"Das Märchen vom Fachkräftemangel" - passt sehr gut in die Flüchtlingsdebatte

Zooschauer @, Sonntag, 01.11.2015, 23:58 vor 3741 Tagen 5430 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.11.2015, 00:21

Vor gut einem Jahr gab's in der ARD die DOKU "Das Märchen vom Fachkräftemangel". Ein sehr aufschlussreicher Film, der zumindest einen Teil der GEZ-Gelder Wert ist. Kurz zusammengefasst: Den Fachkräftemangel in der Massivität, wie ihn Arbeitgeber, Bundesagentur für Arbeit und Bundesregierung propagieren, gibt es nicht.

Es ist eine statistisch aufgeblähte Rechnung, die nur begründen soll, warum wir Menschen ins Land holen sollen, die eine qualifizierte Arbeit zu einem wesentlich geringeren Gehalt machen als deutsche Bewerber.

1)
Die Arbeitgeber multiplizieren die von der Bundesagentur angegebenen nicht besetzten Stellen einfach mal mit 7, weil man davon ausgeht, dass von sieben unbesetzten Stellen nur eine gemeldet wird.

2) Die Arbeitgeber sprechen schon von einem "Fachkräftemangel", wenn es lediglich um einen "Bewerbermangel" geht. Und was begreifen sie da unter Mangel? - Wenn sich nicht 300, sondern nur 30 oder 10 Anwärter um eine Stelle bewerben... (Was mit den restlichen 299 leer ausgehenden Bewerbern werden soll, ist ja nicht so wichtig...)

3)
Die aus dem Ausland kommenden "Fachkräfte" dürfen ein weit geringeres Einstiegsgehalt bekommen als in Deutschland ausgebildete Ingenieure.

4)
Die Arbeitgeber schrauben die Anforderungen an eine Fachkraft aus Deutschland so hoch, dass sie am Ende immer kreischen können: "Es gibt nicht genügend geeignete Bewerber!!" Tatsache aber ist, dass die Arbeitgeber neuen Mitarbeitern kaum noch eine Einarbeitungszeit zugestehen. Fachkräfte müssen aus dem Stand bei 100 Prozent sein. Bewerbern mit 75 Prozent Eignung (im Verhältnis zum viel zu hoch angesetzten Stellenprofil) gibt man überhaupt keine Chance.

5)
Im Netz haben sich tausende gut ausgebildete Ingeniere in einem eigenen Blog zusammengefunden und fragen sich allesamt: WARUM NIMMT UNS KEINER? Wir sind alle bestens ausgebildet!

Soweit die Zusammenfassung.
Die Doku ist von vor einem Jahr, aber sie ergänzt sich hervorragend mit der illegalen Einwanderung zur Zeit. Die Regierung und die Wirtschaft schaffen sich ein neues Volk.

Und das echte Volk begreift es immer noch nicht und lässt sich f.....

Wann hat diese ganze Verarsche endlich ein Ende?

Es gibt keinen Fachkräftemangel!

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Montag, 02.11.2015, 00:41 vor 3741 Tagen @ Zooschauer 4485 Views

Es gibt nur einen Mangel an "billigen" "Fachkräften". Wobei der Begriff "Fachkräfte" beliebig dehnbar und drehbar ist. Die Schieflage besteht darin, dass ein Facharbeiter sich selbst nicht mehr leisten kann. Soll heißen, seine eigene Arbeit plus der Staatsabgaben wäre von ihm nicht finanzierbar.

(Ich meine Henry Ford habe mal geäußert dass sich ein Arbeiter das Produkt, das er herstellt, auch leisten können muss.)

Das Ergebnis ist die massive Förderung von steuerfreier Arbeit. Von pessimistischen, oder neidischen Menschen auch oft als Schwarzarbeit bezeichnet.

Rainer

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Das stimmt so nicht.

ebbes @, Montag, 02.11.2015, 01:22 vor 3741 Tagen @ Zooschauer 4295 Views

ich wohne in einer Region in BW (einige Weltmarktführer), wo es sehr wohl Mangel gibt.

Gestern erzählte mir mein Gegner nach unserem Match, dass er händeringend einen Automechaniker sucht und keinen findet.
Aber allen geht es so, ob Maler, Gerüstbauer usw. Der Markt scheint leergefegt.
Jugendliche, die eine mechanische Ausbildung absolviert haben, können sich den Arbeitgeber aussuchen (lt. einem Freund, der Berufschullehrer ist).

Eine Bewerbung reicht meistens.
Bei großen Firmen (z.B. Bosch), welche mehr zahlen und bieten, herrscht aber auch Wettbewerb unter den Suchenden.

Natürlich stimmt auch, dass trotzdem Ältere nur wenige Chancen haben.

Aber Firmenchefs wollen kein "Altersheim" in ihrer Fabrikhalle. Sie haben Angst vor den Fehlzeiten durch Krankheiten. Sie akzeptieren meistens nur ihre eigene alten Mitarbeiter, welche durch ihre Erfahrung unersetzlich sind.
Das ist leider nicht zu ändern.

Gruß

ebbes

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

"Wir sind alle bestens ausgebildet"

joep @, Montag, 02.11.2015, 01:27 vor 3741 Tagen @ Zooschauer 4148 Views

Ausbildung ist nur bei Berufsanfängern relevant.

Danach zählt Erfahrung und Können. Wer sich 5 Jahre nach der Ausbildung nur auf die Ausbildung berufen kann, ist keine Fachkraft. Den braucht keiner, der hat bewiesen, dass er es nicht kann.

Unsinn / Man wird in Deutschland noch aus drei Gruenden gebraucht

Dragonfly @, Montag, 02.11.2015, 04:30 vor 3741 Tagen @ ebbes 4528 Views

ich wohne in einer Region in BW (einige Weltmarktführer), wo es sehr wohl
Mangel gibt.

Unsinn.

Es gibt keinerlei Anzeichen fuer einen Mangel in dieser Hinsicht. Mangel gibt es hoechtens an Aerzten auf dem Land. Aber auch dies ist eine Frage des Preises.

Gestern erzählte mir mein Gegner nach unserem Match, dass er
händeringend einen Automechaniker sucht und keinen findet.

Tja. Solche Idioten gibt es tatsaechlich auf dieser Welt. Kenne auch einen Amerikaner, der einen Monat lang in Deutschland verzweifelt nach einem Bier gesucht hat. Aber in keinem Supermarkt, in keiner Kneipe, hat er ein Bier bekommen. Solche Leute gibt es. [[ironie]]

Aber was mir auffaellt:

Immer mehr Leute machen die einfache Rechnung auf, dass Arbeit fuer sie nicht mehr lohnt und entziehen sich dem Arbeitsmarkt, z.B. durch H4 Empfang und gleichzeitiger Schwarzarbeit, Auswanderung, Aktientrading als Vollzeitbeschaeftigung, voellig Fachfremde Taetigkeiten etc.

Niedriglohnland BRD plus gigantische Abgaben = nix mehr fuer den Arbeitnehmer.

Junge Arbeitskraefte werden in Deutschland noch aus drei Gruenden gebraucht:

Und diese Erkenntnis habe ich so klar erst gestern im Gespraech mit einem Freund formuliert.

1. Zur Finanzierung des ueberbordenden Staatsapparates und der Apparatschicks
2. Zur Finanzierung der Renten des "Best Agers", die sie selbst niemals mehr erhalten werden
3. Zur Finanzierung von Unternehmensrenditen

Natuerlich wollen auch die Gluecksritter (AKA Asylanten) finanziert werden. Diese sehe ich aber eher in Kategorie 1, die helfen den Systemkreislauf der Apparatschicks zu fuettern.

Da bleibt zum Sparen nichts mehr uebrig. Wenn man sich erst mal diesem Zirkus entzogen hat, bereut man, dass man ihn jemals mitgemacht hat.

Deine Antwort ist unsinnig und überflüssig! (edit)

ebbes @, Montag, 02.11.2015, 06:26 vor 3741 Tagen @ Dragonfly 3756 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.11.2015, 06:40

Das sind Informationen aus erster Hand. Ich wohne da. Mehr Authentizität geht gar nicht.
Auch wenn es für dich unvorstellbar ist, es gibt deutsche Weltmarktführer, die junges Personal benötigen.

Stehst du vor einem Haus, das brennt und sagst auch: "Unsinn, da ist kein Feuer".
Bayern steht an erster Stelle in der Bundesliga - Quatsch.
Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland - Absoluter Schwachsinn.
Nachts ist es dunkel - Das halte ich für ein Gerücht.
Eli ist Chef und Jürgen K. - Totaler Blödsinn.

Sorry, aber das war daneben.

Mein Bericht war kein Flugzeugabsturz, über den spekuliert werden kann, sondern eine Tatsache.
Soll ich dir Namen und Adressen geben, welche Leute suchen, aber keine bekommen?

Deutschland besteht nicht nur aus dem Ruhrgebiet und den neuen Bundesländern.

Die jungen Arbeitskräfte interessieren deine 3 Punkte nicht. Sie wollen Geld verdienen, um sich ein tolles Auto, Urlaub und Sonstiges (Handy) leisten zu können!
Komme mal von der Theorie wieder zur Praxis zurück.

Gruß

ebbes

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Troll

LLF @, Montag, 02.11.2015, 06:38 vor 3741 Tagen @ joep 3523 Views

Wenn die ganze Wirtschaft aus solchen Personalentscheidern besteht, dann braucht man sich über Fachkräftemangel nicht zu wundern:

Ausbildung ist nur bei Berufsanfängern relevant.

Danach zählt Erfahrung und Können. Wer sich 5 Jahre nach der Ausbildung
nur auf die Ausbildung berufen kann, ist keine Fachkraft. Den braucht
keiner, der hat bewiesen, dass er es nicht kann.

Bitte Namen und Adressen!

LLF @, Montag, 02.11.2015, 06:41 vor 3741 Tagen @ ebbes 3664 Views

Soll ich dir Namen und Adressen geben, welche Leute suchen, aber keine bekommen?

Selbst auf die Gefahr hin, dass diese Unternehmen dann mit einigen öffentlichen Bewerbungen und Bewertungen rechnen müssen.

Verpackungsmaschinen Fabriken im hohenloher Raum. (oT)

ebbes @, Montag, 02.11.2015, 06:50 vor 3741 Tagen @ LLF 4062 Views

- kein Text -

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Kein Märchen! Richtige Antwort ist im Text doch schon drin!

Leser23 @, Montag, 02.11.2015, 08:01 vor 3741 Tagen @ Zooschauer 3714 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.11.2015, 08:46

3) [/b]Die aus dem Ausland kommenden "Fachkräfte" dürfen ein weit
geringeres Einstiegsgehalt bekommen als in Deutschland ausgebildete
Ingenieure.

Bitteschön, nur darum gehts!
Siehe "Pelzig" als er von den 40 Dollar/Monat Mitarbeiter sprach.

Wer hat denn in seiner Firma keinen Mangel an 40 Euro/Mitarbeiter und Monat?

Das ist damit gemeint, und nur das!

denn:

5) [/b]Im Netz haben sich tausende gut ausgebildete Ingeniere in einem
eigenen Blog zusammengefunden und fragen sich allesamt: WARUM NIMMT UNS
KEINER? Wir sind alle bestens ausgebildet!


Eben.
Aber jetzt wollen diese mehr, als besagte 40 Euro/Monat.
Freilich an derlei Herrschaften herrscht nicht nur kein Mangel, hier haben wir ein erdrückendes Überangebot!


Weitere gravierende Mangelerscheinungen im Land:

- Lebensmittel die zur Ernährung einer 4 köpfigen Familie genügen und 10 Euro/Monat Summa Summarum kosten

- Wohnungen zentral ruhig komfortabel, für 2 Euro/Wohnung und Monat warm incl. Müll Wasser Abwasser GEZ

- Mobilität für 2 Euro/Monat und Familie

- nehmen wir noch Frauen, die sich für ihre "Dienste" bei 2 Euro/Monat "bescheiden"

All diese aufgezählten Mangelerscheinungen sind gravierend!
In dieser Hinsicht findet sich absolut nichts!

Für einzelne dieser Punkte gibt es aber in der Tat Lösungen und zwar linke Tasche/rechte Tasche - Lösungen.

Pelzig sagte es in der Sendung.

Denn welche "Fachkräfte" kommen mit 40,00 Euro/Monat über die Runden incl. Essen und Wohnung?

Nun, jene, die für Essen und Wohnung nicht selbst aufzukommen haben, weil sie z.B. im

G E F Ä N G N I S

sitzen.
Und hier schließt sich der Kreis.

Für Essen und Wohnung sorgen Andere, konkret der Steuerzahler.
Der Arbeitgeber muss bei der Bezahlung der neuen "Fachkräfte" keine Rücksicht auf Sittlichkeit nehmen.

Sittenlose Bezahlung, ein el Dorado für Arbeitgeber!

Und genau das fordern sie ein, und genau danach wird gesucht und genau dort herrscht Mangel, klar - aber der ist

S I T T E N W I D R I G!

Na und, der Pöpel kann sich ja nicht wehren, also fordern wir es ein!

Ja und wer arbeitet am effektivsten, muskulär betrachtet?

Junge Männer.

Wen bekommt man am schnellsten ins Gefängnis?

Junge Männer.

Wie?

Man macht am besten gar nichts und lässt sie "kommen".

Man gibt ihnen keinerlei Beschäftigungsinhalt oder Tätigkeitsfeld.

Der Drang nach vielem Geld ist der höchste von allen Gelddrängen.
Deshalb ist der Drang nach kriminellen Wegen zu suchen um viel Geld zu machen, der verlockendste.

Die Falle ist aufgestellt, und Tausende sind dabei, grad in dieser Sekunde hineinzutappen.

Oder der Frauenmangel, für sich genommen, gibts da nicht schon Literatur dazu, wie damit friedfertigste Männer kriminalisiert werden? Ich wette, die bekommen keine druckmindernden Mittel in den Tee, wie es, dem Hörensagen nach, bei der Nationalen Volks Armee üblich war.

Die großen Mega - Gefängnisneubauten sind seit wenigen Jahren geplant.
Zwischen Rottweil und Balingen streitet man seit 2 Jahren darüber.

Ja und die Transitzonen, also Gefängnisse, wie auf Flughäfen, als Empfangsareal, kürzt das alles nochmals ab!

Ja mitten in Baden Württemberg dieses Mega - Gefängnis, warum denn nicht in McPom?

Nun weil die besagten Industriearbeitsplätze tatsächlich vielmehr in BW nachgefragt werden. In BW, nicht McPom, nicht HU, nicht GR, auch nicht LY oder Mali!

Alles, selbst McPom, zu weit weg!

Aber in BW, schön vor der Haustür, mit kriminalisierten Jungspunden für einfachste oder hochgradig gesundheitsgefährdende Facharbeitertätigkeit für nahezu NICHTS, ja da werden wir hellhörig und es klingeln die Kassen.

Freilich, wird damit in der Tat auch ein anderer deutscher Arbeitsplatz gesichert und ebenso 10 weitere Arbeitsplätze an globalen Wettbewerbsstandorten, die noch nicht dieses Wirtschaftsmodell exerzieren vernichtet, aber um welchen Preis?

Welchen Anteil hatten die Sklaven beim rasanten wirtschaftlichen Aufschwung Amerikas seit seiner Besiedelung?

Rein wirtschaftlich ist dieser Zustrom "verbrauchbarer" billigster und rechtloser Arbeitskräfte tatsächlich das Beste, was man sich denken kann.

Menschlich? Na ja wir sind im Kapitalismus, wen juckt da die Menschlichkeit, also mal ehrlich!

Dieses Wort im Munde der Verursacher und stillen Dulder, ist doch seit der Fuggerei ablenkendes Pseudo - Getue!

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Kenne zwei Automechaniker, die suchen

Martin @, Montag, 02.11.2015, 08:03 vor 3741 Tagen @ ebbes 3735 Views

Gestern erzählte mir mein Gegner nach unserem Match, dass er
händeringend einen Automechaniker sucht und keinen findet.
Aber allen geht es so, ob Maler, Gerüstbauer usw. Der Markt scheint
leergefegt.
Jugendliche, die eine mechanische Ausbildung absolviert haben, können
sich den Arbeitgeber aussuchen (lt. einem Freund, der Berufschullehrer
ist).

Die zwei jungen Automechaniker, gerade geheiratet, ein Kind, finden keine zufriedenstellende Stelle - in Brandenburg. Zu unflexibel, um umzuziehen. Offensichtlich kommt Angebot und Nachfrage nicht immer zusammen.

Eine Bewerbung reicht meistens.
Bei großen Firmen (z.B. Bosch), welche mehr zahlen und bieten, herrscht
aber auch Wettbewerb unter den Suchenden.

Natürlich stimmt auch, dass trotzdem Ältere nur wenige Chancen haben.

Aber Firmenchefs wollen kein "Altersheim" in ihrer Fabrikhalle. Sie haben
Angst vor den Fehlzeiten durch Krankheiten. Sie akzeptieren meistens nur
ihre eigene alten Mitarbeiter, welche durch ihre Erfahrung unersetzlich
sind.

Mein Bruder ist Geschäftsführer eines Spritzgießers: Spezialisten, wie Werkzeugeinrichter sind kaum zu finden. Was aber Personal im Allgemeinen angeht, so bekommt man die nicht los, die man gerne losbekäme (Arbeitsrecht), und bekommt die nicht, die man gerne hätte (Angebot).

Angebotsfunktion - Nachfragefunktion - Einmaleins

Ötzi @, Montag, 02.11.2015, 08:38 vor 3741 Tagen @ ebbes 3300 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.11.2015, 08:47

Gestern erzählte mir mein Gegner nach unserem Match, dass er
händeringend einen Automechaniker sucht und keinen findet.

Einen Automechaniker kann man nicht einfach suchen, denn es gibt keine Nachfrage nach Arbeitskräften als solche, sondern nur einen Nachfrage nach Arbeitskräften zu einem bestimmten Lohn.

Dort wo sich Nachfrage- und Angebotsfunktion schneiden, dort findet dein Matchgegner seinen Automechaniker. Etwas Nachhilfe in Mikroökonomie täte deinem Matchgegner wohl gut.
Etwas weiter gedacht, lässt sich daraus schließen, dass dein Matchgegner mit seinem Automechaniker nur relativ unwichtige Dienstleistungen anbieten will am unteren Ende der Rentabilität, sonst wäre er bereit, mehr zu bezahlen.
Unwichtiges wird aber in einer funktionierenden Marktwirtschaft nicht produziert, dafür sorgt eben der Markt.

Aber allen geht es so, ob Maler, Gerüstbauer usw. Der Markt scheint
leergefegt.

Wenn es etwas sehr wichtiges zu malen gibt, male ich für €70 die Stunde alles was du möchtest. Kontakt bitte per PN. Wird also genug bezahlt für das zu Bemalende, sind sofort genug Maler da. [[freude]]
Ich bin zwar nicht Schwindelfrei, aber gegen entsprechende Entlohnung würde ich mich auch als Gerüstbauer betätigen - falls der Markt tatsächlich so leergefegt ist, dass man für dreistellige Stundenlöhne auch auf nicht-Schwindelfreie Arbeitskräfte zurückgreifen muss. Alles eine Frage des Preises, also der Dringlichkeit der zu erledigenden Tätigkeiten.

Deflation von Kaufkraft gewerblicher Berufe nach merkelhaftem Versagen

Fidel @, Montag, 02.11.2015, 08:41 vor 3741 Tagen @ ebbes 3302 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.11.2015, 08:45

Hallo,

der Kaufkraftverlust der gewerblichen Berufe ist so gravierend, dass gute Leute in höhere Abschlüsse fliehen müssen, gezwungenermaßen.

Was sich ein Meister samt "Verkäuferin-Ehefrau" in den 1980ern noch erarbeiten konnte, darf heute noch ein Akademikerehepaar erreichen. Der Auslöser war m.E.n die politische Unfähigkeit zur Reform der Sozialversicherungssysteme NACH der Einigung von BRD/DDR. Genau wie jetzt in der Flüchtlingskrise frachtet Staat alle Kosten auf die Arbeitsplätze. Die durchschnittlichen Einkommen verlieren seit 25 Jahren gegen die Vermögenspreisinflation.

Die staatlich verursachte Deflation (durch Globalisierung wegen Arbeitskosten) hat Kaufkraft zerstört. Selbstverständlich erodieren gerade die Akademikerpersektiven, so dass wir in Zukunft wohl nur noch als beamtete Staatssekretäre auskömmlich leben dürfen.

Jammernde Unternehmer sollten ganz still sein, weil sie es sind, die am Markt bei Preisverhandlungen ihre Schwänzchen einziehen. Das sage ich im Wissen, dass Preiserhöhungen kaum durchsetzbar sind, so ausgeblutet wie die echten unfrisierten Eigenkapitalquoten sind.

Der Hunger an Fachkräften, die für kleines Geld arbeiten ist unersättlich. Der staatlich total zerstörte Markt wird künstlich daran gehindert, durch Preiserhöhungen gewerbliche Berufe attraktiv aufzuwerten.

Selbstverständlich hatte Ashitaka vor ein paar Tagen damit Recht, dass die Arbeitskosten trotz allem viel zu hoch sind! Alle Kosten müssen runter, die von Ärzten ebenso wie jene von Steuerberatern/Rechtsanwälten/Lehrern/Grundstücken/Autos/Häusern......

LG
Fidel


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Mahnwache Ingolstadt Rathausplatz 02.11.15 18:30-19:30 Uhr

Die Abschaffung des Meisterzwangs war auch so ein Sargnagel.

Durran @, Montag, 02.11.2015, 09:02 vor 3741 Tagen @ LLF 3239 Views

Eine Meisterausbildung im Handwerk kostet ca. 20000€. In vielen Gewerken benötigt man keinen Meisterbrief mehr um ein Geschäft zu betreiben. Aber Lehrlinge ausbilden dürfen nur Meister. Wo kein Meister mehr ist gibt es auch keine Lehrlinge mehr. Und so fehlt es immer mehr an qualifizierten Nachwuchs.

Stimmt genau

Blut-Svente @, Montag, 02.11.2015, 09:12 vor 3741 Tagen @ Ötzi 3023 Views

Moin allerseits,

ich kenne einen Bereich aus dem Dienstleitungs-Einkauf für IT-Projekte
und dort treffen sich nun mal Angebot und Nachfrage.

Ich kriege so gut wie jeden jederzeit in jedes Projekt, wenn ich nur
den Preis erhöhe. Gut ausgebildete Freiberufler z.B. mit den
entsprechenden Referenzen können sich die Projekte quasi aussuchen
und haben praktisch keine Probleme, ihre Tagessätze duchzusetzen.
Die Mehrzahl der Freiberufler, die nur schlicht ihre Arbeit macht und sich
weniger um das eigene Marketing kümmert, sind die ersten für eine
Preisnachverhandlung. Und bei AN bzw ANÜ ist das zwar nicht angesagt, aber die
haben einfach nicht an den Lohnsteigerungen teil und das kommt über die
Zeit auf das gleiche raus.

Ganz extrem wird es, wenn der KBF (Kittelbrennfaktor) entsprechend hoch ist
und Feuerwehreinsätze in Projekten angesagt sind, dann sind auch Stundensätze
von 150,- oder auch 180,- kein Problem.

Für mich steht fest, es gibt keinen Fachkräftemangel. Es mag sein, dass
in Teilen Angebot und Nachfrage nicht überein kommt (wie halt auf dem
Frankfurter Parkett auch), aber deshalb von einem Mangel zu sprechen
bei 3 Mio. Arbeitslosen, halte ich für eine sehr egozentrische Sicht aus
deren Munde. Es gibt ganz klar einen Mangel an Fachkräften unter oder noch
besser weit unter Marktpreis. Aber das braucht man wohl nicht weiter zu erläutern.

Glück auf
Svente

Sicherung der Verschuldungsfähigkeit

Ostfriese @, Montag, 02.11.2015, 10:38 vor 3741 Tagen @ Fidel 2860 Views

Hallo Fidel,

in der Neuen Welt müssen wir die Ehrlichkeit halt annehmen. Das ist natürlich nicht leicht, wenn wir die Gegensätze sehen zwischen den Erfahrungsberichten, die @Stefan uns vom Hamburger HBF liefert und gleichzeitig die private Martini-Klinik innerhalb des UKE sehen, die in der Liga mit den Kliniken von Mayo und Johns Hopkins spielt. Wir müssen es ertragen. Oder wie @Ashitaka formuliert: „Aufstände, man fährt morgens zur Arbeit, Chaos in weiten Teilen des Landes, abends geht es nach Italien (schick zum Italiener essen), auf den Straßen Tumulte, am Wochenende eine Geburtstagsparty ….“ Wir können uns nicht mehr den Träumen einer Nivellierten Mittelstandsgesellschaft hingeben, von der Helmut Schelsky vor langer Zeit sprach. Der Raum/Zeithorizont der Zeitdehnung – der Saturiertheit in der Alten Welt – lässt sich nicht in Kongruenz mit der der Neuen Welt bringen, die mächtig in Erscheinung tritt. Ausländische Wohncontainer z. B. können wegen abweichender Normen in Deutschland nicht eingesetzt werden.

Auch die Völkerwanderung unterliegt dem Zwang der Finanzierung. Die Flüchtlinge müssen möglichst schnell Teil des Machtkreislaufes werden, um im Rahmen von Bemächtigungen und Entmächtigungen zu jenen Steuern beizutragen, die zur heutigen Gewissheit in die Besicherung der zukünftigen Staatsverschuldung gehören. Werden sie das nicht, können ihre gesetzlich verankerten Unterstützungen nicht aus dem jetzigen Steueraufkommen beglichen werden. Die dann notwendigen zusätzlichen Steuererhöhungen hätten für die Untertanen zur Folge, dass sie nicht mehr mitmachen (innere Immigration, H4 Empfang und gleichzeitiger Schwarzarbeit, Auswanderung). Das könnte über eine niedrigere Bonität des Landes zu höheren Kosten für die Kreditbeschaffung führen. Ich bin gespannt, wann das Credit-Rating geändert wird.

Die einheimische Bevölkerung muss ihre Ansprüche zurücknehmen. Wanderarbeiter aus Osteuropa zum Ernteeinsatz gibt es heute schon – das gilt in Zukunft auch für die ansässige Bevölkerung. Der Weg, der dem debitischen Verständnis der Sicherung der zukünftige Verschuldungsfähigkeit Deutschlands geschuldet ist und jenseits von Satire liegt, wird von viele Kennern des Debitismus im Forum beschrieben und vorgezeichnet – stellvertretend von @Ashitaka in

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=380060 .

So einfach ist das!

Gruß von einem ökonomischen Laien

Johann

mich wundert nicht, wenn viele Akademiker keine Arbeit finden

Dieter, Montag, 02.11.2015, 10:45 vor 3741 Tagen @ Leser23 3262 Views

Hallo,

bezüglich Fachkräften und Akademikern.

Aus meiner ehemaligen Arbeitgebersicht ist zu vermerken, daß es mich keinesfalls wundert, wenn viele Akademiker keine adäquate Arbeitsstelle ihrem Anspruch entsprechend finden.
Der Grund: Viele sind einfach intellektuell oder aufgrund ihrer geringen Belastbarkeit ungeeignet für den angedachten Aufgabenbereich. Die Nase hochziehen und mit vielen Fremdwörtern palavern bringt es nun einmal nicht. Und da es Ziel der sozialistischen Regierungen Deutschlands nun einmal ist, fast jedem ein Studium zu ermöglichen, sieht das Endergebnis auch entsprechend aus.

Dann reichen die Fähigkeiten eben nur für einfachere Aufgabenbereiche, aber dafür fehlt dann oft wg. des Studiums die Praxis und die Einsicht und die Skepsis der Arbeitgeber.

Gruß Dieter

Eben! Und nun Butter bei die Fische.

Dragonfly @, Montag, 02.11.2015, 11:20 vor 3741 Tagen @ ebbes 2824 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.11.2015, 11:30

Das sind Informationen aus erster Hand.

Ja moi, da hat sich der Kerl hat entblödet. Was kann ich jetzt dafür? [[freude]]

Auch wenn es für dich unvorstellbar ist, es gibt deutsche
Weltmarktführer, die junges Personal benötigen.

Weltmarktführer. Championsleage. Mindestens. Und wie jung muss das Personal denn sein? 18, 19, für einen Saunaclub oder was?

Spaß beiseite. Was sucht er denn? Ich behaupte, wenn er da mal bei einer Zeitarbeitsvermittlung anruft, hat er sofort Leute. Da soll er halt 6 bestellen und nach 1 Monat kann er zwei von denen ein Übernahmeangebot machen.

Anekdote am Rande: Ich bewarb mich vor ca. 5 Jahren auf eine Ingenieursstelle (internationaler Vertriebsleiter, sowie einige weiter Dinge). Leider wurde ich nach dem Bewerbungsgespräch nicht eingestellt. Dazu zwei Dinge:
1. Ich verdiene heute im Ausland netto vermutlich 3-4 mal so viel, wie er mir geboten hätte.
2. Die Stelle ist heute immer noch vakant! Nach immerhin fünf Jahren.

Mein Bericht war kein Flugzeugabsturz, über den spekuliert werden kann,
sondern eine Tatsache.

Die eher für die Blödheit der dortigen Personalleitung spricht, als gegen Fachkräftemangel. [[zwinker]]

Gegenmeinung von einem der bekanntesten Personaler:
„Das gefällt den Bewerbern besser. Und: Den Fachkräftemangel hat es so nie gegeben. Ich habe ihn nicht „erfunden“ und schon früh öffentlich Zweifel geäußert, die heute Allgemeingut sind.“
http://www.ingenieur.de/Arbeit-Beruf/Heiko-Mell/Bewerbung/2775-Absagen-trotz-Fachkraeft...

Soll ich dir Namen und Adressen geben, welche Leute suchen, aber keine
bekommen?

Nein, weil Du das Problem nicht verstehst. Es gibt niemand, den die wirklich einstellen wollen, völlig egal, wen ich da hinschicken würde.

Die jungen Arbeitskräfte interessieren deine 3 Punkte nicht.

Eben!

Sie wollen Geld verdienen, um sich ein tolles Auto, Urlaub und Sonstiges
(Handy) leisten zu können!

Eben! Und genau deshalb werden sie da fuer "dreieurofufzisch" nicht in die Provinz ziehen um als Sklave zu arbeiten. Tough shit!

Deutschland besteht nicht nur aus dem Ruhrgebiet und den neuen
Bundesländern.

Mal so am Rande: Die sollen jung sein, werden gering bezahlt und sollen das Risiko des Umzugs (Umzug, Wohnung, Einrichtung, Maklergebühr) auf sich nehmen. Was zahlt denn das „Weltunternehmen“ als Umzugshilfe? In den USA ist ein vierstelliger „sign-up“ Bonus völlig normal.

Diese Firma in der Provinz könnte mir jetzt auch anbieten: Hey, Dragonfly, komm her. Weniger Urlaub, 1/3 Gehalt und scheiß Betriebsklima, Provinz... Haste nicht Lust zu wechseln? Und dann bitter "Fachkräftemangel" schreien, wenn man das ablehnt.

Komme mal von der Theorie wieder zur Praxis zurück.

Bin ich. Deswegen weiß ich, dass es keinen Fachkräftemangel gibt.

Aber, Angebot der Fairness halber:

Schicke mir den Link der Firma (bleibt geheim/unter uns) und ich sage Dir, warum sie keinen finden. Hat die Firma diese Stelle überhaupt ausgeschrieben?

Unzureichendes Preis/Leistungs Verhältnis + Nachtrag

Leser23 @, Montag, 02.11.2015, 11:29 vor 3741 Tagen @ Dieter 2915 Views

Hallo,


Gruß Dieter

Was für Konsumenten gilt, gilt auch für AG!
Das Preis/Leistungs- Verhältnis muss passen.

Die unzureichende Qualifizierung und Belastbarkeit, bringst Du als Punkt mit ein, richtig!

Der angesprochene zu hohe Preis ist die andere Seite.

Auf der anderen Seite muss man aber zugestehen, daß die Belastung der AN in D eine im Einzelnen schon enorme ist.

Die Burn - Out - Welle weiß davon zu berichten.

Viele traditionellen Gefahren (zu laut, zu schwer, zu ätzend, zu staubig) wurden durch den Arbeitsschutz ziemlich in den Griff bekommen. Was blieb, war der burn out!

Dafür wurde der Arbeitsschutz (Arbeitszeit, Pausen, Urlaub, zu tolerierender Krankheitsausfall) in der Leistungsgesellschaft pulverisiert.


Zum Thema noch eine andere Frage:

Wer bitteschön von der ortansässigen deutschen Bevölkerung, möchte sich denn für einen händischen krebserregenden und damit stark Lebenszeit verkürzenden "Liquidatoren" Job in den anstehenden abzubauenden deutschen AKW bewerben?

Die Zahl der dafür vorhandenen inländischen Fachkräfte dürfte bei 0 (in Worten: Null) liegen.

Dafür sind just angereisten zukünftigen auf Bewährung befindlichen die Ex - Knackis mit dem dunklen Teint erste Wahl.

Will gar nicht noch über die Notwendigkeit der Kanonenfutter - Frontsoldaten in der ersten Reihe, mit den in die Hacken schießenden Kommissaren im Rücken, die Stalin über die Gulags rekrutierte und deshalb einen strategischen Vorteil gegen uns hatte, reden.


Selbst das unterlegene Frankreich hat auf derlei afrikanisches Blut zwecks unvermeidbarem Vergießens "zurückgegriffen"!

Wo ständen wir heute, wenn nicht unsereins, sondern Abertausende afrikanische "Unfreiwillige", mit fadenscheinigen Gründen zuvor Hergelockte und geschickt Kriminalisierte statt uns auf dem "Grand Chessboard" Schlachtfeld verblutet wären?

Bedenke, die Verlustzahlen Stalins im End - Kampf gegen uns, waren um den Faktor 10 höher.

Das war, und dabei lege ich mich jetzt fest, herausragend kriegentscheidend.

Bedenke, daß man mit der am 8.5.1945 einsetzenden Kriegspause allgemein, im Gegensatz zu heute, den Eindruck hatte, nicht gegen Amerika sondern vor allem gegen die Sowjetunion unterlegen gewesen zu sein.

Die Menschenmasse Stalins, gepaart mit der Kriegsgeräteunterstützung der Amerikaner über die Nordroute war der (Zwischen-) ergebnisentscheidende Faktor.

Einerseits.
Andererseits haben wir in der Kriegsproduktion jede auch wirklich jede vorstellbare Arbeitskraft benötigt!

Stellen wir uns vor, wir wären nicht in einem offen militärischen, sondern einem rein wirtschaftlichen Krieg.

Sind wir es, (siehe US-Amerikanisch initiiertes VW-Gedönse) oder nicht?

Aber, nicht vorschnell frohlocken!

Dient die fortan mit Billigstarbeiter befeuerte deutsche Wirtschaft vordergründig uns, oder Fremden?

Was ist mit dem Rat, der Konsumverweigerung, der Steuervermeidung, der "mach einfach mal blau" - Krankmeldungsaufrufe?

Diese Arbeiterarmee, die, soviel wage ich zu prognostizieren, kaum auf Familiennachzug hoffen kann, kontakariert all unsere Konsumverweigerungsabsichten und John - und - Yoko - Blau - mach - Tage!

Die Kräfte werden also erkennbar konzentriert.

Es fragt sich nur, wer sie am besten für seine Zwecke und Ziele zu lenken versteht!

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Restaurateur in Kolumbien

Dragonfly @, Montag, 02.11.2015, 11:54 vor 3741 Tagen @ Ötzi 2747 Views

Vor der Euro Zeit hat der 90 DM pro Stunde in Bayern genommen. Und bei dem Preis haben die Leute immer gesagt:"Echt? Danke, Danke, alle anderne wollen ueber 100!" Nach dem Euro und dem offenen Arbeitsmarkt haben das Polen fuer 5 Euro pro Stunde gemacht. Was haette er in Deutschland bleiben sollen?

In Kolumbien hat er wohl in erster Linie vom Ersparten gelebt, nehme ich an.

Und der Rest der Welt glaubt seine Zukunft - ausgerechnet bei uns?

Fidel @, Montag, 02.11.2015, 12:26 vor 3741 Tagen @ Ostfriese 2672 Views

Hallo Ostfriese,

dem Hinweis von Ashitaka, die Flüchtlingsquote mache etwa 1% aus, wollte ich damals nicht widersprechen. Ehrlich muss man sich aber im Klaren sein, dass das eine (1) Prozent Flüchtlinge hochprozentig zwischen 18-35 Jahre jung ist und damit vielleicht 50% der örtlichen Bevölkerung (am Land) derselben Altersklasse ausmacht. Ich habe Zweifel ob manche Gemeinden so viele kampffähige aufbringen könnten, wie junge Männer aus Kriegsgebieten in der jeweiligen Ballspielhalle campieren.

Auch die Völkerwanderung unterliegt dem Zwang der Finanzierung.

Jetzt - bis in unbestimmte Zukunft hängt es an -alten- Erwerbstätigen die Flüchtlinge zu finanzieren oder staatliche Neuverschuldung per Steueraufkommen zu besichern (einschließlich seiner Nachkommen).

Die Flüchtlinge müssen möglichst schnell Teil des Machtkreislaufes werden,

Unser Niedriglohnsektor schadet dem Machtkreislauf mehr als er dient. Die von einer Mittelstandsillusion angelockten
Fachkräfte aus dem afro-arabischen Raum werden jedoch niemals in nennenswerter Zahl den Machtkreislauf finanzieren können.
Vielleicht müssten wir fragen, wie viele Bürger der neuen Bundesländer seit 1990 als Nettozahler den Machtkreislauf zu stützen vermögen?

Die einheimische Bevölkerung muss ihre Ansprüche zurücknehmen.
Wanderarbeiter aus Osteuropa zum Ernteeinsatz gibt es heute schon – das
gilt in Zukunft auch für die ansässige Bevölkerung.

Alle nicht vom Staat gepäppelten streichen ihre Ansprüche seit Jahrzehnten zusammen. Dabei hängen die Verlierer diverser globalisierter Industrien wie Blei im Sozialsystem, nicht nur die sächsische Textilarbeiterin sondern auch der Porzellanmaler aus der Oberpfalz.

Die Arroganz mit der viele Erwerbszweige der Gesellschaft einfach so geopfert wurden, hätte uns schon 1970 warnen sollen.

Wir haben heute eine stark interventionsabhängige Wirtschaft, also Konjunktur durch:
- Energiewende
- neue Bauvorschriften
- Abgasteuern
- Subventionen für Forschung sämtlicher Gebiete,
- steuerliche Geschenke
- wahnwitzige Geldpolitik
..so dass alle Anreize und Nachfrage vom "Markt" an die Bevölkerung in Sachen Bildung und Fachkräfte vermutlich komplett falsch sind.
Halt so wie die übrigen Anreize durch 0% Zins, progressive Steuern, ausufernde Sozialbeiträge und Gesetzeslawinen auch.

Ganz ohne das Wissen um den Debitismus sind wir von Alpträumen umzingelt
und der Rest der Welt glaubt seine Zukunft - ausgerechnet bei uns?

Gruß von einem ökonomischen Laien

Beste Grüße zurück,
von einem der aus dem Staunen nicht mehr raus kommt.

Fidel
(Wo ist hier der Ausgang?)

Nein, der Landrat aus Bayern nicht

Ankawor, Montag, 02.11.2015, 13:28 vor 3741 Tagen @ Fidel 2588 Views

Ich habe gar nicht mitbekommen, dass niemand dem 1 % von Ashitaka widersprochen hat.

Einer hat es, nämlich der Landrat von Passau, der der Bundesregierung vorgerechnet hat, dass in kurzer Zeit mit ca. 10 Millionen zu rechnen ist = 12 % der Bevölkerung.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-guenther-jauch-endlich...

Die schlauen Köpfe bei der FAZ haben nicht gesagt, dass der Landrat nicht recht habe. Vielleicht möchte ihn hier jemand widerlegen.

Die Realität kommt näher und die Stimmung dreht sich.

Korrektur fuenfstellige statt vierstellige.... kwT

Dragonfly @, Montag, 02.11.2015, 14:46 vor 3740 Tagen @ Dragonfly 2417 Views

Korrektur fuenfstellige statt vierstellige.... kwT

Inflation von Managerpositionen

Leserzuschrift @, Montag, 02.11.2015, 16:34 vor 3740 Tagen @ Zooschauer 2492 Views

Mich erfreuen Diskussionen zu diesem Thema – auch im Bekanntenkreis – immer wieder; aber so wie sie mich erfreuen, so führen sie auch regelmäßig zu immer neuen Bluthochdruckhöchstständen.

In 20 Berufsjahren (vor allem in der Prozessmesstechnik und Medizintechnik) durfte auch ich – in Festanstellungen wie auch freiberuflichen Projekten – so einiges erleben.

Die Inflation von Managerpositionen für alles und jeden stellt in meinen Augen das eigentliche pseudoide Fachkräfteproblem dar. Ein Manager ist nach meinen Erfahrungen in der Regel keine Führungskraft; geht daher meist auch nicht gestalterisch mit neuen Situationen und Herausforderungen um, führt seine Mitarbeiter nicht auf dem Lösungsweg, sondern versucht, seine in beliebigem Studium oder Beruf auswendig gelernten (teils vielleicht auch eingeprügelten) Schemata abzuspulen (bloß nicht weiter oder gar um die Ecke denken!). Wenn die Probleme sich nicht lösen lassen erweitert man den Kreis der Manager einfach. Wer kennt nicht das Foto des Bauarbeiters Horst in der Grube?

Dabei werden Hinweise, Verbesserungsvorschläge, Warnungen, etc. aus dem gesamten Mitarbeiterkreis (von der Aushilfe bis zum Abteilungs-/Gruppenleiter) gerne überhört, wegdiskutiert oder einfach nur ausge-basta-t, bis die Hütte tatsächlich brennt. (Vielen Dank an @Blut-Svente: den „KBF“ habe ich stante pede in mein Vokabular übernommen.)

So sind auch mir entsprechende astronomische Stundensätze durchaus bekannt – genauso wie aber auch durchaus amüsante Projektanfragen auf freiberuflicher Basis á la 12 Monate, 40 h pro Woche, 100 % Ortsverfügbarkeit beim Kunden, keine zus. Spesen zu fix 30,- Stundensatz – muahahahahaha. Hier zeigt sich der angebliche Fachkräftemangel© (deutsche Regierung und Presseagentur der deutschen Regierung), welcher auch in diesem Faden ja schon von mehreren Foristen beschrieben wurde.

Meiner Erfahrung nach sucht man nach willigen, billigen Fachkräftenutten.

Manager „der Industrie“ (ob nu 4.0, 5.0 oder was einem Driss auch immer) suchen bestens ausgebildete Fachkräfte, welche einen Lebensstil führen, welcher sich nicht einfach mehr ändern lässt, und entsprechend (kognitiv) bereit sind, sich zu fast schon beliebigen Konditionen zu prostituieren.

Aber all dies ist ja nicht unbekannt.

Nach meinen Erfahrungen gibt es aber tatsächlich einen real existierenden, aber auch schwer zu beseitigenden Fachkräftemangel bei uns in Deutschland.

Dieser liegt meiner Meinung nach gerade in den Managementkreisen und – vor allem auch jenen Kreisen, die uns dies alles erst eingebrockt haben – der Politik; national, international und oft auch kommunal. Wobei hier die Probleme kleiner werden, desto kleiner die Verwaltungseinheiten sind …

Was uns schlussendlich der Lösung näherbringt …
Stammesbildung.

Herzlichst grüßend,
Birger

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