Juncker bietet Putin Kooperation an

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Samstag, 21.11.2015, 10:09 vor 3728 Tagen 5702 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 21.11.2015, 14:29

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, hat Putin die Kooperation angeboten.

"In einem Brief an Russlands Präsident Wladimir Putin äußerte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seinen Wunsch, die EU künftig stärker an die Eurasische Wirtschaftsunion zu binden. Der Kreml bestätigte den Eingang des Schreibens."

"Zu groß sind langfristig die Nachteile der von den Vereinigten Staaten aufgezwungenen Russland-Sanktionen für die eigene Wirtschaft, zu ungemütlich ist ein ständiges Klima des Konfliktes mit seinem direkten Nachbarn, zu laut wird auch der Protest der europäischen Bevölkerungen gegen den "neuen Kalten Krieg".

Zitate aus:
https://deutsch.rt.com/europa/35681-endet-eiszeit-zwischen-russland-und/

"In dem Brief schlägt Juncker engere Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und der von Russland initiierten Eurasischen Union vor."

Zitat aus:
https://www.tagesschau.de/ausland/juncker-russland-101.html

Beim Lesen dieser Nachrichten kam mir ein Gedanke:
Kann es sein, dass intern klar wurde, dass der wirtschaftlich wertvollere Partner Russland ist und dies nicht einfach so umgesetzt werden konnte?

Dann wurden die Flüchtlingsströme produziert, die IS gefördert, Flugzeuge runter geholt, der Terror gefördert und über Medien die Angst geschürt, etc. etc. alles vermeintlich im Sinne der USA. Doch das eigentliche Ziel war das Aufbauen einer gemeinsamen Bedrohung für EU und Russland.

Siehe dieses Zitat:

"Der französische Außenminister Laurent Fabius lobte die Rolle Russlands in Syrien und bezeichnete Russlands Kampf gegen den IS als„aufrichtig“.

Nachdem mit dem Anschlag auf eine russische Passagiermaschine über der ägyptischen Halbinsel Sinai und mit den Attentaten von Paris am vergangenen Freitag beide Staaten erneut die Gefahr des islamistischen Terrors spüren mussten, kooperieren Frankreich und Russland im Kampf gegen den selbsternannten "Islamischen Staat". Am kommenden Donnerstag will Frankreichs Präsident Francois Hollande Wladimir Putin besuchen.

Für die europäischen Staaten und Russland wäre eine Beendigung der Eiszeit gleichermaßen von Vorteil. Den USA wird eine Annäherung der Nachbarn nicht gefallen. Aber vielleicht ist es an der Zeit, sich die Politik auf dem europäischen Kontinent nicht mehr aus Washington diktieren zu lassen."

aus:
https://deutsch.rt.com/europa/35681-endet-eiszeit-zwischen-russland-und/

Ich hörte mal den Spruch: Ist der Feind bekannt, hat der Tag Struktur!
Wenn eine Kooperation mit Russland aus wirtschaftlichen Gründen zwingend notwendig wurde, dann musste ein gemeinsamer Feind geschaffen/gefördert werden (zB IS) den man nun gemeinsam bekämpfen will und dazu darf man kooperieren, selbst wenn es den Amis nicht passt...

Ob nun wirklich der IS existiert, ob wirklich Terroristen existieren, ob wirklich gegen IS Stellungen gekämpft wird, ist zweitrangig. Der Glauben, die inneren Bilder sind wichtiger. Es könnte demnach sein, dass wenn der Umschwung in Richtung Kooperation mit Russland geschafft ist, alles dazu Nötige wieder verschwindet: Der IS verschwindet aus der Presse und womöglich verschwinden die Massen an "Flüchtlingen" aus unseren Landen.

Was haltet ihr von dieser Überlegung? Könnte es der größere Plan sein, dass die EU mit Russland kooperieren will/muss und das ganze Schlamassel nur nötig ist für den Umschwung im Geiste?

Konstantin

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"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Die Flüchtlinge dienen meiner Einschätzung nach genau diesem Zweck!

Olivia @, Samstag, 21.11.2015, 10:29 vor 3728 Tagen @ Konstantin 4799 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 21.11.2015, 14:31

Insofern sehe ich dieses Thema inzwischen gelassen und hoffe, dass die Sache funktioniert! Wenn nicht, dann haben wir ein weiteres massives wirtschaftliches und gesamtgesellschaftliches Problem.

Zudem lenkt dieses "Drama" ab von VW, der DB, dem TTIP und verschiedenen anderen Dingen. Bezüglich des VW-Dramas ist es natürlich zu begrüßen, dass dies durch ein Flüchtlingsdrama ersetzt wurde. Zahlungen sind eines, ein zerstörtes Image ein anderes. Die Automobilindustrie ist das, von dem D zu großen Teilen lebt. Ich wundere mich immer wieder, wie blauäugig die guten Menschen über den "bösen" VW-Konzern plaudern ohne dass sie begreifen, wie sie selbst und ihrer erweiterter Arbeitsplatz damit verbunden sind.

Sollte in Nordafrika Frieden einkehren (was wirklich unter allen Umständen wünschenswert wäre), dann hätte die deutsche Industrie natürlich einen guten Anknüpfungspunkt. Bisher haben ja im Wesentlichen die Amis von Zerstörung und anschließendem Wiederaufbau profitiert.

Militär und Neocons in den USA sind das wichtige Thema. Man kann nur hoffen, dass die halbwegs moderaten Kräfte in den USA es schaffen, das Thema "Syrien" bis zur Wahl in halbwegs friedliche Modalitäten zu transformieren. Die Neocons warten nur darauf, weitere Bomben in alle Weltgegenden werfen zu können.

Möglicherweise gehören TTIP und die "Schürfrechte" im Mittelmeer zur Verhandlungsmasse. JEDER will/muss als Sieger dastehen. Die Flüchtlinge und ihre mediale Aufbereitung sollen mit Sicherheit sowohl in den USA als auch weltweit für die Unterstützung einer "anderen" Politik sorgen. So ist sicherlich auch die kürzliche Aussage von Obama "die bisherigen Kriege der USA haben nichts genützt" zu verstehen.

Hoffen wir, dass es klappt!

Das entbindet aber niemanden von der Kritik an den derzeitigen Zuständen.

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Beim ersten Lesen ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 21.11.2015, 10:42 vor 3728 Tagen @ Konstantin 4910 Views

... dachte ich: "Juncker bietet Putin Kapitulation an" ...

Aber, warte nur ein Weilchen, dann kommt mit seinem Hackebeilchen der IS und dann ... Sehe grade, dass er seine Wende von laengerer Hand vorbereitete.

Immerhin denkmoeglich, dass Juncker an klaren Tagen ohne Rauschmittel trotz Entzugserscheinungen einen Teil seines frueher unzweifelhaft einmal vorhandenen Denkvermoegens zurueckgewinnt.

Mehrsprachigkeit steigert bekanntlich Intelligenz und verzoegert Demenz.

Auch Putin ist mehrsprachig ...

Hoffentlich macht Juncker nicht nur den Walter Lallmann ... Whiskynson ...

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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sollte Juncker nicht als erstes Aufhebung aller Sanktionen anbieten? (ot) (oT)

Rainer-aus-MV @, am Amazonas des Nordens, Samstag, 21.11.2015, 22:58 vor 3727 Tagen @ Konstantin 3053 Views

- kein Text -

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