Neuvorstellung - Ostfriese
Hallo ins Forum,
ich möchte mich zuerst bei der Forenleitung bedanken, die mich eingeladen hat, im Gelben schreiben zu dürfen.
Durch die Einführung relationaler und funktionaler Zusammenhänge in Verbindung mit der Kategorie der Zeit haben Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz – als Begründer der Infinitesimalrechnung – das bis dahin statische Denken überwunden und funktionale Sichtweisen in Abhängigkeit der Zeit eingeführt. (wat mutt, … einerseits: Satz des Pythagoras; andererseits: vom Sinus zur Sinusfunktion). Mit diesem Denken in relationalen und funktionalen Zusammenhängen tun sich vielen Menschen sehr schwer.
Paul C. Martin hat mit dem Debitismus ebenfalls das statische Denken in den bisherigen ökonomischen Deutungsversuchen – alles läuft gleichzeitig ab – hinter sich gelassen. Er weist immer wieder darauf hin, dass die Wirtschaft nur in ihrem zeitlichen Ablauf zu verstehen ist. Geld kann – als ein vom Staat garantiertes Schuldverhältnis – wie Elli in
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ausführt, nur in der zeitlichen Abfolge von „wie Geld entsteht, wozu es gebraucht wird und wie es wieder verschwindet.“ gesehen werden. Weiter gilt, dass die heutige Gewissheit in die zukünftige Verschuldungsfähigkeit des Staates die Besicherung derjenigen zukünftigen Staatsanleihe ist, die die heutige zum zukünftigen Termin ablöst. Hoffentlich erzähl ich nichts Falsches!
Im Hinblick auf die damit einhergehenden grundlegenden Veränderungen in den Sicht- und Betrachtungsweisen und in unserem Denken stehen die drei Gelehrten I. Newton, G. W. Leibniz und Paul C. Martin in einer Reihe und müssen in einem Atemzug genannt werden.
Als gebürtiger Ostfriese habe ich in den 70iger Jahren in Münster studiert und bin dann über die Frage „Was machen wir da eigentlich?“ zum Studium der Metamathematik gelangt, deren Untersuchungsgegenstand die Mathematik selbst ist. Dieses Denken in der Metaebene, der Blick von außerhalb aus das Geschehen (…dat mutt! Riemannsche Fläche, deren Blätter bildlich spiralförmig mit einem gemeinsamen Zentrum übereinander liegen und der Blick von oben nach unten geht.) fasziniert mich und führte mich über die Eigentumsökonomik von Heinsohn/Steiger zum Debitismus von Paul C. Martin. Damit beschäftige ich mich seit einiger Zeit. Aus meinen bisherigen Postings geht hervor, dass die Betrachtung historischer Zyklen und Perioden, wie es von Oswald Spengler, Arnold Toynbee und Herfried Münkler in seinem Buch über imperiale Ordnungen praktiziert wird, wichtig für mich ist, um Ordnung und Struktur in mein Denken zu bekommen und mich nicht in Einzelbeobachtungen und -meinungen zu verzetteln.
Gruß
Johann
PS: Der Finanzminister zur Zeit Ludwig XVI hieß natürlich Jacques Necker.
PPS: Da der Kongressbericht über „Radverkehr - Münster 2025“ noch nicht vorliegt, verspätet sich leider die Antwort an @Dragonfly.