Frage: Wie werden Verluste steuerlich künftig behandelt??? Wir reden nur immer über neue Steuern und Einnahmen, nie über...

Udo @, Mittwoch, 11.11.2015, 18:06 vor 3734 Tagen 5868 Views

Verluste... Konkrete Frage: Ich lese in immer mehr Foren und in Wirtschaftsblättern (etwa Smart Investor), dass die Bundesbürger künftig etwa bei Immobilienbesitz und sogar auch bei Goldeigentum - also möglichst allen Vermögenswerten - stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Das ist die eine Seite.

Frage: Wer sich (wie Chef) ständig den Goldpreis anschaut, dem kann nicht verborgen bleiben, dass da Käufer auch Verluste machen. Mal geht es hoch, mal runter. Und auch nicht alle Immobilien steigen im Preis, das ist abhängig von der Lage. Wie sieht das denn dann konkret aus, wenn man zB mit Gold Verluste macht? Ich kenne einige, die haben beim Kurs von 1200 oder mehr Euro Gold gekauft - und hätten nun (falls sie verkaufen wollten) ne Menge verloren. Beteiligt sich der Staat dann überall auch den Verlusten??? Ne Zwangshypothek auf ne Immobilie ok, aber was ist, wenn die Immobilie im Wert fällt (zB wegen ner neuen Kläranlage nebenan oder nem Flüchtlimngsheim oder...) ???

Ich lese immer nur, an welchen gewinnen sich der Staat künftig laben will, aber nie, dass er sich an Verlusten beteiligen will, geht das überhaupt steuertechnisch - nur Gewinne besteuern und Verluste ignorieren??? Ich stelle mir diese Frage immer, wenn Journalisten über neue Einnahmemöglichkeiten spekulieren, frage daher mal in die Runde und bin gespannt...

Liebe Grüße

udo

Udo, das steht doch alles in den Kinderbüchern - Pippi Prinzip

Sundevil @, Mittwoch, 11.11.2015, 18:47 vor 3734 Tagen @ Udo 5265 Views

Der Staat macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Seit August hast Du keine Rechtssicherheit, auch rückwirkend nicht. Und bei verschiedenen, den von Dir angesprochenen, "sicheren" Assets, macht man einfach eine Verkaufssteuer. Sagen wir mal, so 30 Prozent.

Verluste? Sind super!

Schissbux @, Mittwoch, 11.11.2015, 19:08 vor 3734 Tagen @ Udo 5608 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 11.11.2015, 19:11

Deutsche Familien (und das wird in Ausland nicht viel anders sein), die ein bisschen Geld haben und dies nicht mit dem Finanzamt teilen möchten, werden vernünftig beraten oder haben (seit Generationen) das Wissen (in Theorie und Praxis) wie reale Gewinne durch Buch-Verluste steuerlich in Luft aufgelöst werden, das ist ziemlich einfach, ganz legal oder zur Not 99,5 % legal — da geht richtig viel. Somit wird ein Haufen Geld verdient und die Steuerlast hierauf ist bestenfalls „gering" (< 10 %) oder sogar negativ (das geht nicht jedes Jahr). Das deutsche Steuerrecht ist nett zu Leuten mit Geld, Verstand und dem Willen, wenig an den Fiskus abzugeben. Alles was man wissen muss steht im tollen Internet.

Gleichzeitig ist das nicht schlimm, denn fast alle Menschen (und „Unternehmenslenker“), die ich kenne (auch mit Geld oder viel Geld), zahlen gerne Steuern, ehrlich. Sie sind der Meinung, dass sie damit Schulen, Kindergärten, Straßen und Krankenhäuser finanzieren (dass viele Mrd. sinnlos verschwendet, zum Nachteil dieses Landes ausgegeben oder an Europa, USA, Israel, Banken und andere sympathische Institutionen gehen, wollen!!! sie nicht wissen). Die Deutschen (Menschen und Unternehmen), die ich kenne, haben kein wirkliches Problem mit Steuern. Manchmal regen sie sich ein wenig auf, sind jedoch zu träge, um das Geringste zu tun, ihre Steuerlast zu senken. (Ausländische Mitbürger und Unternehmen aus dem Ausland sind hier deutlich engagierter <img src=" />)

Ach ja: es ist nicht schwer, aus einen gesunkenen Goldpreis einen steuermindernden Buch-Verlust zu machen, steht auch im Internet, bei Google, die gleich mal vormachen, wie das geht mit "als Unternehmen mit Mrd-Gewinnen keine Steuern in Deutschland zahlen".

Wäre mir neu, daß Unternehmer ihre Steuer selbst bezahlen.

Prophet @, Mittwoch, 11.11.2015, 21:54 vor 3734 Tagen @ Schissbux 4439 Views

Gleichzeitig ist das nicht schlimm, denn fast alle Menschen (und
„Unternehmenslenker“), die ich kenne (auch mit Geld oder viel Geld),
zahlen gerne Steuern, ehrlich.

Nein, das stimmt nicht. Unternehmer zahlen gar nichts (nur ganz dumme Unternehmer [[zwinker]]). Die Kunden zahlen natürlich deren Einkommenssteuer. Denn diese Summe findet sich natürlich in den hergestellten und verkauften Produkten wieder. Vulgo: "eingepreist". Da wird also auf das Produkt 10-40% draufgepackt, und dieser Überschuss wird dann als "Einkommenssteuer" (oder was auch immer) ans FA "weitergeleitet".


So kenne ich das jedenfalls von Unternehmern. Am Ende zahlt nur der Konsument - woher soll Umsatz und Gewinn denn sonst kommen, wenn nicht vom Konsument? - Kein Käufer, keine Gewinne, keine Steuern! Der Unternehmer ist nur "Mittler" zwischen Konsument und Finanzamt, sozusagen der verlängerte Arm. Bei der Umsatzsteuer ganz gut zu sehen. Wer sich als Unternehmer über die Einkommenssteuer ärgert, macht irgendetwas falsch in seinem Betrieb!*)

Einige Ebay-Händler, die aus dem Wohnzimmer heraus ihre Ware verticken, sind halt meistens ein bisschen dumm und können keinen Taschenrechner bedienen. Oder merken nach drei Jahren, daß sie für lau die Ware verteilen. Den Kunden freut's dahingehend, daß offensichtlich die dummen Händler nicht aussterben (und nachwachsen) und sich bei amazon und ebay einen Preiskrieg liefern der auf Dauer ruinös ist. Beispiel: dickes Buch für 0,01 EUR anbieten, VK-Gebühr bezahlen + Paketporto + plus Lagerkosten + Aufwand + Risiko + Anschaffungskosten etc. drauflegen. Nur um die BuyBox zu bekommen. Total bescheuert. Bei großen mag es noch durch die Mischkalkulation gehen, aber glaubt mir: es gibt genug private und kleine Händler, die das mitmachen. Kann man jeden Tag beobachten. Schnäppchenjäger wie mich freut das. Wer seinen "Markt" kennt, kann sogar von sowas leben (billig Sammlerware aufklauben, das 200fache draufschlagen und an entsprechende Interessenten verkaufen, benötigt vielleicht ein bisschen Geduld, ist aber lukrativ. Fast wie Drogenhandel [[freude]])

Grüße,
Prophet

*)
http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/goetz-werner/steuerberater-magazin-20070114.pdf
Seite 12, rechte Spalte. Einer der wenigen, die das aussprechen. Dirk Rossmann war glaube ich auch einer davon, war hier mal thematisiert (finde ich aber nicht mehr. Da weiß der CM mehr [[zwinker]] )

Der Konsument zahlt auch nicht

Zarathustra, Mittwoch, 11.11.2015, 22:09 vor 3734 Tagen @ Prophet 4356 Views

Gleichzeitig ist das nicht schlimm, denn fast alle Menschen (und
„Unternehmenslenker“), die ich kenne (auch mit Geld oder viel

Geld),

zahlen gerne Steuern, ehrlich.


Nein, das stimmt nicht. Unternehmer zahlen gar nichts (nur ganz dumme
Unternehmer [[zwinker]]). Die Kunden zahlen natürlich deren
Einkommenssteuer. Denn diese Summe findet sich natürlich in den
hergestellten und verkauften Produkten wieder. Vulgo: "eingepreist". Da
wird also auf das Produkt 10-40% draufgepackt, und dieser Überschuss wird
dann als "Einkommenssteuer" (oder was auch immer) ans FA "weitergeleitet".


So kenne ich das jedenfalls von Unternehmern. Am Ende zahlt nur der
Konsument - woher soll Umsatz und Gewinn denn sonst kommen, wenn nicht vom
Konsument?

Hallo Prophet,

Wer zahlt denn dem Konsumenten den Lohn, wenn nicht der Unternehmer?

Grüsse, Zara

Ja, Preisfrage: Wer zahlt?

Prophet @, Mittwoch, 11.11.2015, 22:39 vor 3734 Tagen @ Zarathustra 4325 Views

Wer zahlt denn dem Konsumenten den Lohn, wenn nicht der Unternehmer?

Auch der Lohn für die Arbeiter ("Konsumenten") ist eingepreist in der Ware, die der Unternehmer herstellt oder verkauft. Aus seinem Privatvermögen wird der Unternehmer das sicher nicht bezahlen, oder jedenfalls nur eine Zeit lang. Danach ist er pleite und zahlt auch keine Steuern mehr. Vorher hat er in diesem Szenario auch z.B. ein paar Jahre keinen Gewinn gemacht, und daher auch keine Steuern an den Staat weitergeleitet.

Und wenn er den Mitarbeitern/Angestellten alles auszahlt (Kommune-mäßig, Genossenschaft(?)) würde er auch keine Steuern zahlen, weil ja nix für ihn selbst übrig bleibt (Gewinn = 0).

Wer zahlt also am Ende der Kette? Zahlt überhaupt jemand etwas, oder wird nur umverteilt in einem riesigen Karussel? Welche wenigen %%% auf diesem Planeten haben also am Ende wirklich etwas davon, wenn sich alle abrackern? Wer steht an der Spitze der Nahrungskette?

Eines jedenfalls ist sicher: die Leidtragenden sind andere Lebewesen und letzten Endes "die Natur", weil alles aus "natürlichen Ressourcen" bestritten wird (jedenfalls in diesem System der Produktion von Gütern und deren beständiger Vernichtung und Erneuerung).


Grüße,
Prophet

Exakt ..!

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 12.11.2015, 11:39 vor 3733 Tagen @ Prophet 3541 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.11.2015, 11:48

Sowohl alle Unternehmenssteuern, als auch die Beschäftigtenlöhne, als auch die Kapital-/Kreditzinsen, als auch die Unternehmerlöhne (Privatentnahmen, Dividenden etc.) bezahlen die Kunden, die Konsumenten. All das ist eingepreist.

Der erfolgreiche Unternehmer bezahlt gar nichts aus der eigenen Tasche, sprich: aus seinem Privatvermögen, trägt allerdings das Risiko der Vorfinanzierung, die er vorleisten muss .. für den Fall, dass er Verluste macht.

Gruß, Beo2

Auch der Lohn für die Arbeiter ("Konsumenten") ist eingepreist in der Ware, die der Unternehmer herstellt oder verkauft. Aus seinem Privatvermögen wird der Unternehmer das sicher nicht bezahlen, oder jedenfalls nur eine Zeit lang. Danach ist er pleite und zahlt auch keine Steuern mehr. Vorher hat er in diesem Szenario auch z.B. ein paar Jahre keinen Gewinn gemacht, und daher auch keine Steuern an den Staat weitergeleitet.

So ist es, Flora und Fauna bezahlen für dieses abartige Karussell (oT)

Zarathustra, Donnerstag, 12.11.2015, 11:54 vor 3733 Tagen @ Prophet 3367 Views

- kein Text -

...und alle Menschen, die bei der Nachschuldnersuche weltweit versagen und bankrottieren

Silke, Donnerstag, 12.11.2015, 18:34 vor 3733 Tagen @ Zarathustra 3454 Views

bearbeitet von Silke, Donnerstag, 12.11.2015, 19:05

Lieber Zara,

und auch die, die im Produktionsprozess und beim Konsumexzess verheizt werden, weil sie in den Machtkonstellationen ohnmächtig sind.
verhungert
erschossen
weggebombt
süchtig
krank
kaputt gearbeitet
usw.

Liebe Grüße Du "Zersetzer" [[zwinker]]
und Danke auch für Deine Ausdauer und die strikte Verteidigung des Debitismus.
Silke

PS. Dein Bild mit den "wollenden" Zellen im lebenden Organismus (sie müssen genau das tun, was sie können und wozu sie befähigt sind, weil sie sonst mit dem Gesamtorganismus sterben - sie tun nicht mehr, sonst Krebs und nicht weniger sonst Abbau der Zelle) zweifle ich genau so an, wie Dein Bild vom egalitären Schwarm (jeder Schwarm ist in zentristischen Machtstrukturen gezwungen, jedes Tier orientiert sich an den 4-7 Nachbartieren nach den bekannten Schwarmgesetzen. Von außen gesetzte Rahmenbedingungen wie Wind, Regen, Dürre, Fressfeinde usw. reichen dadurch tief in den Schwarm hinein und bestimmen sein Verhalten wie z. B. die sich erst bei bestimmten Rahmenbedingungen aggressiv verändernden Heuschreckenschwärme - sie wollen nicht, sie müssen, weil sie ohnmächtig sind)
"Schwärme Kollektive ohne Zentrum"?

einzelnen Boids gemäss ihrer Zwänge im System umherbewegen und Entscheidungen basierend auf ihrer Umgebung treffen
http://www.gm.fh-koeln.de/~konen/research/PaperPDF/QQ2mmueller-schwarm.pdf
Das ist ein dauerndes "müssen" (ohnmächtig) und kein "wollen" (mächtig).

Trotzdem Danke für Eure wichtige Diskussion.[[top]]

So ist es Silke, auch das Wollen ist ein Müssen

Zarathustra, Donnerstag, 12.11.2015, 19:03 vor 3733 Tagen @ Silke 3245 Views

bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 12.11.2015, 19:09

Lieber Zara,

und auch die, die im Produktionsprozess und beim Konsumexzess verheizt
werden, weil sie in den Machtkonstellationen ohnmächtig sind.
verhungert
erschossen
weggebombt
süchtig
krank
kaputt
gearbeitet

So ist es, Silke. Man ist Täter und Opfer zugleich; zumal es keinen freien Willen und Charakter gibt, gibt es auch keine Schuld. Auch die brutalsten Täter sind Opfer, denn sie können nichts anderes tun, als exakt genau das, was sie eben tun.

Liebe Grüße
Silke

PS. Dein Bild mit den "wollenden" Zellen im lebenden Organismus (sie
müssen genau das tun, was sie können und wozu sie befähigt sind,
weil sie sonst mit dem Gesamtorganismus sterben - nicht mehr sonst Krebs
und nicht weniger sonst Abbau der Zelle) zweifle ich genau so an,

Sag ich doch! Man tut was man kann und man kann was man tut (kosh). Das Wollen ist nicht frei, aber es ist nunmal da, und dieses Wollen determiniert die Handlung. „Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“ Niemand gibt sich seinen Charakter selber. Das ist eine unendliche Kette, die nirgends anfängt.

wie Dein
Bild vom egalitären Schwarm (jeder Schwarm ist in zentristischen
Machtstrukturen gezwungen,

Wirklich egalitär ist kein Schwarm. In jedem Schwarm gibt es Individuen mit mehr oder mit weniger Charisma und Einfluss. Eine unterwürfige Haltung in der Peripherie draussen hat im zivilisierten Schwarm soviel Einfluss, weil es soviele sind, die diese Haltung an den Tag legen. Nur dank dieser Macht in der Peripherie (Masochisten) gibt es Delegierte in den Zentren (Sadisten), die diese unterwürfige Haltung spiegeln und füttern. Das ist eine Symbiose! Macht und Ohnmacht ist überall.

jedes Tier orientiert sich an den 4-7
Nachbartieren, von außen gesetzte Rahmenbedingungen wie Wind, Regen,
Dürre, Fressfeinde usw. reichen dadurch tief in den Schwarm hinein und
bestimmen sein Verhalten wie z. B. die sich erst bei bestimmten
Rahmenbedingungen aggressiv verändernden Heuschreckenschwärme - sie
wollen nicht, sie müssen, weil sie ohnmächtig sind)
http://www.informatik.uni-ulm.de/ki/Edu/Proseminare/KI/SS04/Ausarbeitungen/12-Tomm.pdf

Ja, alles ist ein Müssen, auch das Wollen.

Trotzdem Danke für Eure wichtige Diskussion.[[top]]

Liebe Grüße Du "Zersetzer" [[zwinker]]
und Danke auch für Deine Ausdauer und die strikte Verteidigung des
Debitismus.

Liebe Grüsse zurück!

Zara

Nachschuldner- oder Gläubigersuche; das ist hier die Frage!

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 12.11.2015, 19:22 vor 3733 Tagen @ Silke 3217 Views

Hallöchen Silke!

... und alle Menschen, die bei der Nachschuldnersuche weltweit versagen und bankrottieren

Schuldner benötigen Nachfrage ihrer Leistungen, damit sie das benötigte Zahlungs- und Schuldentilgungs'mittel erhalten, womit sie ihre Schulden tilgen können. Die momentanen Zahlungsmittel'halter sind aber nicht unbedingt monetäre Schuldner oder Nachschuldner, sondern in jedem Fall Guthabenhalter und Gläubiger des ZM-Emittenten .. und zwar solange, wie sie das Zahlungsmittel noch besitzen. Guthabenhalter können demnach sog. Nachfrageschuldner sein ("Sparer" i.w.S.).

Mit anderen Worten: Schuldner benötigen keine Schuldner, sondern in erster Linie Gläubiger, welche ihnen ihren Leistungsanspruch gegen den ZM-Emittenten durch Leistungsnachfrage abtreten. Schulden können nur verschwinden, wenn gleichzeitig auch Guthaben aufgelöst werden.
Ein Kreditnehmer ist sowohl ein (monetärer) Schuldner des Kreditgebers als auch dessen Gläubiger, denn er hat Anspruch auf die Rückgabe/Rückkauf seines Pfands (oder ersatzweise auf das ZBGeld). Es findet immer eine gegenseitige bzw. gleichzeitige Verschuldung des Kreditgebers und des Kreditnehmers statt.

Wie Du siehst, der wahre Sachverhalt ist etwas komplexer.

und auch die, die im Produktionsprozess und beim Konsumexzess verheizt werden, weil sie in den Machtkonstellationen ohnmächtig sind.

Richtig. Es gibt ein sehr krasses Ohnmacht-/Machtgefälle zwischen der Lohnarbeit und dem Kapital im Produktionsprozess. Das führt zum Verheizen der Arbeitskraft (und der übrigen natürlichen Ressourcen) einerseits und zu Konsumexessen bei den Kapitaleignern andererseits.

Mit Gruß, Beo2

Fast ... das war nicht der Drogerie-Rossmann, sondern der dm-Drogerie Goetz ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 11.11.2015, 22:31 vor 3734 Tagen @ Prophet 4744 Views

http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/goetz-werner/steuerberater-magazin-20070114.pdf
Seite 12, rechte Spalte. Einer der wenigen, die das aussprechen.
Dirk Rossmann war glaube ich auch einer davon, war hier mal thematisiert (finde ich aber nicht mehr. Da weiß der CM mehr [[zwinker]] )

D.h. derselbe wie oben genannt: Der dm-Gruender-"Professor" Goetz Werner zu Steuern ....

Ich sass damals im Publikum.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Und das geht schon JAHRZEHNTE so!

Orodara @, Donnerstag, 12.11.2015, 10:09 vor 3733 Tagen @ CrisisMaven 3738 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.11.2015, 10:20

Und da reagiert KEINER?

Ich denke, die Moslems hätten diesen "Unternehmer" an Ort und Stelle "gerichtet", und zwar achtkantig.

Aber weil KEINER etwas tut, wird unsere Gesellschaft binnen Kürze vom Islam gefressen. Garantiert. So wie eine eitrige Wunde von Maden saubergefressen wird.

Meine Verwandten gehen schließlich auch nicht auf die Straße, sondern sagen, daß Andere das machen sollen! Und verbinden das =rart_ou]Hans-Hannemann-Geh'-Du-Voran!- gleich mit dem =rart_ou]St.-Florians-Prinzip. Ich weiß aber nicht, ob ich mir Mahnwachentourismus leisten kann.

D.h. derselbe wie oben genannt:
Der dm-Gruender-"Professor" Goetz Werner zu Steuern ....
Ich sass damals im Publikum.

Denen geht es natürlich blendend, weil die Sklaven spuren. Nun versteht man auch, warum diese Leute oft 100 werden, während deren Angestellte häufig durch erfolgreich angewandte geplante Obsoleszenz mit 60 oder 65 Jahren den ihnen von ihren Herren nicht gegönnten Eßlöffel abgeben.

PS: Das Ende von "http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=sankt+florian&bool=relevanz&gawoe=an&suchspalte[]=rart_ou" wird nach der "]" abgeschnitten. Lustiger Bug! Wie kann man das umprogrammieren?

Verständnisprobleme?

Prophet @, Donnerstag, 12.11.2015, 11:04 vor 3733 Tagen @ Orodara 3568 Views

Denen
geht es natürlich blendend, weil die
Sklaven
spuren. Nun versteht man auch, warum diese Leute oft 100 werden,
während deren Angestellte häufig
durch erfolgreich
angewandte geplante Obsoleszenz
mit 60 oder 65 Jahren den ihnen von
ihren Herren nicht gegönnten Eßlöffel abgeben.

Es wird ja niemand dazu gezwungen, Konsum- und Arbeitssklave zu sein.

Wenn du die Vorteile einer Unternehmerschaft erkannt hast, dann werde halt selbst Unternehmerin und biete Güter und Dienstleistungen an, die andere Menschen benötigen oder konsumieren wollen. Dann wirst du auch hundert. Nein, im Ernst, die meisten Unternehmer schaffen das nicht. Die gehen meistens an Schlaganfällen und Herzinfarkten zu Grunde. Oder legen sich auf Bahnschienen, wenn es mal nicht mehr so gut läuft und sie sich mit VW-Aktien verzockt haben. Viele sind psychisch schwer gestört nach jahrzehnterlanger Unternehmerschaft.
Und zum "Ausbeuten" gehören immer zwei: einer der ausbeutet, und einer der sich ausbeuten lässt. Deswegen hielt ich den Anton Schlecker nie für einen schlechten Menschen, obwohl er immer in die Ausbeuter-Ecke gestellt wurde. Niemand wurde gezwungen, einen Job beim Schlecker anzunehmen, wenn er das für Ausbeuterei hielt. Oder?

Die Steuer zahlst nur du als Konsument, ob sie nun Einkommensteuer (des Unternehmers) oder Mehrwertsteuer oder Mineralölsteuer oder Tabaksteuer heißt. Konsumierst/kaufst du nichts, zahlst du auch keine Steuern. Eigentlich eine einfache Sache. Man kann seine Steuerlast also locker auf die Hälfte drücken, wenn man will. Ganz raus aus der Nummer kommt man vermutlich nicht, aber dennoch fast. Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Steuern zahlen und einem unbequemen Leben.

Grüße,
Prophet

PS: Danke für die Korrektur, @CM

Anders machen:

Orodara @, Donnerstag, 12.11.2015, 12:35 vor 3733 Tagen @ Prophet 3468 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 20:29

Hallo Prophet!

Es wird ja niemand dazu gezwungen, Konsum- und Arbeitssklave zu sein.

Doch schon, durch eine debitistische Gesellschaft, aus der ein durchschnittlicher Mensch gar kein Herauskommen sieht. Und wenn doch, dann sorgen schon einige Paragraphen, Klauseln und "wohlmeinende" Worte dafür, daß man es doch lieber unterläßt. Nur sehr wenige Leute haben die Standhaftigkeit und den Mut, wirklich auszusteigen.

Wenn du die Vorteile einer Unternehmerschaft erkannt hast, dann werde halt
selbst Unternehmerin und biete Güter und Dienstleistungen an, die andere
Menschen benötigen oder konsumieren wollen. Dann wirst du auch hundert.

Sehr hilfreicher Tipp, wenn der eigene Beruf wegrationalisiert wurde und das andere, was man kann, gar nicht gebraucht wird, weil die Welt mit Automaten und Sexrobotern zugestellt wird! Aber man kann ja weiter probieren, bis man 100 ist![[top]] Wenigstens haben die Anderen dabei etwas zum Lachen.[[zwinker]]

Nein, im Ernst, die meisten Unternehmer schaffen das nicht. Die gehen
meistens an Schlaganfällen und Herzinfarkten zu Grunde. Oder legen sich
auf Bahnschienen, wenn es mal nicht mehr so gut läuft und sie sich mit VW-Aktien verzockt haben.

Wären sie weniger feige, egoistisch und anspruchsvoll, dann würden sie auch 100. Bei den Mitteln!

Viele sind psychisch schwer gestört nach jahrzehnterlanger Unternehmerschaft.

Nein, nicht nur die, sondern fast unsere ganze Gesellschaft... Nicht umsonst gibt es den Witz: "Ein Mann kommt nach dem Tod in die Hölle. Dort sieht er drei riesige Kessel stehen, mit Menschen darin. Nur auf einem Kessel ist ein Deckel. Der Mann fragt den Teufel nach dem Grund, und dieser antwortet: "Im ersten Kessel sind Deutsche. Denen habe ich gesagt, sie sollen drinnen bleiben. Da sie gehorchen, braucht es keinen Deckel. Im zweiten Kessel befinden sich Russen. Wenn einer herauswill, halten ihn die anderen zurück. Also können wir uns da auch den Deckel sparen. Im dritten Kessel gibt es Juden. Daher muß ein Deckel drauf, denn sonst sind alle weg."

Und zum "Ausbeuten" gehören immer zwei: einer der ausbeutet, und einer
der sich ausbeuten lässt. Deswegen hielt ich den Anton Schlecker nie für
einen schlechten Menschen, obwohl er immer in die Ausbeuter-Ecke gestellt
wurde. Niemand wurde gezwungen, einen Job beim Schlecker anzunehmen, wenn
er das für Ausbeuterei hielt. Oder?

Wer denkt, daß es Sklaven besser geht als ihren Besitzern? Oder gilt da der Satz, daß Sklaven ihre Ketten mit aller Kraft verteidigen?

Schlecker hätte ja ein bißchen mehr Rücksicht auf die Gesundheit seiner Kunden nehmen können. Auch ein Unternehmer darf Moral haben. Aber da das wohl immer seltener wird, erlebt man tatsächlich unvergeßliche Begegnungen mit Chefs von Ladenketten, die einem ganz offen sagen: "Ja, wir verkaufen Computergames, Horror und Gewalt, weil das die jungen Leute wollen!", und solche glorreichen Dialoge:

Angestellter: "Hallo Chef, da hat sich ein Kunde beschwert, daß das Warensortiment immer schlechter wird! Er war sichtlich verärgert."

Chef: "Wie alt war denn der gute Mann?"

Angestellter: "Ich schätze, so um die 60."

Chef: "Na, da gibt es doch überhaupt kein Problem! Wenn er 60 ist, dann wird er bald sterben. Und die jungen Leute kennen das alte Sortiment nicht! Da klagt keiner mehr!"

Angestellter: 'Oh, ich sage lieber nichts, sonst wird mir gekündigt, und dann stehe ich auf der Straße!'

Kunststück! Wenn man den jungen Leuten auf der anderen Seite Psychopharmaka, Zucker und andere Drogen reinstopft plus ihnen Militärwaffen (Spyphones) in die Hand drückt und sie auf der anderen Seite mit Games, Horror und Gewalt abfüllt, können sie sich auch nichts anderes wünschen. Das ist Präemption live. Oder eben Verantwortungslosigkeit, Nötigung und Mißbrauch auf der ganzen Linie durch Unternehmer.

Natürlich ist das auch von den Konsumenten dumm. Keiner von denen kann behaupten, daß er kein Gehirn hätte. Der Angestellte müßte kündigen, nach diesem Vorbild: "Legt die Arbeit nieder!" Wenn es einer tut, dann machen es Andere auch und es breitet sich nach Sheldrake's morphogenetischem Feld immer weiter aus, genauso wie mit den Mahnwachen. Bis es kippt.

Die Steuer zahlst nur du als Konsument, ob sie nun Einkommensteuer (des
Unternehmers) oder Mehrwertsteuer oder Mineralölsteuer oder Tabaksteuer
heißt. Konsumierst/kaufst du nichts, zahlst du auch keine Steuern.
Eigentlich eine einfache Sache. Man kann seine Steuerlast also locker auf
die Hälfte drücken, wenn man will. Ganz raus aus der Nummer kommt man
vermutlich nicht, aber dennoch fast. Es ist immer eine Gratwanderung
zwischen Steuern zahlen und einem unbequemen Leben.

Ehrlich gesagt, ziehe ich nach dem o.g. Vorbild ein unbequemes Leben vor. Warum soll ich Andere opfern, damit es mir gut geht? Zumal mittlerweile, wo die Erde aufgeteilt und kahlgefressen , das ganze Leben nur noch eine Existenzkrise ist. Zarathustra's Stammesgesellschaft ist für mich im Moment der einzige sichtbare Ausweg aus der Sackgasse. Gott hat dieses Modell nicht umsonst entwickelt und bis heute überleben lassen. Aber einige Unternehmer und Konsumenten haben ihren freien Willen gründlich mißbraucht.

viele Grüße
Orodara

Geben und Nehmen:

Orodara @, Freitag, 13.11.2015, 14:02 vor 3732 Tagen @ Prophet 3067 Views

Hallo Prophet!

Nein, im Ernst, die meisten Unternehmer schaffen das nicht. Die gehen meistens an Schlaganfällen und Herzinfarkten zu Grunde. Oder legen sich auf Bahnschienen, wenn es mal nicht mehr so gut läuft und sie sich mit VW-Aktien verzockt haben. Viele sind psychisch schwer gestört nach jahrzehnterlanger Unternehmerschaft.

Den Angestellten geht es auch nicht besser, wenn sie sinnlose, die Natur und damit über kurz oder lang ihre eigene Lebensgrundlage zerstörende Arbeit verrichten müssen, wenn ihnen infolge Rationalisierung, Outsourcing & Co. gekündigt wird oder sie einen Großteil ihres Lebens einem zermürbenden Bewerbungsmarathon opfern müssen. Die sind dadurch völlig fertig und sowohl seelisch als auch gesundheitlich am Boden zerstört. Außerdem werden sie sehr oft suchtkrank, ein Teufelskreislauf. Daher der oft frühe Tod: wegen eines sinnfreien Lebens, wo der Tod der zu Lebzeiten nicht geschaffte Ausstieg ist (dieser Zusammenhang ist sehr offensichtlich). Natürlich hätten sie etwas daran ändern könnnen, nämlich: aussteigen und Anderen nützen, statt schaden. Aber das können viele Leute nicht, sie müssen dazu auch erzogen werden, es muß ihnen einer zeigen und beibringen. Genau da aber versagt die Führung, die eben keine Pflanzschule aufpäppelt und zum Blühen und Gedeihen (sinnvolle Arbeit, Entfaltung der Talente, gelingendes Leben) bringt, sondern nur verführt, mißbraucht und das Gute im Keim zertritt.

Wenn man an Material und Mensch - den eigenen Körper eingeschlossen - unbarmherzige Auslese nach unten praktiziert, dann soll man danach nicht über das Ergebnis jammern! Oder hat man das etwa gar nicht gewollt? Das würde einen wundern bei den studierten, hochintelligenten Leuten... Vielleicht fehlte ihnen ja bei der Ausbildung nur das Fach "Herzensbildung"?

Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber sie sind extrem selten.

Aber wer von beiden ist schlimmer dran - der kranke Unternehmer oder der krankgemachte Angestellte?

Die Leute gönnen einander einfach zu wenig. Da kann man von den Schlümpfen noch viel lernen!

viele Grüße
Orodara

Ich halte das fuer falsch

Dragonfly @, Donnerstag, 12.11.2015, 11:12 vor 3733 Tagen @ Prophet 3539 Views

hergestellten und verkauften Produkten wieder. Vulgo: "eingepreist". Da
wird also auf das Produkt 10-40% draufgepackt, und dieser Überschuss wird
dann als "Einkommenssteuer" (oder was auch immer) ans FA "weitergeleitet".

Oder auch mal 1000%. Aber egal.

Es gibt allerdings auch eine Preiselastizitaet. Nehmen wir an, der Produzent hat eine satte Gewinnmarge von 30% und die MwSt wird massiv erhoeht. Dann kann er das nur an die Kunden weitergeben, wenn diese die Preiserhoehung akzeptieren. Falls es z.B. Ausweichprodukte gibt, kann er ggf. zum gleichen Preis verkaufen, aber muss weniger Gewinn in kauf nehmen.

Das ist bei den Importprodukten nicht anders. Chinesische Exportware, die massiv von der Regierung gepuscht wird, oder Laender mit Arbeitern ohne Kranken-, Renten- und Arbeitslosigkeitsversicherung ermogelichen auch billigere Produkte und treiben so westliche Produktionsfirmen und Dienstleister (Outsourcing) in den Ruin.

Besser waere es, das ganze Sozialgeoehns rein aus der MwSt zu finanzieren und diese ggf. zu erhoehen. Die MwSt. faellt naemlich immer an, egal wo das Produkt produziert wurde. Aber ich weiche ab. Ich weiss, ich weiss.

Der Staat will sich ja nicht nur an Gewinnen ....

Ashitaka @, Donnerstag, 12.11.2015, 19:48 vor 3733 Tagen @ Udo 3510 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.11.2015, 20:46

..., sondern sich demnächst vor allem an den Vermögen seiner Steuerpflichtigen bereichern. Die Rückkehr der Vermögenssteuer ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Frage: Wer sich (wie Chef) ständig den Goldpreis anschaut, dem kann nicht
verborgen bleiben, dass da Käufer auch Verluste machen. Mal geht es hoch,
mal runter. Und auch nicht alle Immobilien steigen im Preis, das ist
abhängig von der Lage. Wie sieht das denn dann konkret aus, wenn man zB
mit Gold Verluste macht?


Verluste wie bisher, im Rahmen der Kapitalvermögen (Zertifikate etc.) oder privaten Veräußerungsgeschäfte. Oder halt gewerblich Gewerbeverlustvorträge oder vortragsfähige Verluste für ESt/KSt.

Ich kenne einige, die haben beim Kurs von 1200
oder mehr Euro Gold gekauft - und hätten nun (falls sie verkaufen wollten)
ne Menge verloren. Beteiligt sich der Staat dann überall auch den
Verlusten???

Wenn > 1 Jahr no chance. Nur gewerblich klappt's dauerhaft [[zwinker]] .

Ne Zwangshypothek auf ne Immobilie ok, aber was ist, wenn die
Immobilie im Wert fällt (zB wegen ner neuen Kläranlage nebenan oder nem
Flüchtlimngsheim oder...) ???

Was soll dann sein? Vermögenssteuer zahlste auf den Stichtag, Ertragssteuern auf die besteuerbaren Gewinne ./. ausgleichsfähige Verluste.

Ich lese immer nur, an welchen gewinnen sich der Staat künftig laben
will, aber nie, dass er sich an Verlusten beteiligen will, geht das
überhaupt steuertechnisch - nur Gewinne besteuern und Verluste
ignorieren???

Nope, sofern nicht auf Einkommensarten oder Einlagen beschränkt (siehe 15a EStG).

Ich stelle mir diese Frage immer, wenn Journalisten über
neue Einnahmemöglichkeiten spekulieren, frage daher mal in die Runde und
bin gespannt...

Bei den Ertragssteuern sehe ich da wenig Chancen. Die Rechtsprechung blockiert da sehr viel zum Schutze der Steuerzahler.

Aber mal so am Rande, das interessiert auch die Verlagswelt (Keine Gewähr)

Steuersatz soll EU-Weit rauf auf 23% ab 2017, Wegfall der 7%. Das hört man zumindest an Gerüchten von den EU-Arbeitsgruppentierchen. Die Harmonisierung wird sehr zügig in diese Richtung gehen. Auch wird DE massiv Umsatzsteueraufkommen entrissen werden. Denn nahezu alle Mitgliedsstaaten plädieren derzeit für eine grundlegende Umsetzung des Bestimmungslandprinzip (OHNE LIEFERSCHWELLEN). D.h. wer nach Spanien verkauft, der führt dann auch dorthin die USt ab. Die Länderkennung wird dann technisch über die mtl. Voranmeldungen laufen, ähnlich dem schon laufenden MOSS-Verfahren. Niemand muss sich mehr irgendwo registrieren.

Darauf muss man schon jetzt achten (Nur als Beispiel!)

Wer derzeit z.B. mehr als 35 T nach Österreich an Privatpersonen versendet, wird dort für Umsatzsteuerzwecke registrierungspflichtig (3c UStG). Die Lieferschwellen sind für alle Mitgliedstaaten unterschiedlich. Wer die Grenze ignoriert begeht dann z.B. in Österreich Steuerhinterziehung. Die Aufarbeitungen sind auch Zielsetzungen auf EU-Ebene. Top-Thema, da reichlich Mehreinnahmen für unsere Nachbarstaaten. Infoquellen sind immer mehr geprüfte Spediteure, Versanddienstleister. Das läuft dann über Kontrollverfahren, USt-Sonderprüfung und anschließendem Verfahren im bisher missachteten EU-Mitgliedstaat. Gerade die Onlineversandhäuser werden reihenweise aufschrecken (mangels Liquidität umkippen), weil sie gar nicht verstehen, dass sie schon seit Jahren Steuerhinterziehung in anderen EU-Mitgliedstaaten begehen. Und die Aufarbeitung geht dann sehr fix.

Riesen Thema. Was sind schon 35 TEUR im Kalenderjahr? Richtig, ein Fliegenschiss. Eigentlich nix Neues. Guter Rat hat nur seinen Preis.

Herzlichst,

Ashitaka

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