Das Abdanken der Leitmedien, Beispiel NZZ

mabraton @, Mittwoch, 16.12.2015, 12:54 vor 3704 Tagen 4624 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 16.12.2015, 14:21

Hallo zusammen,

Eine schöne Lektüre für die Mittagspause.

Die ehemals journalistisch angesehene Neue Züricher Zeitung beauftragt einen Master-Student in Biostatistik(!), sowie in Computational Science & Engineering an der Universität Zürich damit, Björn Höcke zu disqualifizieren und zu denunzieren.

Stoppen wir lügende Politiker!

Ich habe mir eben mal mir die Mühe gemacht, den Artikel rein statistisch auszuwerten.

- Der Artikel hat 1407 Wörter
- 208 Wörter sind Einleitung inkl. vorweggenommene Wertung
- 494 Persönliche Einschätzung der Aussagen von B.Höcke und Disqualifizierung und Denunzierung der Aussagen und der Person Bjorn Höcke
- 705 Versuch der inhaltlichen Disqualifizierung von B.Höcke. Primär anhand unscharfer wissenschaftlicher Schlussfolgerungen.

In dem Artikel verwendet der Master-Student Servan Grüninger also mehr als die Hälfte darauf, eine ihm nicht einleuchtende Sichtweise zu disqualifizieren, zu diskreditieren und jemanden zu denunzieren.

„Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“
– Martin Morlock 1977[3]

Dies, Servan Grüninger, trifft auf Sie zu!

Beste Grüße
mabraton

Politik(!) ist...

MausS @, Mittwoch, 16.12.2015, 13:34 vor 3704 Tagen @ mabraton 3241 Views

„Politik betreibt, wer - mit der Zielstellung der Rechtfertigung und Durchsetzung eigener und/oder fremder krimineller Aktivitäten - bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein ideologisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“

Denn folgendes ist ja gut erkannt, aber leider nur zur Hälfte:

„Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein
politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle,
Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge
schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die
Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt,
und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen
vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“
– Martin Morlock 1977[3]

Ich habe mir gestattet, diese Sichtweise konsequent zu Ende geführt umzuformulieren.
(Die alten griechischen Philosophen allerdings sind mir vor über 2000 Jahren darin zuvorgekommen, was jeder wirklich Geschichtskundige Leser sicher wissen wird.)

Politische Tätigkeit ist grundsätzlich nichts anderes als organisierte Kriminalität in ihrem höchsten und umfassendsten Stadium.

Ob man dem Höcke hinterherrennt, oder dem Grüninger zustimmt, läuft in letzter Konsequenz auf das Gleiche hinaus - auf die Bejahung von Zuständen, deren abzusehendes tragisches Ende im vollständigen Untergang des zivilisatorischen Geschehens und aller daran Beteiligter liegen wird.

Wem es am Herzen liegt, sich dabei um die Bewertung der B-Note des Untergangsgeschehens zu streiten, der kann sich hierbei prima abarbeiten.

Was im Übrigen eine bei den Schreibern dieses Forumums mittlerweile äußerst weit verbreitete Neigung ist.

Beste Grüße

MausS

--
"Der Tod der Menschheit ist nicht nur ein denkbares Ereignis, wenn der Sozialismus triumphiert, sondern er stellt das Ziel des Sozialismus dar."
Igor Schafarewitsch, 1980

Dein Fatalismus in Ehren

mabraton @, Mittwoch, 16.12.2015, 14:21 vor 3704 Tagen @ MausS 2543 Views

Hallo MausS!

Die andere, mindestens genau so starke Neigung im Gelben ist die (ich spitze zu) Todessehnsucht, mit der auf die Motive eines Schreibers oder Meinungs-Vertreters Bezug genommen wird.

Politik ist auch das Forum, in dem gesellschaftliche Prozesse ausgetragen/ ausgefochten werden. Vor allem resultieren daraus verbindliche Regelungen, auch für Dich. Insofern hat die, in Deinen Augen, kriminelle Tätigkeit einiger Deiner Vorfahren dafür gesorgt, dass die äußeren Umstände für ein glückliches Leben aktuell noch ziemlich gut sind.

Beste Grüße
mabraton

Genau das zeigt ja das Dilemma auf

MausS @, Mittwoch, 16.12.2015, 14:41 vor 3704 Tagen @ mabraton 2429 Views

dass wohl auch Du, geschätzter mabraton, Dir die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse ohne den Einsatz politischer - mithin der kriminellesten aller kriminellen - Kräfte und Mittel überhaupt nicht vorstellen kannst.

Der Staat als Oberhort jeglicher Kriminalität und Amoralität findet in jener historischen Phase schließlich seine Meister - die ihn im Ausleben ihres höchsten Eigennutzes rücksichstlos zugrunde richten.

Die andere, mindestens genau so starke Neigung im Gelben ist die (ich
spitze zu) Todessehnsucht, mit der auf die Motive eines Schreibers oder
Meinungs-Vertreters Bezug genommen wird.

Kann nicht nachvollziehen, wie und warum Du an dieser Stelle darauf Bezug nimmst.
Allerdings stimme ich Dir darin zu, dass es diese Tendenz gibt.
Nur kann ich für mich und in meiner Art des Denkens und Betrachtens damit nichts anfangen.

Politik ist auch das Forum, in dem gesellschaftliche Prozesse ausgetragen/
ausgefochten werden. Vor allem resultieren daraus verbindliche Regelungen,
auch für Dich. Insofern hat die, in Deinen Augen, kriminelle Tätigkeit
einiger Deiner Vorfahren dafür gesorgt, dass die äußeren Umstände für
ein glückliches Leben aktuell noch ziemlich gut sind.

Dies ist keinesfalls derem Wirken zu verdanken, sondern basiert auf rein zufälligem Geschehen.
Die tiefere philosophische Betrachtung dieses Aspektes würde ein eigenes Forum bis zum Übermaße füllen können,
weil ja selbst vermeintlich große Geister an der "Kategorie Zufall" gnadenlos scheitern.

Denn ohne die Möglichkeit des zufälligen - nicht des willkürlichen! - Geschehens würde die Welt, weder als solche,
noch in unserer Wahrnehmung, überhaupt nicht existieren können.

Beste Grüße

MausS

--
"Der Tod der Menschheit ist nicht nur ein denkbares Ereignis, wenn der Sozialismus triumphiert, sondern er stellt das Ziel des Sozialismus dar."
Igor Schafarewitsch, 1980

Im hier und jetzt

mabraton @, Mittwoch, 16.12.2015, 16:32 vor 3704 Tagen @ MausS 2183 Views

Hallo MausS!

Das sind spannende Thesen mit denen Du mich hier konfrontierst.

dass wohl auch Du, geschätzter mabraton, Dir die Gestaltung
gesellschaftlicher Prozesse ohne den Einsatz politischer - mithin der
kriminellesten aller kriminellen - Kräfte und Mittel überhaupt nicht
vorstellen kannst.

Der Staat als Oberhort jeglicher Kriminalität und Amoralität findet in
jener historischen Phase schließlich seine Meister - die ihn im Ausleben
ihres höchsten Eigennutzes rücksichstlos zugrunde richten.

Ich weiß was Du meinst, allerdings werden wir aktuell gerade eher Zeuge der Errichtung eines Superstaates. Dessen Selbstzweck ist es Umverteilung vor zu nehmen und eine Angleichung zwischen Individuen zum Zweck der ökonomischen und sozialen Kontrolle zu bewirken.

Die andere, mindestens genau so starke Neigung im Gelben ist die (ich
spitze zu) Todessehnsucht, mit der auf die Motive eines Schreibers oder
Meinungs-Vertreters Bezug genommen wird.


Kann nicht nachvollziehen, wie und warum Du an dieser Stelle darauf Bezug
nimmst.

OK!

Allerdings stimme ich Dir darin zu, dass es diese Tendenz gibt.
Nur kann ich für mich und in meiner Art des Denkens und Betrachtens damit
nichts anfangen.

Diese Tendenz muss man aufmerksam verfolgen und ihr Vorschub leisten. Sonst trägt sie genau zu dem bei was ich oben beschrieben habe. Nur eine wacher Geist kann frei denken und handeln.

Politik ist auch das Forum, in dem gesellschaftliche Prozesse

ausgetragen/

ausgefochten werden. Vor allem resultieren daraus verbindliche

Regelungen,

auch für Dich. Insofern hat die, in Deinen Augen, kriminelle

Tätigkeit

einiger Deiner Vorfahren dafür gesorgt, dass die äußeren Umstände

für

ein glückliches Leben aktuell noch ziemlich gut sind.


Dies ist keinesfalls derem Wirken zu verdanken, sondern basiert auf rein
zufälligem Geschehen.
Die tiefere philosophische Betrachtung dieses Aspektes würde ein eigenes
Forum bis zum Übermaße füllen können,
weil ja selbst vermeintlich große Geister an der "Kategorie Zufall"
gnadenlos scheitern.

Kannst Du mir zu der These, dass die Entwicklungen des Staates als Form des Gemeinwesens auf rein zufälligem Geschehen basiert bitte ein paar Zusammenhänge liefern?


Denn ohne die Möglichkeit des zufälligen - nicht des
willkürlichen!
- Geschehens würde die Welt, weder als solche,
noch in unserer Wahrnehmung, überhaupt nicht existieren können.

Das geht ja noch viel weiter und widerspricht dem Prinzip von Ursache und Wirkung.

Beste Grüße
mabraton

Ein Missverständnis und ein falscher Schluss

MausS @, Mittwoch, 16.12.2015, 19:43 vor 3704 Tagen @ mabraton 2086 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 16.12.2015, 20:15

...
Der Staat als Oberhort jeglicher Kriminalität und Amoralität findet

in

jener historischen Phase schließlich seine Meister - die ihn im

Ausleben

ihres höchsten Eigennutzes rücksichstlos zugrunde richten.


Ich weiß was Du meinst, allerdings werden wir aktuell gerade eher Zeuge
der Errichtung eines Superstaates.

Das ist ja lediglich der Versuch der Protagonisten und Nutznießer des bestehenden Systems, das nicht zu Rettende zu retten, bzw. dessen Scheitern längstmöglich aufzuschieben, um daran persönlich längstmöglich den größtmöglichen Nutzen ziehen zu können.

Dessen Selbstzweck ist es Umverteilung
vor zu nehmen und eine Angleichung zwischen Individuen zum Zweck der
ökonomischen und sozialen Kontrolle zu bewirken.

Alles nur Mittel zum von mir oben genannten Zwecke.

...

Politik ist auch das Forum, in dem gesellschaftliche Prozesse

ausgetragen/

ausgefochten werden. Vor allem resultieren daraus verbindliche

Regelungen,

auch für Dich. Insofern hat die, in Deinen Augen, kriminelle

Tätigkeit

einiger Deiner Vorfahren dafür gesorgt, dass die äußeren Umstände

für

ein glückliches Leben aktuell noch ziemlich gut sind.


Dies ist keinesfalls derem Wirken zu verdanken, sondern basiert auf

rein

zufälligem Geschehen.
Die tiefere philosophische Betrachtung dieses Aspektes würde ein

eigenes

Forum bis zum Übermaße füllen können,
weil ja selbst vermeintlich große Geister an der "Kategorie Zufall"
gnadenlos scheitern.


Kannst Du mir zu der These, dass die Entwicklungen des Staates als Form
des Gemeinwesens auf rein zufälligem Geschehen basiert bitte ein paar
Zusammenhänge liefern?

Ich bezog Deine Formulierung "...dass die äußeren Umstände für ein glückliches Leben aktuell noch ziemlich gut sind." recht allgemein auf mich und Dich und "uns hier" (in DE bzw. im Forum oder so).

Weite Teile der Weltbevölkerung und erst recht unserer irdischen Mitgeschöpfe aller Arten werden dies, auch gegenwärtig, vollkommen anders sehen.

"Der Staat" bzw. "die Staaten" haben sich ganz sicher nicht zufällig entwickelt, wie hätte ich so etwas überhaupt auch nur denken können?!
Jedoch: "dieser" und "jener" konkrete Staat haben sich ganz sicher nur aufgrund einer unendlichen Vielzahl von Zufällen entwickeln können.

Denn ohne die Möglichkeit des zufälligen - nicht des
willkürlichen!
- Geschehens würde die Welt, weder als

solche,

noch in unserer Wahrnehmung, überhaupt nicht existieren können.


Das geht ja noch viel weiter und widerspricht dem Prinzip von Ursache und
Wirkung.

Und hier ziehst Du, und damit bist Du im Forum in bester Gesellschaft, einen logisch komplett falschen Schluss!

Zwischen Ursache und Wirkung besteht stets ein kausaler Zusammenhang - aber aufgrund der Unendlichkeit des Seins als solchem (welches wir als universelles Geschehen wahrnehmen) gibt es, mal stark vereinfacht formuliert, auch unendlich viele Ursachen - welche nun ihrerseits in ihrem unnendlichen Zusammen- und Wechselwirken unendlich viele mögliche Wirkungen hervorrufen.

Kausalität und Zufälligkeit schließen sich mitnichten aus, nein, sie bedingen sogar einander!

Ohne den durch die Unendlichkeit bedingten Zufall wäre die Existenz eines, wie auch immer, wahrnehmbaren und sich selbst erfahrenden (universellen) Geschehens nicht vorstellbar.

Dann "stünde alles still" - quasi stünde das Nichts als solches an der Stelle des Universums. [[top]]

Beste Grüße

MausS

--
"Der Tod der Menschheit ist nicht nur ein denkbares Ereignis, wenn der Sozialismus triumphiert, sondern er stellt das Ziel des Sozialismus dar."
Igor Schafarewitsch, 1980

Wenn Dir jemand den Zufall erklären will

Zarathustra, Freitag, 18.12.2015, 19:49 vor 3702 Tagen @ mabraton 1583 Views

..., dann frag' ihn, was er unter Zufall versteht. Einige meinen damit Unberechenbarkeit, andere meinen Unbestimmtheit. Ein unbestimmtes Geschehen gibt es jedoch nicht, folglich nur ein determiniertes.

Grüsse, Zara

Wasser für die Mühlen

Nico @, Mittwoch, 16.12.2015, 16:48 vor 3704 Tagen @ MausS 2213 Views

„Politik betreibt, wer - mit der Zielstellung der Rechtfertigung
und Durchsetzung eigener und/oder fremder krimineller Aktivitäten - bei
günstiger Gelegenheit öffentlich für ein ideologisches Ziel
wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und
Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht,
Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er
durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art
und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die
einzig mögliche hinstellt.“

Was aber mit Verlaub gesagt ebenfalls nur eine „Ideologie“ ist, anhand du, werter MausS, ebenfalls nur eine einzige Handlungsoption als “mögliche“ „hinstellst“.

Selbstverständlich würde ich nun nie soweit gehen, dein Betreiben dabei gar als "kriminell" zu bezeichnen. Allerdings würde ich dein Vorgehen aber eben auch als deine "Politik" betrachten, nur halt ohne dieses (nach meinem Verständnis) damit auch zu diskreditieren.

Ob du hier nun selbst "schmeichelst", "an Vorurteile appellierst", "übertreibst" oder Dinge "vereinfachst", will ich in diesem Zusammenhang nicht näher beurteilen, denn ...

... wir kochen wohl halt alle nur mit Wasser, oder? [[freude]]

Schöne Grüße

PS:

Wir unterscheiden uns in unserer Weltanschauung halt primär darin, dass ich die Gesellschaft als erkrankt ansehe, während du die Gesellschaft selbst als die Krankheit betrachtest. Natürlich ist deine Sichtweise nicht automatisch richtig, aber die von dir formulierten Folgerungen hängen daran.

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Als Master-Student kann der Mann sich notfalls noch als "unqualifizierter Wissenschaftler" entlasten ^^ (oT)

stocksorcerer @, Mittwoch, 16.12.2015, 14:14 vor 3704 Tagen @ mabraton 2150 Views

- kein Text -

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