Der einzige unter all den Links und Beiträgen in diesem Thread, der begreift, wohin die Reise geht
ist NaÃm. Das zeigen auch die vielen Kritiken des besagten Buches, gerade durch Systeminstitutionen. Er traut sich jedoch nicht, oder ist nicht fähig dazu, weiter zu denken.
Und genau hieran fehlt es. Dieser Mann wird gehört, er wird beachtet.
Und wenn ich die Kritiken lese, habe ich den Eindruck, dass gerade dieses Offen-lassen des Endes, das Sich-Herum-Drücken um die Konsequenzen der Entwicklung, die er ja m.E. völlig richtig beschreibt, eine gewisse Enttäuschung hervorruft bei den Kritikern. Es scheint, ein jeder merkt es, das Näherrücken des Endes, aber keiner hat einen Plan und es wird auf ein "Zeichen" von irgendjemanden gewartet. NaÃm hat da enttäuscht.
So nach dem Motto: "Wir wissen ja auch, dass wir im Arsch sind, aber eigentlich wollten wir von Dir, lieber NaÃm, wissen, wie es dann weiter geht." (Zitat:"NaÃm in a way gives us an insight into a new type of powerlessness. I would call it “complex powerlessness†to describe the various types of decaying power he examines. But NaÃm never really addresses the reverse question. If big states and big bureaucratic institutions are losing power, is it possible to argue that those who were formerly unable to influence global events—those who were largely voiceless—can create a new history of their own? NaÃm doesn’t explore that." Americas Quarerly Ausgabe: LATIN AMERICA GOES GLOBAL, SPRING 2013 )
Da helfen wir hier im Forum doch gerne aus!
Trotzdem finde ich diese Entwicklung interessant: Das System spricht über seinen unvermeidlichen Niedergang, in dem es sich befindet. Es begreift Stück für Stück die Tragweite. Es fügen sich immer neue Puzzlestücke dazu wie z.B. Kryptowährungen, usw. Das System merkt, und wehrt sich gegen den Gedanken (siehe Kurzrezension des Buches durch das Council of Foreign Relation), dass es dieses mal nicht nur ein "Powershift" sein wird, sondern mehr, fundamentaler, umwälzender.
Nur was, das lässt auch NaÃm offen. Wir hier im Gelben sind da ohne Zweifel weiter, nur mit dem Unterschied, nicht gehört zu werden. Dieser Mann aber wird es. Daher hat er meine volle Zustimmung und Unterstützung.
Danke.
Sucram
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"Den Staat (oder irgendwas anderes) zu bekämpfen macht ihn nur stärker.
Willst Du den äußeren Staat erschüttern, dann erschüttere den Staat in Dir." (@Konstantin)