Warum Auswandern nichts bringt - einfachste Logik

Orodara, Montag, 14.12.2015, 12:59 (vor 3706 Tagen) @ Literaturhinweis6607 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 18:17

Wir müssen den Teufel hier besiegen, hier im Zentrum, wo er sitzt. Wenn wir fliehen, wird er alle Atomwaffenkraftwerke hochjagen (weil sich keiner darum kümmert!), und dann sterben wir auch im fernsten Winkel der Erde.

Außerdem werden, wenn wir weggehen, uns die dortigen Leute aus Rache erschlagen. Ich kann mir gut vorstellen, daß dort inzwischen Lynchstimmung gegen Weiße aufgekommen ist und wir alle gemeuchelt werden, wenn wir uns irgendwo zeigen, denn was haben wir den Anderen gebracht? Nichts als: Atomwaffenkraftwerke, Atom-, Wasserstoff- und Neutronenbomben, Uran-Munition, radioaktive Verseuchung der ganzen Welt, Genfraß, Terminator-Saat"gut", Ozonlöcher, Naturkatastrophen, radioaktiven Treibhauseffekt, der sich u.a. in Erderwärmung zeigt, Wassermangel, Mißernten, Marsklima, Massensterben der Tiere, Industriezucker, Maschinen, Lebensversicherungen, Lüge, Armut, Elend, Not, Mord, Krieg, Glaubenszerstörung, Entweihung, Raubbau, Demütigung, Folter und Tod alles Guten, Wahren, Edlen und Schönen, aller Harmonie, Mißbildung, Krankheit und Tod aller Lebewesen, Miß-Formung, Krankheit und Tod der Erde! Diese Völker wissen noch, daß sie mit der Erde durch ihrer Hände Arbeit aus eigener Kraft eines Tages wieder ins Paradies kommen - und das ihnen dies versaut wurde. Die Unsterblichkeit ging verloren, die Zukunft ist weg.

"Die Wut des Stammesmenschen über die Vernichtung unserer Erde schreit aus jeder Zeile."

Dort aber wird das Böse immer noch bestraft, sogar mit Sippenhaft. Sie werden uns jagen und erlegen. Wenn sie schon ihren eigenen Verbrechern brennende Autoreifen um den Hals hängen, was werden sie erst mit uns tun? Würden wir nicht so handeln?

Der Held flieht nicht vor dem Teufel, sondern er besiegt ihn - weil sonst die ganze Welt zugrunde geht. Das zeigt uns fast jedes Märchen, und das sehen wir auch heute ganz konkret vor uns.

Wir können nur eins machen: Nicht fliehen, sondern retten - Wiedergutmachung und Schadensbegrenzung. Das heißt:

* alle Atomwaffenkraftwerke abschalten,

* alle Atomwaffen verschrotten,

* die Uran-Munition abbauen. Das ist unsere Aufgabe.

Manche brauchen eben noch einen Tritt in den Hintern:
Wenn Auswandern keine gute Idee ist.

Und wer immer noch nicht versteht, was eigentlich vorgeht, der findet hier Live-Berichte aus der (Vor-)Hölle (es stehen darin noch wesentlich grauenvollere Sachen, z.B. wie die Leute, vor allem die Liquidatoren, nach der Explosion des Atomwaffenkraftwerks Tschernobyl unter unvorstellbaren Schmerzen wochen-, monate- und jahrelang zerfallen und sich blutend auflösen):

Warum sind wir gleichgültig, wenn uns der Teufel frißt?

„Wenn Kinder noch vor kurzem wissen wollten, woher sie kommen, woher überhaupt Kinder kommen, so beunruhigt sie jetzt, was nach einem Atomkrieg sein wird. Sie mögen keine klassische Literatur mehr, wenn ich Puschkin auswendig zitiere, sind ihre Blicke kalt und abwesend. Die Welt um sie herum ist schon eine andere ...
... Das Sterben ringsum zwingt einen zum Nachdenken. Ich unterrichte russische Literatur vor Kindern, die anders sind als die Kinder vor zehn Jahren. Vor ihren Augen wird ständig etwas oder jemand begraben ... In der Erde vergraben ... Häuser und Bäume ... Alles wird begraben ... Beim Appell werden diese Kinder ohnmächtig, wenn sie nur 15 oder 20 Minuten lang stehen, haben Nasenbluten. Nichts erstaunt sie, und nichts freut sie. Sie sind immer müde, immer schläfrig. Ihre Gesichter sind blaß und grau. Sie spielen nicht, sie toben nicht herum. Und wenn sie sich prügeln und versehentlich eine Fensterscheibe einschlagen, freuen sich die Lehrter sogar darüber. Sie tadeln sie nicht, weil sie nicht so wie normale Kinder sind. Und sie entwickeln sich nur langsam. Wenn man im Unterricht ein Kind bittet, etwas zu wiederholen, kann es passieren, daß man den Satz Wort für Wort vorsprechen muß, damit es ihn nachsagt – das Kind kann ihn sich nicht merken. ‚Wo bist du mit deinen Gedanken? Wo?‘ bohrt man. Ich denke nach ... Ich denke viel nach ... Ich zeichne gleichsam mit Wasser auf Glas, nur ich weiß, daß ich zeichne, keiner sieht es, keiner vermutet es, keiner hat eine Ahnung davon ...
Unser Leben dreht sich um Tschernobyl ... Rund um Tschernobyl ... Wo warst du damals, wie weit entfernt hast du vom Reakor gelebt? Was hast du gesehen? Wer ist gestorben? Wer ist weggezogen? Wohin? In den ersten Monaten, erinnere ich mich, waren die Restaurants wieder voll, amüsierte man sich auf Parties ... ‚Wir leben nur einmal ...‘ – ‚Wenn schon sterben, dann mit Musik ...‘ Soldaten, Offiziere kamen in Massen ... Tschernobyl ist heute jeden Tag mit uns ... Eine junge schwangere Frau starb. Ganz plötzlich. Ohne Diagnose, der Pathologe konnte keine Diagnose stellen. Ein kleines Mädchen erhängte sich. Fünfte Klasse. Einfach so, aus heiterem Himmel. Ein kleines Mädchen ... Für alles gibt es nur eine Diagnose: Tschernobyl – was auch passiert, immer heißt es: Tschernobyl. Man wirft uns vor: ‚Ihr seid krank, weil ihr Angst habt. Vor Angst krank. Radiophobie.‘ Aber warum werden kleine Kinder krank und sterben? Sie kennen keine Angst, sie verstehen sie noch nicht.
Ich erinnere mich an diese Tage ... Die Kehle brannte mir, Schwere, so eine Schwere im ganzen Körper ... ‚Sie sind zu wehleidig‘, sagte die Ärztin. ‚Sie sind wehleidig geworden, weil Tschernobyl passiert ist.‘ – ‚Wieso wehleidig? Ich habe Schmerzen, und ich habe keine Kraft.‘ Mein Mann und ich wollten es uns erst nicht eingestehen, aber unsere Beine trugen uns kaum noch. Alle ringsum klagten darüber, unsere Freunde, alle; du gehst, und dir ist, als würden dir die Beine wegknicken. Schüler legten sich auf die Bänke, wurden während des Unterrichts ohnmächtig. Und alle waren so traurig, so düster, den ganzen Tag sah man kein gutes Gesicht oder daß einer dem anderen zulächelte. ...
Nina Konstantinowna Scharkowa, Philologin“

„Gefilmt werden durfte nicht, alles mußte geheimgehalten werden. Wenn einer etwas aufnehmen konnte, zogen die entsprechenden Organe die Filme ein und gaben sie entmagnetisiert zurück. Wir haben kein Material darüber, wie die Leute evakuiert wurden, wie Vieh hinausgeschafft wurde ...Tragödien durften nicht gefilmt werden, aber Heldentum! Tschernobyl-Bildbände sind heute immerhin erschienen, aber wie oft wurden Film- und Fernsehleuten die Kameras zerschlagen! Sie wurden durch Instanzen geschleppt ... Um wahrheitsgetreu über Tschernobyl zu berichten, brauchte man Mut, und er ist auch jetzt erforderlich. Glauben Sie mir! Aber sie müssen Sie sehen ... Diese Aufnahmen ...Die Gesichter der ersten Feuerwehrleute – schwarz wie Graphit. Und ihre Augen? Das sind bereits Augen von Menschen, die wissen, daß sie von uns gehen. In einem Ausschnitt sind die Beine einer Frau zu sehen, die am Morgen nach der Katastrophe im Garten dicht beim Atomkraftwerk gearbeitet hat. Sie ging durch Gras, Tau lag drauf ... Die Beine glichen einem Sieb, alles ist voller Löcher bis an die Knie ... Das müssen Sie gesehen haben, wenn Sie so ein Buch schreiben. ...
Eine ganze Abteilung im Museum ist den Hubschrauberpiloten gewidmet ... Oberst Wodolaschski ... Held Rußlands, begraben in weißrussischer Erde, im Dorf Schukow Lug. Als er sich die Überdosis einfing, hätte er gehen müssen, hätte er sofort evakuiert werden müssen, aber er blieb und hat noch 33 Besatzungen angeleitet. 120 Einsätze hat er geflogen und 200 bis 300 Tonnen Fracht abgeworfen. Vier bis fünf Flüge innerhalb von 24 Stunden, in einer Höhe von 300 Metern über dem Reaktor, Temperatur in der Kabine bis zu 60 Grad Celsius. Stellen Sie sich vor, was unten los war, als die Sandsäcke abgeworfen wurden ... Die freigewordene Energie erreichte 1800 Röntgen pro Stunde. Den Piloten wurde in der Luft schlecht. Um das Ziel zu treffen, den Feuerschlund, steckten sie die Köpfe aus der Kabine und peilten mit dem Auge. Eine andere Möglichkeit gab es nicht ... Die Sitzungen der Regierungskommission ... Einfach und lakonisch wurde mitgeteilt: ‚Dafür müssen zwei bis drei Leben eingesetzt werden. Und dafür ein Leben.‘ Einfach und lakonisch ...
Oberst Wodolaschski ist tot. In der Kartei für die über dem Reaktor aufgenommenen Dosen trugen die Ärzte bei hm ... sieben Rem ein. In Wirklichkeit waren es 600!
Und die 400 Grubenarbeiter, die einen Tag und eine Nacht den Tunnel unter den Reaktor getrieben haben? Der mußte gegraben werden, um flüssigen Stickstoff hineinzugießen und das Boden-polster einzufrieren, wie die Ingenieure sagen. Andernfalls wäre der Reaktor ins Grundwasser abgesackt. Grubenarbeiter aus Moskau, Kiew, Dnepropetrowsk ... Ich habe nirgends darüber gelesen. Und sie haben mit nacktem Oberkörper bei Temperaturen von über 50 Grad auf allen vieren die Loren vor sich her geschoben. Hunderte von Röntgen waren da unten ...
Die Leute sterben heute nach und nach ... Aber wenn sie das alles nicht getan hätten? Ich glaube, daß sie Helden und nicht Opfer eines Krieges sind, den es scheinbar nicht gegeben hat. Man nennt ihn Havarie, Katastrophe. Aber es war ein Krieg ... Tschernobyl-Denkmäler ähneln Kriegsdenkmälern.
Sergej Wassiljewitsch Sobolew, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Republikanischen Vereinigung Schild für Tschernobyl“

aus: Swetlana Alexijewitsch: „Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft“, Neuauflage (anläßlich Fukushima) 2011

Krieg ... Atomkrieg. AKWs = Atomwaffenkraftwerke.

Es erinnert an die Berichte auf der Oranur-Seite während der Atombomben-„Tests“ (nicht „Tests“, sondern Explosionen!).

Das muß sich ändern.

Denn was ist das Geheimnis der Radioaktivität? Bleibt sie in der Erde, gelangen wir mit unserem natürlichen Raumschiff „Mutter Erde“ ins Paradies, denn das Uran ist die Lebenskraft der Erde, der Treibstoff ihrer Wanderung ins Paradies. Holen wir die Radioaktivität aber raus, kommt keiner von uns ins Paradies, sondern dann kommen wir alle in die Hölle, wo der Teufel wartet. Die Bestimmung der Erde ist, Sonne zu werden, denn die Sonne ist ihre Mutter. Sonnen sind Paradiese (Atomfusion), Planeten sind Fegefeuer und Höllen (Atomspaltung), aber sie sublimieren - und werden Sonnen. Das sehen wir ständig am Himmel, tags und nachts, jederzeit: lebendige Himmelskörper, die Paradiese, Fegefeuer oder Höllen sind und Bewohner haben, die dort leben. Alle Himmelskörper sind bewohnt.

Was würden wir tun, wenn in Europa ein Atomwaffenkraftwerk hochgeht, alle Verantwortlichen auf Nimmerwiedersehen in ihre Bunker geflüchtet sind und das Militär uns alle, wenn wir ebenfalls vor dem sicheren Tod fliehen wollen, einfach an der Grenze oder schon vorher erschießt?

Was passiert, wenn wir nichts tun (=auswandern, fliehen) und den Teufel weiter wüten lassen? Wird er uns nicht allesamt atomar verstrahlen, daß wir qualvoll verrecken, wird er nicht aus den Atomwaffenkraftwerken, Atomwaffen und der Uran-Munition den globalen Sintbrand entfachen und uns alle in die Hölle stürzen? Denn das ist sein Ziel: unsere Vernichtung.

Wenn wir hier bei uns nichts tun, sind wir verloren. Die vom Teufel besessenen Regierungen warten nur darauf, daß die Atomwaffenkraftwerke explodieren und die ganze Erde zerstört wird. Deshalb wurden sie ja zugelassen und gebaut: als Strommeiler getarnte Atombomben!

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Saat des Teufels...


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