Fehlgeleiteter Ehrgeiz
Aus dem mit dem vorangegangenen Vorschlag gegebenen Anlass möchte ich gerne noch einmal aufzeigen, wie ich das sehe:
Nicht nur mein unmittelbarer Vorredner, sondern auch andere hier Beteiligte entwickeln für die Gestaltung der Aufkleber einen völlig fehlgeleiteten Ehrgeiz. Unser geschätztes Forenmitglied @Mausebär hat es vorgemacht, und genauso wie er es vorgemacht hat, sollte die Sache am Ende auch aussehen:
Weil ich das so in dieser Form gesehen habe, habe ich es als Idee mit Potential gekennzeichnet und unter abweichenden Voraussetzungen hätte ich es wohl nicht gemacht.
Ausdrücklich keine Schnörkel und keine Schönschrift – nur eine klare und gewollt harte Botschaft. Keinesfalls soll diese Botschaft irgendwie 'stylisch' rüber-kommen, und es geht auch um keinen Wettbewerb in Sachen 'Originellität'. All das würde die ohnehin nicht ausschließlich rosigen Erfolgsaussichten weiter zunichte machen. Die Leute würden nämlich glauben, dass man den Aufkleber angebracht hat, um seine eigene Individualität hervorzuheben, weil dieser es für besonders witzig oder besonders schlau oder besonders irgendwas hält.
Der Slogan „Merkel muss weg!“ ist die einzige richtige Wahl. Auch „Merkel bedeutet Krieg“ mag geschichtskundig versiert hergeleitet sein, aber es würde nicht hinreichend verstanden werden – meiner Meinung nach. In den 30'er Jahren hatten die Menschen noch unmittelbare Erfahrungen mit dem Krieg, aber heute kennen ihn viele nur noch aus Computerspielen. Viele würden diesen Slogan als zu weit hergeholte Phantasterei auffassen.
Es geht dabei auch ausdrücklich um die vielen vielen Einfaltspinsel da draußen, die Merkel ja so toll finden, weil sie im Fernsehen gehört haben, dass ja alle Merkel so unheimlich toll finden. „Nanu – stimmt denn nicht mehr, was im Fernsehen gesagt wird?“ Das sind Leute, die ihr Fähnchen in den Wind halten, aber sie können ihr Fähnchen auch mal in den richtigen Wind halten.
Es sollte überhaupt kein Thema wie z.B. „Krieg“ angesprochen sein, weil das Fernsehen dann nur darzulegen braucht, dass aber kein Krieg kommt, und gut ist.
„ich würde das nicht an einem/einer auswechselbaren Politiker(in) aufhängen, sondern an den Zuständen an sich.“
Das Gegenteil ist richtig. Auch der Überraschungserfolg der Markus Lanz Petition erklärt sich ganz sicher dadurch, dass hier gezielt gegen die Person votiert wurde. Es geht darum, dass alle Politiker die es in Erwägung ziehen, sich mit Merkel anzulegen, das Volk hinter sich wissen. Sollte anschließend noch einer von ihnen den Egon Krenz spielen wollen, dann soll er es ruhig tun.
Schöne Grüße
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... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...