Das hier MUSS man gelesen haben: Der Niedergang der Dt. Bank (mL)

DT @, Samstag, 31.10.2015, 20:59 vor 3742 Tagen 9968 Views

https://medium.com/@robertbasic/niedergang-der-deutschen-bank-einblicke-81d50870059d#.1...

Niedergang der Deutschen Bank: Einblicke

Die ZEIT vertritt die These, dass der Niedergang der Bank an Vorständen liegen würde, die in den letzten 20 bis 30 Jahren eifersüchtig ob ihrer Pfründe und ihrer Stati waren. Da die These so einfach klingt, muss man wie immer misstrauisch werden. Und in der Tat, sie stimmt so nicht aus meiner Sicht.

http://www.zeit.de/2015/43/deutsche-bank-frankfurt-westend-manager-aufsichtsrat/komplet...

Um Vorstand einer damaligen Bank wie der Deutschen zu werden, musste man selbstverständlich gigantische Alphamännchen-Allüren mit sich bringen. So wie auch bei Daimler, Siemens, Allianz und anderen deutschen Großunternehmen. Wenn die These der ZEIT stimmt, müssten alle Unternehmen kurz vor der Pleite stehen oder mitten im Zusammenbruch.

Wer einmal mit Vorständen und Bereichsvorständen zu tun hatte, weiß um die Tatsache, dass sie sich für Normalsterbliche wie Aliens mit bizzaren Verhaltensweisen anfühlen. Aber so gesehen war auch ein Alfred Herrhausen und Hilmar Kopper (Deutsche Bank Chefs 85–89, 89–97), ein von Pierer (Siemens-Chef 92–05), ein Edzard Reuter und Jürgen Schrempp (Daimler-Chefs 87–95, 95–05) und ein Henning Schulte-Noelle (Allianz-Chef 91–03) ein Alien.

Alle diese Chefs weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie standen damals in den 80ern-90ern Unternehmen vor, die zusammen die “Deutschland AG” bildeten. Allen voran die Chefs der Deutschen Bank und Allianz/Münchener Rück. Die über Unternehmensbeteiligungen Chefposten verteilten, Geschäftsstrategien aller Großunternehmen beeinflussten, zusammen die Grauen Emminenzen der Deutschen Wirtschaft waren. Sollte dieses entscheidende Element die ZEIT etwa vergessen haben?

Das wäre fatal, wenn es um die Beurteilung geht, warum es ausgerechnet die Deutsche Bank erwischt hat. Die damals in den 90ern neben der Allianz immer noch einen Ruf wie Donnerhall aufwies. Beliebtester Arbeitgeber Deutschlands, gar hieß es “wenn ein Deutschbänker den Saal betritt, teilt sich die Menge”. Lacht nicht, die Bank besaß damals ein immens hohes Ansehen. Sie war ob ihrem Einfluss gefürchtet und zugleich geachtet.

Just zu der Zeit trat ich in die Deutsche Bank anno 95 ein. Und landete mitten in einem gigantischen Umwandlungsprozess, in dem sich auch aufgrund des politischen Segens der Regierung und des Parlaments die zentralen Strukturen der deutschen Wirtschaft veränderten. Es ging im Wesentlichen um die Fragen der Kapitalentflechtung. Sprich, wenn deutsche Unternehmen auch im Ausland stärker expandieren wollen, benötigen sie schlicht Kohle. Kohle aber, die ausländische Investoren nicht bereit waren zu geben, solange die Deutschland AG existierte. Denn wer will schon Geld geben, wenn einige wenige Finanzinstitute stets die Herren der Macht sind? Alles eine Frage der Transparenz auf dem Kapitalmarkt. Ja, Nerds, Transparenz ist wichtig, sonst werden keine Gelder effizient verteilt.

Also sorgten neue Regeln dafür, dass die Finanzinstitute wie die Allianz und Deutsche Bank ihre Beteiligungen steuerfrei loswerden konnten. Deal! Der Weg für die Expansion der deutschen Wirtschaft ins Ausland war freier denn je zuvor. Und mit diesem Deal verlor die Bank eines ihrer wesentlichen Schlüsselfaktoren, natürlich von der Mitwirkung und Teilhabe an der deutschen Wirtschaft zu profitieren. Es musste unbedingt was Neues her! Investmentbanking? Ja, auch, aber nicht nur. DB24 (ausgegliedertes Privatkundengeschäft, Kunden zweiter Klasse)? Ja, auch, aber nicht nur Ausgliederungen. Online Internetsuperduperbanking? Ja, auch, aber nicht nur. Am besten alles zusammen irgendwie und dann auch noch 25% Rendite vor Steuern, wie es einst Joe Ackermann vorgab? Ja, auch, welcher Irrsinn! Tja… dass damit Geschäftsbereiche wie das Privat- und Firmenkundengeschäft — der Kunde wurde unbeliebt und zahlte es der Deutschen Bank vielfach mit dem neuen “Markenruf” zurück — unter die Räder gerieten, muss keinen wundern, wer solche aberwitzigen Vorgaben herausposaunt.

Und so setze das ein, was ich in der Bank als Chaoskultur bezeichnen würde. Die Deutsche Bank stellte mit immensen Anstrengungen wirklich alles auf den Kopf. Organisationsstrukturen wurden alle halbe Jahre verändert. Einen riesige Zahl an Filialen wurde geschlossen. EDV zog ein. Mitarbeitermassen wurden von A nach B geschoben, nur um kurze Zeit später aussortiert zu werden. Beratungsunternehmen betrieben Business Process Reenginering im Auftrag der Vorstände, auch Neutronenbomben genannt. Big Data? Das war damals Standard. Nach diesen analytischen Entscheidungen wurden Kunden Kredite verpasst, Abteilungen geschlossen, Geschäftsfelder bewertet. Lach, ich amüsiere mich über die ach so modernen Erklärbärversuche manch einiger heutiger Nerds, die glauben, den Heiligen Gral mit Big Data entdeckt zu haben. Das ist ein über 30 Jahre alter Scheißhut! Neue Chefs kamen und gingen beliebig. Gar hieß es mit dem Einzug anglosächsischer Betriebskulturen — da sich die Deutsche Bank intensiv in das Abenteuer Investment Banking stürzte — dass man doch Hunde bräuchte, wenn man Loyalität haben will (Aussage eines DBk. Chefs zu der Zeit). Und Loyalität war das Letzte was man wollte.

Es waren nicht die Vorstände. Die eitel und eifersüchtig waren und sind. In mehr oder minder allen Großunternehmen. Wer die Kultur eines Hauses innerhalb weniger Jahre so radikal zu verändern versucht, der zerstört die Fähigkeiten und das Selbstverständnis eines Unternehmens, das es einst zum Bayern München der deutschen Wirtschaft machte. Und eine Änderung jagte die Nächste. Nichts konnte sich bewähren, neu formen, neue Gleichgewichte bilden. Bevor etwas griff, kam die nächste Änderung. Wer nahm die Ansagen von oben noch ernst daher? Neue Leitlinien, neue Verhaltenskodizes? Niemand, glaubt mir, niemand! Es war unterhalb der Bereichsvorstandsebene allen Mitarbeitern scheissegal geworden, was die predigten.

Sie hatten die Kontrolle über uns verloren, weil wir ihnen nicht mehr zuhörten. Es ging nur noch um Arbeitsplatzerhalt, es ging um das Einstreichen dicker Boni (nicht nur die Jungspunte der Investmentbank waren scharf drauf, die halt etwas mehr bekamen), es ging immer mehr um illoyales Verhalten. Arschlochkulturen machten sich rasend schnell breit. Das einstige Ding wie “wir sind die Besten, wir sind Elite, wir sind Deutschbänker, unser Kunde ist heilig, wir haben soziale Verpflichtungen, wir halten zusammen und decken uns den Arsch von innen, wenn was schiefläuft” wich der Liebe zum Gehaltsstreifen und dem eigenen Vorankommen zu Lasten der anderen Kollegen.

Konkreter? Aus der echten gelebten Praxis bis heute: Dein einer Chef saß in London, der andere in Singapur, noch einer irgendwo in Frankfurt und da gabs noch den nächsten Projektmanager, desssen Namen Du nicht mal kanntest. “Irgendwas wurde gelabert”, wenn erneut was neues Großes kommen sollte, weil die Bank mehr nach links oder rechts marschieren musste. Das wurde via Mail an alle verteilt, hin und wieder gab es lächerliche Workshops unternehmensweit, um erwachsenen Mitabeitern gar mit Spielen (!) neue Werte und Leitlinien einzutrichtern. Ich glaube, externe Beratungsunternehmen — die für den Unsinn mit verantwortlich waren — wurden nur noch verächtlich belächelt, ob dieser unfassbaren Kinderscheiße. An sich egal, denn neue Chefs saßen übermorgen in Barcelona, New York, Tokyo. Wumpe! Die sozialen Bande auf unterer und mittlerer Ebene wurden dafür doch sicher gepflegt? Was? Lach: Mit irgendwelchen Mitarbeitern zusammensitzend oder meistens nur bei Telkos mal zu hören statt zu sehen, die man morgen schon nicht mehr sah oder hörte, weil sie ins nächste Projekt gingen? Die Armeen der Excel-Schubbser genannt. Kaum einer wusste, was der andere macht. Deine Bank bestand aus MS-Project, Excel und E-Mail, nicht dem Personengefüge noch irgendwelchen echten Leitbildern geschweige denn Vorbildern.

Ist das wahr, nicht übertrieben? Die Mär vom Zusammenhalt der Mitarbeiter wurde auch im Projektalltag gekillt. Mit steigender Abnahme fester Abteilungsstrukturen. Wozu auch sozial und Sozialpflege, wozu Zusammenhalt, denn es gab Trostpflaster: Man kassierte seine 100–200k pro Jahr ein, ging heim zu Mutti und erfreute sich seines Wohlstands. Punkt!

Und das soll also ein Unternehmen sein, das sich vom Selbstverständnis immer noch zu den Großen zählt? Das alles soll dazu führen, das Topleistungen gebracht werden? Fakt ist: Der Abstieg vom beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands in mehr oder minder die dritte Liga ist das Resultat dieses Kultur- und Führungs- und Umwandlungschaostage, die seit den 90ern Alltag sind. Wer die Stärken zerstört und keinen Raum noch Zeit zum Heranwachsen neuer Stärken lässt, vernichtet das gesamte Personenkapital eines Unternehmens. So in der Deutschen Bank geschehen.

Mit das entscheidende Ding war die Entlassung des mittleren Managements, die den Laden zusammenhielten, den Kleber zwischen Oben und Unten darstellten. Wir respektierten diese “da oben”. Sie waren harte Hunde, hatten aber Charakter, oftmals handelte es sich um echte Charakterköpfe, ohne diesen geringen Windwiderstandsfaktor, den heute modernes Management oft leider auszeichnet. Sie galten dennoch als fair und geigten einem die Meinung, förderten einen aber auch, wenn man gut war. Und sie dämpften Entscheidungen der Vorstände wie eine Art Schutzschicht vor deren natürlichen “Dummheits- und Fehlquote”, die sich eben gerne einen Roten Rock mit etwas bizarren Vorhaben verdienten, wenn sie ihren Vorstandsposten bekamen. Die Topchefs waren im operativen Geschäft nicht mehr die Hellsten, da sie sich schon zu weit vom eigentlichen Kernbusiness als Topmanager entfernt hatten. Das natürliche Gleichgewicht aus Mitarbeiterschaft, Mittel- und Topmanagement funktionierte ausbalanciert derart gut, dass es mit einer der wesentlichen Faktoren war, warum das Unternehmen brillierte. Um die Veränderungen schneller herbeiführen zu können, musste man diese alten Machtstrukturen auflösen. Das Mittelmanagement und damit der Schutzschild wurde ins Visier gefasst. Sie wurden uns als Betonebene verkauft, wenn es hieß, warum es nicht läuft, warum es noch schneller gehen müsse. Die man also unbedingt loswerden müsse. Die aber für die Werte und die alte Deutsche Bank standen. Und somit nicht mehr mitlenken konnten, was das Unternehmen einst zu dem Führenden weltweit machte, zu erhalten und mit neuen Kulturen zu fusionieren. Sie waren in wenigen Jahren weg.

Es blieb nur noch der “normale” Mitarbeiter von einst, haltlos und faktisch führungslos, der Klebstoff war von dannen, es kamen die neuen Vorstände (so wie Joe Ackermann Anshu Jain heranzüchtete, von dem jeder wusste, dass er im Sinne der alten Deutschen Bank Werte Dreck am Stecken hatte und im Grunde ein Verhältnis zur Firma wie eine Prostituierte zum Freier hatte), von irrsinnigen Renditevorgaben getrieben, die Idee ein Unternehmen verändern zu müssen, auf Gedeih und Verderb, neue eher anglosächsisch eingestellte und eben Kohle-geile Mitarbeiter kamen hinzu, darunter viele neue Chefs in den mittleren Etagen, die aber absolut keinen Blassen vom echten Banking hatten. Keine Ahnung davon, wer die Deutsche Bank war und wie sie personell tickte, sich aber an die Arschlochkultur schnell gewöhnten. Arschlöcher ziehen Arschlöcher an, die Regel stimmt immer, um es direkt zu sagen.

Die Bank hat das Spiel der Veränderung verloren, es ist ihr aus den Händen geglitten. Über Breuer — den späteren CEO — haben wir Mitarbeiter uns nur lustig gemacht. Er galt als ahnungsloser eitler Fatzke ohne Sozialkompetenz. Ebenso Joe, der Ackermann aus der Schweiz. Nach außen galt er als Topbänker mit Ahnung. Nach innen galt er als Depp, der noch weniger Sozialkomptenzen als Breuer aufwies, und das sollte schon was heißen. Auf Joe folgte Anshu… man könnte fast meinen, es handelte sich seit dem Mord an Herrhausen bei der Besetzung des CEO-Postens um einen seit 25 Jahren andauernden Wettbewerb, wer mit immer weniger Führungsqualitäten brilliert. Das alleine war es aber wie gesagt nicht. Wer eine Mitarbeiterkultur zerstört, muss nichts weiter tun, als personelle Maßnahmen im Übermaß zu treffen und neue Kulturen speziell aus dem Anglosächsischen einziehen zu lassen, ohne zu wissen, wie es sich mischt. Der hebelt zudem das mittlere Management aus und damit den Zusammenhalt. Weil das Alte ja ach so angestaubt ist. Brandschutzmauern wurden auch umgangen. Anstatt zu erkennen, was der Grund für die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens ist.

Die Deutsche Bank verfügte fast um die 100.000 loyalen Mitarbeiter, die sich für Elite hielten. So wie heute Bayern München. Innerhalb eines Jahrzehnts bestand es nur noch aus Zombies, die zusahen, wo sie blieben. Das fürchterliche Resultat dieses dramatischen Abstiegs von innen sehen wir heute. Nicht nur an der Unmenge an monströsen Prozessen. Auch am Image. Auch am neuen Chef, der — ich muss lachen — schon wieder eines der hundert Ruder herumreißen will. Die Deutsche Bank ist ein Schatten seiner selbst und je schneller das Unternehmen Wettbewerbern Platz macht, umso besser ist es für die Bankenlandschaft. Es ist von innen eine rauchende Ruine, die seit über 20 Jahren schwelt. Hallo Siemensianer, ihr könnt das gleiche Lied singen;)

Liebe ZEIT, bitte schaut doch mal genauer hin, statt simple Liedchen zu singen. Es ist ein Komplex aus Geschehnissen und Entscheidungen, nicht einfach nur eitle Vorstände, wie es sie schon immer gab und geben wird.


Mein Kommentar: Und wie hat man es geschafft, die Deutschland AG aufzubrechen? Indem der EINE Trojaner, Asmussen, ins Gesetz reingeschrieben hat, daß die Unternehmensbeteiligungen STEUERFREI zu verkaufen wären.

Da haben Allianz, Münchner Rück und Deuba Steuerleute fette Boni gerochen und ihre Äste abgesägt, abkassiert. Und das wars. Well done, Hintertanen.

WIESO VERDAMMT NOCH MAL HOLT MAN SICH DIE 40-50 Milliarden Boni, die die Verbrecher PERSÖNLICH zusammengerafft haben, nicht zurück? Joe und Co enteignen, sofort, und ab mit ihm in den Knast, und die ganze Sippschaft mit enteignen.

Wow! Danke für die grundlegenden Einblicke

Schlaumayr @, Samstag, 31.10.2015, 21:35 vor 3742 Tagen @ DT 4081 Views

Ich hatte vorhin auch den ZEIT-Artikel gelesen und fand ihn - rein gefühlsmäßig - sehr oberflächlich.

Nach dem Lesen Deiner Zeilen aber ist mir etwas aufgefallen, das - wie Du ja schon schreibst - nicht nur auf die Deutsche Bank zutrifft, sondern auch auf viele andere Unternehmen (und nicht nur die).

Es ist ein Komplex aus Geschehnissen und Entscheidungen, nicht
einfach nur eitle Vorstände, wie es sie schon immer gab und geben
wird.

... Der hebelt zudem das mittlere Management aus und damit den
Zusammenhalt. Weil das Alte ja ach so angestaubt ist. Brandschutzmauern
wurden auch umgangen. Anstatt zu erkennen, was der Grund für die
Leistungsfähigkeit eines Unternehmens ist.

Das Wesen und der Geist eines Unternehmens sind nicht (allein) die Zahlen und Shareholder Values, sondern die Menschen/Personen/Persönlichkeiten, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, das Unternehmen "leben" und diesen Geist auch dem Kunden/Geschäftspartner/Investor rüberbringen.

Im kleinen Unternehmen sind es oft Einzelpersonen, die das "Gesicht" des Unternehmens abbilden (meistens Inhaber, oft aber auch der Prokurist, Abteilungsleiter etc.).

Im Konzern sind es noch viel mehr die Menschen an der (jeweiligen) Front, die dem Gegenüber das (hoffentlich gerechtfertigte) Vertrauen in das Unternehmen vermitteln. Da es sich dabei um wahre "Massen" von Personen geht, ist eine starke und stringente mittlere Führungsebene unumgänglich - unabhängig davon, wer denn jetzt gerade mal zufällig Vorstand ist.

Und genau das ist es, was Unternehmen - und vielleicht auch weiten Teilen der Gesellschaft insgesamt - inzwischen fehlt: Die Identifikation mit dem Unternehmen (Staat), dem was es ausmacht und dem Bewusstsein der Verantwortung des Einzelnen für das Ganze.

Und jetzt weiß ich auch, was mir an dem ZEIT-Artikel so "platt" vorkam:
Diese ganzen "Alten Säcke" sind eben keine Job-Hopper, sondern sitzen auch hochbetagt noch immer den Räumen des Unternehmens, dem Sie ihr halbes Leben und mehr Zeit geschenkt/verkauft haben.

Und das gibt es heute praktisch nicht mehr.

Danke nochmal für Deine wertvollen Einblicke

Der Schlaubi

Und genau die Identifikation mit dem Staat (mT)

DT @, Samstag, 31.10.2015, 21:54 vor 3742 Tagen @ Schlaumayr 4156 Views

nehmen uns gerade die ausführenden Organe der Besatzer und der Hintertanen. Merkel schxxxt auf geltendes Recht, das Grundgesetz, das ging schon los 2007 und 2008 mit den Verordnungen und der "Alternativlosigkeit" nach der Finanzkrise, 2010 mit S21 usw usw.

Der einfache Bürger, der morgens aufsteht, brav zur Ubahn geht und zu seiner Arbeit fährt, wenn auch mal was auf dem Boden liegt das auch aufhebt und ansonsten versucht, seine Welt um sich herum ein wenig besser zu machen, wird vorgeführt und als "Nazi" verleumdet von charakterlosen Gesellen, die sich für einen Judaslohn an die Besatzer verkaufen. Eine Presse, die schon Diskussionen bei besatzergesteuerten Themen im Kern unterdrückt, weil sie keine Kommentarfunktionen anbietet.

Mit so einem Staat identifizieren sich die eigentlichen Leistungsträger nicht mehr. Und das sind nicht die an der Spitze, die lassen sich nur rudern und kassieren ab, es sind die, die jeden Tag rudern. Natürlich sitzen auch noch 6 Millionen Bootsgänger mit im Schiff, aber momentan rudern noch ca 40 Mio Baby Boomer, die aber täglich älter und grauer werden. Und die sich verdammt nochmal nicht trauen, denen da oben das Wasser und die Luft abzudrehen. Und die den wenigen, die sagen, was Sache ist, vor lauter political correctness noch Rechtsradikalismus unterstellen.

Es wird Zeit, eine Partei zu gründen, die einfach nur "Grundgesetz" heißt und einfach nur die Einhaltung dieser Regeln fordert. Ohne ESM, ohne Bruch bei der Einwanderung, ohne den ganzen Besatzerscheiß.

Ohne den AfD Kram, ohne alles drumrum. Einfach nur Grundgesetz. Aber das auch durchsetzt und vor allem bei den Verflechtungen mit Bankstern mit eiserner Faust aufräumt!

Die Unverbesserlichen werden mich gleich in die Verschwörungsschublade ablegen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 31.10.2015, 22:25 vor 3742 Tagen @ DT 4725 Views

Mir geben da zweierlei Beiträge zu denken:

Der eine von der Huffington Post:

http://www.huffingtonpost.de/2015/10/22/von-dieser-heimlichen-macht-wird-deutschland-wi...

Und der andere vom ZDF-Info (oder auch 3sat) ausgestrahlt:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2354202/Land-unter-Kontrolle

Den Film habe ich heute früh, wo kein Mensch normalerweise TV guckt, mehr durch Zufall in ZDF-Info gesehen.

Beides sind Dinge, die mittlerweile nachweisbar sind. Wenn man das aber in die Diskussion wirft, auch in Verbindung mit dem derzeitigen Immigrantenproblem, dann wird man als Verschwörungstheoretiker abgestempelt, - und nicht als jemand, der versucht, die Zusammenhänge zu erkennen.

Mach's wie Götz von Berlichingen

Monterone @, Samstag, 31.10.2015, 22:47 vor 3742 Tagen @ helmut-1 3894 Views

Hallo helmut-1,

Beides sind Dinge, die mittlerweile nachweisbar sind. Wenn man das aber in
die Diskussion wirft, auch in Verbindung mit dem derzeitigen
Immigrantenproblem, dann wird man als Verschwörungstheoretiker
abgestempelt, - und nicht als jemand, der versucht, die Zusammenhänge zu
erkennen.

Tu, was Jacob Cohen empfiehlt und denk Dir das Götz-Zitat, wenn Dir ein Systemling mit dem Antisemitismus- oder VT-Vorwurf kommt.

Bei ersterem geht das nicht so leicht, schon aus Gründen der Strafbarkeit, beim Zweiten sollte es reichen, darauf hinzuweisen, daß der Begriff Verschwörungstheorie von der CIA in die Debatte geschleust wurde, um damit systemkritische Fragen zu denunzieren.

Ganz frisch kam heute heute ein Video heraus, wo wir ab 6:10 François Hollande sehen, wie er vor Freimaurern redet.

Ganz am Schluß gibt er sogar zu, daß man Freimaurer sein muß (passer par la franc-maçonnerie).

https://www.youtube.com/watch?v=xHrMh_TLMFk

Es existiert noch ein anderes Video mit Hollande, vor dem Grand Orient de France. Das war eine Art Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center für die Wahl zum Präsidenten der Republik.

Monterone

Achja, das Grundgesetz

Schlaumayr @, Samstag, 31.10.2015, 23:29 vor 3742 Tagen @ DT 3438 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 31.10.2015, 23:37

Naja, beim Grundgesetz handelt es sich ja doch wohl eher um "Richtlinien" als um tatsächliche Vorschriften - willkommen auf der Black Pearl, Miss Turner.

Auch hier ist die Identifikation verloren gegangen: Unser Grundgesetz fußt ganz grundsätzlich auf christlichen Werten und Regeln. Einschließlich dem Grundsatz der Religionsfreiheit.

Sätze wie "Die Leitkultur in Deutschland ist die christlich-jüdisch-abendländische Kultur" und "Der Islam gehört zu Deutschland" schwächen genau diese christliche Basis.

Eine "christlich-jüdisch-abendländische Kultur" ist ein Widerspruch in sich. Jesus Christus war "orthodoxer" Jude und gründete seine Kritik an der seinerzeit praktizierten Religion auf deren Abkehr vom grundsätzlichen Wesen des jüdischen Glaubens. Insofern basiert der christliche Glaube (und die darin innewohnenden Werte) zwar auf dem jüdischen Glauben, stellt aber aus christlicher Sicht eine Weiterentwicklung desselben dar.

Exkurs: Ebenso wie Jesus Christus ursprünglich Verfechter des reinen jüdischen Glaubens war, war Martin Luther ursprünglich Verfechter des reinen katholischen Glaubens, aus dem er seine "reformierte" Kirche weiterentwickelte.

Basis unserer christlichen Werte ist eben, dass wir jede Religionsausübung, solange sie im Übrigen innerhalb unserer Gesetze stattfindet, nicht nur tolerieren, sondern fördern. Religion kommt in der Bedürfnishierarchie direkt nach den physiologischen Bedürfnissen wie Nahrung und vor sozialen Bedürfnissen. Ausdruck dessen ist z.B. auch, dass die "Religionsfreiheit" im Grundgesetz bereits im Artikel 4 verankert ist.

Dementsprechend gehören nicht nur Judentum oder Islam, sondern auch alle anderen Religionen nach Deutschland - und in einer multikulturellen Gesellschaft von heute auch "zu" Deutschland.

Wenn allerdings Frau BK Merkel sagt "Ich muss bei den besorgten Mitbürgern immer ein wenig lächeln. Ich sage denen gern: Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben", so zeigt dies, dass sie gar nichts begriffen hat. Christliche Werte haben nichts mit christlichem (kirchlichem) Glauben zu tun. Menschen, die sich innerhalb unseres christlichen Wertesystems wohlfühlen, müssen deswegen doch nicht auch gläubig sein?!

Edit: das besagt Zitat stammt von Frau Käßmann, Frau BK Merkel sagte:
"...haben wir doch dann aber auch bitteschön die Tradition mal wieder in den Gottesdienst zu gehen oder ein bisschen bibelfest zu sein..."

Und genau an diesem Punkt taucht wieder das "Deutsche-Bank-Phänomen" auf: Der Vorstand (Regierung) identifiziert sich nicht mit den Unternehmensgrundsätzen (christliche Werte), eliminiert die mittlere Führungsebene (Mittelstand) und überlässt die Arbeiterschaft (Bürger) sich selbst.

Um es ganz deutlich zu sagen: "Weil" unsere Gesellschaft auf christlichen Werten beruht, heißen wir andere Religionen bzw. Menschen, die an andere Religionen glauben, willkommen, und nicht "obwohl". Werden allerdings diese christlichen Werte negiert und beliebig gemacht, so droht unserer Gesellschaft - auch ohne Flüchtlinge - der Kollaps.

Was ich übrigens in diesem Zusammenhang vermisse, ist, dass mal einer von den internationalen Großsprechern ein paar Takte dazu sagt, was denn wohl die vielbesungenen "westlichen Werte" sein sollen. Hier scheint mir die Angst vor dem Bekenntnis zu christlichen Werten aus Angst davor, andere Religionen abzuschrecken, zu einem inneren Hemmnis zu führen.

Also: Grundgesetz schön und gut, wichtiger scheint mir aber, die grundsätzliche ethische Basis für die in Deutschland/Westeuropa heute bereits existierenden Gesellschaften ehrlich und schonungslos zu definieren und dann auch in entsprechende Regeln umzusetzen.

Übrigens: ich habe mit Kirchen ncihts am Hut, halte aber die (angeblich) von Jesus Christus gestiftete und vor allem von Saul Paulus weiterverbreitete Lehre als Basis des Zusammenlebens für sehr brauchbar.

Die Partei "Grundgesetz" ist vielleicht nach den französischen Wahlen möglich!

Olivia @, Sonntag, 01.11.2015, 15:48 vor 3741 Tagen @ DT 2295 Views

Es wird Zeit, eine Partei zu gründen, die einfach nur "Grundgesetz"
heißt und einfach nur die Einhaltung dieser Regeln fordert. Ohne ESM, ohne
Bruch bei der Einwanderung, ohne den ganzen Besatzerscheiß.

Ohne den AfD Kram, ohne alles drumrum. Einfach nur Grundgesetz. Aber das
auch durchsetzt und vor allem bei den Verflechtungen mit Bankstern mit
eiserner Faust aufräumt!

.............

Denn wenn Marine Le Pen als stärkste Kraft aus den Wahlen hervorgeht, dann darf man gespannt sein, wie Brüssel damit umgeht.

--
For entertainment purposes only.

Zustimmung!

Weiner @, Sonntag, 01.11.2015, 17:13 vor 3741 Tagen @ DT 2342 Views

Hallo DT -

Deinem Vorschlag:

Es wird Zeit, eine Partei zu gründen, die einfach nur "Grundgesetz"
heißt und einfach nur die Einhaltung dieser Regeln fordert. Ohne ESM, ohne
Bruch bei der Einwanderung, ohne den ganzen Besatzerscheiß.

Ohne den AfD Kram, ohne alles drumrum. Einfach nur Grundgesetz. Aber das
auch durchsetzt und vor allem bei den Verflechtungen mit Bankstern mit
eiserner Faust aufräumt!

kann ich nur zustimmen! Ich halte das GG für eine der besten Verfassungen der Welt (geschichtlich und geographisch gesehen). Manches liesse sich noch verbessern (beispielsweise eine im GG deutlicher verankerte Trennung der Justiz von der Exekutive). Doch dafür ist das GG ja prinzipiell auch offen (-> § 146 GG).

Nicht zu vermeiden ist, dass für die Durchführung Deiner Idee auf das existierende WahlG und das ParteiG zurückgegriffen werden muss, obwohl beide stark verbesserungsbedürftig sind. Aber es liesse sich mit ihnen arbeiten und ein Neuanfang bewerkstelligen ...

Dennoch sollte eine solche Aktion nicht unter dem Label "neue Partei" laufen, sondern eher als "neue politische Bewegung" oder als "Gemeinschaft unabhängiger Direktkandidaten" o.ä.

Unabdingbar ist der Aufbau einer solchen Bewegung zunächst auf lokaler Ebene (Wahlkreis bzw. Wahlbezirk). Denn im sich ab 2017 anbahnenden Zusammenbruch des Staates werden auch lokal viele Aufgaben durch diese neue Bewegung wahrgenommen werden müssen (d.h. auch kommunale Funktionen, die gegenwärtig ja auch die regulären Parteien bedienen).

Im Übrigen ist die ganze Sache primär kein politisches Problem sondern ein soziales und psychologisches. Hier lebende Migranten sind viel eher zur Solidarisierung fähig als Einheimische. Das hängt wohl mit deren patriarchalischer Prägung, den stärkeren Verwandtschaftsbeziehungen, dem ethnischen Zusammengehörigkeitsgefühl etc. zusammen. Mit deutschen Nachbarn und Mitbürgern ist es extrem schwierig, eine länger dauernde soziale und politische Zusammenarbeit aufzubauen. Deshalb muss die Not erst noch größer werden, bevor die Deutschen aus ihrer Reserve kommen. Auf diesen Moment muss man sich vorbereiten. Andere machen das ja auch schon und führen deshalb als parallele Maßnahme einen kritischen Zustand des Staates absichtlich herbei. Was im Augenblick vor allem fehlt, ist ein MASTERPLAN für eine umfassende Staatsreform sowie ein AKTIONSPLAN für das koordinierte, sukzessive Abarbeiten der Reformmaßnahmen.

MfG, Weiner

40 Jahre oder 4 Jahre

Domac @, Samstag, 26.12.2015, 08:15 vor 3687 Tagen @ Weiner 1769 Views

Hallo DT -

Deinem Vorschlag:

Es wird Zeit, eine Partei zu gründen, die einfach nur "Grundgesetz"
heißt und einfach nur die Einhaltung dieser Regeln fordert. Ohne ESM,

ohne

Bruch bei der Einwanderung, ohne den ganzen Besatzerscheiß.

Ohne den AfD Kram, ohne alles drumrum. Einfach nur Grundgesetz. Aber

das

auch durchsetzt und vor allem bei den Verflechtungen mit Bankstern mit
eiserner Faust aufräumt!


kann ich nur zustimmen! Ich halte das GG für eine der besten Verfassungen
der Welt (geschichtlich und geographisch gesehen). Manches liesse sich noch
verbessern (beispielsweise eine im GG deutlicher verankerte Trennung der
Justiz von der Exekutive). Doch dafür ist das GG ja prinzipiell auch offen
(-> § 146 GG).

Nicht zu vermeiden ist, dass für die Durchführung Deiner Idee auf das
existierende WahlG und das ParteiG zurückgegriffen werden muss, obwohl
beide stark verbesserungsbedürftig sind. Aber es liesse sich mit ihnen
arbeiten und ein Neuanfang bewerkstelligen ...

Dennoch sollte eine solche Aktion nicht unter dem Label "neue Partei"
laufen, sondern eher als "neue politische Bewegung" oder als "Gemeinschaft
unabhängiger Direktkandidaten" o.ä.

Unabdingbar ist der Aufbau einer solchen Bewegung zunächst auf lokaler
Ebene (Wahlkreis bzw. Wahlbezirk). Denn im sich ab 2017 anbahnenden
Zusammenbruch des Staates werden auch lokal viele Aufgaben durch
diese neue Bewegung wahrgenommen werden müssen (d.h. auch kommunale
Funktionen, die gegenwärtig ja auch die regulären Parteien bedienen).

Im Übrigen ist die ganze Sache primär kein politisches Problem sondern
ein soziales und psychologisches. Hier lebende Migranten sind viel eher zur
Solidarisierung fähig als Einheimische. Das hängt wohl mit deren
patriarchalischer Prägung, den stärkeren Verwandtschaftsbeziehungen, dem
ethnischen Zusammengehörigkeitsgefühl etc. zusammen. Mit deutschen
Nachbarn und Mitbürgern ist es extrem schwierig, eine länger dauernde
soziale und politische Zusammenarbeit aufzubauen. Deshalb muss die Not erst
noch größer werden, bevor die Deutschen aus ihrer Reserve kommen. Auf
diesen Moment muss man sich vorbereiten. Andere machen das ja auch schon
und führen deshalb als parallele Maßnahme einen kritischen Zustand des
Staates absichtlich herbei. Was im Augenblick vor allem fehlt, ist ein
MASTERPLAN für eine umfassende Staatsreform sowie ein AKTIONSPLAN für das
koordinierte, sukzessive Abarbeiten der Reformmaßnahmen.

MfG, Weiner


Sei gegrüßt Weiner,

wie Du im letzten Abschnitt beschriebst, siehst Du die meisten Deutschen aus dem Stand nicht dazu geeignet ein Netzwerk aufzubauen.
Das sehe ich ähnlich. Neben der tiefen Spaltung, die mental durch unsere Bevölkerung geht, wurde es ihnen systematisch augetrieben. Vielleicht wollte man es besonders gründlich machen, und ließ sich deshalb genug Zeit.
D ist ein Kernstaat, der zum gelingen der neuen Ordnung beiträgt oder eben auch nicht. Darum fing man früh an, und ließ sich ausreichend Zeit. Vor allem spannte man das Manipulationsnetz generationsübergreifend.

GrüßeD

Kürzlich wurde über die Staatsmedien kolportiert,

Domac @, Samstag, 31.10.2015, 22:27 vor 3742 Tagen @ DT 3930 Views

dass die DB ja Vorteile hätte, weil man sie International mit der Budnesbank verwechselt.
Oha, dachte ich da noch. Die wollen diesmal auch Staatsknete.

Ich habe aber den Eindruck, dass man die DB so fett gemacht und mit Finanzschrottwerten vollgesaugt hat, dass da kein Dt. Staat mehr etwas ausrichten kann.

Nun, Asmussen wird schon das Richtige veranlassen....


GrüßeD

PS. es ist aber auch so, dass die DB nicht nur Freunde hat. Auch in D.
Es gab einige Firmen, die man über die Klinge springen hat lassen, weil man Geld sehen wollte.
Kampffmeyer Mühlen, Holzmann, um mal zwei zu nennen.
Aber damals galten Bänker noch etwas.

Apropos Asmussen

Jazznow @, Samstag, 31.10.2015, 23:15 vor 3742 Tagen @ DT 4291 Views

Hallo DT,

vielen Dank für die wertvollen Einblicke zur DB aus Insidersicht.

Leider geht unsere Regierung ja nicht so konsequent mit den Raffkes auf Steuerzahlerkosten um wie die Isländer es vormachen.

Hier in D werden verdiente Trojaner und ideologisch verblendete Überzeugungstäter aus der Schußlinie genommen und in auskömmliche Posten weggelobt, wo sie aber immer noch, stattlich pensionsbewehrt, Schaden anrichten können...

Nochmal eine gute Zusammenfassung über Freund Asmussen. Für die, die es schon vergesssen oder nicht gewußt haben. Und Fahimi als Bauernopfer für die Transitzonen.

Gruß
JN

--
Knowledge is a deadly friend
If no one sets the rules
The fate of all mankind I see
Is in the hands of fools
King Crimson; 1969

Danke für diesen Bericht

Ashitaka @, Sonntag, 01.11.2015, 09:58 vor 3742 Tagen @ DT 3121 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 01.11.2015, 10:06

Hallo DT,

Mein Kommentar: Und wie hat man es geschafft, die Deutschland AG
aufzubrechen? Indem der EINE Trojaner, Asmussen, ins Gesetz reingeschrieben
hat, daß die Unternehmensbeteiligungen STEUERFREI zu verkaufen wären.

Da haben Allianz, Münchner Rück und Deuba Steuerleute fette Boni
gerochen und ihre Äste abgesägt, abkassiert. Und das wars. Well done,
Hintertanen.

Dein Bericht ist eine sehr klare Zusammenfassung um die Kernproblematik der Deutschen Bank zu verstehen. Der für ein paar Jahre doch sehr effektive Kurssteigerungsmotor der Kreditinstitute und Finanzunternehmen wurde ja zum Glück wieder durch §8b(7)KStG gestrichen. Jetzt muss man sich andere Wege basteln um zum Ziel zu kommen. Bastelstunden sind nervig.

Schon interessant, wie sich Asmussen, Eichel und Schröder aus dem Staub machen können, sich gar noch als Retter und Mahner feiern, obgleich sie für den wahren Vernichtungsschlag langjähriger Beteiligungsstrategien (Rückgrat der deutschen Wirtschaft) verantwortlich sind.

Doch wie wir wissen zieht jeder Vernichtungsschlag einen Sieg nach sich. Auch wenn die Sieger (Börsen) bereits wissen, dass sie irgendwann selbst brutal vernichtet werden.

Ich frag mich heute: Wenn die Gewinnausschüttungen und Vermögensmehrungen weiterhin voll körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig geblieben wären, wie hätte sich dies heute 1. auf die Steuereinnahmenseite des Staates und 2. - viel viel viel viel viel viel viel viel wichtiger - auf die derzeit noch vorhandene Reststabilität des Altersvorsorgesystems ausgewirkt (noch glaubt jeder, dass er cash sieht, noch wird cash gemacht). Die Bewertungen für die Anlegerseite hätten andersweitig nicht in dem Maße hochgezogen werden können, zumal es permanente Differenzen sind die zu überhaupt keiner Steuerbelastung auf der Ebene führen (die 5% mal außen vor).

WIESO VERDAMMT NOCH MAL HOLT MAN SICH DIE 40-50 Milliarden Boni, die die
Verbrecher PERSÖNLICH zusammengerafft haben, nicht zurück? Joe und Co
enteignen, sofort, und ab mit ihm in den Knast, und die ganze Sippschaft
mit enteignen.

Ich denke, weil sie den beratenden Seiten und damit dem System durch die zügige Inbetriebnahme dieses Kurssteigerungsmotors einen Bärendienst erwiesen haben. Es kommt nicht oft vor, dass Goldman bei der deutschen Regierung anruft um sich zu vergewissern, ob die Gerüchte wahr sind. Das ging alles zack zack und hat jeden überrascht.

Ganz sicher eine Demonstration der Schwarmmacht. [[zwinker]]

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

Stellvertretend für das GANZE Land

MI @, Sonntag, 01.11.2015, 10:38 vor 3742 Tagen @ DT 3037 Views

Hi DT,

der geschilderte Verlauf läßt sich an so vielen Stellen nachverfolgen. Die frühere vom ehemalige rheinischen Kapitalismus geprägte Demokratie hat sich in eine postdemokratische Ergebnisdiktatur verwandelt. Entscheidungen werden in Hinterzimmern getroffen (also nur noch, meine ich, natürlich wurde immer gekungelt), wirkliche Mitsprache ist unerwünscht. Als notwendig erachtete Maßnahmen werden von oben nach unten verordnet. Auf der Strecke bleiben Identifikation, Arbeitsklima, Vertrauen, das Ersinnen und Verfolgen eigener Ideen.

Leider ein sich selbst verstärkender Prozess. Je mehr dem Heer der Untertanen das selbstständige Denken abgesprochen und entzogen wird, desto mehr gewöhnt es sich daran, desto mehr geht es in die innere Kündigung, desto weniger will es noch mit denen da oben zu tun haben. Was nur zu noch mehr Machtakkumulation bei wenigen Personen führt.

Das Ende vom Lied ist eine Diktatur unter dem Mantel der Demokratie, wie gehabt.

Grüße,
MI

Dr. Freud weiß Rat

Monterone @, Sonntag, 01.11.2015, 11:20 vor 3742 Tagen @ MI 2837 Views

Hallo MI,

der geschilderte Verlauf läßt sich an so vielen Stellen nachverfolgen.
Die frühere vom ehemalige rheinischen Kapitalismus geprägte Demokratie
hat sich in eine postdemokratische Ergebnisdiktatur verwandelt.

Diese Beschreibung ist völlig zutreffend, vielleicht ein wenig zu sehr an der Oberfläche bleibend.

Was Du rheinischen Kapitalismus nennst, Ludwig Erhards soziale Marktwirtschaft, war nur eine Atempause, die wir dem Kalten Krieg verdanken. Eine Schonfrist, in der die Demokraten Kreide gefressen haben, bis seit 1990 wieder ihr wahrer Charakter durchbricht und zugleich der ihrer in extremstem Maße nationen-, kultur und menschenverachtenden Staatsform.

Entscheidungen werden in Hinterzimmern getroffen (also nur noch,
meine ich, natürlich wurde immer gekungelt), wirkliche Mitsprache ist
unerwünscht. Als notwendig erachtete Maßnahmen werden von oben nach unten
verordnet. Auf der Strecke bleiben Identifikation, Arbeitsklima, Vertrauen,
das Ersinnen und Verfolgen eigener Ideen.

Das war noch nie anders, (Sigaut, Soral, Preparata, Quigley).

Das Ende vom Lied ist eine Diktatur unter dem Mantel der Demokratie, wie
gehabt.

Eine Diktatur der Geld- und Fremdherrschaft, also die bösartigste Form aller vorstellbaren autoritären Regierungen.

Sigmund Freud sagte einmal *die Absicht, daß Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten*.

Diesen Satz muß man leicht variieren, um das Wesen der Demokratie zu begreifen:

*Die Absicht, daß das Volk glücklich sei und es ihm wohl ergehe, ist im Plan der Demokratie nicht enthalten.*

Monterone

Könige und Demokraten

Monterone @, Sonntag, 01.11.2015, 14:23 vor 3741 Tagen @ Monterone 3224 Views

Henri IV, der vom Volk als guter König bezeichnet wurde, weil er der Geldmacht Grenzen setzte (M. Sigaut), in einer bayrischen Lederhos'n:

[image]

Die Hose ist nicht bayrisch, sondern baskisch, aus Pau, erfahren wir in der Bildunterschrift.

Von Henri IV gibt es einen Satz, der für mich das schönste und humanste Regierungsprogramm aller Zeiten ist:

*Ich will, daß jeder Arbeiter meines Königreichs am Sonntag ein Huhn in den Topf geben kann.*

Für Demokraten gilt, sie wollen, daß ihre Völker, alle Völker, unter größtmöglichen Schmerzen langsam und qualvoll verrecken. Zuerst die Arbeiter, danach alle weiteren Schichten, abgesehen von dem 1% das herrscht und als Elite bezeichnet wird.

Ich weiß, daß Henri IV wie Kaiser Wilhelm I und II. eine große populistische Ausnahme gewesen ist. Trotzdem hilft sein Beispiel, um zu einem besseren Verständnis der Demokraten zu kommen.

Monterone

« Je veux que chaque laboureur de mon royaume puisse mettre la poule au pot le dimanche. »

Ist das nicht in fast allen Großunternehmen so?

Michael Krause @, Sonntag, 01.11.2015, 10:47 vor 3742 Tagen @ DT 2906 Views

Weiterhin fehlt m.E. der Hinweis auf die Verbriefungsgeschäfte der Banken. Auch hier war Sportsfreund Asmussen an vorderster Front aktiv. Diese Geschäfte haben wohl mehr volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet als alles andere zusammen. Auch fehlt der Hinweis auf das Zusammenwirken von Politik und Banken, wie besonders krass an der Geburtstagsfeier für Josef A. im Kanzleramt zum Tragen kam. Die Gästeliste dieser Party sollte sich jeder mal zu Gemüte ziehen.

https://netzpolitik.org/2012/exklusiv-die-offizielle-gasteliste-von-ackermanns-geburtst...

Springer, Diekmann und Döpfner.

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Eher sowas wie stupid German banking

Orlando ⌂ @, Sonntag, 01.11.2015, 12:32 vor 3742 Tagen @ DT 2698 Views

Sie haben angefangen zu lügen, betrügen und zu stehlen (machten es vielleicht vorher auch schon?), haben sich dabei aber erwischen lassen. Gleichzeitig haben sie sich von einer Gruppe von Mitarbeitern in ungeheurer Höhe via Boni ausnehmen lassen.

Das lag nicht an Asmussen, sondern offensichtlich war es den Eigentümern (Aktionären) egal oder sie waren zu doof, es zu erkennen.

Sollen wir mit denen jetzt Mitleid haben?

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.