Views

Denn die die jetzt zuwandern, verharren geistig-moralisch unverrückbar im 7. Jahrhundert. Sind also nach biblischen Maßstäben wahre Methusalems. Und dazu frönen die allesamt einem Kollektivismus, in dem sie aggressiv die Opferrolle für sich beanspruchen werden.


Grüße

jermak

Das sind aber nicht dieselben Alten!

mabraton @, Donnerstag, 17.12.2015, 18:03 vor 3703 Tagen @ pigbonds 1694 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.12.2015, 18:39

Hallo pigponds


Es sind die Alten oder Älteren, die in den Wahlen am stärksten sind.
Deshalb
werden nicht die Alten das System per Revolution kippen sondern jene, die
sich
als unterrepräsentierte Leistungsträger sehen.

Für eine Revolution, also eine politische Änderung ausserhalb des
legalen Systems,
sehe ich eigentlich nur einen Grund: die Last der Renten.

Auf unterster "politischer" Ebene, das wäre bspw. eine Stammesleitung resp. Gemeinde, ist die Erfahrung der Alten relevant. Ich bezog mich auf die Sache in Oberwil und nicht auf Staatskonstruktion.

Geh mal raus aus der Staatsblase[[zwinker]].
Am Besten lässt sich vor der eigenen Haustür etwas verändern!

Beste Grüße
mabraton

Bei der namentlichen Abstimmung - dann hat man ja zumindest

Meierding @, Donnerstag, 17.12.2015, 13:03 vor 3703 Tagen @ modesto 2094 Views

Ansprechpartner für die Flüchtlinge [[freude]].

Bei uns würde ich die Mitglieder der Staatsparteien für Wohnraum in Haftung nehmen, Merkels Datscha auf jeden Fall auch umgehend belegen.

Direkt Demokratischer Entscheid führt genau zum Gegenteil und Bürgermeister wurde als Manipulator entlarvt

pigbonds @, Donnerstag, 17.12.2015, 09:57 vor 3703 Tagen @ eddie09 3021 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.12.2015, 10:21

Wurde gerade in der ARD gezeigt. Ein schweizer Bürgermeister, der
Flüchtlinge ablehnt, wurde befragt, "Was sagen Sie einer
Flüchtlingsfamilie am Grenzzaun"? Er darauf, "Sie haben Ihre Reise
vergebens gemacht".

Weiter sagte er, "Das sind alles Sozialfälle, ich uns für den Rest des
Lebens auf der Tasche liegen werden".

Tja, so einfach kann Flüchtlingspolitik sein.


Tja, danach gab es den oben erwähnten Direkt Demokratischen Entscheid, dass eben doch
Flüchtlinge kommen können.


Er wurde dazu noch als Manipulator entlarvt:

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/freiamt/asylstreit-andreas-glarner-liess-anonymes-...

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/freiamt/andreas-glarner-heute-wuerde-ich-svp-aufs-...

«Als Gemeindeammann mobilisiere ich nicht.» ... «Heute würde ich SVP aufs Flugblatt schreiben»

Ganz ironisch ist, dass die selbsterklärten Hüter der Direkten Demokratie und expliziten
Gegner des "Richterstaats" diesen Entscheid vor Gericht anfechten wollen.

Hüte Dich, Helvetia.


Macht aber alles nichts, denn Glarner wurde durch seine harten Statements im ganzen Kanton bekannt und
so von den SVP-Wählern in den Nationalrat gewählt.

Interessant!

mabraton @, Donnerstag, 17.12.2015, 11:35 vor 3703 Tagen @ eddie09 2462 Views

Hallo eddie09,

Familie meiner Freundin lebt in Oberwil. Von diesem Thema kam nichts bei uns an.
Das werden spannende Weihnachtsgespräche! [[top]]

Beste Grüße
mabraton

Oberwil liegt im Kanton Aargau, wo die SVP

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Donnerstag, 17.12.2015, 23:03 vor 3702 Tagen @ mabraton 1584 Views

38 % ihrer Wähler (Parteimitglieder) aufweist. Das heisst die grösste kantonale Mitgliederzahl der Schweiz insgesamt.

Morgen geht die 1. Legislatur-Periode im Schweizer Parlament, mit 48 Neumitgliedern zu Ende. Der prominentester Nationalrat (grosse Kammer) ist Roger Köppel, (SVP) Chefredaktor der Weltwoche.

http://www.parlament.ch/D/ORGANE-MITGLIEDER/NATIONALRAT/MITGLIEDER-NR-A-Z/Seiten/defaul...

Mit dem neu gewählten Bundesrat ( Minister für Verteidigung und Militär) Guy Parmelin (Vaud) ebenfalls SVP, wird sich die Partei auch in der französischen Schweiz sehr viele Neumitglieder acquirieren.

Oberwil ist nur ein Ort von vielen, wo der SVP-Bürgermeister einer von vielen ist, welcher die Flüchtlings-Politik sehr kritisch hinterfrägt, bzw. diese rundweg ablehnt. Die Stimmung ist m.E. am Kippen.


Mit Gruss.

Apo'

--
"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

SVP hat Asyl-Dossier nicht übernommen

pigbonds @, Donnerstag, 17.12.2015, 23:48 vor 3702 Tagen @ Apostroph 1490 Views

Oberwil ist nur ein Ort von vielen, wo der SVP-Bürgermeister einer von
vielen ist, welcher die Flüchtlings-Politik sehr kritisch hinterfrägt,
bzw. diese rundweg ablehnt. Die Stimmung ist m.E. am Kippen.

Beim Volk nicht, wie die Abstimmung in Oberwil zeigte.

Die SVP hätte das Asyl-Dossier übernehmen können - wollte sie aber nicht:
http://www.blick.ch/news/politik/svp-schleicht-ab-koeppel-liest-seinen-asyl-drueckeberg...

«Weltwoche»-Verleger und Neo-Nationalrat Roger Köppel kritisiert hart, dass seine Partei die SVP sich bei der
Departementsverteilung in Sachen Asyl weggeduckt
hat.

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