Das passt schon. Schutzlos wie der gewöhnliche Untertan.
Bis vor Kurzem war es in Österreich selbstverständlich, dass Polizisten
Waffenpässe – also die Berechtigung zum Führen von Pistolen außerhalb
der Dienstzeit – erhielten. Während die Terrorgefahr auch in Österreich
erheblich steigt, sorgen die österreichischen Verwaltungsbehörden nunmehr
dafür, dass Polizisten keine Waffenpässe mehr erhalten.
Das finde ich in Ordnung. Soll der Polizist in seiner Freiheit ruhig so schutzlos sein wie der gewöhnliche Untertan. Dann beginnt er, der Polizist, vielleicht nachzudenken, ob er mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen einverstanden ist und auf welcher Seite er stehen will.
... Ein Polizist ist in seiner Freizeit ebenso
verlässlich und ausgebildet wie im Dienst. Die Öffentlichkeit kann daher
kein Interesse daran haben, dass er unbewaffnet ist.
Ich habe auch Polizisten mit, nun ja, "problematischer Persönlichkeit" kennengelernt, bei denen ich kein gutes Gefühl hatte, dass die auch möglicherweise in ihrer Freizeit mit der Knarre rumliefen.
Nur ein Beispiel: http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/515772/Schusse-in-Kaernten_Polizist-tote...
"Er hat mit seiner privaten Waffe, die er rechtmäßig besessen hat, geschossen...Er war überhaupt nicht auffällig, es war nicht absehbar, dass so etwas passiert." (Da möchte ich gar nicht wissen, was die mir bekannten Auffälligen anrichten können)
Die Motivation der Obrigkeit zur Privat-Entwaffung der Streifenhörnchen kann natürlich sein: Damit nur ja keiner in Stauffenbergs oder Wilhelm Tells Fußstapfen tritt.