Muss Syrien wirklich wegen der Gaspipeline fallen?
So kurz vor Kriegseintritt Deutschlands mache ich mir Gedanken um das
tatsächliche Warum.
Ein Leserbrief auf Zerohedge hat mich veranlasst, mal wieder die Landkarte
aufzuschlagen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist ja das große Ziel im Hintergrund,
eine Gaspipeline von Katar und Arabien nach Europa zu bauen.
Dann könnte Russland die Ostsee-Pipeline vergessen, es gäbe kein Geld mehr
und Russland wäre am Ende. Das Geld, was wir verheizen, flösse dann nicht
mehr nach Russland, sondern nach Katar und sicher auch in die USA.
Russland hätte dann keine Einnahmen, USA hätte mehr Einnahmen, und die USA
hätten sich auf lange Zeit den Geldfluss aus Europa und die Weltherrschaft
gesichert.
Daher tut Russland alles, um Syrien als Sperriegel für die Pipeline zu
erhalten, und der Westen tut alles, um diesen Sperriegel zu beseitigen.
Ich möchte bezweifeln, dass diese Strategie stimmt. Ein Blick auf die
Landkarte zeigt eine viel einfachere Möglichkeit.
Eine Gaspipeline könnte von Saudiarabien wenige Kilometer durch den Golf von
Akaba bis nach Eilat führen, dann durch Israel, dann durchs Mittelmeer nach
Griechenland oder Italien.
Bei diesem Verlauf gibt es nirgends böse Buben. Ich fasse den Westen, Israel
und Saudiarabien mal als Gruppe mit gemeinsamen Interessen zusammen, egal,
was die aufgehetzten Völker denken.
Technisch dürfte es auch keine Probleme geben. Zur Not müsste Gerhard
Schröder als Berater ran, der hat Erfahrung mit Unterwasser-Pipelines.
Ist an diesen Überlegungen was dran?
Wenn ja, warum werden sie nicht angestellt?
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