Angst, Sorge, Wut, Hilflosigkeit

mocky, Dienstag, 27.10.2015, 08:51 (vor 3748 Tagen) @ Bergamr2452 Views

Ein Hallo in die Runde


Mit wem ich dieser Tage spreche, alle haben ... ja, was eigentlich? Ein
ungutes Gefühl; eine Meinung, die sie sich nicht trauen, öffentlich zu
machen; eine Angst, Sorge, Wut, Hilflosigkeit; ... und was passiert?


Angst, Sorge, Wut, Hilflosigkeit, das ist genau der Tenor, der überall herrscht.

Wir waren gestern Abend wieder in Dresden.
Um es vorweg zu sagen, es blieb alles ruhig, die Polizei stand entspannt am Rande. Es wurden ja auch im Gegensatz zur Vorwoche keine Krawalltouristen mit dem Logo der Antifa angekarrt. Es standen am Postplatz zwar ein paar Schreikinder, die hatten sich relativ zeitig verzogen.
Allerdings - wie ich soeben aus den Nachrichten erfahren habe, wurden in der Nähe von Pegida wieder drei Autos abgefackelt.

Laut Studentengruppe "Durchverzählt" [Lutz Bachmann] waren gesten ca. 10.000 "Pegidianer" bei 1.000 Gegendemonstranten da. Ich will mich hier nicht festlegen - vorige Woche war der Theaterplatz mit etwa 35.000 Leuten "dicht besiedelt", gestern waren es nicht ganz so viele, aber die Zahl von 25.000 würde meiner Meinung nach schon hinkommen.
Und was die Zahl der Gegendemonstranten betrifft, frag ich mich, wo die alle gestanden haben sollen? Wahrscheinlich hat "Durchverzählt" auch die zahlreichen Zuschauer an der Domo-Route mitverzählt.

@Lydia

Ich gebe Dir vollkommen recht, es kommt keiner von alleine. Ich bin im Sommer in meinem Ort auch "Klingelputzen" gegangen, hab Leute angesprochen, ob sie mitfahren wollen. Es gibt sehr viele, die nur am Meckern sind, sich maßlos (oder Maas-los?) über die derzeitige Lage aufregen, wenn es zur Sache kommt, erntet man nur Schulterzucken/vielleicht/mal sehen/ usw.
Wir sind aber trotzdem sehr froh, das wir wenigstens einen "Stamm" von 10 bis 15 wöchentlichen Mitfahrern gründen konnten.
Die Leute müssen meist erst selbst betroffen sein, damit sie munter werden. Da kann es allerdings zu spät sein ...

@Brauer

Es ist noch nicht frustierend, aber wir machen uns Gedanken, wie's
weitergehen soll. Es ist nicht der erhoffte Knaller ...

Was ist schon der erhoffte Knaller - Steter Tropfen höhlt den Stein!
Man sollte nicht ungeduldig werden. Auch wir machen uns Gedanken, irgendwie treten wir auch in Dresden auf der Stelle, hat man zumindest den Eindruck.
Wenn man aber wiederum die hochgradig nervös agierende Politik sieht, WIR TRETEN NICHT AUF DER STELLE!

Gruß mocky

--
WENN UNRECHT ZU RECHT WIRD
WIRD WIDERSTAND ZUR PFLICHT!

Bertholt Brecht


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