4 Banken Pleite - 1 Rentner bringt sich um - Hunderttausende Kleinsparer betroffen

modesto, Freitag, 11.12.2015, 17:29 vor 3709 Tagen 8888 Views

Guten Abend,

durch Krankheit habe ich nicht immer alles genau verfolgen können, aber hier eine kurze Zusammenfassung:

4 Banken sind Pleite: Banca Etruria, Banca Marche, CariFerrara e CariChieti

Hunderttausende Kleinsparer haben ihre Ersparnisse verloren, die sie in Obligationen bei diesen Banken angelegt haben.

http://www.liberoquotidiano.it/news/economia/11857405/banche-fallite-unione-europea-no-...

Google-Übersetzung:

https://translate.google.de/translate?sl=auto&tl=de&js=y&prev=_t&hl=de&...

--


Seit Tagen abends auf Rete4 (Kanal von Berlusconi und damit der Opposition) wird darüber diskutiert und vor allem Anleger kommen zu Wort.
Die übliche Masche, gerade bei sehr Alten, teils um die 90 Jahre alt, war:

Das Telefon klingelt, die Bank ist dran - man müsse reden.
Die alten Leutchen gingen hin und bekamen ihre Sparkonten gegen Obligationen eingetauscht mit dem Hinweis, man könne nur gewinnen, das Geld wäre sicher, aber da gäbe es wenigstens noch Zinsen.
Erstaublich viele sehr alte Menschen wurden schlecht bis falsch beraten.

Ich persönlich nehme den Sparern das ab, ich war unfreiwillig selber vor 2 Jahren Zeuge in einer Warteschlange.
Da saß ein krummes Mütterchen um die 80 beim Direktor im Glaskasten, Tür offen.
Sie kaufte gerade irgendwelche Fondanteile und verstand NULL von dem, was sie tat..

Ein Rentner hat 100.000 Euro verloren, alles was er besaß. Er hat sich die Tage umgebracht.

http://it.radiovaticana.va/news/2015/12/10/pensionato_suicida,_mons_galantino_la_civilt...

Google Übersetzung

https://translate.google.de/translate?sl=auto&tl=de&js=y&prev=_t&hl=de&...


Die meisten haben wirklich alles verloren, da sie konservativ auf ihrem Sparbuch angespart hatten und das meist komplett umgetauscht wurde.

Nun denkt die Regierung Renzi darüber nach, dass man den ärmsten dieser Sparer einen kleinen Teil erstattet.
Die 4 Banken wurden übrigens gerettet im Zuge des Dekretes, (Gesetze schafft seit Jahren keine Regierung mehr), "Salvabanche" - Bankenrettung.

Dagegen steht, dass dies angeblich von der EU verboten ist - Banken retten ja, Sparer nein.

Ich dachte, irre ich mich?, dass bis 100.000 Euro alles abgesichert ist?
Oder geht es dabei nur um die direkten Spareinlagen im betreffenden Bankinstitut und gilt nicht für von der Bank verkaufte Finanzprodukte?

Es ist schlimm, was los ist.
Wenn die Leute all ihr Geld verlieren - wozu retten wir mit unseren Geldern dann die Banken? Erschließt sich mir nicht.

Wünsche Euch allen einen ruhigen Abend
modesto


edit - ein Tippfehler

Erschuetternd. Nein, die Obligationen unterliegen nicht der Einlagensicherung. (oT)

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 11.12.2015, 17:34 vor 3708 Tagen @ modesto 4849 Views

- kein Text -

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Ja, in vielerlei Hinsicht erschütternd

Fabio ⌂ @, München, Freitag, 11.12.2015, 17:50 vor 3708 Tagen @ CrisisMaven 5419 Views

Natürlich sind das dramatische Schicksale, aber es offenbart auch einen finanziellen Analphabetismus und einen blindes Vertrauen in die siamesischen Zwillinge Staat und Banken, der mich sprachlos macht.
Eine "moralische" Beurteilung macht aus meiner Sicht nur in der Einzelfallbetrachtung Sinn, z.B. hinsichtlich einer eventuellen Fehlberatung, falls die Bankmitarbeiter die grundlegenden Risiken einer Anleihe verschwiegen haben sollten.

Aus einem von modestos Links:

"Sicuramente non ci hanno consigliato bene. Mia mamma aveva investito, anche per me, questi soldi, con un investimento fatto nel 2007. Il tasso di rendimento era del 4,1 per cento lordo… Non era un tasso che poteva far prevedere un certo rischio."

"Mit Sicherheit haben sie uns nicht gut beraten. Meine Mutter hatte 2007 Geld investiert, auch mit für mich. Die Brutto-Verzinsung betrug 4,1% Prozent. Das ist keine Verzinsung, die ein gewisses Risiko hat erahnen lassen."

Was soll man dazu sagen? Ein Anleihe hat doch immer "ein gewisses Risiko"?!
Ich kann`s ja irgendwo verstehen, aber irgendwo auch wieder nicht...
Ich weiss übrigens auch nicht, was ich von der "Einlagensicherung" halten soll. Für meine Begriffe wurden damit in erster Linie die Banken gerettet, nicht die Sparer. Und die ruhen sich jetzt darauf aus und es interessiert nach meiner Erfahrung KEINE SAU, dass das eigentlich nicht funktionieren kann...

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“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt

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DASH - Digital CASH

Apropos Einlagensicherung

Fabio ⌂ @, München, Freitag, 11.12.2015, 18:07 vor 3708 Tagen @ Fabio 5201 Views

Gerade gesehen:

"Einlagensicherungssysteme funktionieren nur bei schönem Wetter. Kommt leichter Regen und Wind auf, reichen sie nicht aus, müssen staatlich gestützt oder kollektiviert werden. Letzteres geschieht jetzt. Eine Billion Euro an faulen Krediten in den Bilanzen der Banken hat das Ausfallrisiko in den letzen Monaten erhöht. Deshalb strebt die EU-Kommission eine Ausfallversicherung für alle Banken in Europa an. Nicht mehr nationale Sicherungssysteme sollen nationale Banken sichern, sondern ein europäischer Sicherungsfonds soll alle Einlagen in Europa gleich sicher machen. Eine neue europäische Illusion entsteht."

http://prometheusinstitut.de/europaeische-einlagenverunsicherung/

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“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt

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Einlagensicherung

SMK ⌂ @, Freitag, 11.12.2015, 17:35 vor 3708 Tagen @ modesto 5339 Views

Es sind natürlich nur die Guthaben auf den Konten bis 100.000 Euro abgesichert und nicht alle Finanzprodukte der Bank.

Es lebe der (Banker-)Sport, er ist gesund und macht uns hart! (oT)

mabraton @, Freitag, 11.12.2015, 17:44 vor 3708 Tagen @ modesto 4407 Views

- kein Text -

Gauner

Martino @, Freitag, 11.12.2015, 18:19 vor 3708 Tagen @ modesto 5105 Views

Hallo modesto, vielen Dank und Gute Besserung!

In der Tat gerade eines der Hauptthemen, nicht ganz uninteressant ist auch, dass der Vater von Maria Elena Boschi (von Renzi nominierte Ministerin für Verfassungsfragen usw...) der Vize-Präsident von der Banca Etruria ist, und dass einer der Haupt-Finanziatoren von Matteo Renzi, Davide Serra von Algebris (London) in merkwürdige Optionsgeschäfte bei der Bank verwickelt ist, die gerade von der Börsenaufsicht untersucht werden ...

http://www.affaritaliani.it/economia/serra-banca-popolare-etruria-27022015.html Auf Twitter kräftig verarscht werden im Moment auch Enrico Letta und Pier Carlo Padoan (Ex IMF), die noch vor einer Weile öffentlich bekundeten \"die Italienischen Banken seien sicher und die Italiener unter den reichsten Sparern Europas...\".

Das Geschäftsgebaren der italienischen Banken ist in der Tat unter aller Sau. Da wird gut laufenden Unternehmen mal gerne der Dispo gekündigt, nur um sie in Schwierigkeiten zu bringen und das Unternehmen später aufkaufen zu lassen. Ein anderer Unternehmer hatte sich gerichtlich über zu Hohe Zinsabrechnungen gewehrt, Recht bekommen, dann wurde ihm aber komplett von allen lokalen Banken der Hahn zu gedreht. (unzählige Reportagen dazu auf La Gabbia, La7.it.)

Ich selbst habe nur \"Kleinkram\" mitbekommen, aber auch dieser war nervig und ging in die gleiche Richtung. Ein Hotelier, der eine Zwischenfinanzierung brauchte wurde gezwungen sich bei einem konkreten Unternehmerverband einzuschreiben (und natürlich Beiträge zu zahlen), und seine IT-Geräte über eine bestimmte Firma einzukaufen! Sonst könne man für ihn bei der Bank nix machen...[[sauer]]

Man darf auch nicht vergessen, dass gerade bei älteren Leuten (und das müssen keine 90-jährigen sein), die Banken bis 2007 noch so etwas wie eine anerkannte Institution von \"Rang und Namen\" waren und der Herr in Krawatte so etwas wie ein notarieller Vertrauensmann. Die hatten leichtes Spiel. Gut vorstellbar auch, dass man den Omis gesagt hat, das wäre besser so und würde den Enkeln in Zukunft bei einer Finanzierungsanfrage für´s Eigenheim von Vorteil sein. [[zwinker]]

MfG Martino

Dass immer noch Finanzinstitute "ueber den Tiber gehen", wundert mich

CalBaer @, Freitag, 11.12.2015, 20:06 vor 3708 Tagen @ Martino 4442 Views

Ich wundere mich, dass dies hier noch nicht thematisisert wurde.

Hauptsaechlich die Zentralbanken Italiens und Frankreichs sollen in den letzten Jahren ueber einen Trick bis zu 720 Mrd an Staatsanleihen ihrer Staaten gekauft haben, die Summen koennen allerdings in den Buechern verschleiert werden. Draghi sei bei der EZB-Pressekonferenz daraufhin angesprochen worden und habe bei seiner Antwort ziemlich rumgeeiert.

Die wundersame Gesundung des ital. Anleihemarkts ist daher nur eine ZB-Manipulation. Dass dann immer noch Finanzinstitute "ueber den Tiber gehen", wundert mich.

"Heimliches Gelddrucken in Rom und Paris": https://www.google.com/search?q=Heimliches+Gelddrucken+in+Rom+und+Paris

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wahrscheinlichkeit = 0

SevenSamurai @, Freitag, 11.12.2015, 23:10 vor 3708 Tagen @ mabraton 4198 Views

Alle Jahre wieder - wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass
es in den nächsten 3 Monaten richtig kracht?

»Gigantische False-Flag muss kommen, sonst Systemcrash«

Die Wahrscheinlichkeit für einen Crash halte ich für = 0.

Wie oft haben wir das schon gehört! Peter Schiff gilt immer noch als Experte, den man zu diesem Thema befragt.

ICH halte ihn wegen seiner Cassandra-Rufe, die nie in Erfüllung gehen, für einen Scharlatan.

Aber ihr werdet sehen: Beim nächsten Crash, egal wann der kommt, wird man ihn feiern, denn er hat es uns ja gesagt!

Auch ich kann 20 Jahre etwas prognostizieren und mich dann feiern lassen, wenn es eintritt. NUR: Das ist keine Prognose.

Das Beispiel mit den Banken, die um jeden Preis gerettet werden, zeigt, dass es keinen Crash geben wird. Entweder wir werden alle zur Kasse gebeten - ohne dass den Banken und den Bankern(!) etwas geschieht - oder man wird einen grossen Krieg entfachen, der in dem Kriegstaumel alles andere verdrängt.

A propos: Warum vermöbelt man nicht einfach den Banker, der einen verarscht, bevor man Selbstmord begeht? Ist sicher keine Lösung, aber mir schiene das die normalere Reaktion. Man muss ihn nicht umbringen, einfach öffentlich in der Bank einen Backenstreich verpassen. Warum passiert so etwas nicht?

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Lange scheinst Du Peter Schiff noch nicht zu kennen

CalBaer @, Freitag, 11.12.2015, 23:22 vor 3708 Tagen @ SevenSamurai 4239 Views

Wie oft haben wir das schon gehört! Peter Schiff gilt immer noch als
Experte, den man zu diesem Thema befragt.

ICH halte ihn wegen seiner Cassandra-Rufe, die nie in Erfüllung gehen,
für einen Scharlatan.

Hier eine kleine Parade:
https://www.youtube.com/results?search_query=peter+schiff+was+right

Er hat den Credit-Crash ziemlich genau vorausgesagt. Von 'nie' kann also nie die Rede sein.

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Der nächste Crash kommt

Piter @, Freitag, 11.12.2015, 23:50 vor 3708 Tagen @ SevenSamurai 4299 Views

Nein, das musst Du anders rechnen. Wenn die Aktien, in einer Krise, auf den Stand von vor 10 Jahren fallen, wie 2008 passiert, dann wäre es blödsinnig, in Aktien zu investieren. Denn man könnte genausogut lieber die Differenz an Geld versaufen und ein Kauflimit, mit den Kursen von 2005, platzieren.

Wer zu heutigen Kursen kauft, bezahlt wahrscheinlich zu viel, wenn er nicht vorhat die Aktien, in absehbarer Zeit, wieder zu verkaufen.

Am Ende eines solchen Booms wie die USA ihn seit 1960 erleben sind die Rückschläge natürlich höher und vernichten schnell 10-20 Jahre Aufbauarbeit.

Darum spielt es keine Rolle, ob die Experten, die zum Ausstieg raten, das Timing beherrschen. Wenigstens sagen sie die Wahrheit.

Wie heute Carl Icahn, mit dem Hinweis auf den Junk Bond Meltdown, der vermutlich gerade begonnen hat.

Viel Spass...

War das 2008 denn ein Crash?

SevenSamurai @, Samstag, 12.12.2015, 00:01 vor 3708 Tagen @ Piter 4007 Views

War das 2008 denn ein Crash?

Klingt provozierend. Aber schauen wir doch mal auf den DAX. Der lag nach dem Crash 2008 deutlich höher als 10 oder 20 Jahre zuvor. Es ist halt alles relativ.

Und man hat auch irgendwann keine Möglichkeit mehr, Verluste auszugleichen, weil man älter wird und einfach keine Zeit mehr hat.

Aber sicher: 2008 war ein Crash. Und die, die 2000 kräftig investiert hatten, werden da vielleicht noch ein Aha-Erlebnis gehabt haben.

Nur:

Buffet lag goldrichtig, als er Anfang 2009 zum Kauf von Aktien riet. Ganz im Gegensatz zu den Crashpropheten, die Zustände wie nach 1929 vorhergesagt hatten.

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Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

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Den Boom vorauszusagen ist auch keine Kunst, statistisch hat man zu 95% immer recht

CalBaer @, Samstag, 12.12.2015, 00:55 vor 3708 Tagen @ SevenSamurai 3813 Views

..., weil es eben zu 95% der Zeit nie crasht.

Buffet lag goldrichtig, als er Anfang 2009 zum Kauf von Aktien
riet.
Ganz im Gegensatz zu den Crashpropheten, die Zustände wie nach
1929 vorhergesagt hatten.

Um den Mythos "Buffet" mal etwas zu entweihen: er ist Insider und mittlerweile Teil der Wall-St-Mafia (hat sich 2008 bei Banken eingekauft und waere fast pleite gegangen, hat dann aber die Regierung erpresst).

"If I didn't think the government was going to act, I would not be doing anything this week. I might be trying to undo things this week. I am, to some extent, betting on the fact that the government will do the rational thing here and act promptly."
http://www.cnbc.com/id/26867866

Er sagt, wenn die Regierung den Bailout nicht macht, wird er die Reissleine ziehen. Das sagt er nach dem Lehman-Kollaps, Buffet leihte 5 Mrd Dollar an Goldman Sachs.

Buffett, champion of bailout, is also leading beneficiary
http://www.mcclatchydc.com/2009/04/05/65496/buffett-champion-of-bailout-is.html

Mit Markt hat das eben nicht mehr viel zu tun. Die Crash-Propheten sind vielleicht nur zu naiv, weil sie immer mit zu viel Markt rechnen und nicht mit marktfeindlichen Interventionen des Staates.

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Info:
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Die Reise nach Jerusalem

mabraton @, Samstag, 12.12.2015, 08:52 vor 3708 Tagen @ CalBaer 3680 Views

Hallo zusammen!

Die Maßnahmen der Notenbanken haben dafür gesorgt, dass die Märkte in hohem Maße von wenigen Spielern beeinflusst werden.

Das Papier "Die Reise nach Jerusalem" von Dirk Solte aus 2008 hat von seiner Aktualität nichts eingebüßt. Er nennt Superakteure wie Staatsfonds und
große Vermögensverwalter (State Street Global, BNY Mellon, The Vanguard Group,
Barclays, ADIA, GIC/TEMASEK, CIC) die maßgebend dafür sind ob es kracht oder nicht. Für die ist sicherlich ein wesentlicher Faktor die Refinanzierbarkeit des Marktes. Über weitere Faktoren kann ich nur spekulieren. Es spielen aber ganz sicher Politische eine Rolle.

Partialanalyse zur Weltfinanzsystem-Krise - Die „Reise nach Jerusalem“
http://www.faw-neu-ulm.de/wp-content/uploads/2014/06/Das-Spiel-der-Spiele_27_10_08-komp...

Beste Grüße
mabraton

Dein Einwand ist berechtigt - viele sterben "umsonst".

modesto, Samstag, 12.12.2015, 08:30 vor 3708 Tagen @ SevenSamurai 3770 Views

A propos: Warum vermöbelt man nicht einfach den Banker, der einen verarscht, bevor man Selbstmord begeht? Ist sicher keine Lösung, aber mir schiene das die normalere Reaktion. Man muss ihn nicht umbringen, einfach öffentlich in der Bank einen Backenstreich verpassen. Warum passiert so etwas nicht?

Guten Morgen SevenSamurai,

das frage ich mich, seitdem sich unter Montis Schreckensherrschaft etliche Italiener selbst verbrannt bzw. erschossen haben, teils auf öffentlichen Plätzen.
Sie hatten nichts mehr zu verlieren und mit dem leben abgeschlossen.
Der richtige Zeitpunkt, um den einen oder anderen "mitzunehmen", der Teil des schmutzigen Spiels auf leben und Tod war/ist, welches damals Hunderttausende von heute auf morgen in die absolute Armut stürzte - Sticjwort "Legge Fornero".
Damals wurde im Dezember 2011 die sogenannte Rentenreform beschlossen.
Von heute auf morgen gab es für alle, die ab dem 1. Januar 2012 in Rente gegangen wären, einen Aufschub von mindestens 14 Monaten bis zur ersten Rentenauszahlung.

Wer keine Familie hatte, die das auffangen konnte, war von heute auf morgen verarmt und erhielt nach langem zähen Ringen statt Rente einen Sozialscheck - assegno sociale - von etwas über 400 Euro. Das wars.

Die in D. über 20 Jahre gestaffelte Rentenreform wurde dort von jetzt auf sofort durchgesetzt, es warern gerade 13 Milliarden von Italien für die Rettung der in Griechenland investierten Banken fällig und Monti holte sie sich.

Er schickte auch seine Truppen, um kleine und winzige Selbständige zu kontrollieren, die sich dann Strafen von 10.000 - 25.000 Euro gegenübersahen, weil sie z.B. als Nussverkäufer am Straßenrand keinen Kassenbon ausstellten.
Unter diesen Opfern waren einige, die sich umbrachten - leider immer, ohne einen "mitzunehmen".

Grüsse von
modesto

Bitte um Auskunft

SevenSamurai @, Samstag, 12.12.2015, 09:38 vor 3708 Tagen @ modesto 3510 Views

Er schickte auch seine Truppen, um kleine und winzige Selbständige zu
kontrollieren, die sich dann Strafen von 10.000 - 25.000 Euro
gegenübersahen, weil sie z.B. als Nussverkäufer am Straßenrand keinen
Kassenbon ausstellten.

Hast du dazu bitte eine (Zeitungs)quelle? Gerne auch auf italienisch.

Die würde ich gerne einigen Bekannten zusenden, die immer noch der Meinung sind, dass die Bankenrettung "gut" war und Monti ein "Fachmann", somit besser als Politiker ist.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Schau mal, ob Du damit was anfangen kannst.

modesto, Samstag, 12.12.2015, 16:20 vor 3708 Tagen @ SevenSamurai 3376 Views

Es gibt nur italienische Quellen, das war in D. kein Thema und ist schon 3 Jahre her..

http://tiburtino.romatoday.it/pietralata/suicidio-imprenditore-pietralata-4-aprile-2012...

http://informazionecontro.blogspot.it/2012/04/crisi-per-monti-i-suicidi-sono-solo-una.html

http://www.ilgiornale.it/news/cronache/crisi-ammazza-ancoraimprenditore-si-uccideangosc...

Auch der staatliche Geldeintreiber Equitalia war gross beteilig und ist es heute noch..


Grüsse
modesto

Hier gibt es mindestens zwei Schuldige

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 12.12.2015, 06:47 vor 3708 Tagen @ modesto 3978 Views

Zu Beginn: Ich hoffe, dass Deine Krankheit sich im erträglichen Rahmen hält und sich entweder auf dem Wege der Rückführung befindet oder zumindest unter Kontrolle.

Zur Nachricht:
Da sind zwei Gruppen als Schuldige in die Pflicht zu nehmen.

1.Gruppe: Die Gesellschaft insgesamt. Wie kann das noch angehen, nach 2007 die Banken sowie deren Leitungen als seriöse Einrichtungen in der Öffentlichkeit darzustellen? Zum einen weiß man schon lange, wenn man sich für keinen anständigen Beruf entscheiden kann, zum Weiterstudieren nicht gebacken ist und außer dem Abitur nichts auf die Reihe gebracht hat, - dann kann man zur Bank gehen und dort eine Lehre anfangen. Dadurch winkt ein fast sicherer Arbeitsplatz auf Lebenszeit mit gutem Einkommen und daraus resultierendem Rentenanspruch.

Als Selbständiger kannte ich schon vor Jahrzehnten den Spruch: Die Bank gibt Dir 100 Regenschirme, - ..... solange die Sonne scheint.

Als vorheriger leitender Angestellter hatte ich einen Chef, der mit vier Banken zusammenarbeitete und diese ständig gegeneinander ausspielte. Knallhart, - manchmal war es mir gar nicht wohl unter meiner Haut, wie der Mann mit den Banken umging, auch verbal. Später musste ich zugestehen, dass der Mann genau richtig gehandelt hat.

Meinen Kindern habe ich folgendes eingebleut: Ihr könnt in die Bankfiliale gehen, dort "Guten Tag" sagen, Eure Kontoauszüge holen, oder wenn Ihr was wissen wollte, dann fragt einfach: Wie kann man das am besten oder am vorteilhaftesten erledigen, etc...
Aber zwei Worte sind für Euch in einer Bank für immer tabu: Die Wörter "Bitte und "Danke". Denn mit diesen Wörtern in einer Bank fängt das Unglück immer an.
Meine Kinder haben daraus gelernt und keinerlei Kredite am Laufen. Sie arbeiten mit dem Geld, das sie zur Verfügung haben.

Ich will nicht behaupten, dass alle Banken und deren Mitarbeiter "Verbrecher"wären. Aber ich überzeuge mich auführlich erst einmal vom Gegenteil, bevor ich mit irgendeinem Banker in ein detailliertes Gespräch eingehe.

2.Gruppe: Die älteren Mitbürger selbst. Das sind Leute, die ihr Leben lang gearbeitet haben und auch sonst immer 2 und 2 zusammenzählen konnten. Dass viele dieser Personen im Alter derart gutgläubig werden und jeden Unsinn glauben - es ist oftmals für mich nicht nachvollziehbar.

Typisches Beispiel sind diese Vorfälle mit dem "Enkel-Trick", - wenn irgendwelche Betrüger anrufen, sich als Enkel ausgeben und jemanden zur Oma schicken, um geborgtes Geld abzuholen. Wenn ich mal jemals einem Enkel erbetenes Geld zur Verfügung stellen sollte, dann werde ich mich erst einmal "Auge in Auge" mit dem Delinquenten ausführlich unterhalten, wofür denn dieses Geld bestimmt ist. Andernfalls würde ich mich ja moralisch (und auch juristisch?) mitverantwortlich machen, wenn derjenige das Geld z.B. für Drogen verwenden würde.

Egal, in welche Senilität ich einmal kommen sollte, ich würde niemals jemanden glauben, der mir irgendwas anbietet, und wenn es auch noch so vorteilhaft wäre. Es gibt keine Situation als Rentner, wo einem die Zeit davonläuft,- wo man nicht eine Entscheidung einige Tage hinausschieben kann. In dieser Zeit kann man sich dann immer bei Personen des Vertrauens oder unabhängigen Fachleuten informieren, was Sache ist.

Viele ältere Mitbürger verhalten sich oft sträflich leichtsinnig, was derartige Aktionen oder auch Haustürgeschäfte angeht. Ich will niemanden verdammen, - ich weiß ja auch nicht, wie ich mich im Alter mal entwickeln werde, - aber hoffentlich nicht in dieser Art.

Das Gegenteil vom "sich über den Tisch ziehen lassen" sieht dann so aus:

http://www.kleinezeitung.at/k/chronik/oesterreich/4885468/Raetsel-geklaert_Pensionist-h...

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