Riss in der CDU und GroKO

uluwatu @, Bangkok, Samui, Uluwatu, Sonntag, 08.11.2015, 21:56 vor 3741 Tagen 5444 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 08.11.2015, 22:00

Nun also doch geht es langsam los und spitzt sich zu. Auf der einen Seite der Block mit Erika + Peter, auf der anderen Seite der Block um Wolfgang und Thomas mit dem Grossteil der Partei im Rücken. Die rechte Hand will nicht mehr was die "linke" will.
Riecht langsam nach Meuterei und Putsch , die Hoffnung stirbt zuletzt ! [[top]]

Schön wär´s ja!

StillerLeser @, Sonntag, 08.11.2015, 22:13 vor 3741 Tagen @ uluwatu 4434 Views

Nun also doch geht es langsam los und spitzt sich zu.

Ich bin mittlerweile äußerst skeptisch, ich halte Theaterdonner für wahrscheinlich.
Dadurch werden alle ruhig gehalten, die die Mißstände sehen und kurz vorm Platzen = aktiv werden sind:
"Ah, es tut sich was, endlich! Na fein! Was gibt´s im Fernsehen?"

ARD-Hassel: Herr Schäuble, sind sie loyal der Kanzlerin gegenüber? Schäuble: Signal an die Welt: Wir können nicht mehr! (ed)

azur @, Montag, 09.11.2015, 01:08 vor 3740 Tagen @ uluwatu 5278 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 09.11.2015, 02:03

Hallo uluwatu,

es lag ja in der Luft und vielfach wurde gesagt, dass sehr viel von Schäuble abhinge.

Dem wird von Tagesschau-massiv-für-"Flüchtlinge"-Hassel, die in letzter Zeit mehrfach als besonders (dümmliche und hetzerische) aggressive Kanzlerinnen-(Bertelsmann)-Propagandistin auffiel, ein gehöriges Interview abgenommen: https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-130785.html - in allem sehenswert (Video 4 min 10 - Veröffentlichung 18:45).

Eingebunden in http://www.tagesschau.de/inland/bab-fluechtlinge-107.html

Darin schwenkt er direkt auf die Linie der Besorgten um. Als Finanzminister müsste er dafür reichlich eigene Gründe haben.

Er fordert ein klares Signal an die Welt, dass Deutschlands Möglichkeiten zur Hilfe begrenzt sind.

Tina kann ihn nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht mit inquisitorischer Frage (der letzte Dienst an der Wunder-Kanzlerin) und mit Drohungen, dass "wir" dann schuld an Ertrunkenen und weiteren schlimmen Fluchten seien. War das das entscheidende Gefecht in dieser Sache?

Sollte es die Lager Thomas-Horst gegen Peter-Angela geben, könnte Schäuble der Ersatzkandidat und das Zünglein an der Waage sein (Frau v. d. L. hat verkünden lassen, dass die BW rechtlich nicht für Grenzsicherung einsetzbar wäre).

Spannend.

Wie eng es überall ist, hört man von überall. Hier geht es um Sporthallenbelegungen (auch das war ja nach dem "ARD-Fakten-Check-Flüchtlinge", neben den gefälschten Syrerpässen, gar kein Problem) und den wachsenden Unmut (man lese auch unten den Kasten):

"Zack, die Turnhalle nehmen wir - da kommt Unmut auf" | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/berlin/2015/11/landessportbund-berl...

(Böger ist übrigens ehemaliger Senator und SPD).

Nun wird es kaum noch mit dem Thema Pegida und 9. November kaschieren lassen (wie in dem Zusammenhang zu hören, ist der Platz, auf dem Pegida öfter die Veranstaltungen abhält, zu NS-Zeiten der Adolf-Hitler-Platz gewesen. Das hätte vermutlich keiner gewusst, ehe nicht die Pegidagegner daran erinnert hätten - siehe bei Interesse beim mdr): Es wird vermutlich schon bald zu einem deutlicherem Kurswechsel kommen (im Grunde zeigte sich das seit Freitag , als erst der vom Innenminister verkündete neue Ansatzes eilends aus dem Kanzleramt dementiert wurde, um kurz darauf überall Rückendeckung für dessen richtige und notwendige Einschätzung melden zu müssen), schon weil eben immer klarer wird, dass Möglichkeiten nun einmal begrenzt sind, hinsichtlich Unterbringung, Versorgung usw.

Vielleicht wird sich die Merkel einfach wieder anpassen... Und mal sehen wie das Singal an außen aussehen wird, welches viele verlangen und das Schäuble will.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: der ARD ist es gleich einen zweiten, porminent platzierten TS.de-Artikel wert, um den Innenminister anzuklagen: http://www.tagesschau.de/inland/kommentar-de-maiziere-101.html

Darin riecht es schon ziemlich nach Palastrevolte.

Die SPD hatte der Absenkung des Status von Flüchtlingen, die nicht direkt aus dem Kriegsgebiet kommen, selbst in den Koalitions-Gesprächen zugestimmt. Und die BK soll unterwegs in Afrika sein ( http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/11/08/merkel-will-in-afrika-fuer-einwan... ), und Peter, noch so ein Könner, muss Stallwache halten. Was soll da schon schief gehen...

"Altmaiers Machtwort

Kanzleramtsminister und Flüchtlingskoordinator Peter Altmaier (CDU) hatte zuvor im Deutschlandfunk das Thema für beendet erklärt: "Das war eine Diskussion vorgestern, am Freitag, die inzwischen auch schon wieder beigelegt ist", sagte Altmaier. CDU, CSU und SPD hätten gemeinsam eine "kurze Phase der Irritation" überwunden. Die Verfahren für die Syrer würden weiterhin so behandelt wie bisher."
aus der o. g. http://www.tagesschau.de/inland/bab-fluechtlinge-107.html
Ob man das für voll nehmen kann? so unverbindlich gegenüber der Gegner der Merkellinie, ist das nur ein schwaches Zeichen der Not.


Edit: irgendwo wird wieder mit den Vertriebenen nach dem 2. Wk argumentiert und dabei auf einen aktuellen, sehr interessanten Artikel zu diesem Thema verwiesen:

07.11.2015: »Hier kann keiner mehr unterkommen« (Tageszeitung junge Welt) -
http://www.jungewelt.de/2015/11-07/054.php

Es ist natürlich ein völlig anderer Sachverhalt, die damalige Flucht. Aber es verrät viel, wie Zangseinquartierungen ablaufen. Z. B., dass Einquartierungen vor allem bei Nichtbegüterten vorgenommen wurden. Dagegen hatten jene mit guten Beziehungen, und oft mit viel Raum, keine aufzunehmen. Dagegen geht eine Reporterin, die für eine Zeitschrift, die für Vertriebene erstellt wurde, in viele Winkel des Landes reiste, hartnäckig angeschrieben:

"Wir besitzen die Unverfrorenheit, den Herrn Bürgermeister mit unseren Fragen bis in sein Bad hinein zu verfolgen.« Dort muss er der empörten Reporterin Rede und Antwort stehen. Aus heutiger Sicht können er und seine Gemeinde einem allerdings fast leid tun. Sangerhausen hatte damals 79.000 Einwohner und sollte 36.000 Flüchtlinge aufnehmen. Aber: »Gemessen an anderen Kreisen der Provinz Sachsen ist Sangerhausen weit unterbelegt.«³

Dort in der Nähe leitete meine Großmutter väterlicherseits dann ein Waisen-Heim und mein Ex-Schwiegervater kam in die Gegend als halbtotes Flüchtlingskind aus Sudentendeutschland. Das berührt mich daher besonders.

Weiter:

„Das Dezemberheft enthält eine Reportage über Konflikte zwischen Umsiedlern und denjenigen, die sie als Untermieter von Amts wegen aufnehmen mussten. Manche versuchten, sich durch Abriss von Wänden oder andere Beschädigungen der eigenen Wohnung vor Einquartierungen zu drücken. Andere mobbten ihre unfreiwilligen Gäste durch das Kappen von Stromleitungen. Das Flüchtlingspaar Wippler in Bitterfeld bekam keine Kohlen, weil es sich am Abladen nicht beteiligte. Herr Wippler war aber zu 70 Prozent kriegsgeschädigt, seine Frau hatte »durch Bombeneinwirkung eine steife Hand«. Untermieter und Vermieter waren so zerstritten, dass der Dezernent für Wohnungswesen eine Umquartierung plante. »Wer aber soll umquartiert werden? Der Umsiedler natürlich (…). Und wenn es das nächste Mal wieder nicht glattgeht, soll die Familie in eine Baracke gebracht werden.Wir glauben, nicht richtig gehört zu haben. Wir stellten fest, dass Wippler in seinem früheren Quartier nur ein Zimmer bewohnen durfte, obwohl ihm zwei Räume zugewiesen waren. Ist es seine Schuld, dass der Hauptmieter so querköpfig war? Ist es seine Schuld, dass der Hausbesitzer Reichelt seine Zimmer zwar an alliierte Offiziere, nicht aber an unbemittelte Umsiedler vermieten will? Wir sind dafür, den Hausbesitzer Reichelt aus seiner behüteten Umgebung zu reißen und in eine Baracke zu stecken.«

Weil die Flüchtlinge im Lager das Leben draußen nicht kennen, glaubten sie nicht, dass es dort »viel weniger zu essen gibt. Sie spekulieren auf das – in gewissem Sinne unangebrachte – Mitleid der Zivilbevölkerung. Der hohe Eisenzaun, längs der Straße zur Stadt, ist ständig von Heimkehrern umlagert, die die Vorübergehenden anbetteln oder mit ihnen Geschäfte machen. Woher sie die Tauschwaren nehmen? Manche bieten die Schlafdecken ihrer Kameraden an, die sie soeben gestohlen haben. Die eigene Decke müssen sie bei der Entlassung vorweisen, sonst bekommen sie ihre Papiere nicht.«

Es geht auch um Handel mit und Verlust von Ausweis-Papieren.

Klar, dass das kaum zum Vergleich taugt, denn es waren Landsleute, die Deutsch sprachen und weit weniger Hindernisse aufweisen, um arbeiten gehen zu können.

Schluss: "Das Einstellen der Zeitschrift wurde damit begründet, dass im Jahr 1949 die Phase der »restlosen Beendigung der Umsiedlung und auch der Rückführung der Kriegsgefangenen« zu Ende ginge. Obwohl noch immer »aus Engstirnigkeit, oft auch aus reaktionärer Feindseligkeit geborene Schwierigkeiten den Prozess der Assimilation« behinderten, wären die Umsiedler jetzt »Teile der Kampfgemeinschaft unserer demokratisch-antifaschistischen Ordnung«, weshalb sich eine »Spezialzeitung« erübrige. Nun werde das gesamte »Presse- und Zeitschriftenwesen dieses allgemeinen Kampfes auch ihre Presse«. Die Medien in der im Oktober 1949 gegründeten DDR setzten die kritisch-konkrete Berichterstattung über die schwierige Integration der Flüchtlinge in der schonungslosen Offenheit, wie sie Elfriede Brüning in der Neuen Heimat begonnen hatte, nicht fort. Nur in der Literatur tauchte das zum Tabu gewordene Thema gelegentlich noch auf.“

Wir hatten ja dieses Thema der Vertriebene, speziell auch in der DDR, hier schon desöfteren, lange vor dem Thema Massenflucht nach Deutschland.

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Hilferuf der Helfer... und TBC-Alarm!

Reffke @, Montag, 09.11.2015, 02:22 vor 3740 Tagen @ azur 5021 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 09.11.2015, 02:28

Hallo Azur,
Einfach mal als Zwischenruf:
Hilferuf Hamburg Hauptbahnhof Flüchtlingshelfer
Der schamlose Missbrauch dieser lieben Mitmenschen macht mich restlos ratlos. [[sauer]]
Wieso suchen die "Brotschmierer"!?

Zum Glück haben die keinen Stress mit Soßen... wie die TBC-Klinik:
Rückkehr der Tuberkulose: Wenn Flüchtlinge zu Patienten werden
Interessant:
Die Klinik für Lungen- und Bronchialheilkunde am Bezirkskrankenhaus Parsberg behandelt krankheitsuneinsichtige Patienten mit ansteckender Tuberkulose (TBC). Sie ist die einzige ihrer Art im gesamten Bundesgebiet. Die Patienten werden ausschließlich aufgrund eines richterlichen Beschlusses untergebracht.
Quelle: Klinik für Lungen- und Bronchialheilkunde am Bezirkskrankenhaus Parsberg

Gr. Reffke

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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Das "Machtwort" aus dem Kanzleramt ist keines und hoch interessant - Gesetz ü. Familiennachzug sicherer Herkunft vom August!

azur @, Montag, 09.11.2015, 02:58 vor 3740 Tagen @ Reffke 4200 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 09.11.2015, 03:44

Hallo Reffke,

danke, hab es schon vor Tagen gesehen, und die t. w. recht gehässigen Antworten bei YT (die sachlicheren Ablehnungen sind allesamt nachvollziehbar).

Hilferuf Hamburg Hauptbahnhof
Flüchtlingshelfer[/link]
Der schamlose Missbrauch dieser lieben Mitmenschen macht mich restlos
ratlos. [[sauer]]
Wieso suchen die "Brotschmierer"!?

Weil sie helfen wollen und Mitstreiter suchten. Das hat auch schnell geklappt.

Es gab inzwischen extra eine Presse-Meldung, dass nun keine weiteren Helfer mehr benötigt werden.

Es ist ja auch nicht verkehrt Menschn in Not helfen zu wollen, auch wenn ich den Standpunkt vieler der Helfer nicht teilen kann.

Dazu sollte man auch das lesen, was die TS als Machtwort aus dem Bundeskanzleramt zu verkaufen versucht - das deutlich defensive Interview von Peter Altmaier, was so manches verrät:

http://www.deutschlandfunk.de/peter-altmaier-zu-recht-auf-familiennachzug-wir-haben.868...

„Wir haben immer gesagt, dass wir versuchen wollen, den Zustrom so zu organisieren, dass niemand überfordert wird, dass jeder ein Dach über dem Kopf hat, dass niemand im Winter frieren muss. Und in diesem Zusammenhang versuchen wir unsere rechtlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Es war schon in der Vergangenheit nicht so, dass jeder, der gekommen ist, seine Familienangehörigen sofort nachholen konnte…

Es geht hier in erster Linie um die Diskussion: Sollen Menschen, die aus einem Land kommen, wo sie sicher leben, wo ihre Familienangehörigen auch zu ihnen kommen können, sollen diese Menschen auch sofort und ab sofort das Recht auf Familiennachzug haben? Ein solches Gesetz gibt es übrigens erst seit dem 1. August, das diesen Anspruch für diese Menschen ermöglicht.“

Und so etwas spricht sich eben rum.

Das sieht auch das Kanzleramt so:

"Altmaier: Nein, es ist die konsequente Fortsetzung des bisherigen Kurses, dass wir unterscheiden zwischen den Menschen, die schutzbedürftig sind und den Menschen, die diesen Schutzanspruch nicht haben. Wir hatten allein im ersten Halbjahr dieses Jahres etwa 100.000 Menschen, die aus sicheren Herkunftsländern gekommen sind. Das sind Länder, wo die Asylanträge zu rund 99 Prozent abgelehnt werden – und zwar rechtskräftig abgelehnt werden – und da haben wir gesagt: Weil wir so viele Schutzbedürftige aufnehmen, müssen wir diesen Menschen sagen, dass sie in Deutschland nicht bleiben können. Und wir würden uns wünschen, dass sie auch dies schon wissen, bevor sie ihre Reise nach Deutschland antreten.“

Zuvor dort:

„Und da haben wir uns in der Koalition darauf verständigt zu sagen: Für diese Menschen wollen wir den Familiennachzug für zwei Jahre aussetzen.
…Alle wichtigen politischen Änderungen werden in der Bundesregierung gemeinsam besprochen und beschlossen. Das heißt, es bleibt dabei, dass für Menschen mit subsidiärem Schutz, der Familiennachzug ausgesetzt wird. Die Verfahren für die Syrer werden aber weiterhin so behandelt wie bisher. Und das bedeutet, dass die Menschen sich dort auch keine Sorgen machen müssen, dass sie jetzt durch eine solche Entscheidung von einem Tag auf den anderen einen anderen Schutzstatus haben.“

Schwammig, das angebliche Machtwort (so wie gesagt lt. ARD) - ohne Angriffe auf das andere Lager, die stehn im Kanzerlamt mit den Rücken zur Wand:

„Wir haben sehr, sehr viele Probleme, sowohl in der Frage: Wer darf zu uns kommen? Wie können wir die Zahl der illegalen Migrationen reduzieren? Was müssen wir tun, um die Menschen aufzunehmen und unterzubringen? Und über all diese Fragen müssen wir diskutieren. Und deshalb ist es gut, dass die Debatte, die es am Freitagabend gegeben hat, sehr schnell beendet worden von allen Beteiligten.“

Um dann so rumzulavieren:

„Altmaier: Ich muss Sie in einem Punkt korrigieren: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte dies noch nicht an seine Außenstellen herumgeschickt und bekanntgemacht.

Detjen: Aber es ist erklärt worden, vom Bundesinnenministerium sei faktisch angewiesen worden ...

Altmaier: Das ist völlig richtig. Das ist völlig richtig. Nein, es war bekannt, dass es eine Debatte darüber gibt, ob man es ändern soll. Und dass es bereits geändert war, das wussten die Beteiligten beim Bundesamt und im Bundesinnenministerium.

Detjen: Aber Sie wussten es nicht?

Altmaier: Na ja, wenn die beiden es wussten und ich persönlich habe es nicht gewusst, das ist richtig.“

Argumentieren mit Nichtwissen ist wieder groß in Mode. Und das angebliche Machtwort ist klar das Eingeständnis, dass Seehofer, Schäuble und der Innenminister richtig liegen!

Aus meiner Sicht ist die Merkel nun unter schwerster Bedrängnis, wie zu erwarten. Nun, wo auch in deutschen Medien erklärt werden musste, dass das europäische Ausland stinksauer auf den unabgestimmten Kurs der Noch-Bundeskanzlerin Merkel ist, der den gesamten Kontinent in gehörige Schwierigkeiten bringt - nicht nur die besonders betroffenen Länder an der Route nach Deutschland.


Zum Glück haben die keinen Stress mit Soßen... wie die TBC-Klinik:
Rückkehr der Tuberkulose: Wenn
Flüchtlinge zu Patienten werden

Interessant:
Die Klinik für Lungen- und Bronchialheilkunde am Bezirkskrankenhaus
Parsberg behandelt krankheitsuneinsichtige Patienten mit ansteckender
Tuberkulose (TBC). Sie ist die einzige ihrer Art im gesamten Bundesgebiet.
Die Patienten werden ausschließlich aufgrund eines richterlichen
Beschlusses untergebracht.

Quelle:
Klinik

Zum Glück ist das Problem wohl recht schnell erkannt worden, vor dem ich auch einen höllen Respekt habe (hört Sorgen darüber auch unangesprochen in der Umgebung) und u. a. die BW mit wohl knapp 30 Röntgeneinheiten in der Untersuchung aller Ankömmlinge aktiv. Hoffen wir, dass es ein geringes Problem bleibt und epidemisches wieder verhindert werden kann (wenn es bei Ebola klappte...).

Wie gesagt: Man kann zu den Flüchtlingsbefürwortern und -helfern stehen wie man will: Dass sie den Mund aufmachen und um Hilfe bitten, wenn es ihnen notwendig erscheint, ist legitim. Wäre nur schön, wenn auch anderen schwachen in der Gesellschaft geholfen würde. Aber wer Leuten mit fast nichts hilft, dass sie nicht hungern und dursten, der handelt ja nicht schlecht.

Viel wichtiger erscheint mir der zu erwartende Wechsel der Linie in der Zuwanderungs-Frage, verbunden mit dem notwendigen Signal nach außen: Auch hier geht nicht alles. Da werden manche in der Propaganda-Abteilung, etliche Journalisten umschalten müssen, denn Altmaier musste für die Kanzlerin zurück rudern, wie man lesen kann.

So wie bisher kann es nicht weitergehen, und das Gute an der Krise ist, dass die Sache Klarheit in etlichem befördert.

Viele freundliche Grüße

azur

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NDR 3 - Kriegskinder - Doku am 07.11. 2015 um 11:30 Uhr

Vatapitta @, Montag, 09.11.2015, 02:58 vor 3740 Tagen @ azur 3392 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 09.11.2015, 03:10


Edit: irgendwo wird wieder mit den Vertriebenen nach dem 2. Wk
argumentiert und dabei auf einen aktuellen, sehr interessanten Artikel zu
diesem Thema verwiesen:

07.11.2015: »Hier kann keiner mehr unterkommen« (Tageszeitung junge
Welt) -
http://www.jungewelt.de/2015/11-07/054.php

Es ist natürlich ein völlig anderer Sachverhalt, die damalige Flucht.


Moin moin azur,

in dem Film geht es um die Generation ab 1925. War der 4. Teil der Dokumentation.
Ist leider nicht als Video in der Mediathek. Der Film zeigt Flucht, Vertreibung usw.

Wiki schreibt über die Folgen des Erlebten:

"Traumatisierung[Bearbeiten]
Die Kriegskinder haben es verinnerlicht, ihre traumatischen Erlebnisse wie Tod, Vergewaltigung, Hunger, Entwurzelung anlässlich Bombardierung, Flucht, Vertreibung als selbstverständliche Prüfung in ihrem Leben zu betrachten und nicht darüber zu sprechen. Das Zurückdrängen des Erlebten, die Selbstdisziplin im Beruf und Leben, die traumatischen Reaktionen im sozialen Umgang wurden ihnen erst nach Ende des Berufslebens bewusst.[13][14] Das Thema des Kriegs und der Kriegsfolgen lässt sie nicht los. Recherchen zu dem Schicksal der Eltern sind die Folge, verstärkt mit Älterwerden und nach Berufsende.[15]

Kriegsenkel[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Kriegsenkel
Seit den 2000er Jahren ist auch die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen, den sogenannten Kriegsenkeln, ins Blickfeld der Forschung gerückt.[16] So führen viele Kriegsenkel ein unstetes Leben, sind auf der Suche nach seelischer Zuwendung oder entwickeln eine generelle Melancholie dem Leben gegenüber.[17][18] Grund sind die traumatischen Erlebnisse ihrer Eltern, der Kriegskinder. Sie hatten Angst, über ihre Gefühle zu sprechen und zeigten eine Gefühlsstarre ihren Kindern gegenüber.

Da könnte sich der ein oder andere wiederfinden.

Zu dem Thema gibt es ein Video bei Youtube


VG Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Das Thema hatten wir hier schon - und das sehe ich deutlich in meiner Generation (Edit: WDR)

azur @, Montag, 09.11.2015, 03:17 vor 3740 Tagen @ Vatapitta 3840 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 09.11.2015, 03:41

Hallo Vatapitta,

danke sehr für den sehr guten Tipp (oft kommt das dann bald auf YT - selbst die Inhalte der Öffentlichen, die nur kurz in Mediatheken vorgehalten werden dürfen). Das Thema an sich hatten wir imho hier auch schon mal (da gab es mal einen ähnlich angelegten Spiegelartikel), und dem stimme ich bewusst ausdrücklich zu:

Da könnte sich der ein oder andere wiederfinden.

Die Kriegs-Kinder, die in Not und Unsicherheit groß wurden (und sich so viel aufbauen konnten, wie ihre Kinder nicht mehr können), haben ihre Kinder stellenweise ganz schön getrietzt und sind immer noch dabei. Es scheint bei dem Kriegskindern oft einen rechten Narzissmus ausgelöst zu haben: Meins, meins, meins.

Habe heute mit meiner Frau über einen Hollywoodschinken gesprochen (kann man sich ansehen - mit nur wieder dummen kitschigem Ami-Ende): Die Figur gespielt von George Clooney erzählt, dass ihr Bild von der Zukunft in ihrer Kindheit strahlend, voller Erwartungen und Hoffnungen auf großartige Lösungen gewesen wäre, und nun würden alle Zukunftserwartungen düster sein. Und wenn man sich die Filme und Bücher anschaut, die ein Bild unserer Zunkunft entwerfen, so ist das oft Dystorpie. Sicher kein Zufall.

Die Jungen und "Mittelalten" von heute schindern und sind desillusioniert. Und können oft bei den gestählten, erfolgreichen Eltern, die Kriegskinder waren, nicht Erfolge vorweisen, die diese erwarten. Hart zu sich, hart zu anderen... Und selbst die, die von sich denken, dass sie ach so tolerant und gemässigt seien, sind oft überkritische Kontrolleure (und jene die ihre Kinder schlugen, leugnen es durchweg - auch dazu gibt es Fachartikel).

Das ist aus dem allen erwachsen: http://www.welt.de/icon/article133276638/Warum-die-Generation-Y-so-ungluecklich-ist.html

Allerdings muss man sich fragen, ob das ein wirklich spezifisch deutsches Problem sei, oder ob die Jungen nicht auch in vielen anderen Ländern unglücklich sind, weil Ihnen Hoffnung fehlt, dass es für sie und alle besser werden könne.

Das hat dann wohl eher mit den Effekten des menschlichen Wütens auf dem Planeten und welchen des Debitismus zu tun.

Alles sehr interessante Fragestellungen.

Was kann der Einzelne hier noch erwarten? Was haben wir in den letzten Jahren aus der Politik Gutes erlebt, außer der Abschaffung des Quartals-Zehners? Welcher politischen Kraft ist noch zu trauen und von welcher Idee erwarten sich Menschen hier eine Verbesserung ihres Lebens? Kann da leider nichts sehen, was aufbaut (außer, dass die es nach der 08er Krise weit stabiler lief, als viele hier, einschließlich meiner, erwartet haben - also noch kein Go oder Untergang eintrat).

Die, welche heute gesichert ihr verdientes Altenteil verleben, den geht es oft noch mit am Besten. Aber sie glauben, und das soll keine Vorhaltung sein, wohl oft, dass sie es besonders verdient hätten, was sie sind und haben, die Jüngeren aber nicht so wie sie.

Die eingangs genannten Kriegsenkel haben übrigens sehr häufig schon Kinder, die Kriegsurenkel. Was wird da weitergegeben?

Viele freundliche Grüße

azur


Edit: Bin Deinem Link noch weiter gefolgt: https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsenkel

Da ist einerseit u. a. auch die Rede, dass das auch alles als Ausrede dienen könne, aber auch, dass es eine Bewegung von Kriegsenkel gäbe.

siehe auch: http://www.kriegsenkel.de/

http://forumkriegsenkel.de/

WDR: Kriegsenkel Vererbte Wunden
Von Petra Storch
Donnerstag, 22. Januar 2015, 22.00 - 22.30 Uhr
http://www1.wdr.de/fernsehen/information/frautv/sendungen/Kriegsenkel102.html

"Fremd in der eigenen Familie - so hat sich Silvia ihre ganze Kindheit und Jugend über gefühlt. Heute ist sie 55 Jahre alt und arbeitet ihre Familiengeschichte auf. Silvia gehört zu der Generation der "Kriegsenkel", der heute 45 bis 60-Jährigen. Sie wissen oft nicht, warum sie leiden und tragen noch eine große Kriegslast mit sich – ohne, dass sie selbst den Krieg erlebt haben, wie eben ihre Eltern, die zu der Zeit noch Kinder waren. Die Kriegsenkel sind diejenigen, die Traumatisierungen "vererbt" bekommen haben - oft ohne es zu wissen."

Die Schatten des Krieges wirken fort

Die Psychologin Bettina Alberti schreibt: "Menschen dieser Generation [der 50er und 60er Jahre Geborenen; Anm. d. Autorin] tragen häufig eine kollektiv anmutende seelische Verletzung in sich. (...) Die Kriegstraumatisierung der Familien [Eltern und Großeltern; Anm. d. Autorin] war unverarbeitet, das Erleben von existentieller Not, von unfassbarer Zerstörung, von Verlust, von tiefer Schuld, Beschämung und seelischer Entwurzelung wirkte nach."

Die Traumata, die die Großeltern davon trugen, gaben sie an die Kinder weiter. Und darunter können sogar noch deren Kinder leiden, die Kriegsenkel. Depressionen, Angststörungen, Zwänge, Schlafstörungen, Beziehungsprobleme, Angst vor dem Alleinsein. Das können die Folgen sein. "Erziehung und Beziehung mit elterlicher kriegstraumatisierter Seele hieß in vielen Familien: eine Abwehr des Fühlens und Spürens sich selbst und dem Kind gegenüber zu errichten, die eigene und die Authentizität des Kindes nicht mehr zuzulassen, sich und das Kind von der eigenen Wahrnehmung zu entfremden, seelisches Geschehen bei sich selbst und den Kindern zu entwerten" (Bettina Alberti).

Traumata können nicht nur weitergegeben, sondern sogar "vererbt" werden, weiß die Wissenschaft heute. Aber sie können auch "repariert" und therapiert werden. Ein großer Trost."

Hörte von einer Familie, wo die Mutter unbewusst ständig für Stille und Schweigen gesorgt habe, weil sie im Luftschutzbunker immer hätte schweigen müssen. Das ist den Beteiligten erst nach Jahrzehnten bewusst geworden.

Nur wie gesagt: Getrübte Perspektiven entstehen nicht nur aus diesen Teil der Vergangenheit.

--
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(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Ich sehe schon die Schlagzeile zum heutigen PEGIDA-Tag vor mir

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 09.11.2015, 07:34 vor 3740 Tagen @ azur 3882 Views

"Am Tag der Reichspogromnacht, dem Beginn der Judenvernichtung, marschieren wieder die braunen Horden auf Dresdens ehemaligem Adolf Hitler Platz."

[[sauer]]

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Wirtschaft dämpft Integrations-Erwartungen

Reffke @, Montag, 09.11.2015, 02:37 vor 3740 Tagen @ uluwatu 3863 Views

Hallo uluwatu,

Langsam dämmert's wohl... [[wut]]
"Bis die große Mehrheit der Asylsuchenden wirklich unabhängig von staatlicher Hilfe sein wird und ihr eigenes Einkommen verdient, werden mindestens 15 Jahre vergehen"
...
"Wir haben ein hohes Anspruchsniveau. Wer keine Ausbildung zum Facharbeiter gemacht hat, ist bei uns am Bau praktisch nicht einsetzbar."
...
"Hoffnungen, die aktuelle Flüchtlingswelle könnte die wirtschaftlichen Folgen des demografischen Problems in Deutschland nennenswert lösen, werden sich wohl als Illusion erweisen"
...

Siehe weiter Quelle: N-TV - Chancen haben nur Qualifizierte
IM Erika und der dicke EUnuch werden sich noch wundern, wie schnell es sehr bald aus und vorbei ist [[zwinker]]

Gr. Reffke

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