Video: "Regiefehler der Anschläge in Paris"
Irgendjemand sperrt dieses Video bei youTube, sobald es eingestellt wird. Auf politaia.org kann man es immer noch sehen:
Kaltmeister
, Montag, 30.11.2015, 00:27 vor 3772 Tagen 10847 Views
Irgendjemand sperrt dieses Video bei youTube, sobald es eingestellt wird. Auf politaia.org kann man es immer noch sehen:
Monterone , Montag, 30.11.2015, 14:33 vor 3772 Tagen @ Kaltmeister 7345 Views
Ashitaka , Montag, 30.11.2015, 20:39 vor 3771 Tagen @ Monterone 6204 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.11.2015, 21:38
Hallo Monterone,
Hübsches Bildchen, aber das sind nicht die Terroristen. Die Terroristen sind Teil einer psychologischen Kriegsführung bzw. tiefgreifenden Beeinflussung der Entscheidungsgrundlagen von Millionen Menschen (ob nun willentlich oder unwillentlich), sowohl in Europa, als auch in anderen Teilen der Welt. Und da die Entwicklung nicht zur Wahl steht, sondern Systemgrundlage ist, handelt es sich aus dieser Sichtweise heraus auch um keine Verschwörungstheorie, sondern um unsere Realität. Uns fehlt nur das Bewusstsein für die Auswüchse. Wir begreifen einfach nicht, dass das System keine Alternative zu bieten hat, dass es unweigerlich zum Abbruch der Verschuldungsfähigkeit kommt, dass aus Gründen der Implosion bestehender Ordnungen/Rechtsräume explosive Kriege in Gang gesetzt werden müssen, innen wie außen, die all unsere Sehnsüchte und Lebenserwartungen auf den Kopf stellen werden. Und dabei ist es egal, wohin sich die Massen ihre Terroristen simulieren, ob nun verschwörerisch in die Hinterzimmer der westlichen oder östlichen Regierungsgebäude oder über Pässe in die Arme des NATO/USA-Ablegers (IS) nach Syrien. So oder so sind alle Seiten beteiligt. Nur hat niemand mehr die Kontrolle über die Entwicklung der Simulationen. Es ist viel zu viel Wille im Spiel. Und der Zeitdruck ist gewaltig.
An den Anschlägen von Paris kann man Baudrillards Warnungen vor dem Versinken in einer ewigen Schleife der Referenzlosigkeit des Bildes bestens nachvollziehen. Die Ästhetik der Momente raubt einem wirklich den Atem. Nur bitte bringt diese Momente in keine zeitliche Reihenfolge. Wer sich die Abläufe des Abends mit Uhrzeit auf eine Liste schreibt und sich die hier und da noch verfügbaren Live-Feed der Nacht zeitsyncron an einem Freitag Abend ansieht, der sollte sich vorsichtshalber 1 bis 2 Flaschen Wein, eine Packung Käse und natürlich auch ein Baguette auf den Wohnzimmertisch stellen. Anders ist das wirklich nicht zu genießen.
Ich lass es nun (Gelbe Karte verstanden) und widme mich hier lieber wieder den ruhigeren Themen.
Ein zweifaches Peace-Zeichen von der Trage für meine schweren Verletzungen,
Ashitaka
https://www.youtube.com/watch?v=BE3iISKOr1k
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
Silke, Dienstag, 01.12.2015, 17:38 vor 3770 Tagen @ Ashitaka 4857 Views
bearbeitet von Silke, Dienstag, 01.12.2015, 17:55
- kein Text -
Ashitaka , Dienstag, 01.12.2015, 20:38 vor 3770 Tagen @ Silke 5098 Views
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=384173
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die Welt im Innersten funktioniert.
Silke, Dienstag, 01.12.2015, 23:40 vor 3770 Tagen @ Ashitaka 4587 Views
bearbeitet von Silke, Dienstag, 01.12.2015, 23:53
- kein Text -
Vanitas, Montag, 30.11.2015, 16:07 vor 3771 Tagen @ Kaltmeister 6596 Views
bearbeitet von Vanitas, Montag, 30.11.2015, 16:26
Hallo Kaltmeister,
das wohltuend unaufgeregte und nicht mal anklagende, dafür aber in der Tatablauf-Analyse absolut bestechende Video reißt nun auch der offiziösen Verdunkelung am gesammelten Paris-Terror vom 13.11. den letzten Schleier vom Terrorgesicht.
Klar, dass das sofort unter Generallöschungsdiktat gestellt werden muss und höchstens "hasserfüllte, rechtsbraune VT-Dumpfbacken" z.B. bei politaia.org noch darauf Zugriff haben können, da muss halt endlich ein Brüsseler EU-I-Net-Compliance-Monitor her, der das schleunigst abstellt. Ban if you can.
@nereus et al.
hatten sich ja schon tatzeitnah z.B. in diesem Faden der möglichen Unmöglichkeiten z.B. des Bataclan-Anschlages angenommen (Hintertür-Retusche, ewig lang fensterhängende Schwangere, handybedienende Opfer am Boden ... )
Dass sich ein offensichtlich angeschossener, zunächst am Boden liegender Flüchtender plötzlich wie ein Gesunder auf den Abmarsch macht, als ob der Videodreh erfolgreich regiegemäß beendet wäre, ist mir bislang auch entgangen. Und die Frau, die die Schwangere so einfach ins Fenster hochgezogen haben soll, die muss auch über gewaltige Kräfte verfügt haben. Vlelleicht hat ihr außenhängender Fensterpartner ja noch per Handy Verstärkung organisiert, die man im Video wg. Abschwenken nach unten nicht mehr sehen kann. Höchst suspekt das alles, um nicht zu sagen entlarvend.
Die Vorgänge am Bistro 'Comptoir Voltaire' am Boulevard Voltaire sind ebenso eine üble Verarsche, kaum Schaden durch den vermeintlichen Selbstmordattentäter außer ein Paar umgefallenen Stühlen, die ansonsten unbeschädigt sind, einige wenige Fenstereinschusslöcher, aber keine geborstenen Glasscheiben ... ach so, die "Sprenstoffweste" wurde ja ziemlich unversehrt im Lokal von der Security gefunden ohne anhängenden Terroristen ...
https://www.google.de/search?q=paris+terror&biw=845&bih=500&source=lnms&...
Glaube ein jeder, was er will, es gibt ja schon hier im Forum keine Einigigkeit darüber. Meine Meinung steht seitdem ich die weltweite Tricolore-Lichtershow am darauffolgenden Tag zur Kenntnis nehmen konnte und die achtseitige Horror-Picture-Show am darauffolgenden Montag in meinem Heimatblättchen.
Das Economist-Cover war dann nur noch der ultimative Augenöffner:
![[image]](http://4.bp.blogspot.com/-IxOQuVMRvpU/VktZpYs0rRI/AAAAAAAAAww/2ghfsz1OyFQ/s400/131115.jpg)
Wie hieß die Militärdoktrin der USA doch so passend: 'Shock and awe'.
Gilt wohl auch für uns Zivis ...
Gruß Vanitas
Kaltmeister
, Montag, 30.11.2015, 16:42 vor 3771 Tagen @ Kaltmeister 6228 Views
Wir wissen es nicht. Man sollte aber nicht leichtfertig davon ausgehen, dass die Protagonisten der neuen Weltordnung hier kein Motiv haben. Es gilt in etwa dasselbe, was schon über Charlie Hebdo gesagt wurde:
paranoia , Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 30.11.2015, 19:27 vor 3771 Tagen @ Kaltmeister 5890 Views
Liebe Verschwörungstheoretiker,
auf den Internetseiten der französischen Tageszeitung "France Soir" erklärt Notfallmediziner Patrick Pelloux folgendes:
Le hasard a fait que le matin, au SAMU de Paris, avait été organisé un exercice sur des attentats multi-sites, donc on était préparés",
Übersetzung:
Per Zufall war am Morgen bei der Notfallrettung von Paris eine Übung über Mehrortattentate organisiert worden, also war man vorbereitet...
Quelle:
http://www.francesoir.fr/societe-faits-divers/attentats-de-paris-le-temoignage-de-patrick-pelloux
Pelloux war auch nach dem Anschlag bei "Charlie Hebdo" im Einsatz, ist gleichzeitig auch Schriftsteller und schreibt oder schrieb für die Redaktion eine Kolumne.
https://fr.wikipedia.org/wiki/Patrick_Pelloux
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Monterone , Mittwoch, 02.12.2015, 18:47 vor 3769 Tagen @ Kaltmeister 4626 Views
*Komisch, daß diese Sorte von Treffen keinen Terroristen inspiriert. Sie halten es eher mit Kneipen, wo sich die kleinen Leute treffen...*
Wer darauf eine Antwort findet, weiß auch, wer die eigentlichen Urheber des Pariser Massakers gewesen sind.
![[image]](https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xfp1/v/t1.0-0/p235x350/11047869_764135423690913_4594556284602039968_n.jpg?oh=440bff0bfe1f3f487e8ddaccff3e3a0e&oe=56ED31EB)
https://www.facebook.com/Croah.fr/photos/a.485949111509547.1073741828.485945061509952/7...
Monterone
PS.
Habe mir erlaubt, etwas freier zu übersetzen
Monterone , Donnerstag, 03.12.2015, 09:44 vor 3769 Tagen @ Monterone 4390 Views
Die Notstandsdekrete waren fertig, noch bevor das Bataclan gestürmt wurde. Klasse, wie kompetent sich die Demokraten auf alle Eventualitäten vorbereiten und hellsehen können sie auch.
Schon um 22:30 fiel die Entscheidung von Präsident François Hollande, den Notstand zu erklären, das heißt, unmittelbar, nachdem er aus dem Stade de France evakuiert wurde.
Geht's nur mir so, oder liegt ein Hauch von Reichstagsbrandgeruch in der Luft?
Monterone
http://www.egaliteetreconciliation.fr/Attentats-les-decrets-sur-l-etat-d-urgence-adopte...
Ashitaka , Samstag, 05.12.2015, 01:52 vor 3767 Tagen @ Monterone 4297 Views
Hi Monterone,
Geht's nur mir so, oder liegt ein Hauch von Reichstagsbrandgeruch in der
Luft?
Ein Hauch ist gut. Die gelben Seelen treten gerade in einen zeitlosen Raum ein. Die Furcht hat sie gefangen genommen.
Was sagst du dazu, dass das Restaurant "Casa Nostra" im 3:07 Minuten langen Amateuraufnahme der Rue de la Fontaine au Roi (unmittelbar nach dem Anschlag auf das Restaurant) gar nicht geöffnet hatte? Warum zeigt die CCTV-Aufnahme ein geöffnetes Restaurant? Was passt sonst alles nicht bei diesen beiden Aufnahmen zusammen?
Folgen wir dem Feuer und lassen uns von der Furcht strangulieren, oder stellen wir uns unserem Doppel entgegen und erkennen die Simulation als Realität an?
Man kann sie nicht voneinander trennen!
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
Silke, Samstag, 05.12.2015, 15:36 vor 3767 Tagen @ Ashitaka 3946 Views
- kein Text -
Hinterbänkler , Schweiz - tief im Emmental, Samstag, 05.12.2015, 16:23 vor 3766 Tagen @ Silke 4188 Views
Also ich hab große Probleme mit Ashitakas Schreibe...
Ich verstehe seine Texte nur zu max. 27 Prozent.
Und das auch nur, wenn ich sie mir 5 mal angetan habe.
Das ist eine schlechte Voraussetzung, um einen Roman zu genießen und seine fiktiv versteckte Botschaft zu verinnerlichen.
George Orwells 1984 habe ich vor 40 Jahren nur einmal gelesen und zehre heute noch davon.
Bisher ging ich davon aus, dass ich nicht zu den Dümmsten gehöre, nur wenn ich Ashitaka lese umschleicht mich immer genau dieses Kimochi warui.
Tatsächlich lese ich Ashitaka praktisch gar nicht mehr.
Ich denke, er weiss auch wie er wirkt, aber...
...was soll's.
Mag er die Wörter neu geordnet haben und verstanden haben, wie die Welt im Innersten funktioniert.
Glückwunsch ihm!
Ich habe den Eindruck, dass es ihm egal ist, ob dieses Verständnis auch bei anderen wächst.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
----------- Bonusmaterial -----------
Märchen.
Es war einmal ein Kaiser, der über ein unermeßlich großes, reiches und schönes Land herrschte. Und er besaß wie jeder andere Kaiser auch eine Schatzkammer, in der inmitten all der glänzenden und glitzernden Juwelen auch eine Flöte lag. Das war aber ein ganz merkwürdiges Instrument. Wenn man nämlich durch eins der vier Löcher in die Flöte hinein sah – o! was gab es da alles zu sehen! Da war eine Landschaft darin, klein, aber voll Leben: Eine Thomasche Landschaft mit Böcklinschen Wolken und Leistikowschen Seen. Rezniceksche Dämchen rümpften die Nasen über Zillesche Gestalten, und eine Bauerndirne Meuniers trug einen Armvoll Blumen Orliks – kurz, die ganze moderne Richtung war in der Flöte. Und was machte der Kaiser damit? Er pfiff drauf.
Kurt Tucholsky
--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'
Ashitaka , Samstag, 05.12.2015, 20:07 vor 3766 Tagen @ Hinterbänkler 4098 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 05.12.2015, 20:42
Ich könnte nun auf deinen Text antworten. Ich könnte dir aber auch eine funkelnde Perle vom Meeresboden aufheben, deren Faszination mir vor 5 Jahren völlig neue Erklärungsansätze offenbart hat.
Ich will mit dir keinen Streit, ich will auch nicht gegen den Eindruck anschreiben, dass man mich nicht verstehen will. Ich will ehrlich gesagt gar nicht mehr in zwischenmenschliche Auseinandersetzungen geraten. Für mich ist diese Zeit vorbei, in denen ich Menschen erkläre, dass sie besser nicht schreiben sollten.
Ich gebe vielleicht Anlass zur Beunruhigung, einer Beunruhigung die am Ende aber von der brennenden Furcht befreien kann, die alles um dich herum in simulierter Aufopferung und radikaler Heilwerdungsgefolgschaft verschlingen wird.
Mich muss man nicht verstehen oder verstehen wollen.
Denn um Ashitaka geht es nicht. Es geht darum, dass aus der Irritation heraus etwas völlig Neues entsteht, ein völlig neuer Erklärungsansatz.
Greif die Perle auf. Sie ist nirgendwo sonst im Netz mehr zu finden.
Dir eine frohe Adventszeit,
Ashitaka
Die Perle hast du im Email-Posteingang. Ich habe diesen Beitrag editiert.
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
Silke, Samstag, 05.12.2015, 20:23 vor 3766 Tagen @ Hinterbänkler 4121 Views
bearbeitet von Silke, Samstag, 05.12.2015, 21:14
Lieber Hinterbänkler,
Also ich hab große Probleme mit Ashitakas Schreibe...
Das macht doch nichts.
Es sind nur Angebote. So wie bei mir damals. Nicht klicken, wenn man es nicht erträgt.
Er hat eine Meinung zu vielen Sachen, die er meistens nach Forumsregeln vertritt.
Dabei bleibt er sehr hartnäckig, teils sehr geduldig und sachlich, teils grenzwertig oder grenzüberschreitend den anderen Foristen gegenüber - das passiert jedem hier mal.
Es sind harte Zeiten, wir sind auf der Zielgeraden…
Paris ist ein schwieriges Thema weil der Gruppendruck massiv, und das Thema sehr emotional besetzt ist.
Ausgerechnet Assad hat in seinem Interview neulich gefragt, warum für uns das Leben eines im Mittelmeer ertrunkenen Jungen mehr zählt als das eines bei Kriegshandlungen in Syrien getöteten Kindes.
Das weltbekannte Bild wurde zurecht gelegt.
Darf ich da nicht Zweifel haben an dem Bild, egal wie traurig ich über den Tod des Kleinen bin?
Darf ich da nicht Zweifel an allen Bildern haben, die mir vorgesetzt werden?
9/11, 7/7, Utøya, Boston Marathon, Charlie Hebdo usw. alles stinkt vorn und hinten auch von Bayern bis ins Sauerland.
Immer sind/seien? dabei mehr oder weniger viele unschuldige Menschen getötet worden.
Ich war aber nicht dabei.
Ich bekomme nur Informationen serviert von privaten oder zwangsfinanzierten Interessengeleiteten Medien, Truthern, SpinDoc's, Schlapphutträgern und der PC-Journaille.
Da muss ich doch irgendwann mal aufhören, mich ständig zu erregen und fragen: Was ist denn hier im Kern los?
Denn: schalte ich die Medien an habe ich sofort ein riesiges Getöse in der Wohnung und in meinem Kopf mit Terror, Terror, Terror - rund um die Uhr, Tag für Tag, Jahr für Jahr, das Blut quillt auf meinen Fußboden und die Tränen und der Sabber.
Schalte ich die Medien aus, wird es ganz still - in meiner Wohnung in meinem Kopf, in meinem Dorf, in den Städten um uns herum und in der Umgebung, in die ich mich im In- und Ausland begeben habe.
Ich treffe Menschen die leben, arbeiten, tanzen und lachen wollen.
Menschen die mehr oder weniger gepanzert sind, aber noch erreichbar – ich kann noch Kontakt halten, muss dabei aber teils eine Gratwanderung vollführen.
Da kann ich mir doch einmal das Scripted Reality-Konzept anhören, oder nicht?
Letzter Entscheider über Verbleib oder Rausschmiss hier bleibt @Elli, @Moderator und @Chef. Sie müssen sich und das Forum schützen, machen das hervorragend und geraten oft genug in eine Zwickmühle. Bei akut ablaufenden Themen mit aufwühlendem Inhalt ist das doppelt schwer - meinen Respekt dafür!
Ich verstehe seine Texte nur zu max. 27 Prozent.
Und das auch nur, wenn ich sie mir 5 mal angetan habe.
Das glaube ich Dir nicht. Manchmal muss man sich reinfühlen. Manchmal wird man von der Komplexität überlastet, aber es sind doch wichtige Texte, so wie Deine auch, und es sind nur Einladungen, Angebote, Mitteilungen. Du musst doch nicht alles annehmen.
Das ist eine schlechte Voraussetzung, um einen Roman zu genießen und
seine fiktiv versteckte Botschaft zu verinnerlichen.
George Orwells 1984 habe ich vor 40 Jahren nur einmal gelesen und zehre
heute noch davon.
Das geht mir auch so.
Das war aber ein ganzes Buch, dass mich in einer sensiblen Phase berührt hat. Ich kenne aber genug Leute, die es als Schund oder unwichtig entwerten würden.
Mit vielen von diesen Leuten muss oder will ich aber weiter zusammenleben. Also kann ich wichtige Themen wie den Debitismus hauptsächlich nur hier im Forum und mit meinem Mann besprechen. Draußen interessiert der Debitismus keinen Menschen weit und breit.
Geld kommt aus dem Automaten und Zeit zum Lesen und Denken bleibt nicht weil das Hamsterrad und unsere Scheinwelt mit ihrer Scheinbefriedigung von Scheinbedürfnissen ruft und wir alle von uns selbs überlastet werden ohne es zu merken.
Eine Woche in der Natur mit einem instinktiv handelnden Tier lässt mich merken, wie laut, beschleunigt, erregt, hektisch und selbstbeschädigend – wie sinnlos wir teilweise sind.
Nichts von Entspannung, Ruhe, Souveränität, Freude und Befriedigung im Moment.
Wir rasen, schwer beschädigt, vom „Gestern“ kommend, am „Jetzt“ und „Hier“ vorbei, um ins „Morgen“ zu stürzen.
Bisher ging ich davon aus, dass ich nicht zu den Dümmsten gehöre, nur
wenn ich Ashitaka lese umschleicht mich immer genau dieses Kimochi warui.
Auch das macht nichts.
Wer D.Quinn, Nietzsche u.a.m. gelesen und verstanden hat gehört nicht zu den Dümmsten.
Lass Dich nicht umschleichen.
Tatsächlich lese ich Ashitaka praktisch gar nicht mehr.
Für mich Pflichtlektüre und das Meiste ab in meine Sammlung wie auch viele von Deinen Texten. Das tiefe Verständnis des Debitismus und der berührten und durchdrungenen Fachrichtungen ist schon sehr spannend.
Du kommst bisher zum Zwischenergebnis: "Nichts tun".
Das ist viel besser, als freudig oder grölend aktiv mitzumachen.
Wir sind aber nun einmal weder subsistent noch autark – also hängen wir mit drin und sind tief verstrickt wie @Olivia schön beschreibt.
@Ashitaka kommt im Prinzip zum gleichen Ergebnis wie @Dottore: "Keine Chance zur Veränderung, da alles systemisch verankert ist vom ersten Augenblick des Erhebens einer Waffe zur Unterwerfung von vormals Gleichen bis heute".
Das gleiche Wirkprinzip. Die gleiche Tragödie seit mehreren tausend Jahren - schuldlos verschuldet. Ohne Schulden läuft nichts. Unsere Träume sind auf Schulden gebaut. Wir versinken in Schulden. Wieso?
Patriarchat, Götter, Ackerbau mit Vorratshaltung, Viehzucht und Viehzüchtigung, Menschenzucht und Menschenzüchtigung usw. bis zum Kollektivismus.
Aber ich muss doch nicht alles freiwillig und eifrig mitmachen und kann viel für mich und mein Umfeld tun. Ob es im großen Bild nutzt ist unwichtig. Trotzdem schreibe ich weiter.
Ich kann doch auch mal aufhören, mich an den Symptomen zu erregen sondern sehr intensiv an der Wurzel des Übels forschen und mit zunehmendem Verständnis artgerechter agieren.
Ich kann dann besser lieben, vergeben, verzeihen und vergessen - Metta
Ich denke, er weiss auch wie er wirkt, aber...
...was soll's.
Was soll das?
Mit seiner beruflichen Tätigkeit und familiären Situation sollte er schon wissen wie er wirkt und tut das natürlich auch.
Mag er die Wörter neu geordnet haben und verstanden haben, wie die Welt
im Innersten funktioniert.
Mensch, was ist denn nur los auf den hinteren Plätzen?
Du hast so viel geleistet und erreicht und klingst jetzt so frustriert...
Mach bitte einen Faden auf, in dem Du schilderst, was Dich nervt.
Dann können wir alle vielleicht gemeinsam ein Stück weiter kommen und Dich irgendwie entlasten. Vielleicht ein Albtraum? Den habe ich auch.
@Kurt hat nicht umsonst vom gelben Bewusstsein gesprochen.
Es geht auf und nieder, da muss hart gearbeitet werden, zäh wie @Zara und bestimmt wie @pigbonds. Es lebt, wächst und droht zu entarten bei zunehmend schädlichen Umfeldeinflüssen und unzureichender Resilienz.
Ja, er scheint verstanden zu haben.
Tiefes Verständnis der Materie ist eine Voraussetzung um das hier überhaupt erst schreiben zu können:
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
Glückwunsch ihm!
Nicht so traurig und trotzig. Glückwunsch auch Dir zum Erreichten.
Ich habe den Eindruck, dass es ihm egal ist, ob dieses Verständnis auch
bei anderen wächst.
Dann schau mal, wie oft er sich die Mühe mit gelben Newbies gemacht hat wie mit @Silberengel und all den Anderen.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
Gib halt nicht auf. Das wird schon wieder.
Ich mag jetzt nicht noch mehr schreiben.
Ganz liebe Grüße an Dich und die Deinen
Silke
Kurt Tucholsky
Den mag ich auch ![[[top]]](images/smilies/top.gif)
Hinterbänkler , Schweiz - tief im Emmental, Samstag, 05.12.2015, 21:06 vor 3766 Tagen @ Silke 3860 Views
Liebe Silke,
danke für deine ausführliche Antwort.
Ich fühle mich von Dir missverstanden.
Ich glaube tatsächlich, dass Ashitaka viel zu sagen hat.
Ich hatte ihn immer sehr gern gelesen und er hat mich auch befruchtet, aber ich verstehe seine Angebote sehr oft, und in letzten Jahren immer öfter, einfach inhaltlich(!) nicht.
Ich will gar nicht gegen ihn polemisieren, oder dafür aufrufen, dass er gesperrt wird.
So was liegt mir derart ferne...
Ich habe mit seinen Hinterfragungen überhaupt gar kein Problem.
Paris, Flugzeugabstürze usw.
Im Gegenteil, ich würde sie einfach gerne verstandesmäßig verstehen.
Es ist tatsächlich so, dass ich viele Texte 5x gelesen hatte, Google befragt und sie immer noch nicht verstanden hatte.
Mein Intellekt reicht dazu offensichtlich nicht.
Keine Ahnung, ob das nur mir so geht.
Wie gesagt, ich halte mich für relativ intelligent, aber so umschleicht mich der Gedanke, dass wenn ich das nicht verstehe, wer es dann versteht?
Insofern finde ich es großartig, wenn Du die Texte verstehst.
Wie gesagt, das würde ich auch wirklich sehr gerne.
In seiner Flöte scheinen wohl ne Menge Böcklinsche Wolken und herrliche Zillesche Gestalten zu sein.
Es reicht bei mir halt nicht, sie zu sehen.
Und es frustriert mich, wenn ich die Dinge mehrfach lese und nicht verstehe.
Andererseits kenne ich viele intelligente Menschen, denen es mit Nietzsche ähnlich geht.
Sie bemühen sich aber er ihnen zu anstrengend und sie lassen es.
Für mich dagegen gehen seine Gedanken runter wie klares, kühles Wasser.
Keine Ahnung, vielleicht liegt es wirklich nur an mir.
Bei Ashitaka hatte ich das Gefühl, dass er weiß, dass er zu kompliziert schreibt und ich war überzeugt, dass er es einfacher könnte.
Mein Bemühen seit Jahren geht in die Richtung alle meine Gedanken möglichst einfach zu vermitteln.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'
Silke, Samstag, 05.12.2015, 22:19 vor 3766 Tagen @ Hinterbänkler 4075 Views
- kein Text -
Amos, Sonntag, 06.12.2015, 12:00 vor 3766 Tagen @ Hinterbänkler 3670 Views
Servus Hinterbänkler,
Ashitaka versucht m.E. seit Jahren vergeblich sich selbst und Dritten Dinge zu erklären, die andere lange vor Ihm bereits in brillianter Einfachheit ergründet und zu Papier gebracht haben.
Wer etwas nicht mit einfachen Worten zu Papier bringen kann, die jeder geneigte und interessierte Leser verstehen kann, der ist als Wissenschaftler gänzlich ungeeignet!
Wir dürfen aber nicht vergessen, dies hier ist nicht mehr als ein Forum, in welchem jeder seine wirren Gedanken anderen mitteilen darf, was ich auch für mich in Anspruch nehme und natürlich auch dem guten Ashitaka nicht verwehren will.
Rousseau erklärte den Debitismus u.a. aus der Herausbildung der Arbeitsteilung und der dadurch ermöglichten Aneignung der Erträge der Arbeit vieler durch einige wenige, die anschließend autoritäre Staatswesen organisieren, um ihren Besitzstand zu schützen.
Viele Grüße
amos
Ashitaka , Sonntag, 06.12.2015, 14:03 vor 3766 Tagen @ Amos 4294 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 06.12.2015, 14:40
Hallo Amos,
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/jean-baudrillard-und-die-kultur-der-si...
"Der Golfkrieg hat nicht stattgefunden!" Jean baudrillard
"Die Anschläge von Paris waren eine Simulation!" Ashitaka
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
Amos, Sonntag, 06.12.2015, 15:50 vor 3766 Tagen @ Ashitaka 3807 Views
Hallo Ashitaka,
ich habe Dir ja vor Jahren schon mal gesagt, dass ich Deine stets kryptischen und unklaren Einlassungen nicht für zielführend halte.
Natürlich steht es Dir und Jean frei, alles nur erdenkliche zu verbreiten, wenn es Euch hilft.
Ich bin auch fest davon überzeugt, dass es sogar einige Klein- oder Großgeister gibt, die von der denkwürdigen Simulationthese begeistert sind.
Ich sage lieber nichts dazu, denn es wäre vermutlich beleidigend.
Wir Menschen wollen in unserem innersten keine Veränderung, denn es könnte schlimmer kommen als wir es derzeit haben, darum fesseln mich eher solche Skripte:
http://www.psychologie.uni-wuerzburg.de/fips/skripten/neu/grund/sozial/Sozialpsychologi...
aber es steht mir nicht zu Dich zu kritisieren, jeder soll die Freiheit haben, zu denken was er will, solange er anderen damit nicht schadet.
Viele Grüße
amos
Mercury , Sonntag, 06.12.2015, 16:05 vor 3765 Tagen @ Amos 3613 Views
Hallo Amos,
der Hinweis auf Rousseau macht mich neugierig. Kannst du dazu eine Quelle mitteilen? Dann brauche ich nicht sein ganzes Werk durchsuchen.
Stimme dir zu: Wenn man etwas nicht einfach sagen kann, dann hat man es vermutlich noch nicht verstanden. Deshalb hat der Debitismus seinen Charme: Weil er im Grundsatz einfach ist. Die Antworten ertragen ist die Schwierigkeit. Dafür wurde eine ganze Zivilisation entwickelt ...
Vielen Dank
Mercury
--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich
Amos, Sonntag, 06.12.2015, 16:28 vor 3765 Tagen @ Mercury 3573 Views
Hallo Mercury,
mit der "Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen", hat er einen Preis gewonnen.
Hallo Amos,
der Hinweis auf Rousseau macht mich neugierig. Kannst du dazu eine Quelle
mitteilen? Dann brauche ich nicht sein ganzes Werk durchsuchen.
Viele Grüße
amos
Ostfriese , Samstag, 05.12.2015, 21:27 vor 3766 Tagen @ Hinterbänkler 3988 Views
Hallo Hinterbänkler,
in
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=327330
spricht @Ashitaka von einem Code, den der Debitismus darstellt, um die ökonomische Wirklichkeit zu entschlüsseln. Ich weiß nicht wie weit Dir die Ideen- und Gedankenwelt von Jean Baudrillard bekannt ist – sie liefert Dir auf jeden Fall auch einen Code, um die heutige Zeit historisch, philosophisch, politisch und soziologisch erkenntnistheoretisch zu verstehen und zu durchdringen. Ich denke, dass das vorurteilsfreie Studium der Schriften von Baudrillard unabdingbar ist, um einige User und Leser des Forums überhaupt zu erreichen. Die Anstrengung ist es wert – es lohnt sich.
Ich erlaube mir, Dir den Nachruf Der letzte Prophet Zum Tod des französischen Soziologen und Kulturkritikers Jean Baudrillard von Thomas Assheuer in „zeit online“ vom 8. März 2007 zum Lesen zu empfehlen.
Gruß Ostfriese
nemo, Sonntag, 06.12.2015, 19:07 vor 3765 Tagen @ Hinterbänkler 3692 Views
bearbeitet von nemo, Sonntag, 06.12.2015, 19:11
Also ich hab große Probleme mit Ashitakas Schreibe...
Ich verstehe seine Texte nur zu max. 27 Prozent.
Und das auch nur, wenn ich sie mir 5 mal angetan habe.
Das ist eine schlechte Voraussetzung, um einen Roman zu genießen und
seine fiktiv versteckte Botschaft zu verinnerlichen.
Hallo Hinterbänkler,
man kann Ashitaka nicht verstehen – habe ich auch längst aufgegeben.
Ich finde seine Ausführungen jedoch interessant, denn man kann verstehen,
worauf er hinaus will, bzw. was mit Simulation gemeint ist.
Es ist ein psychologisches Problem.
Wie ich es verstehe:
Der Mensch panzert sich irgendwann, um sich zu schützen, da er beständig
von anderen Menschen bedrängt und verletzt wird.
Nun haben wir den gepanzerten Menschen.
Der gepanzerte Mensch ist jedoch nicht glücklich mit seiner Situation.
Er wird leiden und wird sich nicht in der Welt zurecht finden. Er bemerkt,
dass er auf diese Weise nicht im Leben weiter kommt.
Um seinen Panzer zu beseitigen, müsste er wieder seine Gefühle leben
und sich öffnen können. Er hat jedoch gar nicht bemerkt, dass er sich
gepanzert hat. So versucht er das Problem zu lösen, indem er seine
eigene Panzerung verdrängt und sie nicht sieht.
Auf diese Weise werden seine Gefühle, sein Selbstbild und sein
Selbstbewusstsein auf einer falschen Annahme beruhen. Nämlich
der, dass sein Panzer Wirklichkeit – also er selbst ist.
Er lebt praktisch in einem permanenten Trugbild seiner selbst.
Er ist immer noch egoistisch und gefühlsarm, aber er nimmt es
als Wirklichkeit und sucht seine Freuden anderswo, wie z.B. Macht,
Einfluss, Konsum, Reichtum oder Pädophilie und ähnliches.
Er hat jetzt eine zweite künstliche Realität aus der ersten künstlichen
Realität erzeugt. Daraus gibt es kaum noch ein Entkommen. Denn er
begreift nicht, dass er immer noch ein gepanzerter Mensch ist, der sich
mit seiner Situation arrangiert hat. Oder einfacher gesagt: Er weiß immer
noch nicht, wer er eigentlich ist und dass die Wahrnehmung seiner
Wirklichkeit auf einer Einbildung beruht.
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Das Problem ist, dass etwas Falsches, Unechtes und Künstliches für etwas
Wahres und Gegebenes gehalten wird. Dieses Prinzip kann auf alles
angewendet werden.
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Es gibt eine Formel, die dies deutlich macht: Falsus in uno – falsus in
omnibus. Fehler in einem – Fehler in allem.
Ist die Grundannahme falsch, werden alle Schlussfolgerungen die
darauf aufbauen, ebenfalls falsch sein. Solange bis der Grundirrtum
erkannt wird.
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Auf den Terror bezogen kann es bedeuten, dass Terror inzwischen als
etwas Reales empfunden wird, obwohl er in Wahrheit nie existiert hat.
Er ist eine Erfindung. Es gibt keinen Terror, sondern nur die Simulation
von Terror. Die Simulation bestimmt jedoch inzwischen in einem sehr
großen Umfang unsere Wirklichkeit und unser Weltbild. Dieses wird
nicht mehr in Frage gestellt.
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Auf die Gesellschaft übertragen, könnte man sagen, dass sobald das
Gesellschaftssystem mit seinen Werten, Idealen und Funktionen nicht mehr
im Bezug zur Lebenswirklichkeit des Menschen steht, es immer mehr zu
einer künstlichen Realität wird, die weiter und weiter vom eigentlich
Sinn der Gesellschaft und des menschlichen Lebens weg führt – also zu
einer Simulation einer Gesellschaft wird.
Gruß
nemo
Ostfriese , Sonntag, 06.12.2015, 20:40 vor 3765 Tagen @ nemo 4033 Views
Hallo nemo,
ich melde mich Mal zu Wort – auch wenn ich vermute, dass Dir das alles bekannt ist. Die Geschichte hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Der TV-Beitrag über den Trauermarsch nach den Ereignissen von Charlie Hebdo in Paris wurde aus zwei Szenen produziert. In der 1.Szene wurden die Menschenmassen, die den Zug bildeten, von allen Seiten und von schräg oben gefilmt, die 2. nur waagerecht von vorne aufgezeichnete Szene, in der wir die Politiker mit der ihnen folgenden Entourage sehen und einigen Angehörigen kondolierten, ist Stunden vorher aus Gründen der Sicherheit in einer Nebenstraße produziert worden. Beide Sequenzen wurden also mit zwei eigenständigen Szenen mit jeweils einem eigenen Kontext zu einem neuen Film zu einer neuen Wirklichkeit zusammengefügt und in den visuellen Medien gesendet – die Politiker stehen an der Spitze und führen scheinbar den Zug an und tun so als ob. Können wir jetzt auf inhaltlicher Ebene noch von einem wahren oder falschen Trauerzug sprechen? Für die Medien ist das Neue nur die Fortsetzung bereits produzierter und gesendeter Beiträge. Im Fernsehen wird für jeden Bericht eine eigene Szene – eine „obscéne“ = ohne Szene=ohne Bedeutung (Baudrillard) – entworfen. Sie zwingen alles Neue in vorgefertigte Schemen, Handlungsstränge und Konflikte ein. Die Nachrichten werden nicht nur verbreitet sondern auch kategorisiert und kontrolliert. Nachrichten beziehen sich nur noch auf vorangehende Nachrichten und bilden eine Hyperrealität zu einer neuen Realität in Form einer Pyramide aus. Der Fernsehbeitrag war nicht nur „obscéne“ sondern auch „obszön“ = anstößig, weil ich denke, dass die Trauer eine höchst individuelle und private Angelegenheit und kein Event einer öffentlichen Demonstration ist.
„Der Trauermarsch hat nicht stattgefunden – er war eine Simulation.“ Ostfriese
Nach dem Flugzeugabsturz in den Alpen wollten einige Leute in einer westfälischen Stadt, deren Namen ich leider vergessen habe, außerhalb von Haltern einen Trauermarsch organisieren und durchführen. Die Angehörigen der Opfer haben menschliche Größe und Charakter gezeigt – sie haben den Veranstaltern die Kundgebung verboten!
Gruß Ostfriese
Ashitaka , Sonntag, 06.12.2015, 20:53 vor 3765 Tagen @ nemo 3767 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 06.12.2015, 21:16
Peace nemo,
<gelöscht>
Er lebt praktisch in einem permanenten Trugbild seiner selbst.
Er ist immer noch egoistisch und gefühlsarm, aber er nimmt es
als Wirklichkeit und sucht seine Freuden anderswo, wie z.B. Macht,
Einfluss, Konsum, Reichtum oder Pädophilie und ähnliches.
Der Mensch wird in der Simulation geboren. Den 99 von hundert die nun an einen verschwörerischen Hollywoodfilm denken empfehle ich sich wieder vor den Fernseher zu verziehen. Für all diejenigen, die von der Simulationsmoderne etwas verstehen oder ein Interesse daran haben möchte ich hingegen folgendes erklären:
Es ist Foucault's Disziplinarmacht die dafür verantwortlich ist. Das von dir angesprochene "Trugbild seiner selbst" hat es in der formlosen Macht-/Gewaltherrschaft noch nicht bedurft. Die darauf folgende Legitimation der dauerhaften Unterdrückung mittels der Simulation, dieses erst ist das perfekte Verbrechen! Formlose Machtherrschaft wurde durch ein zentralistisches Disziplinarregime abgelöst. Die zentral erweckten und verteidigten Disziplinen (ausgehend vom Bildungs- / Zuchtsystem) sind die mentalen Grundlagen der Ökonomie. Sie schaffen dadurch erst die infrastrukturellen Voraussetzungen für die zwanghaften Produktionssteigerungen und eine damit einhergehende Vertiefung der Herrschaft (Macht-/Abgabenkreislauf). Anders würde das Elend niemand aushalten, würden alle des herrschenden Wahnsinns wegen verrückt werden.
Er hat jetzt eine zweite künstliche Realität aus der ersten
künstlichen
Realität erzeugt. Daraus gibt es kaum noch ein Entkommen. Denn er
begreift nicht, dass er immer noch ein gepanzerter Mensch ist, der sich
mit seiner Situation arrangiert hat. Oder einfacher gesagt: Er weiß immernoch nicht, wer er eigentlich ist und dass die Wahrnehmung seiner
Wirklichkeit auf einer Einbildung beruht.
Danke. Klappt doch, wenn man sich nicht in eine Analyse der gegenüber aufwartenden Person und seiner Beweggründe vertieft.
Auf den Terror bezogen kann es bedeuten, dass Terror inzwischen als
etwas Reales empfunden wird, obwohl er in Wahrheit nie existiert hat.
Er ist eine Erfindung. Es gibt keinen Terror, sondern nur die Simulation
von Terror. Die Simulation bestimmt jedoch inzwischen in einem sehr
großen Umfang unsere Wirklichkeit und unser Weltbild. Dieses wird
nicht mehr in Frage gestellt.
Sehr schön zusammengefasst. Wenn ich es so klar schreiben würde, wäre die Impulsvergabe zu diesem Thema sehr schnell beendet. Deshalb muss ich darin eintauchen, darin schwimmen, so verrückt es auch ist.
Ich darf deshalb die ernsthafte Frage stellen, weshalb erst Leichen auf dem Gehweg und unter dem Tisch vor dem Cafe Le Carillon gelegen haben nachdem die Polizei das Gebiet abgesperrt hatte und die tagsüber schon probenden SAMU-Trüppchen angerückt waren. Und wo kommt diese abseits quer auf dem Gehweg stehende Leiche vor dem La Royal am Boulevard Les Filles her, wenn der Einsatz doch noch nicht einmal begonnen hatte? Schaut euch die Szenerie im Hintergrund an. Wie lange dauern Rehabilitationsmaßnahmen heute gewöhnlich, dass schon Forensiker an der Leiche rumfuchteln, bevor überhaupt Verletzte aus dem Bataclan rüber zum Boulevard Les Filles gebracht wurden?
Alles nur eine Frage des Schnitts!
Auf die Gesellschaft übertragen, könnte man sagen, dass sobald das
Gesellschaftssystem mit seinen Werten, Idealen und Funktionen nicht mehr
im Bezug zur Lebenswirklichkeit des Menschen steht, es immer mehr zu
einer künstlichen Realität wird, die weiter und weiter vom eigentlich
Sinn der Gesellschaft und des menschlichen Lebens weg führt – also zu
einer Simulation einer Gesellschaft wird.
Die Simulation ist Realität.
Peace,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
Broesler, Samstag, 05.12.2015, 14:38 vor 3767 Tagen @ Monterone 4039 Views
"Nachdem einige sogenannte Reichsbürger am Freitag dazu aufgerufen hatten, das Bundeskanzleramt zu stürmen,
wurde einer von ihnen am Samstag auf der Wiese am Reichstag festgenommen."
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/polizei/aufruf-zum-sturm-auf-das-bundeskanzleramt-polize...
Nicht der Reichstag, aber gleich umme Egge. Da braut sich, unnötigerweise, was zusammen.
Ahoi
Broesler
aprilzi , tiefster Balkan, Sonntag, 06.12.2015, 13:01 vor 3766 Tagen @ Monterone 3842 Views
*Komisch, daß diese Sorte von Treffen keinen Terroristen inspiriert.
Sie halten es eher mit Kneipen, wo sich die kleinen Leute treffen...*Wer darauf eine Antwort findet, weiß auch, wer die eigentlichen Urheber
des Pariser Massakers gewesen sind.
https://www.facebook.com/Croah.fr/photos/a.485949111509547.1073741828.485945061509952/7...
Monterone
PS.
Habe mir erlaubt, etwas freier zu übersetzen
Hi,
mein Weltbild ist das Folgende.
Nachdem die Staaten im too big to fail auf die Reichen gesetzt haben, muessen die Staaten auch das Leben der Reichen, um alles auf der Welt verteidigen.
Die Armen sehen und spueren die Ungleichheit und die Ungerechtigkeit.
Der Staat muss aber seine Assets und das sind die Reichen verteidigen.
Also richtet der Staat seinen Terror gegen die Armen, damit diese nicht die Waffen ergreifen und die Reichen toeten. Dazu wird ein weltweites Theater fabriziert. Und der Terror der Staaten gilt eindeutig den Armen, die sich die Weltkonzeption der Reichen nicht leisten koennen.
Die Reichen haben die Staaten gekapert, und steuern die Staaten aufs Kliff.
Dafuer missbrauchen die Reichen, die Machtinstumente der Staaten, um die Armen arm zu halten. Und aus der Verzfeilung der Menschen einen chaotischen Krieg zu beginnen. Der Staat hat im too big to fail seine Buerger verraten und aufgegeben.
Nun spielen die Reichen die Goenner der Welt. Bill Gates und Buffet erfinden Foundations in denen sie ihr Reichtum spenden. Neuerdings auch Facebook Gruender Zuckerberg. Alles tun die Reichen, um ihr Reichtum nicht mit der Masse zu teilen.
Solange die Geheimdienste nicht anfangen die Reichen zu toeten, werden halt die Armen sterben.
So einfach ist es.
Gruss
Kaltmeister
, Donnerstag, 03.12.2015, 22:21 vor 3768 Tagen @ Kaltmeister 4243 Views
Ein Freund von mir äußert sich etwas kritisch zu den Videos, ich zitiere ihn hier:
"Skepsis gegenüber öffentlichen Erklärungen zu Terroranschlägen ist grundsätzlich angebracht - dieses Video allerdings ist dafür ungeeignet. Die Aufnahmen des Cafes zeigen offiziell wie mehrere Attentäter das Cafe beschießen - nicht wie eine Bombe gezündet wird, wie es die Videomacher annehmen. Dementsprechend ist die Analyse dazu wertlos...und übrigens: die Dame, die im Bataclan laut Videomacher mehrere Minuten mit einer Hand an der Wand hängt, steht tatsächlich auf einem Fenstergitter, von dem sie sich auch abstößt, als sie hochgezogen wird."
nereus , Sonntag, 06.12.2015, 15:04 vor 3766 Tagen @ Kaltmeister 3814 Views
Hallo Kaltmeister!
Du schreibst: .. die Dame, die im Bataclan laut Videomacher mehrere Minuten mit einer Hand an der Wand hängt, steht tatsächlich auf einem Fenstergitter, von dem sie sich auch abstößt, als sie hochgezogen wird."
Zu dem Thema hatte ich mich hier etwas ausführlicher geäußert.
Hat sich einmal schon jemand Gedanken macht, wie die Gute überhaupt in eine solche Position gekommen ist?
Man "steige" der Frau auf ihrer Flucht mal gedanklich nach.
Zuerst klettert sie aus dem Fenster, um sich dann (höchstwahrscheinlich - wie auch sonst?) mit beiden Händen an den Gitterstäben dieses Fensters festzuhalten. Wenn sie dort, sich mit beiden Händen festhaltend, baumeln würde, wäre diese Szene glaubhaft.
Sie klammert sich jedoch nicht an die Gitter, deren Stäbe sich fest mit den Händen umfassen lassen, sondern sie nutzt die äußere Fensterbank. Damit verliert sie deutlich an Haltekraft, denn nun lassen sich die Hände nämlich nicht mehr schließen.
Man kann einen einfachen Selbstversuch an jeder Schreibtischkante machen, um zu verstehen, was ich meine!
Und – ganz wichtig!
Das muß sie gemacht haben, ohne zu wissen, ob sie überhaupt mit den Füßen die Gitter des unteren Fensters erreichen kann!
Hätte es nicht gereicht, wäre sie kurz danach abgestürzt.
Logische Konsequenz!
Sie hätte nie im Leben die noch halbwegs sichere Position mit den umfaßten Gitterstäben des oberen Fensters aufgegeben, denn danach wird es absurd.
Bereits beim Umgreifen wäre sie heruntergefallen.
Um es nochmals zu verdeutlichen.
Schritt 1: Sie hängt zuerst mit beiden Händen an einem der beiden oberen Gitterstäbe.
Schritt 2: Sie nimmt die erste Hand vom Stab und umklammert die Fensterbank, denn noch kann sie den Halt selbst für einen Fuß nicht erreicht haben, von dem sie auch noch hätte wissen müssen. Und selbst wenn sie davon wußte, hätte sie unmöglich einschätzen können ob es am Ende reicht.
Schritt 3: Sie löst jetzt auch die zweite Hand vom Gitterstab (Umgreifen), um sich auch noch mit dieser an der Fensterbank festzuhalten. Ihr Gewicht hängt jetzt für einen kurzen Moment nur an einer Hand, die jedoch keinen wirklich festen Griff machen kann.
Schritt 4: Sie hängt nun mit beiden Händen am Sims - einer absolut aussichtslosen Position, außer wenn man Hochleistungssportler oder Artist ist - und ERST JETZT kann sie mit den Füßen probieren, ob es da etwas zum Halten gibt.
Wer soll das glauben?
Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=383876&page=2&category=0&or...
Wenn Dein Freund dieses Kunststück sachlich aufklären kann bzw. eine vernünftige Alternative bietet, werde ich meine Skepsis bezüglich der „schwangeren Artistin“ zurücknehmen.
Man lernt schließlich nie aus. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Wie sie es gemacht haben könnte, schrieb ich in oben erwähnter Quelle übrigens auch, nur wären dann die Konsequenzen der "Übung" verheerend.
mfG
nereus