9. Mahnwache in Ingolstadt als Bild mit Kerze für jeden Teilnehmer
Wir haben viel zu verlieren, nur bleibt die Erkenntnis eine individuelle.
![[image]](http://up.picr.de/23851891wh.jpg)
Wir haben viel zu verlieren, nur bleibt die Erkenntnis eine individuelle.
![[image]](http://up.picr.de/23851891wh.jpg)
Bergamr , Montag, 30.11.2015, 22:49 vor 3719 Tagen @ Fidel 4930 Views
Hallo,
hab hier schon berichtet http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=384756
> Wir haben viel zu verlieren, nur bleibt die Erkenntnis eine individuelle.
Da hast Du so recht!
Gruß
Bergamr
--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...
Fidel , Montag, 30.11.2015, 22:56 vor 3719 Tagen @ Bergamr 4150 Views
- kein Text -
Mephistopheles , Datschiburg, Dienstag, 01.12.2015, 14:35 vor 3718 Tagen @ Bergamr 4567 Views
Wenn trotz jenem furchtbaren Druck der »Sittlichkeit der Sitte«, unter dem alle Gemeinwesen der Menschheit lebten, viele Jahrtausende lang vor unserer Zeitrechnung und in derselben im ganzen und großen fort bis auf den heutigen Tag (wir selber wohnen in der kleinen Welt der Ausnahmen und gleichsam in der bösen Zone): – wenn, sage ich, trotzdem neue und abweichende Gedanken, Wertschätzungen, Triebe immer wieder herausbrachen, so geschah dies unter einer schauderhaften Geleitschaft: fast überall ist es der Wahnsinn, welcher dem neuen Gedanken den Weg bahnt, welcher den Bann eines verehrten Brauches und Aberglaubens bricht. Begreift ihr es, weshalb es der Wahnsinn sein mußte? Etwas in Stimme und Gebärde so Grausenhaftes und Unberechenbares wie die dämonischen Launen des Wetters und des Meeres und deshalb einer ähnlichen Scheu und Beobachtung Würdiges? Etwas, das so sichtbar das Zeichen völliger Unfreiwilligkeit trug, wie die Zuckungen und der Schaum des Epileptischen, das den Wahnsinnigen dergestalt als Maske und Schallrohr einer Gottheit zu kennzeichnen schien? Etwas, das dem Träger eines neuen Gedankens selber Ehrfurcht und Schauder vor sich und nicht mehr Gewissensbisse gab und ihn dazu trieb, der Prophet und Märtyrer desselben zu werden? – Während es uns heute noch immer wieder nahegelegt wird, daß dem Genie, anstatt eines Kornes Salz, ein Korn Wahnwurz beigegeben ist, lag allen früheren Menschen der Gedanke viel näher, daß überall, wo es Wahnsinn gibt, es auch ein Korn Genie und Weisheit gäbe, – etwas »Göttliches«, wie man sich zuflüsterte. Oder vielmehr: man drückte sich kräftig genug aus. »Durch den Wahnsinn sind die größten Güter über Griechenland gekommen«, sagte Plato mit der ganzen alten Menschheit. Gehen wir noch einen Schritt weiter: allen jenen überlegenen Menschen, welche es unwiderstehlich dahin zog, das Joch irgendeiner Sittlichkeit zu brechen und neue Gesetze zu geben, blieb, wenn sie nicht wirklich wahnsinnig waren, nichts übrig, als sich wahnsinnig zu machen oder zu stellen – und zwar gilt dies für die Neuerer auf allen Gebieten, nicht nur auf dem der priesterlichen und politischen Satzung: – selbst der Neuerer des poetischen Metrums mußte durch den Wahnsinn sich beglaubigen. (Bis in viel mildere Zeiten hinein verblieb daraus den Dichtern eine gewisse Konvention des Wahnsinns: auf welche zum Beispiel Solon zurückgriff, als er die Athener zur Wiedereroberung von Salamis aufstachelte.)[1023] – »Wie macht man sich wahnsinnig, wenn man es nicht ist und nicht wagt, es zu scheinen?« diesem entsetzlichen Gedankengange haben fast alle bedeutenden Menschen der älteren Zivilisation nachgehangen; eine geheime Lehre von Kunstgriffen und diätetischen Winken pflanzte sich darüber fort, nebst dem Gefühle der Unschuld, ja Heiligkeit eines solchen Nachsinnens und Vorhabens. Die Rezepte, um bei den Indianern ein Medizinmann, bei den Christen des Mittelalters ein Heiliger, bei den Grönländern ein Angekok, bei den Brasilianern ein Paje zu werden, sind im wesentlichen dieselben: unsinniges Fasten, fortgesetzte geschlechtliche Enthaltung, in die Wüste gehen oder auf einen Berg oder eine Säule steigen, oder »sich auf eine bejahrte Weide setzen, die in einen See hinaussieht« und schlechterdings an nichts denken als das, was eine Verzückung und geistige Unordnung mit sich bringen kann. Wer wagt es, einen Blick in die Wildnis bitterster und überflüssigster Seelennöte zu tun, in welchen wahrscheinlich gerade die fruchtbarsten Menschen aller Zeiten geschmachtet haben! Jene Seufzer der Einsamen und Verstörten zu hören: »Ach, so gebt doch Wahnsinn, ihr Himmlischen! Wahnsinn, daß ich endlich an mich selber glaube! Gebt Delirien und Zuckungen, plötzliche Lichter und Finsternisse, schreckt mich mit Frost und Glut, wie sie kein Sterblicher noch empfand, mit Getöse und umgehenden Gestalten, laßt mich heulen und winseln und wie ein Tier kriechen: nur daß ich bei mir selber Glauben finde! Der Zweifel frißt mich auf, ich habe das Gesetz getötet, das Gesetz ängstigt mich wie ein Leichnam einen Lebendigen: wenn ich nicht mehr bin als das Gesetz, so bin ich der Verworfenste von allen. Der neue Geist, der in mir ist, woher ist er, wenn er nicht von euch ist? Beweist es mir doch, daß ich euer bin; der Wahnsinn allein beweist es mir.« Und nur zu oft erreichte diese Inbrunst ihr Ziel zu gut: in jener Zeit, in welcher das Christentum am reichsten seine Fruchtbarkeit an Heiligen und Wüsten-Einsiedlern bewies und sich dadurch selber zu beweisen vermeinte, gab es in Jerusalem große Irrenhäuser für verunglückte Heilige, für jene, welche ihr letztes Korn Salz darangegeben hatten.
(ist nicht von mir, aber googelt selber nach dem Autor)
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc
Orodara , Dienstag, 01.12.2015, 18:31 vor 3718 Tagen @ Mephistopheles 4122 Views
"Statt seine Unschuld zu beteuern, hätte er wütend werden und einen Versuch machen sollen, sich zu befreien. ... Der Augenblick der Tat ist nicht die Zeit zum Diskutieren (während wir ideell reden, frißt uns der Feind reell auf!). ... Er hat praktisch nichts Unrechtes getan außer eben, daß er nichts getan hat! Er hat gesündigt, indem er keine Sünde beging. Er hat nicht GELEBT. Wenn Sie leben, sind Sie gezwungen zu sündigen; wenn Sie essen, dann können andere diese Speise nicht haben. ... Leben ist mit Schuld verbunden, und er hat dadurch, daß er nicht lebte, nicht viel aktive Schuld auf sich geladen, dagegen aber einen enormen Berg von passiver Schuld ... und das ist genauso grausam und unmoralisch wie eine sogenannte schlimme Tat."
Marie-Louise von Franz
"Im Märchen von Hänsel und Gretel ist in der Hexe die böse, dämonische Mutter symbolisiert, die den Hunger der Kinder dazu benutzt, um sie in ihre Gewalt zu locken. Sie will die Kinder für sich haben (beherrschen, versklaven, kastrieren, töten, vernichten – Anm.), sie will sie nicht freilassen und mit 'fressender Mutterliebe' für ihre Bedürfnisse verschlingen. Es wird auch der Wunsch der Kinder erzählt, in einem versorgten Haus zu verweilen, in dem die lockende Hexe eine – wenn auch trügerische – Geborgenheit (die falsche 'Sicherheit'! – Anm.) verspricht. Die Kinder müssen sich selbst befreien, indem sie die Hexenmutter vernichten. Es gibt keinen leichteren Weg. Es geht um den Mut, die Hexe zu töten – oder das eigene Leben geht im Hexenbann verloren."
Hans-Joachim Maaz
Selbstverständlich ist das kein Aufruf zu Gewalt, denn wie soll das gehen, wenn die Deutschen alle entwaffnet wurden, die Regierung aber bis an die Zähne bewaffnet ist und neben Weltraumraketen, Panzern etc. Billionen Schuß hat? Aber auch das stärkste Monster wurde noch besiegt...
Was also, wenn kein Aufruf zu Gewalt? Wenn die "Regierung" das Volk vernichtet, dann muß das Volk Gandhi sein!
Mephistopheles , Datschiburg, Dienstag, 01.12.2015, 19:50 vor 3718 Tagen @ Orodara 4043 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.12.2015, 19:53
Was also, wenn kein Aufruf zu Gewalt? Wenn die "Regierung" das Volk
vernichtet, dann muß das Volk Gandhi sein!
...für das, was wir in näherer Zukunft hier erleben werden.
Im Ernst!
Im Verlauf des Teilungsprozesses kam es zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, die zum Tod von mehreren hunderttausend Menschen führten. Einige Autoren sprechen sogar von bis zu einer Million Opfern oder mehr.[1] Etwa 20 Millionen Menschen wurden im Zuge der Aufteilung Britisch-Indiens deportiert, vertrieben oder umgesiedelt.[2][3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Teilung_Indiens
![[image]](http://www.bpb.de/cache/images/6/44406-3x2-original.jpg?83279)
Das ganze Friedesnsgedöns stört dabei überhaupt nicht, im Gegenteil, das ist immer der notwendige Vorläufer für die nachfolgenden Gewaltexzesse.
Und die folgen nach einer historischen Gesetzmäßigkeit immer den Friedensschalmaien.
Um die Waffen würde ich mir keine Sorgen machen, die bewegen sich nämlich auf die Wanderschaft, sobald die Regierung die Waffenträger nicht mehr bezahlen kann.
Gruß Mephistopheles
--
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Orodara , Dienstag, 01.12.2015, 20:36 vor 3718 Tagen @ Mephistopheles 3679 Views
... aber ich präzsiere mal sicherheitshalber:
Was also, wenn kein Aufruf zu Gewalt? Wenn die "Regierung" das Volk
vernichtet, dann muß das Volk Gandhi sein!
Was kann es stattdessen sein, wenn es kein Aufruf zu Gewalt sein soll? -> Gandhi
Wenn die "Regierung" das Volk vernichtet, dann muß das Volk Gandhi sein!
Doch anscheinend sind nicht alle so friedlich, und "Mephistopheles" kann es wohl nicht schnell genug gehen - oder aber er hat auch keine Lösung...
Bernadette_Lauert, Dienstag, 01.12.2015, 22:08 vor 3718 Tagen @ Mephistopheles 4021 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 01.12.2015, 22:30
Was also, wenn kein Aufruf zu Gewalt? Wenn die "Regierung" das Volk
vernichtet, dann muß das Volk Gandhi sein!
[...]
Das ganze Friedesnsgedöns stört dabei überhaupt nicht, im Gegenteil, das ist immer der notwendige Vorläufer für die nachfolgenden Gewaltexzesse.
Das Wort "Friedesnsgedöns" hat mir offenbart, warum mir der Duktus Deines Textes nicht behagt.
Das Wort "Frieden" und seine Bedeutung hat eine wohlwollendere Perspektive verdient, als eine, in der an das Wort "-gedönhns" angehängt wird.
![[image]](https://i.ytimg.com/vi/4FVkBedjhlQ/maxresdefault.jpg)
Ich bin fast schon empört, "Gedöhns" lesen.
Des Wort "Friedensgedöhns" hallt so lange nach...
Das beste, was mir dazu einfällt ist ein 56-millionenfach geklicktes Rap-Battle-Vid:
Youtube: Gandhi vs Martin Luther King Jr. Epic Rap Battles of History Season 2
Oder nennen wir es umgangssprachlich:
![[image]](http://i.imgur.com/MczDbDz.jpg)
Na gut.
Peace, Bla
Mephistopheles , Datschiburg, Dienstag, 01.12.2015, 22:37 vor 3718 Tagen @ Bernadette_Lauert 3689 Views
Das ganze Friedensgedöns stört dabei überhaupt nicht, im Gegenteil,
das ist immer der notwendige Vorläufer für die nachfolgenden
Gewaltexzesse.Das Wort "Friedensgedöns" hat mir offenbart, warum mir der Duktus Deines
Textes nicht behagt.
Das hat uns gerade noch gefehlt: Eine Oberwächterin für politisch korrekten Duktus.
Das Wort "Frieden" und seine Bedeutung hat eine wohlwollendere Perspektive
verdient, als eine, in der an das Wort "-gedönhns" angehängt wird.
Ich bin fast schon empört, "Gedöhns" lesen.
Ich auch. Es heißt nämlich Gedöns"
Des Wort "Friedensgedöhns" hallt so lange nach...
Das liegt nur an deiner fehlerhaften Schreibweise.
Gandhi ist ein Großer...
Das Werk lobt den Meister.
Peace, Bla
--
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Bernadette_Lauert, Dienstag, 01.12.2015, 23:57 vor 3717 Tagen @ Mephistopheles 3539 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 02.12.2015, 00:01
Sei mal nicht so humorlos Meph. Das Wort "Friedensgedöns" wird man wohl noch kritisch beäugen dürfen, wenn der Kontext "Gandhi" ist.
Orodara , Mittwoch, 02.12.2015, 08:46 vor 3717 Tagen @ Mephistopheles 3398 Views
... Georg Elser?
Mephistopheles , Datschiburg, Mittwoch, 02.12.2015, 11:41 vor 3717 Tagen @ Orodara 3411 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.12.2015, 11:45
... Georg
Elser?
So jemand wie Georg Elsner wäre heute unmöglich aus 2 Gründen.
Das verhindern schon die Bernadettes* und Silkes* und die anderen Lebensfeinde in unserer Gesellschaft.
*Das ist jetzt nicht persönlich gemeint, sondern steht nur für einen bestimmten Topos an Lebensfeindlichkeit.
Lebensfeindlich ist jeder, der Gewalt für sich ausschließt, weil Leben im Staate ist nur durch Anwendung von Gewalt - auf allen Ebenen - möglich.
Und wir können nur in einem Staat überleben. Wer also seine Existenztgrundlage verneint, den bezeichne ich als lebensfeindlich.
Das richtet sich auch nicht gegen die Frauen, weil es gibt genug Pussyknechte, die sich genau so lebensfeindlich verhalten.
Der andere Grund ist, dass es nichts nützen würde, sich so zu verhalten wie Elsner. Die Demokratie ist nämlich eine Hydra.
Wenn man einen Kopf abschlägt, so wachsen sofort zwei neue nach.
Das ist der zweite Grund, warum jemand wie Elsner heute unmöglich ist, wobei natürlich die Frage ist, ob er irgendetwas bewirkt hätte, selbst wenn sein Attentat von Erfolg gekrönt worden wäre. Die Nazis waren nämlich auch demokratisch - mit vielen Köpfen.
Auf der anderen Seite ist es natürlich die staatsbürgerliche Pflicht eines jeden, der lebensbejahend ist und von der Voraussetzung ausgeht, dass Leben nur im Staate möglich ist, etwas zu unternehmen.
Das Problem ist, was soll man unternehmen?
Aktionismus, also Aktionen, die nicht zielführend sind, sind zwar nicht schlecht, führen aber zu nichts.
Mein Vorschlag, die Hydra an ihrer Achillesverse zu packen, und das ist die Finanzierung dieser Invasion, ist ja hier in diesem Börse & Wirtschaftsforum & Debitismus auf wenig Resonanz gestoßen.
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc
Hinterbänkler , Schweiz - tief im Emmental, Mittwoch, 02.12.2015, 13:13 vor 3717 Tagen @ Mephistopheles 3445 Views
Das Problem ist, was soll man unternehmen?
Aktionismus, also Aktionen, die nicht zielführend sind, sind zwar nicht
schlecht, führen aber zu nichts.
Mein Vorschlag, die Hydra an ihrer Achillesverse zu packen, und das ist
die Finanzierung dieser Invasion, ist ja hier in diesem Börse &
Wirtschaftsforum & Debitismus auf wenig Resonanz gestoßen.
Hallo Mephistopheles,
ich will jetzt nicht meine alter Leier des 'Es gibt nichts zu tun' wiederholen
Aber es ist halt so in selbstorganisierenden Systemen, dass nicht alles auf Resonanz stößt.
Resonanz ist ja eben die selbstorganisierende Kraft selbst.
Oder: Resonanz ist die Schwarmintelligenz.
Ich meine:
Man soll nichts unternehmen, was nicht auf Resonanz stößt.
Bist Du damit einverstanden?
Aktionen, die zwar zielführend wären, aber auf wenig Resonanz stoßen, führen aber zu nichts.
Bist Du damit einverstanden?
Wir alle werden also definitiv nicht die Hydra an ihrer Achillesferse packen.
Bist Du damit einverstanden?
Das Problem ist - weiterhin:
Was soll man unternehmen?
Solange man auf 'Macht' resoniert und sie - etwas unternehmend(!) - bekämpft oder sich ihr unterwirft, ist sie Teil der selbstorganisierenden Kraft.
Wie überall und laufend zu sehen.
Und durch den Debitismus bestens beschrieben.
Meine Frage:
Wie kann ich mein Resonanzsystem neu ausrichten?
Wie kann ich mein Resonanzsystem neu ausrichten, dass ich z. B. nicht auf Macht reagiere?
Wie kann ich mein Resonanzsystem neu ausrichten, dass ich z. B. (Re)Aktionen, die nicht zielführend sind, nicht unternehme?
(Wobei da auch gleich noch zu fragen wäre: Was wäre zielführend, das Ziel?)
Wie kann ich mein Resonanzsystem neu ausrichten, dass ich z. B. nichts unternehmen soll?
Danke und Gruß
Hinterbänkler
--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'
Fidel , Mittwoch, 02.12.2015, 14:33 vor 3717 Tagen @ Hinterbänkler 3437 Views
Hallo Hinterbänkler
Genau deshalb gefällt mir die ursprüngliche Idee so sehr keine Forderungen zu stellen, keine Organisation suchen, keine politischen Ziele verfolgen. Das Thema meiner Anzeige ist unverändert "kein Thema".
Mir reicht´s und ich äußere das durch die Mahnwache und zwar so lange wie es mir gefällt. Mag sein, dass sich zufällig mehr Leute dazu eingeladen fühlen.
Was man darüber hinaus macht/te bzw. tun wird ist Privatsache.
Kein Einzelner kann Machtstrukturen ändern und es ist auch nicht nötig.
Mir gefällt der Versuch sehr, den Hund mit dem Schwanz wedeln zu lassen. Bei ausreichend zufälliger Beteiligung würde es funktionieren.
Die Gründe der Gäste können total verschieden sein, gemeinsamer Nenner ist - es reicht.
Ich meine der Ansatz ist den Versuch wert.
BG Fidel
Hinterbänkler , Schweiz - tief im Emmental, Mittwoch, 02.12.2015, 15:23 vor 3717 Tagen @ Fidel 3313 Views
Genau deshalb gefällt mir die ursprüngliche Idee so sehr keine
Forderungen zu stellen, keine Organisation suchen, keine politischen Ziele
verfolgen. Das Thema meiner Anzeige ist unverändert "kein Thema".
Mir reicht´s und ich äußere das durch die Mahnwache und zwar so lange
wie es mir gefällt. Mag sein, dass sich zufällig mehr Leute dazu
eingeladen fühlen.
Kein Einzelner kann Machtstrukturen ändern und es ist auch nicht nötig.
Mir gefällt der Versuch sehr, den Hund mit dem Schwanz wedeln zu lassen.
Bei ausreichend zufälliger Beteiligung würde es funktionieren.
Die Gründe der Gäste können total verschieden sein, gemeinsamer Nenner
ist - es reicht.
Ich meine der Ansatz ist den Versuch wert.
Hallo Fidel,
danke für die Resonanz...
Sehr guter Ansatz.
Ganz und ausschließlich subjektiv!
...bis auf ganz kleine Worte und Satzelemente, die noch auf Wirkung hoffen:
...Mahnwache
...würde es funktionieren
...ist den Versuch wert
Ja, es reicht.
Es reicht, bei ausreichender Beteiligung.
Ausreichend für Dich ist zufällig: Du
Danke und Gruß
Hinterbänkler
--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'
Fidel , Mittwoch, 02.12.2015, 16:15 vor 3717 Tagen @ Hinterbänkler 3282 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.12.2015, 16:30
Dieser Nachtrag nicht als Versuch einer Entschuldigung.
Kritik ist richtig, wenn sie trifft. Deine Gedanken treffen.
...bis auf ganz kleine Worte und Satzelemente, die noch auf Wirkung
hoffen:
...Mahnwache
...würde es funktionieren
...ist den Versuch wert
Im Nachhinein erkenne ich die Mahnwache - auch - als Mahnung an Mitmenschen.
Das ist unbequem und erzeugt schlechtes Gewissen, selbst bei den Ignoranten.
Diese Entdeckungsreise durch Selbstversuch macht Freude, wenn der Anlass nicht so ernst wäre.
Ja, es reicht.
Es reicht, bei ausreichender Beteiligung.
Ausreichend für Dich ist zufällig: Du![]()
Danke und Gruß
Hinterbänkler
Herzliche Grüße
Fidel
Orodara , Mittwoch, 02.12.2015, 15:25 vor 3717 Tagen @ Fidel 3458 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.12.2015, 15:37
Denkweisen gibt es unendlich viele, und keine ist gleich, aber zu viele Leute wollen ihre alleinige Denkweise durchsetzen. Dadurch entsteht endloser Krieg, völlige Ausweglosigkeit, der Verlust auch noch des allerletzten Bißchens Harmonie.
Der Ausweg zeigt sich ganz woanders: Fühlen tun alle gleich (mit sehr wenigen Ausnahmen)...
Das Grundproblem unserer Gesellschaft ist: kein Herz...!
![[image]](http://1.bp.blogspot.com/-V6D8gnwTgpk/UMCkLKzyDHI/AAAAAAAAAus/7_qwqBWR_0w/s1600/Herz+Jesu+%5B6%5D.jpg)
Leserzuschrift , Mittwoch, 02.12.2015, 14:27 vor 3717 Tagen @ Bernadette_Lauert 3963 Views
Hallo Bernadette,
mir kommt es beinahe so vor, als wollte man uns Westlern Gandhi als bedingungslosen Pazifisten und den gewaltfreien Widerstand als Nonplusultra verkaufen und wem könnte das wohl nutzen?
Wenn man sich genauer mit Gandhi und seinen Forderungen befasst, sollte sich meines Erachtens ein differenzierteres Bild von seinen Idealen ergeben.
Hier z. Bsp.: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004713.html
wird u.a. aus dem Buch "Gandhi und der Begriff des Politischen" von Dieter Conrad zitiert und es gibt da eine Menge zu lesen, bis man zu diesem Auszug kommt:
"Die Sache Kampf… war… Gandhi so wichtig, dass er mehrfach betont und programmatisch für[\b] Gewalt noch eher plädierte, wenn die Alternative Unterwerfung oder passives Geschehenlassen von Unrecht sein sollte†...
"Stets aber hielt er fest, dass der Weg zur Gewaltlosigkeit über Selbstachtung und Furchtlosigkeit führt, über eine durchaus kriegerisch aufgefasste Tapferkeit, die notfalls im gewaltsamen Kampf zu erwerben und zu erhärten ist. Es geht dabei um die Sicherung des aktiven Charakters und des Wahrheitsbezuges"...
Als das fundamentalste Grundrecht definiert Gandhi das Recht auf Leben, das Recht auf Subsistenz - aber dies verbunden mit der Erfüllung der gemeinwohlbezogenen Pflichten...
Das wird an zwei überraschenden Forderungen des 11-Punkte-Programms der Unabhängigkeitserklärung des Nationalkongresses von 1930 deutlich:
der Abschaffung der Salzsteuer und
der Lizenzierung von Feuerwaffen zur Selbstverteidigung.
Letzteres ist besonders auffallend bei Gandhis Betonung der Gewaltfreiheit. Aber dabei geht es nicht nur um das Naturrecht auf Selbstverteidigung der Einzelnen, sondern um das Volksrecht auf Widerstand gegen Unterdrückung." [Auszug link Ende]
Es gibt angeblich ein Zitat von Mahatma Gandhi, welches sinngemäß besagt, dass "ein Familienvater (gefälligst
" /> seine Familie beschützen können muss und eine Gemeinde ihren Gemeindegrund und ein Staat sein Staatsgebiet". Ich habe das genaue Zitat gerade nicht gefunden, aber diese Aussage würde zu Gandhi's anderen Standpunkten, wie bei Dieter Conrad beschrieben, passen.
Zu denken, dass Gandhi Waffenbesitz oder wenn nicht anders möglich, gewaltsame Selbstverteidigung abgelehnt habe, ist genauso blauäugig, wie zu meinen, Mutter Theresa wäre eine Wohltäterin und Heilige gewesen.
Aber es passt halt gut ins Konzept der Gewalthabenden und Meinungsbildenden, den kleinen Leuten Gewaltverzicht einzutrichtern, weil sonst müssten die da oben viel mehr Angst haben.. Also warten wir weiter, weil die Demokratie und Papa, ähm, Mama's Staat und Stab werden's schon irgendwann richten, nichwahr?
Nochmal ernsthaft, Bernadette:
In Indien waren zu Gandhi's Zeiten die Wege enorm lang, also war es logisch, dass sich eine Gemeinde selber schützen können musste: Es kam einfach nicht schnell genug Hilfe und es gab mit Sicherheit Räuberbanden.
(Aber "schnell" ist relativ, denn in einer bedrohlichen und u.U. schmerzhaften Notsituation können 10 Minuten in der BRinD auch lang werden...)
Gandhi war inspiriert von Tolstoi und der Bergpredigt Jesu (siehe link) und er stand im Angesicht einer militärisch übermächtigen Besatzung und nur wegen der Aussichtslosigkeit des kämpferischen Widerstandes hat er zum gewaltlosen Widerstand und zur Selbstaufopferung für die Freiheit aufgerufen.
Nochmal sarkastisch:
Wäre ich ein mafiöser Politiker und hätte ich nur 5 Mann mit Maschinenpistolen und genug Munition und die Lage wäre am Eskalieren...
hätte ich kein Problem mit 1000 gewaltfreien Demonstranten und mit 1000 gewaltbereiten, aber unbewaffneten Demonstranten wäre das Problem nur unwesentlich größer... Also: Cui Bono?
Meine ganz ehrliche Meinung:
Wer bereit ist, für seinen Glauben - im Sinne der Bergpredigt, die ja auch Gandhi inspiriert hat - und die darin erkannte Wahrheit sein Leben zu geben, gewinnt das, was ihm Jesus in der Bergpredigt verheißt, wer sich aber nur "einfach so", weil's halt der Gandhi angeblich vorgeschlagen hat, vom nächstbesten Fanatisten töten oder verletzen lässt, ist einfach nur ein sauber programmiertes Schlachtschaf.
Eine blauäugig herbeigeführte Wehrlosigkeit und damit einhergehendes Ausgeliefertsein hat weder etwas mit Gandhi noch mit der Bergpredigt zu tun, sondern das gehört zum Programm der Matrix -> Schlachtschaf im Gutmenschenmäntelchen
Grüße,
Bonustrack, Liebeslied:
https://m.youtube.com/watch?v=ktBZWzk_PEc
und auch sehr empfohlen: Terrorlied, vom gleichen Sänger und von Jasinna bebildert
Bernadette_Lauert, Mittwoch, 02.12.2015, 14:56 vor 3717 Tagen @ Leserzuschrift 3385 Views
...eigentlich wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass mir das Wort "Friedensgedöhns" missfällt und dazu das "Epic Rap Battle of History" mit Gandhi verlinken.
Zugegeben, das war nicht besonders tiefschürfend, sondern eher oberflächlich-spassig.
Insofern würde ich Deine Ausführungen gerne einfach so stehen lassen.
Gruß, Bla
P.S. Das Epic Rap Battle of History hier ist auch gut (Einstein vs. Hawking): https://www.youtube.com/watch?v=zn7-fVtT16k
Broesler, Mittwoch, 02.12.2015, 15:02 vor 3717 Tagen @ Bernadette_Lauert 3333 Views
P.S. Das Epic Rap Battle of History hier ist auch gut (Einstein vs.
Hawking): https://www.youtube.com/watch?v=zn7-fVtT16k
Legen...wait for it...dary. ![[[top]]](images/smilies/top.gif)
Mausebär , Dienstag, 01.12.2015, 18:10 vor 3718 Tagen @ Fidel 5049 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.12.2015, 18:20
Hi Allerseits,
ich versuch einfach, meine Meinung öffentlich zu machen. Nicht nur im Webspace (my.go-itservice.com) sondern auch in Real. Solange mein Wagen nicht bei Kunden oder zuhause steht, fahre ich mit einem Schild auf der Heckablage. "Merkel muss weg".
Wie üblich in DE ist auf Gesetzestreue zu achten: Schild kleiner 0,1 Quadratmeter, sonst gibts Ärger wegen der Betriebserlaubnis.
meine Begründung:
- Verstoß gegen das Völkerrecht durch geplanten Einsatz der Bundeswehr in Syrien ohne UN Mandat oder Hilfsersuchens der legitimen Regierung.
- Verstoß gegen deutsches Recht durch Duldung der massenhaften illegalen Einreise, dadurch wahrscheinliche Mitschuld an den Anschlägen in Paris.
- Gefährdung europäischer Interessen durch Verlängerung des Embargos gegen Russland.
- Gefährdung des sozialen Friedens durch Einladung von Millionen gesellschaftlich inkompatibler Migranten.
- Massive Belastung der deutschen Bevölkerung durch die dauerhaft nötige Alimentierung der Migranten.
viele Grüsse, schönen Abend und danke allen, die versuchen, irgendwas zu ändern
Mausebär
Mephistopheles , Datschiburg, Dienstag, 01.12.2015, 20:16 vor 3718 Tagen @ Mausebär 4111 Views
Na ja,
solange du nicht schreibst
ERDOGAN MUSS WEG!
...wird deinem geliebten Autole nichts passieren.
Wahrhaft originell wär es es aber, wenn du ein Schild anfertigen würdest:
ADOLF HILER MUSS WEG!
und darunter entsprechend kleiner, so, dass es gerade noch lesbar ist, wenn man nahe hingeht:
"und seine Nachfolgerin im Kanzleramt ebenso."
Bei Diskusionen sagst du, Hitler brauchte ein Ermächtigungsgesetz, die Kanzlerin hat sich sogar dieses Gesetz gespart, handelt aber genau so.
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc
helmut-1 , Siebenbürgen, Dienstag, 01.12.2015, 23:52 vor 3717 Tagen @ Mausebär 3729 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.12.2015, 00:00
der irgendwas unternimmt. Es geht letztlich nicht darum, ob man durch irgendeine Aktion eine Revolution lostreten kann, sondern vielmehr darum, unter Beweis zu stellen, dass man mitdenkt und auch gegen den Strom schwimmen kann.
Dazu sind solche Aktionen und auch andere geeignet. Sie sind wesentlich besser geeignet als in der Eckkneipe das große Wort zu schwingen. Natürlich muss man aufpassen, wie weit man geht, - und was man sich im jeweiligen Land erlauben kann.
Deswegen werde ich z.B. meine Aktionen nicht ankündigen oder transparent machen, - schließlich bin ich hier Ausländer und bedarf einer Aufenthaltserlaubnis. Aber mit Sicherheit gehöre ich auch nicht zu denen, die nur im erlauchten Kreis ihre Meinung von sich geben, wo keiner widerspricht.
In diesem Sinne- ein Apell an jeden: Weitermachen und vor allem erfinderisch sein. Schließlich war der deutsche Geist immer erfinderisch. Das hier genannte Beispiel ist jedenfalls zur Nachahmung geeignet.
Nico , Mittwoch, 02.12.2015, 13:35 vor 3717 Tagen @ Mausebär 3540 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.12.2015, 13:42
Es wäre schön, wenn möglichst viele diesem Beispiel folgen. Vielleicht kann damit ein 'Tipping Point' erreicht werden, so dass solch ein Slogan bald überall zu sehen ist. Hat nicht jemand Lust entsprechende Aufkleber oder T-Shirts zu vermarkten?
Das könnte dem System-Merkel doch wirklich gefährlich werden, oder? So wie offenbar auch schon Fussball- (insbesondere Länder-) Spiele politischen Sprengstoff bedeuten,
und notfalls sogar abgesagt werden müssen.
Bitte dran bleiben ...
Schöne Grüße
--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...
Martino , Samstag, 05.12.2015, 22:37 vor 3714 Tagen @ Fidel 3577 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 06.12.2015, 14:54
Wir haben viel zu verlieren, nur bleibt die Erkenntnis eine individuelle.
Guten Abend,
großes Kompliment für die Aktion und meine Hochachtung für den eingeschlagenen Weg.
Ich selbst mache (noch?) keine Mahnwache, wollte aber eine kleine Erfahrung aus meinem bescheidenen Alltag mit dem Forum teilen, um etwas Wasser auf die gepflanzten Samen der Querdenker zu gießen.
Bin mir nicht sicher, ob ich mich schon als AfD-ler hier geoutet hatte, aber um die Partei selbst geht es mir auch gar nicht. Ich habe 2013 angefangen, bei der Gründung des Kreis- und Landesverbandes mitzuhelfen, weil ich nach meiner Rückkehr aus langjährigem Auslandsaufenthalt diese geistige Alternativlosigkeit und verlogene, unterdrückte und feige Debatten-Unkultur nicht mehr ausgehalten habe. Ich fand mich in einem Land wieder, das einerseits mal wieder Großmachtsfantasien träumt, nur unter neuem Etikett, anderseits aber unfähig und unwillig ist geostrategisch zu denken, sich Problemen zu stellen und außer beim Fußball überhaupt keine solidarische Gemeinschaftgefühle mehr kenn will. Innerdeutsche Empathie ist nur noch was für "Spinner" und "Pack"...
Die AfD ist bestimmt kein Heilsbringer und eine extrem heterogene Mischung, keine Ahnung, was aus denen mal wird. Auch wenn ich im Moment denke, dass überwiegend interessante Leute mitmischen, lege ich für die Zukunft für keinen die Hand ins Feuer, aber - und da bin ich mir nach 2 Jahren immer noch sicher und jeden Tag sicherer - ist sie eine enorm gute Medizin für genau die oben genannte Trägheit in den deutschen Köpfen.
Mitte 2013 wurde man als AfD-ler noch als Alien belächelt und nicht einmal die AntiFa konnte sich aus dem Bett wälzen, um die Stammtische der Kreisverbände zu stürmen.
Vor den Eurowahlen 2014 ging dann die übliche Nazi-Keule um. Es war wirklich schwierig, mit Leuten in den Einkaufspassagen ins Gespräch zu kommen. Keiner wollte "mit Nazis" gesehen werden, die Antifas stürmten täglich unsere Veranstaltungen, Wirte kündigten Veranstaltungsräume und von vielleicht 30-40 Kontakten in den Einkaufspassagen war einer, der auch mal anerkennend den Daumen hob.
Nun, 2015 läuft die nächste Vorbereitungsrunde hier im KV, in Baden-Württemberg sind ja nächstes Frühjahr Landtagswahlen. Kurz und gut: Der heutige Abstecher in die Stadtmitte zum Flyer-Verteilen war eine riesige Gaudi. In 3 Stunden wurde ich nur einmal mir der "Nazi-Keule" beschmutzt, viel Zuspruch, auch Kopfschütteln und Ignoranz, aber die Stimmung ist eine ganz andere. Ist mir auch Wurst, ob das jetzt wegen oder für "AfD" ist, aber die Leute fragen, sind neugierig, bleiben stehen, und diskutieren mit. Und die AntiFa war zum Glück auch beim Glühwein Saufen verschollen.
Hatte ein interessantes Gespräch mit einem jungen Studenten (BWL), er deutsch, die Eltern Kosovaren. Nachdem er in Deutschland in den 90-ern Solidarität erfahren hat, sieht er sich auch in der Pflicht Solidarität zu leben und geben. Als BWL-er war aber auch dem Thema "Business-Plan", "Ressourcen-Planung" "GuV-Rechnung" und "Risiko Management" sehr aufgeschlossen und sah da bei Merkel ein großes Defizit. Auf seinen Garten-Zaun und seine Haustüre wollte er auch nicht verzichten, da wolle er dann doch kontrollieren "wer reinkommt"
Aber schonmal gut, dass
sich ein junger Student, auch noch ein BWL-er, sehr ausgiebig einer solchen Debatte stellt.
Insgesamt führte ich Gespräche mit (Ur)schwaben, eingedeutschten Serben, Griechen, Italienern, Schweizern und ein paar Nordlichtern aus Hamburg. Keiner, wirklich keiner hatte Verständnis für den Merkel-Selfie.
Und im Gegensatz zu 2013/2014 kostet es wirklich nicht mehr viel Mühe, die Leute zum Quasseln zu bringen.
Man kann kaum als einzelner, auch nicht in gut organisierten Gruppen, in ein paar Jahren das reparieren, was Springer, Bertelsmann und der Seibert in die Köppe der Menschen gehämmert haben, aber man merkt, wie die Leute allmählich "stutziger" werden, merken, dass was faul ist und wieder darüber reden. Das ist prima! Und darüber freue ich mich ab jetzt jedes mal, wenn ich den Claus Kleber labern höre...
Schade nur, dass diese erhöhte Aufmerksamkeit und Achtsamkeit erst richtig aufblüht, wenn es um das Thema Asyl geht, vor dem Euro-Thema drücken sich immer noch enorm viele Diskussions-Teilnehmer. Geld-Themen sind den meisten einfach zu komplex und wenn man beruflich nichts damit zu tun hat, macht man in der Argumentationskette sehr schnell Fehler. Das wissen die meisten und bleiben dem Thema lieber fern.
Steter Tropfen höhlt den Stein. Jeder auf seine Weise.
Viel Erfolg noch!
MfG
Martino