Wir werden nie erfahren, ob Sozialismus die bessere Staatsform ist..

ebbes @, Montag, 07.12.2015, 11:58 vor 3713 Tagen 3882 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.12.2015, 12:35

denn sobald eine sozialistische Regierung an die Macht kommt, wird sie von den Reichen bekämpft.
Irgendwie auch verständlich, wenn man in die Geschichte schaut.
Oft wurden Reiche gejagt und ermordet.
Also darf das Volk überhaupt nicht auf solche Ideen kommen.

Du, als Bürger wirst auf den Reichtum der Wenigen gelenkt und es wird zu dir gesagt: "Das kannst du auch erreichen".
Die Staatsbürger der kommunistischen Staaten werden damit neidisch gemacht.
Natürlich darf aber auch nicht verschwiegen werden, dass jemand besser und mit mehr Engagement arbeitet, wenn er selbst die Früchte seiner Arbeit erntet, als ein anonymer Staat.

Offiziell wird die Regierung für die Missstände verantwortlich gemacht
Inoffiziell wird sie aber auf allen Ebenen bekämpft durch Sanktionen und andere Aktionen.

In Venezuela wurden öfters ausländische Partner von Ölfirmen umgebracht.
Natürlich waren es offiziell Banden.

So fallen im Moment die Staaten:

Argentinien

http://www.stern.de/news2/regierungswechsel-in-argentinien--oppositionskandidat-maurici...

und vielleicht bald Venezuela:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/07/deutlicher-sieg-der-opposition-in...

In der Ukraine hat Putin einen Strich durch die Pläne gemacht.

Dann wird die Schlinge halt woanders zugezogen.

Oft lese ich in Kommentaren. Wo die USA im Land ist, da geht es dem Volk besser.
Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit.

Wir dürfen gespannt sein, was sich die Mächtigen ausdenken, um ihren Bankrott, der durch das Geldsystem kommen wird, anderen in die Schuhe schieben zu können oder um Russland und China zu erobern.

Werden es unsere (bzw. eure) Kinder und Enkel überleben?!

fragt sich

ebbes.

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Dafür haben wir schon zu oft erfahren, daß..

Volker @, Montag, 07.12.2015, 12:03 vor 3713 Tagen @ ebbes 3255 Views

..der Sozialismus die schlechtere Staatsform ist. Wie oft soll es denn noch versucht werden?

Wenn ihn die "Reichen" nicht mehr bekämpfen, dann kannst du urteilen. Vorher nicht! (oT)

ebbes @, Montag, 07.12.2015, 12:10 vor 3713 Tagen @ Volker 3264 Views

- kein Text -

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Deshalb halten manche den Sozialismus für Religionsersatz

nvf33 @, Montag, 07.12.2015, 12:17 vor 3713 Tagen @ ebbes 3096 Views

Siehe hierzu sehr aufschlussreich Karl Löwiths "Heilsgeschehen und Weltgeschichte" zum Vergleich christlicher und sozialistischer Geschichtsvorstellung. Wo die einen den Messias erwarten (und davor das jüngste Gericht, erwarten die anderen die kapitalistische Apokalypse und dann den Kommunismus.

Das erklärt vermutlich auch die Mühsal der Diskussionen über Staatsformen...

Nein, Religion ist ein Sozialismusersatz

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 07.12.2015, 15:00 vor 3713 Tagen @ nvf33 2419 Views

insofern eine Religion den Anspruch erhebt, für die Allgemeinheit gültig zu sein-
die christlichen Kirchen haben nur darin versagt, deswegen der Atheismus.

Etwas anderes ist es natürlich mit den Religionen, die nur für die Auserwählten da sind

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Na der Sozialismus ist nun etwas jünger als die Religionen, nicht wahr?

nvf33 @, Montag, 07.12.2015, 15:32 vor 3713 Tagen @ Mephistopheles 2352 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.12.2015, 15:47

insofern eine Religion den Anspruch erhebt, für die Allgemeinheit gültig
zu sein-
die christlichen Kirchen haben nur darin versagt, deswegen der Atheismus.

Etwas anderes ist es natürlich mit den Religionen, die nur für die
Auserwählten da sind

Jede Religion beansprucht Antworten auf die letzten Fragen, und auch eine Auserwähltenreligion beansprucht umfassnden Wirksamkeit, auch für diejenigen, die nicht daran glauben - die "müssen" in den Extremfällen dann, siehe z.B. die Plagen der Ägypter im alten Testament.

Eine subtilere Frage ist die nach der Logik einer Religion. Unabhängig von Religion oder Weltbild ist es nämlich eine Eigenschaft des menschlichen Geistes, mit geschlossenen Dogmensystemen arbeiten zu können. Das heißt: die Beschränkung eines Bewußtseins sorgt dafür, dass man Fragen immer so als beantwortet empfindet, wie es die eigenen Bewußtseinsspanne erlaubt. Alles was jenseits der eigenen Spanne liegt, wie gnadenlos in die Spanne hineingekrümmt. So kann man einem Wirrkopf z.B. nicht beweisen, dass er ein Wirrkopf ist - er wird den Beweis immer als etwas anderes verstehen, als der beweisende Klarnarr es gemeint hat.
Psychologisch nennt man das "Konfabulation", also die nur subjektiv stimmige Ergänzung um die eigenen blinden Flecken herum.

Glaube und Vertrauen liegen tiefer als die Logik, und jede Logik ist nur so stark wie das Selbstvertrauen des jeweiligen Charakters. Daher auch die Unfruchtbarkeit von Diskussionen mit mit mutigen Verwirrten bzw. Parteigängern.

Der Sozialismus ist nun ein Versuch, die charakterlichen Wurzeln von (politischen) Urteilen auszuschalten und sie durch ein mechanisches Schema zu ersetzen. Damit ist er das Gegenteil einer Religion, und für die trübereren Geister deren (freilich uneingestandener) Ersatz. Der Lenin'sche Satz "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" sagt das im Grunde sehr unverblümt, oder auch die starke Abneigung der Sowjets gegen Spontanität.

Selbstverständlich kann ich diese Staatsform schon jetzt beurteilen.

Volker @, Montag, 07.12.2015, 12:41 vor 3713 Tagen @ ebbes 2902 Views

Es hat noch nie funktioniert, egal wer oder wann es versucht hat. Selbst die gründlichen Deutschen sind bei ihrem Versuch in der DDR dermaßen gescheitert, daß jeder Versuch dies zu relativieren, nur noch lächerlich ist. Nicht der Kampf der Reichen gegen den Sozialismus ist der Grund für das wiederholte Scheitern, sondern weil der Sozialist es nicht mal fertigbringt, genügend Klopapier in die Supermärkte zu bringen.

Wenn alle Sanktionen gegen Kuba aufgehoben werden und

ebbes @, Montag, 07.12.2015, 13:01 vor 3713 Tagen @ Volker 3507 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.12.2015, 13:04

es dann immer noch nicht funktioniert, hast du Recht.

Ich als Spekulant und Börsianer bin Kapitalist.
Aber ich denke nach und versuche vom System zu profitieren.
Beim reinen Sozialismus würde ich anders handeln.
Vielleicht wären wir alle glücklicher?

Eine Untersuchung hat ergeben, dass je weniger Unterschied es zwischen arm und reich gibt, umso zufriedener sind die Menschen.

Es gibt ja unterschiedliche Modelle des Sozialismus.
Wir werden im Übrigen von zwei Parteien mitregiert, welche Sozial im Namen haben.

Gruß

ebbes

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

der rote Vorhang

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Montag, 07.12.2015, 13:26 vor 3713 Tagen @ Volker 3419 Views

Es hat noch nie funktioniert, egal wer oder wann es versucht hat. Selbst
die gründlichen Deutschen sind bei ihrem Versuch in der DDR dermaßen
gescheitert, daß jeder Versuch dies zu relativieren, nur noch lächerlich
ist. Nicht der Kampf der Reichen gegen den Sozialismus ist der Grund für
das wiederholte Scheitern, sondern weil der Sozialist es nicht mal
fertigbringt, genügend Klopapier in die Supermärkte zu bringen.

Hallo,

kann mir mal wer sagen, welche andere Staatsform funktioniert hat?
Was heißt denn 'funktionierende Staatsform'?
Und welche Funktionen waren es und wie haben sie funktioniert?
Hat denn der Debitismus nicht bestens erklärt, welche Funktionen denn ein Staat bestens erfüllt?
Organisation, Androhung und Umsetzung von Gewalt.
Ja es gibt diesbezüglich verschiedene und reichhaltige Varianten.
Der Krieg ist der Vater aller Dinge - inkl. der staatlichen Varianten.
Und für uns Debitisten öffnet sich in diesen Zeiten nicht nur der rote Vorhang.
Nein, es fallen die Schuppen von den Augen!

Jeder Staat ist - egal in welcher Form - in modernen Zeiten reaktiv abhängig von den Interessen anderer Staaten und dem weltweiten aber auch weltregionsspezifischen Zeitgeist.
Zudem: Ein Schusswechsel - simuliert oder nicht - in einem Konzertsaal und unser geliebter kapitalistischer Staat verändert sich.
Zudem ist Staat immer und fortlaufend im Veränderungsprozess und letztendlich ein Übergang zur Anarchie.
Und wer auf dieser Welt möchte denn eine starre, unveränderliche Staatsform ohne neue Ideen (wenn er denn schon eine Staatsform möchten will)?

Ich fass es manchmal wirklich nicht, dass es hier in diesem Forum erwachsene Menschen gibt, die sich überhaupt für den einen und gegen den anderen Staat ereifern.
Und das gerade angesichts der offensichtlichen massiven internationalen Manipulationen anderer Staaten.

Zum ganzen Thema auch ein recht guter Beitrag von Taurec.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Dann schau dir mal diese Bilder aus Nordkorea an.

ebbes @, Montag, 07.12.2015, 18:29 vor 3713 Tagen @ Volker 3834 Views

Bilder, welche bei uns so nie gezeigt werden.

Was für ein Zufall, dass ich die gerade sehe, als ich von dir diese Antwort bekomme.

http://annotar.livejournal.com/101072.html

Ob Propaganda oder nicht, soll jeder selbst entscheiden.

Sieht anders aus als die Gefängnisse, die uns immer wieder gezeigt werden.

Ein Nordkoreaner, welcher angeblich geflohen ist und in vielen Parlamenten der Welt auftrat, selbst ein Film wurde darüber gedreht, hat sich als Lügner herausgestellt.

https://www.radio-utopie.de/2015/01/19/fluechtling-aus-todeslager-in-dv-korea-ein-luegn...

Beispiel gefällig:
Da habe ich auch noch an seine Geschichte geglaubt, als ich es mir abgespeichert habe.
Brutkastenlüge 2.0

https://www.youtube.com/watch?v=Bzw5RDKzAPg


Gruß

ebbes

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Sehr interessant, danke.

Volker @, Montag, 07.12.2015, 19:14 vor 3713 Tagen @ ebbes 2437 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.12.2015, 20:03

Das auch im Sozialismus nicht alle Gras fressen müssen, steht ja außer Frage. 1990 durfte ich in diversen Hotels in der DDR übernachten. Egal ob SED-Gästehaus in Leipzig, Top-Hotel im Erzgebirge oder in der Nähe von Dresden das Domizil für die obere Führungriege der "Schwarze Pumpe" – alle hatten eines gemeinsam, nämlich ganz banalen Luxus. Gleichzeitig waren aber in Leipzig und Dresden ganze Straßenzüge wegen Baufälligkeit und Taubenzecken nicht mehr zugänglich.

Gruß

Ja, Nordkorea glänzt

Leserzuschrift @, Dienstag, 08.12.2015, 12:08 vor 3712 Tagen @ ebbes 2280 Views

Auch in den Berichten des WFP:
http://www.wfp.org/countries-old/korea-democratic-peoples-republic-dprk
Es hungern nicht mehr Alle.

Und die Kommunisten in China haben auch tolle Wohnungen.
Leider nicht so fotogen wie im höherentwickelten Nordkorea.
Mehr so unterirdisch.
http://www.theglobeandmail.com/news/world/the-ant-tribe-of-china/article26054666/?cmpid...

Mein Nachbar vermietet an Wanderarbeiter. Von oben kann ich dort hineinsehen. Ich bin verflucht nahe dran am Sozialismus.
Mir haben auch die Konzepte gefallen, die zu Adolfs Sozialismus für Arbeitersiedlungen gemacht wurden.
So von Baustil und Begrünung her.
Aber in der Mitte dann der obligatorische Aufmarschplatz...

Gruß.
Rüdiger

Solche Bilder gibt es auch aus New York, dem Silicon Valley oder London

CalBaer @, Dienstag, 08.12.2015, 18:18 vor 3712 Tagen @ Leserzuschrift 2105 Views

[image]
500 Pfund pro Monat fuer diese Kammer, da leben die chinesischen Wanderarbeiter im Vergleich doch geradezu luxurioes.

http://www.mirror.co.uk/news/uk-news/room-rent-london-500-month-6546169

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Das meinst Du aber nicht ernst, oder? Ich dachte, das hier ist ein Wirtschaftsforum.

Griba @, Dunkeldeutschland, Montag, 07.12.2015, 12:33 vor 3713 Tagen @ ebbes 2809 Views

Natürlich ist Sozialismus gut für die Masse der Leistungsempfänger, endet aber dann, wenn nichts mehr da ist, was man noch umverteilen könnte - alternativ wandelt er sich in eine mehr oder weniger grausame Diktatur, die dem Einzelnen seine Bedürfnisse vorschreibt, um die Umverteilung am Leben zu halten.
Schlecht ist er für alle diejenigen, die Leistungen erbringen, denn sie werden ihnen abgenommen, ohne daß eine ausreichende Vergütung erfolgt (Parallelen zum Sozialismus der aktuellen BRiD sind unübersehbar). Diese Enteignung erfolgt zunächst mittels Legislative (Steuerwillkür), später unter Androhung und/oder Ausübung von Gewalt.

Der Kapitalismus ist aber auch nur primär anders - wie wir aktuell sehen, entwickelt er auch sozialistische Tendenzen und verteilt um, um weiter existieren zu können. Die Umverteilung geschieht hier aber
1. von der Mitte zur Basis, des "sozialen Friedens" wegen, und
2. von der Mitte nach oben, um das System (Ponzi-Schema) weiter am Laufen zu halten.
Die Frage ist dann aber, was passiert, wenn die Mitte nicht mehr existiert? Krieg, Revolution, Sozialismus?

Summa: Beide Systeme können auf Dauer nicht existieren (wie hier im DGF alle Jahre wieder bewiesen wurde). Alternativen?

--
Beste Grüße

GRIBA

Alternativen...

Orodara @, Montag, 07.12.2015, 13:01 vor 3713 Tagen @ Griba 2969 Views

Hallo Griba!

Ich habe bislang nur eine Alternative gefunden: die Schlümpfe!

Sie bilden alle ein Mosaik, und jeder darf als das arbeiten, was er am besten kann, so daß ihm sein Beruf Spaß macht! Sogar das Leben macht dort Spaß, was bei uns unvorstellbar (Geldgesellschaft) oder sogar glatt verboten ist (Neidgesellschaft). Das Paradies durch Arbeit aus eigener Kraft und durch Tätigkeit, die sinnvoll ist und Spaß macht...

Dagegen sind unsere Gesellschaften, wo man entweder schwer & umweltzerstörend arbeiten muß, um zu verdienen (Lohnsklaverei - Geldgesellschaft), oder sich in einem völlig fremden Beruf quälen und abschinden muß, weil einem die Arbeit in seinem angestammtem Beruf schlicht nicht gegönnt wird (Neidgesellschaft), noch nicht einmal in der Steinzeit angekommen, sondern wir leben in der tiefsten Urzeit - weshalb wir ja auch so versessen auf das schwarze Öl, die schwarze Kohle und das schwarze Erdgas jener Zeit sind und Uran aufspalten & verbrennen, weil unser Geist nicht hell genug ist.

Natürlich würde es in einer geldlosen Gesellschaft auch Kriege geben - dann eben nicht um Geld, sondern um Rohstoffe, Land, Arbeitskräfte etc., wie ja auch heute, so daß die Lösung nicht in der Abschaffung des Geldes, sondern im richtigen Umgang mit dem Geld liegt, zumal Geld ja nur ein Umrechnungsalgorithmus für Sachwerte und Leistungen ist, wie ein an sich kostenloses Rechenprogramm (Währungsumrechner kosten ja auch kein Geld...). Aber die Schlümpfe haben in ihrer Gesellschaft das, was wir nicht haben: 1. Aufbau statt Abbau, 2. Aufhebung des Mangels durch Freundschaft, Verständnis und Liebe und 3. die Intelligenz, Fehler nicht zu wiederholen, sondern zu korrigieren.

viele Grüße
Orodara

Alternative vom Menschen aus

Falkenauge @, Montag, 07.12.2015, 13:58 vor 3713 Tagen @ Orodara 2510 Views

Hallo,

ja, kommunistischer Sozialismus und Kapitalismus führen beide in Elend und Katastrophen. Es muss also die richtige Alternative geben, die goldene Mitte sozusagen.
Bei den Schlümpfen wird ein humanitärer Ansatz gesucht, das ist schon mal gut, aber noch nicht konsequent genug durchgeführt.

Wir dürfen nicht mehr von theoretischen Gesellschaftsmodellen ausgehen, in die der Mensch irgendwie eingegliedert ist, sondern umgekehrt vom Wesen des Menschen aus die ihm angemessene Gesellschaftsform entwickeln, in der er sich am besten entfalten kann. Der Mensch ist zuerst da. In der Begegnung mit anderen erweitert er das Leben über seinen individuellen Organismus hinaus in ein soziales Beziehungsgefüge, gleichsam in einen sozialen Organismus. Dieser wird ihm in dem Maße optimale Entfaltungsmöglichkeiten bieten, in dem er nach den Bedingungen des menschlichen Organismus gestaltet ist, in dem die Glieder des individuellen Organismus sozusagen in den Gliedern des sozialen Organismus ihre nach außen projizierte Fortsetzung finden.

Der Mensch muss also das Maß der Gesellschaft sein. Das wird hier konsequent versucht.

Alternativen wurden von City und Wall Street jedesmal kaputt gemacht

Monterone @, Montag, 07.12.2015, 15:48 vor 3713 Tagen @ Falkenauge 2500 Views

Hallo Falkenauge,

ja, kommunistischer Sozialismus und Kapitalismus führen beide in Elend
und Katastrophen. Es muss also die richtige Alternative geben, die goldene
Mitte sozusagen.

Die gab es tatsächlich mal. Jede wurde von City of London, Wall Street und deren Bluthunden zu Tode gebissen:

Das Kaiserreich (1871-1914), das Dritte Reich und Charles de Gaulles trentes glorieuses.

Weil de Gaulle, so Prof. Henri Guillemin, den Banken (= Rothshild) im Wege war, wurde er durch die Studentenrevolte gestürzt.

Alain Soral meint, de Gaulle habe sich in Sachen Wirtschafts- und Finanzpolitik von den Nazis anregen lassen, deren enorme Erfolge, vor allem, was das Soziale betrifft, vom Linken und Gewerkschafter Francis Delaisi 1942 in den höchsten Tönen gelobt wurden, (Die europäische Revolution).

Wir können den regierenden Ausbeutern und Mördern keinen größeren Gefallen tun, als das, was sie uns in ihrer genozidgeilen Perfidie antun, für alternativlos zu halten.

Davon würde die Mafia nicht einmal zu träumen wagen, daß man ihr Treiben als irgendwie unvermeidlich und letztlich denn doch akzeptabel betrachtet.

Wenn es im Moment so aussieht, als gäbe es keine Alternativen, liegt das nicht an der Sache selbst, sondern daran, daß diejenigen, die jeden anderen und humaneren Weg notfalls mit Weltkriegen und Völkermorddiktaten (Versailles) zusammenschlagen, derzeit noch am längeren Hebel sitzen.

Das muß ja nicht ewig so bleiben.

*Ich bete jeden Tag zum Hanf und zu den Laternen*, (Georg Büchner, 1813-1837)

Monterone

Willst Du die Preise abschaffen?

Piter @, Montag, 07.12.2015, 14:06 vor 3713 Tagen @ ebbes 2557 Views

Hallo ebbes,

leben wir heute eigentlich noch im Kapitalismus oder schon/wieder im Sozialismus?

Sämtliche Kredite werden heute von Staatsbanken vergeben oder Banken die vom Staat gerettet wurden. Ebenso wie die Staatsfaschisten zurzeit die staatlichen Anleihen, mit neuen Schulden, kaufen.

Das ist doch auch schon eine Form des Sozialismus, im Kapitalismus. Kredite für nahezu jederman (KfW 1% Unternehmerkredite), Hausfinanzierungen nahe der 1% Marke. Autoleasing (Dacia ab 8.000 €) zu 0%.

Es war noch nie so leicht wie heute ein Auto und ein Haus zu kaufen. Mit dem schönen neuen 0% Kredit.

Das könnte der Sozialismus doch kaum besser. Das die staatlichen Schuldenberge einmal zum Problem werden könnten, dass juckt doch die Sozialisten nicht.

So bin ich zwar der Meinung, dass unsere gegenwärtige Plutokratie, erhebliche Nachteile besitzt. Vor allem weil der Staatsapparat und die Oligarchen, alles fest im Griff haben und die korrupte Justiz kontrollieren.

Doch die Lösung kann nicht darin liegen, dass es alles von ein paar noch größeren Idioten kontrolliert und verteilt wird.

Ohne Rücksicht auf Preise. Die Ignoranz des Sozialismus, der Preise, führt gerade hin zu grotesken Ungleichgewichten. Wie wir doch heute an den Zinsmärkten sehen.

Die sozialistischen Preise werden zwar wesentlich länger konstant gehalten wie im Kapitalismus, doch die unweigerliche Preisanpassung kommt dann umso heftiger.

Dann werden wieder die Spekulanten, die von der Anpassung profitieren, an den Pranger gestellt.

Das heutige Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern das unsolideste Geldsystem seit Jahrhunderten.

Eine stabile Währung und flexible Preise, ohne die Möglichkeit ausufernder Staatsverschuldung, nicht zuletzt zur Kriegsfinanzierung, war doch immer eine Garantie für gleichmäßiges, dauerhaftes und vor allem friedliches Wachstum.

Die immense Anhäufung von Vermögen, bei einigen wenigen, war und ist doch nur mittels ausufernder Staatsverschuldung, Manipulation aller Märkte und Oligarchie möglich.

Der Sozialismus wird das nicht beseitigen.

Gruss
Piter

"Besser" für wen? Was ist "gut"?

Orlando ⌂ @, Montag, 07.12.2015, 14:24 vor 3713 Tagen @ ebbes 2490 Views

Heinsohn und Steiger haben in ihrem Standardwerk Eigentum, Zins und Geld sehr schlüssig gezeigt, dass es prinzipiell nur drei Arten von Kollektiven gibt:

- Solidargemeinschaft untereinander persönlich bekannter Individuen, max 150 Köpfe, siehe auch Dunbar, die Gemeinsachaft teilt sich in alles und geht ggbfls. gemeinsam unter

- Feudalwirtschaft, Befehlswirtschaft: Eine Herrschaft, die über überlegene Gewalt verfügt bestimmt und teilt zu, alle anderen müssen folgen und sich unterwerfen, alles einschließlich der Individuen "gehört" der Herrschaft, allenfalls werden Nutzungsrechte an die Individuen erteilt (zB Lehen im Mittelalter)

- Eigentumswirtschaft, Trennung zwischen Besitz und Eigentum, eine Zentralgewalt mit Gewaltmonopol schafft und unterhält einen Rechtsrahmen und sorgt für die Vollstreckung der aus dem Eigentum resultierenden Rechte der Individuen


Der Sozialismus ist eine Unterart der Befehls- oder Feudalwirtschaft. Das zeigte sich bei der DDR zB darin, dass die Herrschaft dort die "Bürger" als ihren Besitz betrachtete. Sie verhängte Ausreiseverbote, zäunte das Land ein, ermordete diejenigen, die trotzdem das Land verlassen wollten und "verkaufte" Individuen an das Ausland gegen Devisen (=Importwaren).

Sicher ist die Feudalwirtschaft für die Herrschaft einfacher zu unterhalten, sie hat allerdings den gravierenden Nachteil, dass Sklaven nicht gut und kreativ arbeiten und muss daher im Wettbewerb mit Eigentumswirtschaften immer unterliegen.

Die Eigentumswirtschaft hat den Nachteil, dass es zu ungleicher Vermögensverteilung kommt und die Vermögenden großen Einfluss ausüben können. Der Vorteil ist die viel höhere Arbeitsproduktivität der "freien" Bürger und die Aufstiegsmöglichkeit, die natürlich nicht alle Individuen gleichermaßen haben.

Ein Bonmot drückt es treffend aus:

Der Kapitalismus hat den Nachteil der ungleichen Verteilung des Reichtums, der Sozialismus den der gleichmäßigen Verteilung der Armut.

Wenn man ein wenig darüber nachdenkt, stellt man fest, dass "Reichtum" immer ungleich verteilt sein muss, sonst gäbe es ihn nicht. "Reich" ist ein vergleichender Begriff, "Reichtum für alle" ist nur als "Armut für alle" denkbar.

Wer beide Systeme kennt, zieht meist die Eigentumswirtschaft vor.

Natürlich werden wir das nie erfahren, und zwar aus dem Grunde nicht, weil Sozialismus genauso obsolet ist wie Kapitalismus

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 07.12.2015, 14:55 vor 3713 Tagen @ ebbes 2462 Views

denn sobald eine sozialistische Regierung an die Macht kommt, wird sie von
den Reichen bekämpft.
Irgendwie auch verständlich, wenn man in die Geschichte schaut.
Oft wurden Reiche gejagt und ermordet.
Also darf das Volk überhaupt nicht auf solche Ideen kommen.

Kapitalismus hat nichts mit den "Reichen" zu tun, sondern mit Personen, die haften. Dass diese Personen reich sein müssen, ist nur eine Folge der Haftung. Wer nicht reich ist, der kann nun mal nicht haften.
Aber das ist obsolet, weil sich herausgestellt hat, dass die Personen Mittel und Wege finden, die Haftung auf die Allgemeinheit abzuschieben.
Damit endet der Kapitalismus.

Soziaslismus hat nichts mit den Armen zu tun, sondern mit Institutionen, welche die Haftung auf die Allgemeinheit abschieben.
Trotzdem werden einzelne reich
Damit endet der Sozialismus. Und nicht etwa daran, dass "Die Reichen" etwas dagegen hätten.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wer falsche Fragen stellt, erhält falsche Antworten / von Hopi

Leserzuschrift @, Montag, 07.12.2015, 16:30 vor 3713 Tagen @ ebbes 2687 Views

Servus @ebbes,

besten Dank für Deinen neuen Faden, der so alt ist wie die Menschheit (= ein Abstraktum laut Goethe!) selbst auf Erden. Anders forumliert => Die ewige Frage nach "arm & reich oder Macht & Ohnmacht" et cetera ... ad infinitum ... bis hin zum *** Perpetuum mobile ***.

Perpetuum mobile:

https://de.wikipedia.org/wiki/Perpetuum_mobile


Die ALTERNATIVE, bzw. die LÖSUNG könnte von einem genialen Menschen kommen, den die Welt zwar kennt, aber wie so oft zu seinen Lebzeiten (= er lebt noch!) nicht vollumfänglich er-KENNT!? Die Rede ist von "Prof. Dr. Hans-Peter Dürr".


Hans-Peter Dürr:
MATERIE ist NICHT MATERIE -> :-) <- ... ... ...

https://denkeandersblog.wordpress.com/2015/12/06/prof-dr-hans-peter-duerr-materie-ist-n...


„Materie ist im Grunde nicht Materie. Deshalb habe ich eingangs erwähnt: Ich habe fünfzig Jahre über Materie gearbeitet, die es gar nicht gibt. Wir können uns das nicht vorstellen…. Es gibt nur Beziehungsstrukturen, es gibt keine Objekte. Die Frage, was ist und was existiert, kann so nicht mehr gestellt werden.” (H.P. Dürr)


Hans-Peter Dürr -> Der ganz Urknall ist alte Physik <- (Prädikat: ohne Worte)

https://www.youtube.com/watch?v=EihwwV0X7Yw


S.c.h.l.u.ß.g.e.d.a.n.k.e.n.

Erst ab dem MOMENT an, ab dem Menschen begreifen, daß es keine Materie im "sprichwörtlich-herkömmlichen Sinne" gibt, erst dann werden sie erkennen, daß "Ihr TUN nichts als SINN-lose ARBEIT" ist, wie es bereits Viktor Schauberger 1933 erkannte & in seinem "gleichnamigen Vermächtnis" uns offen-barte.


Viktor Schauberger * UNSERE SINNLOSE ARBEIT (1933) *

https://archive.org/stream/Schauberger-Viktor-Unsere-sinnlose-Arbeit/SchaubergerViktor-...


Damit wir das GROSSE GEHEIMNIS, verbunden um die & mit der MATERIE nicht erkennen, werden wir mit ja geradezu mit exponentieller Geschwindigkeit mehr & mehr zugeknallt-, und zugemüllt. Mit iPhones, Smart-Phones, iPads, Smart-Grid-Techniken ... Nachrichten, Events, Filmen, Arbeit, Steuern ... rund um die Uhr (= Rock Around The Clock ! Bill Haley) ... ad absurdum, d.h. wir er-trinken geradezu in MATERIE und "Schein-In-FORM-ation(en)" und erheben diese zu unserem "Schein-GOTT = Geld-SCHEIN" von der Wiege bis zur Bahre.

Wir Alle werden "all-wissend" geboren (= Lebenslauf ... ein leeres weißes Blatt Papier) und sterben buchstäblich höchstmöglichst verdummt (= Lebenslauf angefüllt mit sinnlosen Tätigkeiten, Titeln, Auszeichnungen für sinnlose Taten). Alles ursprünglich UNS natürlich ** Ange-BORENE, uns inne-WOHNENDE & ver-BINDENDE** wird uns systematisch ausgetrieben. Am deutlichsten drückt es sich in den Worten "KUNST & künstlich" versus "NATUR & natürlich" aus.


"Die Materie ist ja nur die Schlacke unseres Geistes." (HP Dürr)


Natürlichst grüßend,
Hopi

N.a.c.h.m.u.s.i.k.a.l.i.s.i.e.r.t.


Hang Massive (Völlig neues Musikinstrument *Made in Switzerland*)- ONCE AGAIN (Hang Drum Duo) :-)

https://www.youtube.com/watch?v=xk3BvNLeNgw


Alles ist PLASMA, ist Schwingung, Vibration, Frequenz, Ton, Musik ... aus nichts anderem bestehen wir selbst & alles was ist & jemals sein wird OHNE ANFANG und ENDE. Nichts neues unter der Sonne, unsere Ahnen erkannten ES, spielten damit, einige mißbrauchten ES ... bis heute, wo wir gerade wieder "NEU anfangen zu SPIELEN und ES zu er-KENNEN."


PANArt Hangbau AG :-):

http://panart.ch/de/news

Der Sozialismus wird kommen

LLF @, Montag, 07.12.2015, 17:00 vor 3713 Tagen @ ebbes 2636 Views

Die kapitalistische Marktwirtschaft wird in den nächsten zehn Jahren wohl schrittweise verschwinden. Unternehmen ohne Nachfolger sind ein Indiz dafür, dass unternehmerische Tätigkeit heute nicht mehr als attraktiv angesehen wird. Das liegt nicht so sehr an den Steuern, sondern vielmehr daran, dass Fixkosten immer höher werden und Umsätze stagnieren oder zurückgehen. Die Preise sind heutzutage zu hoch für Geringverdiener und zu niedrig, um Fixkosten zu decken.

Die Löhne und Lohnnebenkosten sind heutzutage zu niedrig für einen vernünftigen Lebensstandard und zu hoch für den internationalen Wettbewerb. Der Lohn wurde erfunden, um einfache Tätigkeiten zu finanzieren. Ein Bäcker wird nach der Anzahl seiner produzierten Brötchen bezahlt. Welcher Lohn ist beispielsweise für einen Buchhalter, Lehrer oder Personalsachbearbeiter angemessen? Es gibt immer mehr Berufe, deren Arbeitsergebnis sich nicht in Geldeinkeiten ausdrücken lässt. Je höher die Produktivität, desto höher ist das vorausgesetzte Bildungsniveau, und das muss durch den Staat finanziert werden. Wir haben also einen steigenden Anteil staatlicher Leistungen am Bruttoinlandsprodukt, so dass die Lohnarbeit (Lohn proportional zur Arbeitsleistung) für viele Beschäftigte nicht mehr passt. Wir haben eine ständig zunehmende innerbetriebliche Bürokratie, wo die Mitarbeiter nach abgesessenen Stunden bezahlt werden. Trotz dieser wachsenden Bürokratie haben wir auch eine wachsende Arbeitslosigkeit gerade auch unter Hochqualifizierten.

Früher diente die Marktwirtschaft zur Überwindung von Knappheit, heute geht es darum, die Konsumenten mit Werbung für überflüssige Produkte zu belästigen. Würde man auf die ganze Werbung verzichten und alle Produkte zu Herstellungskosten (plus 10-20%) verkaufen, so wäre allen gedient - die Konsumenten könnten preiswerter einkaufen und würden nicht mehr durch Reklame belästigt werden.

Der Sozialismus in den osteuropäischen Staaten hat es geschafft, das Lebensniveau seiner Gründungszeit (1950er Jahre) zu halten oder sogar zu steigern. Im Vergleich zu 1990 gibt es heutzutage deutlich bessere Überwachungs- und Steuerungsverfahren (Internet, ERP, RFID-Chips, Videoüberwachung). Viele Unternehmen praktizieren schon heute eine Art von Planwirtschaft mit variablen Produktionsmengen.

Venezuela ist aufgrund seiner kulturellen Gegebenheiten vielleicht nicht das geeignete Land, um eine sozialistische Gesellschaft einzuführen.

Der Sozialismus ist doch laengst da!

CalBaer @, Montag, 07.12.2015, 20:07 vor 3713 Tagen @ ebbes 2648 Views

Naemlich die Subventionierung der Industrie zu Gunsten einer kleinen Minderheit auf Kosten einer breiten Mittelschicht per finanzieller Repression.

Das System lebt immer mehr von der Substanz.

Wenn alle ins Prekariat abgerutscht sind, gibt es Almosen, um Revolten zu vermeiden. In der DDR oder der Sowjetunion war es auch nicht viel anders.

Kriegt ihr noch was mit?

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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