Karlsfeld: Und wieder ein hinterhältiger Brandanschlag auf eine -voll belegte- "Flüchtlings"-Unterkunft. Furchtbar.
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"„Den Ausschlag gaben am Anfang mehrere, eigentlich alltägliche Anlässe für kleine Auseinandersetzungen,“ berichtet Wolfgang Reichelt, Pressesprecher des Landratsamtes. Es ging wohl um ein hochwertiges T-Shirt, das ein Asylbewerber einem anderen gestohlen haben soll, sowie um eine Fotoaufnahme: Ein Asylbewerber fotografierte einen anderen gegen dessen Willen.
Die Situation eskalierte, es kam zu Rangeleien mit immer mehr Beteiligten. Schließlich richtete sich der Unmut der Hallenbewohner auch gegen die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, die rund um die Uhr in der Halle ist. Ein Asylbewerber schlug einem Security ins Gesicht, dieser Täter ist bekannt. Ein anderer warf eine Flasche auf einen Sicherheitsmann, dieser Täter ist unbekannt.
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Zudem haben offenbar mehrere Asylbewerber versucht, die Hallenwand mit Feuerzeugen in Brand zu setzen. Das Material ist allerdings besonders schwer entflammbar. Es entstand nur geringer Sachschaden.
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Wie Reichelt mitteilt, seien einige der Asylbewerber mit dem Essen sowie mit der Unterkunft unzufrieden. 30 bis 50 haben am Mittag die Essensaufnahme verweigert und einen Hungerstreik angekündigt. „Es gibt hier einige Wortführer, die die Stimmung ins Negative ziehen“, hat Reichelt beobachtet.
277 Männer sind mittlerweile in der auf 300 Menschen ausgelegten Karlsfelder Halle untergebracht. Dort schlafen sie zu sechst in engen Abteilen. Sie wissen: In anderen Unterkünften im Landkreis haben die Flüchtlinge Zwei-Bett-Zimmer. Das sorgt für Unmut.
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Viele Forderungen seien berechtigt, so Reichelt. „Aber nicht alle sind erfüllbar. Wir können nicht jedem ein Einzelzimmer bieten."
Gruß