Sterbehilfe in DE verboten - Wie geht das rechtlich?

Arvid @, Freitag, 06.11.2015, 16:21 vor 3743 Tagen 4641 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 06.11.2015, 16:39

Zitat Spiegel:
"Die Entscheidung bedeutet, dass von Vereinen organisierte Sterbehilfe in Zukunft eindeutig nicht erlaubt ist - ob nun kommerzielle Zwecke verfolgt werden oder nicht. Es drohen bis zu drei Jahre Haft, wenn einem Sterbewilligen, etwa einem unheilbar Krebskranken, geschäftsmäßig ein tödliches Medikament gewährt wird. Bislang agierten Sterbehilfevereine in einer rechtlichen Grauzone."

Dazu meine Frage:
Selbsttötung ist in DE nicht verboten (noch jedenfalls); wie kann dann die Hilfe eines Dritten (sei sie kostenlos oder kostendeckend) verboten werden?

Dazu ein Beispiel:
Das Anbauen von Gemüse im eigenen Garten ist in DE nicht verboten (jedenfalls noch, anders als in einigen Städten der Gringos). Hilft mir jetzt jemand dabei, sei es kommerziell oder unentgeltlich oder zum Selbstkostenpreis, dann ist es ebenfalls nicht verboten.

Grundsätzlich ist es - rechtlich gesehen und meiner mich eventuell trübenden Erinnerung - so, dass ich jemanden, der etwas nicht Verbotenes tut, immer dabei helfen kann, ohne dass es verboten werden kann.

Oder irre ich hierbei nun deutlich?


Nachtrag:
Wenn es nicht schon in der Hilfebereich fällt:
Welches ist die sinnvollste Methode, sich mit Produkten aus dem eigenen Garten oder Gewächshaus, ggf. in Kombination mit frei erhältlichen Präparaten, ohne die Angehören mehr als notwendig zu belasten, zu Tode zu bringen? Sicher, zuverlässig, schmerzarm.

--
"Journalism is printing what someone else does not want printed. Everything else is public relations." - George Orwell

Arvid

Es geht i.W. um den Begriff "geschaeftsmaessig" ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 06.11.2015, 16:43 vor 3743 Tagen @ Arvid 4291 Views

"Die Entscheidung bedeutet, dass von Vereinen organisierte Sterbehilfe in Zukunft eindeutig nicht erlaubt ist - ob nun kommerzielle Zwecke verfolgt werden oder nicht. Es drohen bis zu drei Jahre Haft, wenn einem Sterbewilligen, etwa einem unheilbar Krebskranken, geschäftsmäßig ein tödliches Medikament gewährt wird. Bislang agierten Sterbehilfevereine in einer rechtlichen Grauzone."
Selbsttötung ist in DE nicht verboten (noch jedenfalls); wie kann dann die Hilfe eines Dritten (sei sie kostenlos oder kostendeckend) verboten werden.

Wenn der SPIEGEL-Artikel das korrekt zusammenfasst, dann ist die Sterbehilfe im Einzelfall erlaubt, aber eben nicht "geschaeftsmaessig".

Der Begriff kommt bekannt vor ... die Nationalsozialisten haben ihn benutzt, um unentgeltliche Rechtsberatung zu verbieten, wenn sie mehr als in Einzelfaellen geleistet wurde.

Es soll also vermieden werden, dass jemand, wie es schon mehrfach vorkam, das zu seiner Berufung macht, durch die Lande zu ziehen und Menschen vom Leben zum Tode zu befoerdern.

Das ueberlassen wir den "erweiterten Suiziden".

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Wie zu erwarten - WELT.de zum neuen Sterbehilfe-Gesetz: "Was 'geschäftsmäßig' heißt, klären dann Gerichte" ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 07.11.2015, 08:51 vor 3742 Tagen @ CrisisMaven 3629 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 07.11.2015, 08:55

Wie beschrieben:

Wenn der SPIEGEL-Artikel das korrekt zusammenfasst, dann ist die Sterbehilfe im Einzelfall erlaubt, aber eben nicht "geschaeftsmaessig".

Nun in der WELT: "Der Bundestag hat ein Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe beschlossen. Doch was heißt das eigentlich? Die Unklarheit darüber wird noch für viel Unsicherheit sorgen – und die Justiz beschäftigen. ... die Debatte zeigte, dass eine Unsicherheit bleibt, ja, mit der Entscheidung erst geschaffen wird. Es ist die entscheidende Frage, ob Ärzte, wenn sie häufiger als einmal bei einem Suizid helfen, schon geschäftsmäßig handeln ..."

Genau deshalb erwarte ich, dass die Rechtsfortbildung durch die (Straf-) Gerichte, die nun folgen muss und wird, sich an den Begriffsbildungen rund um "gewerbs-" und "geschaeftsmaessig" stark an der -bis zu achtzig Jahre alten- Rechtsprechung zu diesen Begriffen hinsichtlich der Rechtsberatung orientieren wird.

Die Problematik ist aber eine andere:

A) Waehrend das Rechtsberatungs(missbrauchs)gesetz "nur" die Rechtsberatung verbietet, wenn sie -mehr als in Einzelfaellen- von Personen erteilt wird, die weder Anwaelte noch "Rechtslehrer an einer deutschen Hochschule" noch zugelassene Rechtsbeistaende sind (mit Ausnahmen fuer enge Teilgebiete fuer Steuerberater, Architekten, Versicherungsvertreter i.w.S., u.a.) und nicht auf eine Qualifikation abstellt (es gibt auch unqualifizierte zugelassene Rechtsanwaelte)

so

B) sind von vornherein nur Aerzte zur Sterbehilfe zugelassen.

Diese aber

C) drohen ihre Zulassung zum Arzt-Beruf zu verlieren, wenn sie "zu haeufig" Sterbehilfe leisten

und

D) sie stehen zudem "mit einem Bein im Knast", weil sie u.U. auch noch wegen Mordes oder Totschlages (oder Beihilfe, falls etwa ein Familienmitglied mit involviert war) verfolgt werden koenn(t)en.

Ein Rechtsberater, der nichts taugt, kann zwar Schaden anrichten, aber er wird in aller Regel eben hoechstens wegen der nicht gestatteten Rechtsberatung als solcher verfolgt.

Und da er gerade NICHT in dem Beruf zugelassen ist, kann er dadurch auch keine Berufszulassung verlieren.

Ein Arzt aber riskiert (letztlich wie bisher auch schon) damit "Haus und Hof", d.h., wenn er rechtskraeftig verurteilt wird wegen "geschaeftsmaessiger" Sterbehilfe, so kann es als Nebenfolge u.U. darum gehen, dass er auch noch seine Arzt-Zulassung verliert. Jedenfalls steht fuer echte Aerzte ungleich mehr auf dem Spiel als fuer Nicht-Rechtsanwaelte!

Der sog. Sterbetourismus wird durch dieses Gesetz also eher noch zunehmen.

---

Da wir die Diskussion zu Sterbe-"Methoden" schon oefter hatten, und hier auf die Problematik des Erstickungstodes und der damit verbundenen Panik und evtl. Schmerzen mehrfach hingewiesen wurde, abschliessend noch folgendes:

Wer sich mit Blausaeure/Zyaniden vom Leben zum Tode befoerdern will, erleidet, aehnlich wie bei dem Erstickungstod durch Kohlendioxid, Panikattacken, die wahrscheinlich dem vergleichbar sind, was Waterboarding anrichtet. Zyanide fuehren zudem zu Veraetzungen, die man vermutlich auch noch unangenehm im Magen spuert, bevor man das Bewusstsein verliert.

Auf die "Alternative" Pentobarbital wurde ja des oefteren hingewiesen, hat jedoch den "Nachteil", dass es a) schwer zu beschaffen sein duerfte und b) eigentlich gespritzt werden muss.

Die von @DT beschriebenen Loesungen mit Stickstoff oder anderen inerten Gasen (mit Ausnahme von CO2), die einfach die Sauerstoffversorgung unterbrechen, sind dagegen wohl (hab's noch nicht ausprobiert) die schmerzfreiesten. Ich haenge das hier dran, weil eine Leserzuschrift nach meiner Meinung gefragt hat. Auch wenn ich nur ungern dazu eine abgebe.

--
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"Was 'geschäftsmäßig' heißt, klären dann Gerichte" ... das wird ein Gaudi!"

Isländer @, Sonntag, 08.11.2015, 08:32 vor 3741 Tagen @ CrisisMaven 3480 Views

Wenn der SPIEGEL-Artikel das korrekt zusammenfasst, dann ist die

Sterbehilfe im Einzelfall erlaubt, aber eben nicht "geschaeftsmaessig".

...
B) sind von vornherein nur Aerzte zur Sterbehilfe zugelassen.

[[ironie]]

Geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten: Fast-Food-Ketten droht Schließung

So sehen der Postillon und ich das.

http://www.der-postillon.com/2015/11/geschaftsmaige-sterbehilfe-verboten.html


Der Bundestag hat entschieden: Geschäftsmäßige Sterbehilfe ist in Deutschland künftig verboten. Unmittelbar nach der Abstimmung im Parlament haben zahlreiche Fast-Food-Ketten - darunter McDonald's, Burger King, Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut - angekündigt, juristisch zu prüfen, ob nun alle ihre deutschen Filialen geschlossen werden müssen.

Ob die Fast-Food-Konzerne wirklich von dem Beschluss betroffen sind, muss erst noch geklärt werden. So heißt es in dem neuen Gesetz wörtlich, es sei das Ziel, "die Entwicklung der Beihilfe zum Suizid (assistierter Suizid) zu einem Dienstleistungsangebot der gesundheitlichen Versorgung zu verhindern". Allerdings herrscht unter Juristen noch keine Einigkeit darüber, ob mit "gesundheitlicher Versorgung" auch Essen im weitesten Sinne gemeint ist.
Eines lässt sich jedoch mit Sicherheit sagen: Die Auswirkungen einer Massenschließung im Fast-Food-Sektor wären fatal. Denn nach Unternehmensangaben essen allein bei McDonald's täglich hunderttausende Deutsche, weil ihnen nichts mehr an ihrem Leben liegt.


Oder hoffen die Bürger, Mc Donalds Produkte zu überleben?
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/hamburger-mc-donalds-ia.html


Feix
Isländer

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
18tm4vxxbKH878xhLWGMhdhtx3rJ16Jc2P

Was Du suchst, suchen wohl viele.

modesto, Freitag, 06.11.2015, 17:33 vor 3743 Tagen @ Arvid 4387 Views

bearbeitet von modesto, Freitag, 06.11.2015, 18:22

Guten Abend Arvid,

Welches ist die sinnvollste Methode, sich mit Produkten aus dem eigenen
Garten oder Gewächshaus, ggf. in Kombination mit frei erhältlichen
Präparaten, ohne die Angehören mehr als notwendig zu belasten, zu Tode zu
bringen? Sicher, zuverlässig, schmerzarm.

Aus dem Garten fällt mir nur die Herbstzeitlose ein.
Allerdings mit sehr unschönen Nebenwirkungen verbunden, nicht das, was Du suchst.
Solltest Du es finden - bin auch auf der Suche..
Das Beste ist, einen befreundeten Mediziner im KH zu kennen, der an die sanfte Lösung rankommt. Die Ampullen müssen allerdings öfters erneuert werden, was die Freundschaft vielleicht überstrapaziert.

Ob man auch das nutzen kann, was Tierärzte unseren besten Freunden geben, wenn es nicht mehr anders geht?

Viele Grüße und Dir persönlich alles Gute wünscht
modesto

Genieße jeden Sonnentag, das tut der Seele gut. Weiß, wovon ich rede..

Das hatten wir vor Kurzem schon mal darüber geschrieben....

ottoasta @, Freitag, 06.11.2015, 21:50 vor 3743 Tagen @ modesto 3977 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 08.11.2015, 16:16

....dass Pentobarbital-Natrium das richtige Mittel ist.

Das verwenden auch gute Tierärzte und auch die USA früher!
Allerdings wurde die Lieferung aus Europa eingestellt, wegen der Todesstrafe dort.
Anscheinend sind die zu dumm, sowas selbst zu produzieren; vielleicht auch unrentabel bei den kleinen Mengen, die die benötigen.

Also es gibt eigentlich nur zwei sichere Methoden:

1. Medikament
2. Schusswaffe (siehe Gunter Sachs).

Von allem anderen würde ich die Finger lassen, ist nur unsichere Quälerei.
Es sei denn, du hast sehr gute medizinische Kenntnisse, dann gibt es sicher noch Medikamente, die hier zweckentfremdet werden können, in Kombination und die relativ einfach zu beschaffen sind.

Wie gut Tierärzte, die Pentobarbital verwenden, bezüglich Betäubungsmittelgesetz überwacht werden, weiß ich nicht.

Vollkommen unverständlich ist für mich, dass sich der Staat meint einzumischen, wenn ein Mensch nicht mehr leben will!
Das geht den einen Dreck an! Der hat ja auch nicht bestimmt, wann der Mensch gezeugt wurde. Also geht den das freiwillige Ende auch nichts an!

Aber da steckt wohl wieder die Kirche dahinter, Katholen und die Protestanten!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Links: (mL)

DT @, Freitag, 06.11.2015, 23:31 vor 3743 Tagen @ Arvid 11392 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 06.11.2015, 23:37

Helium oder Stickstoff, auch praktisch nicht nachweisbar, wegen Lebensversicherung etc.:

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article10750255/Suizid-durch-Helium-Mediziner...
http://helmuth-herterich.jimdo.com/stickstoff-statt-kohlendioxid/

http://www.amazon.de/Stickstoffflasche-Stickstoff-Gasflasche-gef%C3%BCllt-Reifengas/dp/...

Zitat:
"Für ein schmerzloses und entspanntes „Einschläfern“ empfiehlt sich daher Stickstoff!

Stickstoff ist das ideale Mittel zum schmerzlosen „Einschläfern“.
Bei Kohlendioxid dagegen gerät man in fürchterliche Atemnot, bis man dann durch Übersäuerung des Blu­tes das Bewusstsein verliert (==>die typische Silo-Vergiftung der Landwirtschaft bzw. Gärkeller-Vergiftung der Winzer).

Durch Stickstoff (Sauerstoff-Mangel) kommt es über dem bekannten „Höhen-Rausch“ (Visionen; euphori­sche Stimmung) zum „Abschalten unseres Protein-Computers“ (Ge­hirn).

Die Symptome der „Stickstoff-Narkose“ sind:

1. Euphorie ((man wird fröh­lich und gelöst)
2. Farben-Sehen, Visionen ((man wird berauscht). Nach Meinung vieler Medi­ziner sind die sog. „Nahtod-Erfahrungen“ Effekte, die durch Sauerstoff-Mangel im Gehirn hervorgerufen wer­den!
3. Schmerzlose Bewusstlosigkeit (man wird müde)
4. Tod ((man stirbt. Das Ge­hirn stellt die Arbeit ein; die Vitalfunktionen, wie Herz­schlag, Atmung usw. werden beendet)

Der Tod durch Stickstoff, d.h. durch Sauerstoff-Mangel (Hypoxie), tritt ohne Krämpfe, Luftnot, Körper-Ausscheidungen, Angstgefühle usw. ein. Man spricht deshalb auch von einer Stickstoff-Narkose bzw. Stickstoff-Betäubung.

Das in engen Räumen bzw. beim Ertrinken auftretende panische Ge­fühl (Schnappen nach Luft; Angst, Panik) kommt durch das beim Sauerstoff-Verbrauch entstehende Kohlendioxid (CO2) zustande. Die­ses CO2 regt das Atemzentrum an und verursacht ab etwa 8 Vol. % die entsprechenden Erstickungs-Atta­cken. (das CO2 meldet an das Gehirn: „At­men, Atmen..!“)

Ohne diesen Mechanismus (CO2 = Befehl zum Atmen) würden wir bei Bewusstlosigkeit oder im Schlaf einfach aufhören zu atmen und wä­ren nicht lebensfähig.

Stickstoff vermeidet diese Effekte, weil ja gerade das Atem-Regulans CO2 nicht vorhanden ist.

Ein Suizid mit Stickstoff (der ja bekanntlich zu 79% neben rund 21% Sauerstoff unsere Atemluft dar­stellt), ist schmerz- und krampffrei. Weil unser Gehirn wegen Sauerstoffmangels den Betrieb einstellt. Und das völlig ohne Warnzeichen!

Neben Stickstoff haben natürlich auch die Edelgase (wie Helium oder Argon) die gleiche Wirkung. Argon gibt’s im Baumarkt oder bei Ebay in kleinen Einmal-Druckflaschen für ein paar Euro (Stichwort Schutz­gas-Schweißen). Aber achten Sie beim Kauf auf den Inhalt der „Schutzgas-Flasche“: CO2 darf auf keinem Fall darin enthalten sein! Eine 1 Liter-Flasche mit 60 Bar ergibt 60 Liter Argon-Gas. Diese Menge ist völlig ausreichend!
Helium findet man bei Ebay unter dem Begriff "Ballon-Gas". Auch hier ist eine Flasche mit 1 Liter Inhalt bei 110 Bar ausreichend!
"

H2S (Schwefelwasserstoff), stinkt aber nach faulen Eiern:
Eisensulfidpulver in Salzsäure geben, das ganze im geschlossenen Raum machen:
http://www.chemieunterricht.de/dc2/schwefel/s-h2s-ueb.htm
Schwefelwasserstoff ist giftiger als Blausäure.

Und natürlich, die gute alte Kapsel, hat schon bei Göring und Co gewirkt:
KCN, auch bekannt als das Salz der Blausäure. 1g geschluckt, und nach 5 sek ist Schluß.
http://www.seilnacht.com/Chemie/ch_kcn.htm

Auch kein Problem: zum Hohen Ifen im Kleinwalsertal fahren und den Blauen Eisenhut pflücken, dann die Blätter oder die Wurzeln kauen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhut

Zitat:
"Die Eisenhut-Arten zählen zu den giftigsten Pflanzen Europas, sie enthalten toxische Diterpen–Alkaloide, die sich in allen Pflanzenteilen finden.[4] Im Wesentlichen handelt es sich um die Alkaloide Aconitin, Benzoylnaponin, Hypaconitin, Lycaconitin und Neopellin, und die Aminoalkohole Aconin, Napellin, Neolin und Lycoctonin, die in unterschiedlichen Konzentrationen nachweisbar sind. Daneben sind in manchen Arten noch Isochinolin-Alkaloide oder Katecholamine enthalten.

Die Giftigkeit ist dabei von der Eisenhutart, den Standortbedingungen sowie den genetischen Faktoren der einzelnen Pflanze abhängig. Das Aconitin wird rasch durch die unverletzte Haut aufgenommen[4], erst recht gilt dies für die Schleimhäute, so dass Kinder gefährdet sind, wenn sie beispielsweise mit den Blüten spielen. Bei zarthäutigen Personen kann bereits eine Berührung zu Nesselausschlägen führen. Der Verzehr einiger weniger Gramm der Pflanze führt in der Regel zu Herzversagen und Atemstillstand, ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt[4]."

[image]

Ebenso an der Roten Flüh:
http://allgaeu-erleben.com/blumen.php#eisenhut
[image]

Happy exit!

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Wandere aus, solange es noch geht.