Gefährdet der Heizenergiebedarf der Refugee-Zelte die dt. Klimaziele?

Leser23 @, Montag, 30.11.2015, 15:10 vor 3719 Tagen 3277 Views

Als wir unlängst spazieren waren, sahen wir eine gewaltige Menge an Zugvögeln, die einerseits rasteten, andererseits weit oben gen Süden zogen.

Auf dieses alljährliche Schauspiel angesprochen, erwiderte ich mit der Bemerkung, daß die Vögel es ja völlig richtig machen und wir, die wir nicht gen Süden ziehen, doch die Deppen seien.

Welchen Sinn ergibt es, hier im Dunklen auszuharren, während auf der Südhalbkugel grad der Sommer, also die auf uns allen anmutend schönste Jahreszeit beginnt.

Schon an anderer Stelle geschrieben, ist festzustellen, daß sowohl Pensionäre aus dem Inland, sowie Pensionäre insbesonders aus den noch weiter nördlicheren Gefilden (besonders Norwegen) es den Zugvögeln längst gleich tun.

Zwar reisen sie nicht ganz so weit, aber die Norweger zu 10.000en finden sich in Spanien ein und einige meiner Nachbarn waren bis zuletzt immer noch in Tunesien.

Wie das heute dort gehen würde, weiß ich allerdings nicht.

Es wurde festgestellt, daß der Urlaub für die Reisedauer (2-3 Monate), gegen die Heizkostenersparnis gerechnet ein Nullsummenspiel wäre.

Es ist also im weitesten Sinne gleich, seine Zeit am Mittelmeer ( incl. Flug, ohne Heizkosten) oder hierzulande inklusive Winterheizkosten zu verbringen.
Verpflegung ist zudem preiswerter! Afrikanischen Produzenten würde so ein lange schon eingeforderter Zugang zum europäischen Markt gelingen – indem die Verbraucher einfach hinkommen.
(Interessant eigentlich hier eher Länder südlich des Äquators, und da sei aus deutscher Sicht Namibia oder selbst Südafrika besonders hervorzuheben.)

Die Frage ist, wieso wir es nicht einfach tun!

1. die Homeoffice -Arbeitsplätze ließen sich samt und sonders gen Süden verlagern.
Standortgebundene Industriearbeitsplätze oder gar Rohstoffförderungen (Steinkohle, Ruhrgebiet) wurden sukzessive abgeschafft. Im Wesentlichen ist der Dienstleistungssektor geblieben! Und der ist mobil!

2. die rüstigen Pensionäre sind sowieso schon unterwegs und bei Sicherstellung der medizinischen Versorgung wären es vermutlich dann alle.

3. würden die „normalen“ Berufstätigen auch tun, würde die gesamte „Wirtschaft“ zumindest Dienstleistungssektor „mitziehen“ können.

4. Tun wir „so etwas“ sowieso schon, wenn wir zu den Dauercampern gehören. Auch hier „verziehen“ wir uns im Winter in die Wohnungen, wechseln also den Lieblingsaufenthaltsort.
Statt ins kalte mitteleuropäische Winterquartier, einfach weiterreisen nach Namibia, oder den dort wechselseitig bestehenden Sommercampingplatz nutzen, wieso nicht?

5. Berufe der oberen Einkommensklassen praktizieren dies bereits (Dubai, Kanaren, Seychellen usf.) sowie mittlere Einkommensklassen Richtung Südostasien ebenfalls!
(auch hier weiß ich von norwegischen Ölplattform - Mitarbeitern, die nur im Wesentlichen zwischen Arbeitsplatz und Thailand pendeln)

Wenn wir einfach mal so tun, als gäbe es wirklich so was wie „Klimaziele“ dann wäre die „Ersparnis“ von 80 Mio Verbrauchern von fossilen Brennstoffen aus Mitteleuropa eine Maßnahme die alle anderen Maßnahme zu Makulatur macht.
Brennstoff für Transporte fallen demgegenüber, nehmen wir Schiffe statt Flugzeuge, in keinster Wese ins Gewicht.

Denn umgekehrt ist die Frage auch zu stellen, wie will die OMF BRD GmbH eigentlich ihre Klimaziele bei 1 Mio ZUSÄTZLICHER Heizenergieverbraucher, die zuweilen sogar noch in ungedämmten Zelten hausen, jemals erreichen.

Jeder Flüchtling der gegenwärtigen Unterbringungsmethode und des gewohnten Behaglichkeitsbedarfes zerstört durch seinen zusätzlichen Wärmeenergiebedarf die Etappenziele der letzten Jahre.

Allein auf die Heizenergiemengen für Wohnraumbeheizung heruntergekürzt, würde ich von einem Zusatzverbrauch von locker 10-15% spezifischem Mehrbedarfs bei den bekannt gegebenen Refugee - Personenzahlen im Vergleich zum letzten Winter ausgehen!

Die Refugees zerstören also, kurzfristig in jedem Fall erst mal die Klimaziele Deutschlands.

Verbinde ich beide Überlegungen, dann läge noch nichts näher, als die Refugees in offenkundig leerstehenden Hotelanlagen Nordafrikas zu „verfrachten“.

Tunesien und Ägypten müssten dafür schon sowieso leerstehende 100.000 Betten haben.

Das ist für sich genommen billiger, als beheizte Zelte hierzulande.
Arbeiten müssen sie eh nicht.
Ob sie hier nicht arbeiten oder dort, ist egal!

Weiterhin gibt es kein Integrationsproblem, denn sie sind ethnisch genau wieder dort wo sie hergekommen sind – jetzt halt in eine besseren und bezahlten Unterkunft!

Und mache ich noch eine dritte Überlegung daraus, dann ist es doch genau das, was die Refugees wollen.

Wohlstand, der sich auch in der Unterkunft als solches ausdrückt, und behütet und in heimischen Gefilden wohnen bleiben.
Will mal einen sehen, der jetzt im Winter nicht gegen sein Zelt tauschen will!

Daß wir „demokratischen“ Mitteleuropäer Menschen aus Länder der dritten Welt in den vergangenen überschaubaren 100 Jahren reihenweise „übervorteilt“ haben ist offenkundig!

Wenn keine Zugvögel gäbe, müsste man sie erfinden.
Ihnen einfach mal zuzusehen und zu überlegen, es ihnen nachzumachen, die Möglichkeiten sind vorhanden, ist überfällig!

Wenn es alle tun, keiner mehr hier bleibt, dann findet das wirtschaftliche Leben, also das zu generierende Einkommen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten fortan auch mehrheitlich dort statt.

Und die Dörfer und Städte Mitteleuropas bleiben zurück wie die zugefrorenen Weiten Nordsibiriens im Winter oder eben die hiesigen winterleeren Campingplätze.

In einer Planwirtschaft würde man es einfach beschließen und alle müssten mitmachen!
Wäre das nichts?

Mit der offensichtlichen Gefährdung der gesetzten Klimaziele, ist die allgemeine oder spezifische Südverfrachtung sogar in Gesetzestext formbar!

Und im Frühjahr kommen die, die arbeiten müssen (wollen) einfach wieder mit den Zugvögeln zurück.

Diejenigen, die aufgrund der Witterungsunbilden-Erfahrungen nicht zurück wollen, bleiben einfach dort, und schon wieder haben wir ein Problem weniger!

Das war doch jetzt wirklich einfach, oder?

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Wenn es nur so einfach wäre!

Rotweintrinker @, Montag, 30.11.2015, 15:35 vor 3719 Tagen @ Leser23 2730 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.11.2015, 17:41

Ist es aber leider nicht, denn, um nur ein Beispiel zu nennen:
Derjenige, der sich das alles so locker leisten könnte, hinterlässt hier für Monate sein mit Herzblut gebautes und eingerichtetes Haus und Heim, das nun allen Dieben und Einbrechern zur freien Verfügung steht. Unsere 'Ordnungskräfte' können ja noch nicht einmal ein bewohntes Haus vor Einbruch und Vandalismus schützen, um wie viel weniger dann die leeren Behausungen der 'Zugvögel'.
Wer meint, dieses Argument sei eine Petitesse, lebt vielleicht in irgendeiner 'Platte' oder ist Milliardär.

Haus und Heim einfach für die Zeit untervermieten:

lowkatmai @, Montag, 30.11.2015, 16:06 vor 3719 Tagen @ Rotweintrinker 2561 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.11.2015, 17:42

Hat eine Bekannte während ihrer Weltreise für 5 oder 6 Monate gemacht. Oder über airbnb oder ähnliche Platformen, wenn es kurzfristiger sein soll.
Es gibt genug solvente Mieter, die möblierte Unterkünfte benötigen.

Muss man mit natürlich mit klar kommen, wenn jemand länger in der eigenen Wohnung lebt.


Gruß

l[[zwinker]]

Zustimmung @rwt: Einbrüche haben aktuell "Sonder-Konjunktur"

Hasso, Montag, 30.11.2015, 20:36 vor 3719 Tagen @ Rotweintrinker 2306 Views

bearbeitet von Hasso, Montag, 30.11.2015, 21:03

Ist es aber leider nicht, denn, um nur ein Beispiel zu nennen:
Derjenige, der sich das alles so locker leisten könnte, hinterlässt hier
für Monate sein mit Herzblut gebautes und eingerichtetes Haus und Heim,
das nun allen Dieben und Einbrechern zur freien Verfügung steht. Unsere
'Ordnungskräfte' können ja noch nicht einmal ein bewohntes Haus vor
Einbruch und Vandalismus schützen, um wie viel weniger dann die leeren
Behausungen der 'Zugvögel'.
Wer meint, dieses Argument sei eine Petitesse, lebt vielleicht in
irgendeiner 'Platte' oder ist Milliardär.

Hallo rwt,
sehe ich genau so.
Wenn ich in mein kostenloses "Wochenblatt" schaue, schlagen die Einbruchszahlen aktuell alle Rekorde.
Die Meldungen werden schön über mehrere Seiten "gestreut".
Sogar links und rechts von meinem süßen Neu-Pfälzer-Kameraden Harald Glööcker werden die Buden ausgeräumt[[sauer]]
Davon wird aber nicht im TV oder in der WELT berichtet.

Verstehe ich recht gut, als Einbrecher würde ich diese "Sonder-Konjunktur" auch nutzen.
"Meine Polizei" hat aktuell alle Hände voll zu tun. Die kriegen nicht mal mehr eine nette kleine Radarkontrolle gebacken.

Massive Schlägereien in "Turnhallen" der umliegenden Kleinstädte... steht aber nur "ganz verschämt versteckt" in der Regional-Zeitung.
Das Essen hat den Herren mal wieder nicht gemundet... shit happens[[sauer]]

Als Einbrecher hätte ich jetzt doch "freie Bahn", oder?

Du hat es perfekt beschrieben.
"Zugvogel in den Süden" geht aktuell nur als "Plattenbewohner mit etwas Ikea-Müll als Einrichtung"... oder als Super-Reicher mit persönlicher Wachtruppe für das schöne Anwesen.
Alle anderen müssen jetzt leider zu Hause bleiben[[sauer]]

"Gehen wir zu mir oder zu Dir?" hat leider ausgedient... heute heißt es "Wir gehen auf jeden Fall zu mir, damit ich auf mein schönes Heim aufpassen kann[[freude]] "

Das ist die Vorort-Realität... leider auch in "früher" absolut ruhigen Gegenden.
Beste Grüße
Hasso

Richtige Schlussfolgerung!

LLF @, Montag, 30.11.2015, 23:02 vor 3719 Tagen @ Leser23 1874 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.11.2015, 23:07

Wenn wir einfach mal so tun, als gäbe es wirklich so was wie
„Klimaziele“ dann wäre die „Ersparnis“ von 80 Mio Verbrauchern von
fossilen Brennstoffen aus Mitteleuropa eine Maßnahme die alle anderen
Maßnahme zu Makulatur macht.

Jeder Flüchtling der gegenwärtigen Unterbringungsmethode und des
gewohnten Behaglichkeitsbedarfes zerstört durch seinen zusätzlichen
Wärmeenergiebedarf die Etappenziele der letzten Jahre.

"Klima retten" und "Refugees Welcome" schließen sich gegenseitig aus, ebenso wie Frauenrechte und Islam!

Nordeuropa ist ein Lebensraum mit erhöhtem Energiebedarf und CO2-Ausstoß. Je mehr Menschen im Süden wohnen, desto besser. In Brasilien oder Thailand braucht man bloß ein Moped und paar Flipflops, in Deutschland braucht man mindestens drei Paar winterfeste Schuhe. Insofern kann man den CO2-Ausstoß nicht vergleichen.

Das Einzige, was Deutschland attraktiv macht, ist die Rechtsordnung, und die kann man auch exportieren (Hongkong oder Singapur). Langfristig wird man für die Refugees wohl einige neue Millionenstädte mit chinesischer Bautechnik (19 Tage für 57 Stockwerke) und europäischer Verwaltung bauen müssen.

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