Was ganz anderes - Veterinärmedizin - Katzen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 24.10.2015, 12:20 vor 3753 Tagen 4387 Views

Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben. Ich hab das Internet schon durchgeforstet und bin nicht fündig geworden. Außer einigen persönlichen Beobachtungen von Laien, aber die laufen alle auf Amputation oder Einschläfern hinaus. Die Mediziner halten sich da zurück.

Mein Problem:
Ich habe (u.a.) einen älteren Kater, der am Vorderfuß einen inoperablen Tumor hat. Man müßte amputieren, was ich vorerst mal verhindern will. Auch hinsichtlich des Alters.

Nun gibt es verschiedene Methoden über Substanzen aus Heilpflanzen, die allerdings umstritten sind. Ich möchte von fachlicher Seite einfach mehr darüber wissen.

Es handelt sich um zwei verschiedene (mir bekannte) Substanzen, - evtl. gibts ja auch mehr.

1) EBC-46, gewonnen aus Hylandia dockrillii, eine Pflanze, die in Australien wächst

2) Taxol, gewonnen aus Taxus brevifolia, eine Pflanze, die an der Westküste Nordamerikas vorkommt.

Mich interessiert:

- welche Erfahrungen gibt es damit, gerade im Bereich der Veterinärmedizin
- sind die Substanzen in der EU erhältlich
- wie wird das Medikament angewandt (soviel ich weiß, direkt in den Tumor gespritzt)
- wie hoch ist die Dosierung und in welchen Abständen

Vielleicht ist hier im Forum jemand, der entweder da mehr weiß, - oder jemanden kennt, der da mehr weiß.

Danke (auch im Namen des Katers)

Wie das so ist mit den Gerüchten um "Naturmedizin"

Gaby @, Samstag, 24.10.2015, 12:47 vor 3753 Tagen @ helmut-1 3858 Views

Moin,

nur eines: Es ist immer wieder schön zu lesen, wie manche Infos die Leute einfach veralbern. Taxol, jaaaa, wird aus einer Pflanze gewonnen. Wird als Paclitaxel bereits lange in der Chemotherapie bei verschiedenen Tumorarten (v.a. Brust- und Lungenkrebs) eingesetzt.

Viele Grüße

Gaby

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"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

Und weil man die ganzen Bäume abholzen müsste, um einige Patienten zu behandeln

Sundevil @, Samstag, 24.10.2015, 14:20 vor 3753 Tagen @ Gaby 3416 Views

gab es damals einen richtigen Wettlauf um die Erstsynthese von Taxol.

Die ist übrigens schweinekompliziert.

Ganze Bäume abholzen???

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 24.10.2015, 15:37 vor 3753 Tagen @ Sundevil 3223 Views

gab es damals einen richtigen Wettlauf um die Erstsynthese von Taxol.

Die ist übrigens schweinekompliziert.

Also, ich bin weder Mediziner noch Pharmazist. Aber ein Angehöriger der grünen Zunft, und das seit fast 50 Jahren. Was es also mit den Eiben auf sich hat, das weiß ich. Deshalb frage ich mich, wo Du das denn her hast, dass man da ganze Bäume abholzen müßte. Ich wüßte auch nicht, wofür.

Man hat die Bäume im Mittelalter abgeholzt, darum gibt es in Europa auch nur mehr wenig Eiben in den Wäldern, wo sie früher weit verbreitet waren. Das geschah aus dem einfachen Grund, weil man aus diesem Holz die Bögen geschnitzt hat, - und das Holz der Eiben (Taxus baccata) sich als sehr biegsam und prädestiniert dafür erwies.

Ob das die Indianer auch in Nordamerika mit den dortigen Eiben gemacht haben (Taxus brevifolia), das weiß ich nicht. Interessanterweise gibts die Eiben in Nordamerika nur (nur mehr ??) an der Westküste, weswegen sie auch "Pazifische Eibe" genannt wird.

Klar ist die ganze Pflanze giftig, auch ein junges Fohlen kann schon von einigen Zweigen krepieren. Aber der giftigste Teil steckt im Samen, - und ich geh davon aus (ohne es zu wissen), dass man vornehmlich die Samen in der Medizin verwendet. Oder weißt Du da konkret was anderes? Wäre nämlich so nicht schlüssig für mich.

Tipp

Orodara @, Samstag, 24.10.2015, 14:03 vor 3753 Tagen @ helmut-1 3565 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 24.10.2015, 19:09

Tauche den Fuß allmorgendlich in Eigenurin (wenn sich der Katzenurin nicht auffangen läßt, dann kann man auch Fremdurin nehmen, am besten von jemandem, der sich gesund ernährt, es geht also auch Menschenpipi). Es wird bald heilen oder zumindest besser werden.

Konkrete Erfahrungen mit dem eigenen Saft:

Erfolge und Erfahrungen mit Urin

Ein ganz besonderer Saft – Urin

Erfahrungen mit Urin. Briefe zum besonderen Saft

Welche Art Tumor ist es denn genau? (oT)

Gaby @, Samstag, 24.10.2015, 14:35 vor 3753 Tagen @ helmut-1 3551 Views

- kein Text -

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"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

Gute Frage

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 24.10.2015, 15:55 vor 3753 Tagen @ Gaby 3384 Views

Wenn Du das genauer verfolgst, dann lebe ich in Siebenbürgen. Jetzt verrate mir, wo ich da rauskriegen soll, wie der Tumor heißt. Ich weiß nicht einmal, ob es ein gutartiger oder bösartiger ist.

Durch Ultraschall hat man genau gesehen, wo er sitzt. Dass er an dieser Stelle inoperabel ist, hab auch ich begriffen. Der Tierarzt, der mich da berät und das Tier behandelt, ist wenigstens ehrlich. Der hat mir auch klar gemacht, dass es letztlich zweitrangig ist, - welcher Natur (gutartig oder bösartig) der Tumor ist, - fest steht, dass man ihn mit den üblichen Substanzen, die man bis jetzt injiziert hat, nicht stoppen kann. So oder so, - er wächst langsam weiter. Wenn der später auch noch beginnt, Metastasen auszustreuen, dann ists sowieso vorbei. Also muß ich jetzt was unternehmen, - egal, welcher Art der Tumor ist.

Deshalb ist es auch kaum eine Hilfe, zu wissen, wie das Ding heißt, weil es keine "artbedingten" Medikamente gibt, die man unterschiedlich einsetzen kann. Dazu kommt die Geldmacherei mit den Leuten, die meinen, mit dem Tierarzt alles Mögliche unternehmen zu wollen oder zu müssen, egal, was es kostet und obs einen Sinn macht.

Auch ich weiß, dass alles mal ein Ende hat, - nur, solange das Tier aktiv ist und keine Schmerzempfindungen zeigt, solange lasse ich mir - möglichst noch in der Anfangsphase - was einfallen. Klar schreit das Tier nicht "aua", aber ich sehe, wie der Kater mit der Pfote auftritt, auch wenn er nichts sagt.

Hab mal die Probe aus Exempel gemacht, um die mittlerweile auch in RO aus dem Boden geschossenen Labors zu prüfen, da ich mehrere Hunde und Katzen habe. Da entnahm ich von ein und demselben Hund drei Blutproben in verschiedene Eprovetten und gab sie zur Analyse. Die Eprovetten wurden mit drei verschiedenen Namen gekennzeichnet. Ich bekam drei verschiedene Ergebnisse zurück, -daraufhin wußte ich, was Sache ist.

Fest steht, ich bezahl nicht einen A. voll Geld an irgendein Labor in der Hauptstadt, um letztlich irgendein Ergebnis zu bekommen, das sowieso f.d.A. ist. Der Tierarzt hat mich beruhigt, - er meinte, ob ich sicher sei, dass das in anderen Ländern der EU nicht genauso wäre....

Doctora et Labora - Labore und Aerzte ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 24.10.2015, 17:05 vor 3753 Tagen @ helmut-1 3385 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 24.10.2015, 17:18

Hab mal die Probe auf's Exempel gemacht, um die mittlerweile auch in RO aus dem Boden geschossenen Labors zu prüfen, da ich mehrere Hunde und Katzen habe. Da entnahm ich von ein und demselben Hund drei Blutproben in verschiedene Eprouvetten und gab sie zur Analyse. Die Eprouvetten wurden mit drei verschiedenen Namen gekennzeichnet. Ich bekam drei verschiedene Ergebnisse zurück, daraufhin wußte ich, was Sache ist.

Aehnlich geht's bei Kindschaftssachen und Blutproben zu. Weshalb auch die Story vom Storch immer noch Anhaenger findet, denn sie ist auch nicht unschaerfer.

Danke fuer diese weitere Hebung meines Wissens ueber aerztliche Diagnostik (medizinische Labore werden von Aerzten (irre)geleitet ...).

Das hoert sich an, als haettest Du halt das jeweilige Labor fuer Magen, Lungen- bzw. Herzkrankheiten erwischt ...

Viel Erfolg beim Kater - mir faellt leider nichts ein, bzw. eine Budwig-Diaet ist wohl fuer einen Carnivoren nicht das rechte ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Dr. med. U.

Orodara @, Samstag, 24.10.2015, 17:57 vor 3753 Tagen @ CrisisMaven 3252 Views

Hallo CrisisMaven!

Damit wurde praktisch alles kostenlos geheilt, ganze Ärzteschaften und vor allem OPs wurden überflüssig:[[top]]

http://www.amazon.de/Erfahrungen-Urin-Briefe-besonderen-Saft/dp/3802512995/ref=sr_1_7?s...

Die Strategie ist ausgesucht böse: erst die Leute mit langsamwirkenden Giften, z.B. Zucker und künstlicher Radioaktivität aus Atomwaffen und Atomwaffenkraftwerken, kaputtmachen und sich dann als Retter aufspielen und die als "Medikamente" und "Therapien" getarnten schnellwirkenden Gifte zu Milliarden verkaufen.

viele Grüße
Orodara

Hanf und Urin, Polyamid und Harnstoff ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 24.10.2015, 18:58 vor 3753 Tagen @ Orodara 3751 Views

Die Strategie ist ausgesucht böse:

Ja. Geschichte wiederholt sich. Das Hanfverbot, das erst in den letzten Jahren wieder gelockert wurde, wurde i.W. zugunsten der ... Polyamid-Fasern von DuPont ausgerufen. Und langsam werden Cannabinoide wieder in der Therapie eingefuehrt.

Urin-Behandlungen waren noch bis in die Nachkriegsjahre vereinzelt bei deutschen Hausaerzten ueblich, dann kam die Pharmaindustrie drauf, das verbieten oder verpoenen zu lassen, um als naechstes eifrig ... Harnstoff in Salben zu packen. ("Jeder Mensch trinkt seinen Urin als Baby im Fruchtwasser.") Frueher wurde das Urin immerhin noch extra kostenlos abgeholt, u.a. fuer Gerbereien. Heute belastet es die Gewaesser.

z.B. Zucker

Allerdings: ich lebe noch ...

und künstlicher Radioaktivität aus Atomwaffen

Da das alle, arm wie reich, betrifft, und, anders als bei Nahrungsmitteln im allgemeinen, wo man teurere z.T. mit "besser" gleichsetzen und die These vertreten kann, Reiche koennten sich daher gesuendere Nahrung leisten, kommt Radioaktivitaet "allen zugute". Man hat wirklich anfaenglich geglaubt, das sei alles nicht so schlimm, bzw. "besser tot als rot" ...

und Atomwaffenkraftwerken,

Hier gilt aehnliches, z.T. heute noch. Gerade die sozialdemokratischen Eugeniker und ihre oft milliardenschwren Sponsoren waren ganz wild auf Atomkraft.

kaputtmachen und sich dann als Retter aufspielen und die als "Medikamente" und "Therapien" getarnten schnellwirkenden Gifte zu Milliarden verkaufen.

Hauptsaechliches Problem bei der Durchschnittsmedikation scheint mir aber der Arzt, bzw. wenn diese Weissmaentel geballt auftreten: kaum einern kuemmert sich um die Neben- und Wechselwirkungen und verschreibt zuviel, viel zuviel. Aber, wie bei den Wahlen: die Menschen waehlen sich das. Und wieder kommen die arzneilichen Wirkstoffe bzw. Metaboliten in die Gewaesser.

@helmut-1 und ich meiden ja auch die Aerzteschaft und leben noch ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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Überlegung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 24.10.2015, 19:40 vor 3753 Tagen @ CrisisMaven 3067 Views

@helmut-1 und ich meiden ja auch die Aerzteschaft und leben noch ...

Vielleicht gerade deshalb?

Wobei ich nicht pauschalieren will. Es gibt noch Ärzte mit einer vorbildlichen Berufsauffassung. Aber an die zu kommen, das ist so wie ein 6er im Lotto.

@Crisis - Cannabis für den Kater, das meinst Du nicht ernst? (oT)

Vatapitta @, Samstag, 24.10.2015, 22:06 vor 3753 Tagen @ CrisisMaven 3323 Views

- kein Text -

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Cannabis vor oder nach Kater ist natuerlich auch denkbar ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 25.10.2015, 01:04 vor 3753 Tagen @ Vatapitta 2943 Views

... wie @Broesler ja anregte.

Aber der Beitrag, auf den Du Dich beziehst war ja eine Antwort nicht auf @helmut-1, sondern auf Orodara.

Ueber Katzenkrebs habe ich noch nicht "habilitiert", nur ueber Milben und Wuermer/Nematoden/Cestoden usw. ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Wie leicht man die Worte umdrehen kann!

Orodara @, Sonntag, 25.10.2015, 10:15 vor 3752 Tagen @ Vatapitta 2826 Views

Also, Vatapitta, Du hattest ja die Idee mit dem highen Kater!

Wer denn sonst? Nur nicht ablenken![[zigarre]]

Ich würde dem Tier Urin auftragen (einfach die Pfote in Morgen-Menschenurin tauchen). Man kann ja dazu Hanföl und Vitamin C ins Futter mischen. Es sollte helfen.

viele Grüße
Orodara

der unerfüllbare Traum einer Hanfleinwand

Orodara @, Sonntag, 25.10.2015, 13:06 vor 3752 Tagen @ CrisisMaven 2811 Views

Hallo CrisisMaven!

Ja. Geschichte wiederholt sich. Das
Hanfverbot,
das erst in den letzten Jahren wieder gelockert wurde, wurde i.W. zugunsten
der ... Polyamid-Fasern von DuPont
ausgerufen. Und langsam werden
Cannabinoide
wieder in der Therapie eingefuehrt
.

Es wurde clever eingefädelt... Heute bekommt man kaum mehr echte Leinwand zum Malen, sondern nur noch Baumwolle, die bald zerfällt. Und wenn man ein Bild auf Hanfgewebe (hat die längste Haltbarkeit) malen will, ist man ganz verloren. Da hatten die Alten Meister mehr Glück. Ich kann heute nicht einmal mehr Hanffaden kaufen und die Leinwand selber weben. Alle Läden haben Hanfgewebe aus Angst vor Cannabis aus dem Sortiment geworfen![[sauer]] Als könne man aus Hanfschnur Hasch herstellen oder Pflanzen züchten![[rofl]]

Da ist die Propagandasaat bzw. der wirtschaftliche Präemptivkrieg leider aufgegangen. Alles ausgemerzt!
Aber dafür räche ich mich mit Boykott.

z.B. Zucker


Allerdings: ich lebe noch ...

Mich hätte der Zucker fast aufgelöst. Man spürt geradezu panisch, wie der Stoffwechsel unterbrochen wird. Also mache ich auch bei Zucker Boykott. Rache ist süß!

Gerade die
sozialdemokratischen
Eugeniker
und ihre oft milliardenschwren Sponsoren waren ganz wild
auf Atomkraft.

Ob auch die Atomgärtner aus Versehen mit Absicht vorgegangen sind? Die Pflanzen, Früchte und Tiere werden immer unregelmäßiger. Kann aber auch von Fukushima sein... Ich esse das Zeug kategorisch nicht. Ich hoffe nur, daß sich die Wesen irgendwie an ihren Peinigern rächen können.

"Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein!" sagt das Sprichwort. Es gibt aber trotzdem Leute, die sich selber gleich mit vernichten, nur um ihrem eingebildeten Feind zu schaden. Das sehe ich vor allem bei den zweibeinigen Produkten der Negativauslese in Erziehung und Verwaltung. Das sind keine Menschen mehr, das sind Zeitbomben. Ich habe es nicht geschafft, sie zu verklagen, denn solche Straftaten werden nicht verfolgt.

Aber, wie bei den Wahlen:
die Menschen
waehlen sich das
.

Zu oft sind es ja keine Wahlen, sondern reiner Zwang. Aber das ist natürlich keine Ausrede oder Entschuldigung, sich alles gefallen zu lassen.

@helmut-1
und ich
meiden ja auch die Aerzteschaft und leben noch ...

Ja, Nahrung sollte Medizin sein und Medizin Nahrung! Dazu kommen die Selbstheilungskräfte des Organismus. Schade, daß sich so viele Ärzte verkauft haben! Die Schamanen der Naturvölker sind ehrlicher.

viele Grüße
Orodara

Das Stichwort war: "ehrlich"

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 25.10.2015, 22:58 vor 3752 Tagen @ Orodara 2672 Views

Wenn wir dabei bleiben, dann lassen wir zusammen mit dem "ehrlich"auch noch den logischen Hausverstand mitwirken.

Ja, Nahrung sollte Medizin sein und Medizin Nahrung! Dazu kommen die Selbstheilungskräfte des Organismus. Schade, daß sich so viele Ärzte verkauft haben! Die Schamanen der Naturvölker sind ehrlicher.

Ja, hast Du recht, - aber:

Ich nehm nochmal den Satz extra heraus:

Schade, daß sich so viele Ärzte verkauft haben!

Ich kenne eine ganze Reihe von Ärzten. Das Schöne dabei ist, nicht ich bin Kunde bei Ihnen, sondern umgekehrt. Aber durch gewisse länger andauernde Tätigkeiten z.B. am Anwesen bei den Herrschaften in Weiß kommt man automatisch in engeren Kontakt zu ihnen und erfährt so manches, was dem Otto Normalo als Patienten eher verborgen bleibt.

Die Kerle stecken in einem echten Dilemma. Wenn da einer tatsächlich wirklich noch "Arzt" im legendären Stil sein will, dann ist es besser, er fängt erst gar nicht damit an, weil er mit 100%iger Sicherheit schon nach dem ersten Jahr Konkurs anmelden kann. Apropos Konkurs: Das ist ein Tabu-Thema (öffentlich) aber in den internen Mediziner-Magazinen sieht man schon, was da abgeht. Da werden ganze Praxiseinrichtungen zum Schleuderpreis angeboten. Wieviele Ärzte so pro Jahr bankrott gehen, das ist kaum zu glauben.

Woher kommt das: Da macht irgendwo ein neuer Arzt auf. Was machen die Omas, die sonst nichts zu tun haben? Die gehen hin, um sich irgendein Wehwehchen behandeln zu lassen. Dann sehen sie sich um. Die Omas sind nämlich bestens informiert. Ach Gott ach Gott, -der hat ja nicht einmal das spezielle Gerät oder diesen Apparat, usw. - was ist denn das für ein rückständiger Arzt... Hat ja gar keinen Wert, zu dem weiter zu gehen, - der ist ja von gestern.

Ein Arzt, z.B. ein Allgemeiner, oder noch schlimmer: ein Internist, - der braucht erst mal 1 Mio €, um sich halbwegs akzeptabel auszustatten. Bleibt die Frage, wie sich das rechnet, oder überhaupt amortisieren kann. Gar nicht, deshalb schließen sich auch so viele Ärzte zu Gemeinschaftspraxen zusammen.

Jetzt kommt die ständig sinkende Honorarregelung für die Ärzte dazu, - da müssen sich die Weißkittel schon was einfallen lassen, wenn sie nicht gleich über die Klinge springen wollen. Entweder, sie hängen sich an irgendeinen Pharmakonzern dran und verschreiben hauptsächlich dessen Medikamente, - da gibts satte Provisionen. Oder aber, sie hängen sich in überzogene (will nicht sagen, "falsche") Abrechnungen rein und versuchen auf diese Art, Boden gutzumachen.

Auf diese Art wird der Mediziner dazu gebracht, in erster Linie Betriebswirtschaftler zu sein und in zweiter Linie erst Arzt, - sonst geht er vor die Hunde. Das bedingt das Durchpeitschen der Patienten im 10-Minutentakt, sowie das Auswählen der Behandlungsmethoden, die am meisten Kohle bringen. Dazu muß er in der Lage sein, sich seine Patienten zu "züchten". Er soll, damit er einen vorzeigbaren Erfolg hat, der seinen Namen auf ein achtbares Podest hebt, mit seiner Therapie Erfolg haben. Aber wenn er nicht durch entsprechende Maßnahmen (Chemo-Medikation, etc.) gleich das Fundament für die nächsten Beschwerden beim Patienten legt, dann ist er ein betriebswirtschaftlicher Trottel. Er gräbt sich nämlich sein eigenes Grab damit.

Der Arzt hat eine Chance zu bestehen, der als erstes, bevor er seine Sprechstundenhilfen auswählt und einstellt, sich erst mal eine gute Buchhalterin angelt, die sich genau mit den Abrechnungssätzen auskennt.

Das zur Situation Arzt und Krankenkasse (Honorar). Was hat nun der Patient damit zu tun? Einfach:

Der blöde Otto Normalo bekommt eingetrichtert, dass er nur mit Hilfe des Arztes gesund werden kann. Und das Interessante: Er glaubt das auch. Er ist nicht in der Lage, erst mal sich selbst zu beobachten, dann irgendwelche Zusammenhänge zu erkennen, die entsprechenden Schlüsse draus zu ziehen und sich entsprechend (man nennt es auch "gesund") zu verhalten.

Die Generationen vor den Kriegen waren da viel intelligenter. Die brauchten kaum einen Arzt. Die hatten ihre Hausmittel. Erst langsam hat es sich in letzter Zeit herumgesprochen, dass man nicht bei jedem Schnupfen Antibiotika nimmt. Um bei einem eklatanten Beispiel zu bleiben.

Nein, die Leute sind so bescheuert, machen alles Mögliche falsch (Ernährung, fehlende Bewegung, etc.), gehen dann zum Arzt, sind nicht mal in der Lage, die minimalsten Informationen aus der Anamnese mitzuteilen und wundern sich dann, dass sie andauernd falsch behandelt werden und von einem Dilemma ins andere kommen. Abgesehen von der persönlichen Problematik, die letztlich in Depressionen ausarten kann, kostet der ganze Spaß einen Haufen Geld, was irgendjemand bezahlen muß.

Auf diese Art schraubt sich der KV-Beitrag pro Person immer höher, und da noch die schönen Prunkbauten der Versicherer und die Protz-Gehälter der Geschäftsführer bezahlt werden müssen, werden auch die Leistungen zunehmend gekürzt.

Seit über 30 Jahren habe ich keine KV mehr bezahlt, halte mich gesund (auch jetzt noch, mit weit über 60), und habe mich dadurch aus dem System ausgeklinkt. Was ich mir mit dem dadurch ersparten Geld an Grund und Boden gekauft habe, - das weiß nur ich. Das genügt.

Was aber viel wichtiger ist, das ist die Tatsache, dass ich auf Binsenweisheiten draufgekommen bin, wodurch ich gesund bleibe. Ganz einfache Dinge, die man schon vor Jahrhunderten gewußt hat und die aufgrund der allgemeinen Lesart, sich nicht auf den Hausverstand zu verlassen, sondern erst mal zum Arzt zu gehen, um zu hören, was der sagt, entweder ignoriert werden oder schon lange verloren gegangen sind.

Man soll bei allem immer zwei Sprichwörter im Auge behalten, die ich auch hier schon öfters zum Besten gegeben habe:


Man geht zum Arzt, weil es da oder dort weh tut. Der Arzt will ja auch leben.
Dann geht man mit dem Rezept zum Apotheker und kauft sich die Tabletten, die der Arzt verschrieben hat, - denn der Apotheker will ja auch leben.
Dann kommt man nach Hause, und wirft die Tabletten am besten schnell ins Klo. Denn selber will man ja auch leben....

Und das andere:

Ein Arzt, der nicht wenigstens 1 Friedhof voll gemacht hat, kann eigentlich kein guter Arzt sein....

Noch ein Zusatz

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 26.10.2015, 11:35 vor 3751 Tagen @ Orodara 2490 Views

Hab noch was vergessen, zu erwähnen:

Kenn da einen jungen Mann, der auch sein Abi gut bestanden hat und sich hinsichtlich seiner Berufswahl weiter orientiert. Ich fragte ihn mal, welche Richtung er bei seinen Studien einschlagen wolle, zumal sein Vater ein erfolgreicher Arzt sei, würde er auch zu dieser Sparte tendieren?

Seine Antwort überraschte mich etwas: Nein, sagte er, ich will einen anständigen Beruf lernen.

Was er immer auch damit meint. Mehr wollte er sich dazu nicht auslassen. Sollte mit "anständig" damit gemeintsein, dass das Tun und Lassen der Mediziner heutzutage bereits "unanständig" ist, oder war es so gemeint, dass er in diesem Beruf sich nur mehr auf "lauwarme" Erkenntnisse verlassen muß, was letztlich zu Defiziten beim Ergebnis führt?

Wie auch immer, - ich will hier auf keinen Fall pauschalieren. Es gibt sie noch, die Ärzte, die ihre gesammelte Lebens- und Berufserfahrung an die Patienten wietergeben. Kostenlos oder zu einem akzeptablen Preis. Hut ab vor denen.

Ich hab in meinem Beruf bemerkt, dass es keine Fachleute mehr gibt, oder nur mehr ganz wenige. Früher hatte ich viele Leute beschäftigt, um eben vielerorts gute Arbeit zu leisten. Mit den damit verbundenen Problemen, die einen bis zur Weißglut bringen- oder in den Wahnsinn treiben.

Meinen guten Nanen habe ich mir in der Branche behalten. Heute habe ich kaum mehr Leute beschäftigt und vermarkte mein knapp 50-jähriges Wissen. Das verschenke ich nicht, - das hat seinen Preis. Dafür hat der Kunde die Gewißheit, dass kein Bock auf seiner Baustelle geschossen wird und es absolut keine vermeidbaren Mehrausgaben gibt. Das allein garantiert mir ein gutes Einkommen. Eigentlich eine Schande für die Bauberufe insgesamt.

Ich mache nichts Außergewöhnliches, - ich sorge nur dafür, dass kein Sch. gebaut wird. Dass die Arbeiten so gemacht werden, wie sie eigentlich gemacht gehören. Aber ich stelle selbst nichts her. Aber dafür wird in der heutigen Zeit gut bezahlt.

Nun zurück zum Mediziner: Ist es bei den Ärzten anders? Lassen wir die Frage mal so im Raum stehen.....

Heute habe ich einen meiner Leute ins Krankenhaus in die Kreisstadt geschickt. Es ist etwas, was für mich unerklärbar ist, - bekommt seit einiger Zeit kaum mehr das Essen hinunter, - bis man in der vergangenen Woche festgestellt hat, dass er eine Verengung der Speiseröhre hat. Woher, das hängt in den Sternen. Jedenfalls ist nichts festzustellen, das mit irgendeinem Wildwuchs in Verbundung steht (Tumor, Karzinom, etc.)

Allerdings, bevor ich ihn ins Krankenhaus gebracht habe, hat meine Sekretärn auf meine Anweisung hin erst eine genaue Anamnese gemacht und aufgeschrieben, die dem Arzt zusammen mit den anderen Unterlagen vorgelegt wird. Eine Grundbedingung dfür jede vernünftige Diagnose. ich bin so gut wie sicher, dass der Arzt das als absolute Ausnahme bezeichnen wird, was der Patient dort vorlegt....

Das nur als Ergänzung dafür, warum alles teurer wird, - auch die Dummheit des Patienten muss bezahlt werden.

Erspare deinem Tier Leiden.....

ottoasta @, Samstag, 24.10.2015, 19:54 vor 3753 Tagen @ helmut-1 3324 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 24.10.2015, 20:00

....so mancher Mensch wäre froh, wenn er bei einer unheilbaren Krankheit erlöst würde!
Lass deinen Kater solange leben, ohne Experimente, bis du merkst, dass er Schmerzen hat!
Dann aber rasch einschläfern.
Er ist ja schon alt, hatte (hoffentlich) ein schönes Leben und wird dir für den letzten Dienst,[[top]] den du ihm erweist, dankbar sein!

Aber Achtung:
Frage den Tierarzt, mit was er euthanasiert! Wenn er T61 sagt, gehe rasch weg!
Es sei denn, er spritzt vorher eine Narkose!
T 61 ist grausam, das Tier erstickt bei vollem Bewusstsein!
In D ist Narkose vorgeschrieben.

Wenn er sagt: Pentobarbital, das ist ok, das Tier schläft ein ohne Schmerz.
Das ist dann ein guter Tierarzt.

So, nun wenn der Tumor nicht operabel ist, der Kater aber ansonsten gesund.

Lass den Fuß amputieren! Ich kenne einige Katzen, die durch Verkehrsunfälle Pfoten verloren haben. Die hüpfen mit drei Beinen fröhlich umher!
Die gewöhnen sich schnell um!

Experimente mit Chemotherapie lass bleiben, du weißt nie, welche Schmerzen und Übelkeit das Tier hat, es kann ja nicht sprechen!

Dein Kater ist dein Freund und kein Versuchskaninchen!

Übrigens, ich habe bis dato so 200-300 Katzen behandelt, zusammen mit Helfern, also eingefangen, zum Tierarzt, vermittelt auf gute Plätze.
Ich habe Erfahrung mit allen hier vorkommenden Krankheiten.
Oft haben wir Bauernhöfe 'ausgeräumt' mit vielen kranken Katzen, da mussten dann etliche euthanasiert werden, wenn es auch noch so schwer war.
Die meisten haben wir aber durchgebracht.

Lass deinen Freund nicht im Stich!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Weichteiltumor? Knochentumor? Offen? Ansonsten: Amputieren!

Gaby @, Samstag, 24.10.2015, 20:03 vor 3753 Tagen @ helmut-1 3205 Views

Moin,

klar weiss ich, wo Du steckst :-). Dann frage ich mal anders: Ist es ein Weichteiltumor? Oder vom Knochen her? Ist die Stelle offen oder ist es "nur ein Knubbel"?

Ansonsten kann ich ottoasta nur zustimmen: Lass' amputieren. Auch ich habe schon häufig Katzen und auch Hunde gesehen, die auch im höheren Alter ein Bein verloren haben und glücklich alt geworden sind.

Wenn Dir das hilft: Es gibt eine ganze Reihe von Filmchen auf youtube über die Geschichten von dreibeinigen Katzen, da siehst Du, dass es denen richtig gut gehen kann.

https://www.youtube.com/results?search_query=three+leg+cat

BTW: Die Geschicht von "Kardioulis" habe ich sogar selbst ein wenig unterstützend begleitet. Er ist vom Team "PawsPelion" gerettet worden, zwei Engländerinnen, die hervorragende Arbeit in einem sehr ländlichen Bereich Griechenlands leisten, wo sich eigentlich echt niemand um die Viecher schert.

Ich selbst habe hier mal eine sechs Wochen alte Hundewelpe gefunden, deren Vorderbein sehr früh, vielleicht schon während der Geburt, so gebrochen war, dass es verkümmerte. War nix mehr zu machen. Ist amputiert worden - und das kleine Mädchen hat ihren Platz in Polen gefunden, in einer Baumschule. Der Großvater dort sitzt selbst im Rollstuhl und jetzt fährt sie immer auf seinem Schoß spazieren. Nicht, dass sie es müsste, sie kann prima laufen und sogar Löcher buddeln. Aber es ist putzig anzusehen :-)
Viele Grüße

Gaby

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Antwort auf alle Kommentare (bis jetzt)

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 25.10.2015, 01:41 vor 3753 Tagen @ Gaby 3091 Views

Erst einmal vielen herzlichen Dank für die vielen Ratschläge. Hätte nicht gedacht, dass ich da soviel reinbekomme. Es ist ja nicht nur hier im Forum, sondern viele kommen direkt zu mir aufs Mail, auch von Leuten, die sich berufsmäßig damit befassen.

Nun Antwort oder Bemerkung zu den einzelnen:

Cannabis ist mir aus der Krebstherapie bekannt, weiß aber nicht, wie es bei Tieren angesetzt werden kann. Wird aber genauso überprüft.

Klar hat Otto recht, wenn er sagt, dass man in bestimmten Fällen ein Tier auch erlösen muß. Nun muß ich da genau abwägen. Erst, wenn ich sicher sein kann (oder muß), dass sich das Tier quält, dann muß es eben sein. Wobei ich dann den ganzen Tag nicht ansprechbar bin - das geht mir immer an die Nieren. Dabei dachte ich immer, dass ich ein harter Knochen wäre, - wenn ich noch dran denke, bei welcher Einheit ich gedient und was ich dort alles gelernt habe. Aber wenn ich eines meiner Tiere begraben muß, - dann gehen die Uhren anders.

Allerdings bin ich schon in der Lage, meine Tiere zu beobachten. Der Kater meldet sich bei mir, wenn er was hat. Ansonsten springt er auf dem Dach oder im Garten rum, er kommt auch dann kaum, wenn man ihn ruft. Aber wenn ihm was weh tut, dann kommt er automatisch zu mir. Kann schon sein, dass er das verkraftet, wenn man ihm ein Bein amputiert. Aber das will ich als vorletzte Lösung angehen.

Als Antwort an Gabi kann ich nur sagen, dass es ein Tumor am Knochen ist, und zwar am vorletzten Glied. Mit dem Menschen verglichen, - also zwischen Ellbogengelenk und Handgelenk. Der Tumor ist nicht offen, aber die Pfote wird halt zusehends dicker. Während er am Anfang versucht hat, nicht draufzutreten, benützt er seit einiger Zeit die Pfote "normal". Anscheinend haben die entzündungshemmenden Spritzen doch was bewirkt. Aber die Verdickung geht eben nicht zurück

Wenn das Wort "experimentieren" fällt, dann ist das nicht gerade so bei mir. Ich neige allerdings bei allem, was möglich ist, zur Verwendung von natürlichen Heilmitteln. Würden wir die Tiere sich selbst überlassen ,und sie lebten im Wald, dan würden sie sich selbst genauso mit diesen Pflanzen helfen. Die Tiere wissen oftmals besser, welche Pflanze sie wann zu fressen haben, - wenn ihnen irgendwas fehlt. Wenn wir Menschen das nicht wissen, dann ist es eben unsere Uninformiertheit.

So manche Dinge habe ich schon mit der Pflanzenheilkunde bei meinen Tieren geheilt. Allerdings mache ich das nicht leichtfertig, - sondern informiere mich vorher genau. Zum Glück ist mein Daktari kein penetranter Chemieapostel, sondern für alle Ideen offen.

Die gesammelten Infos werden nun am Montag mit meinem Daktari durchgesprochen, - vieles hat er schon auf sein Mail bekommen, damit er sich schon einmal gedanklich damit befassen kann.

Nochmals herzlichen Dank, - auch im Namen des Katers!

Veterinärmedizin Hund

Kirsch @, Harz, Sonntag, 25.10.2015, 09:47 vor 3752 Tagen @ helmut-1 2903 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 28.11.2015, 19:59

Guten Morgen,
wie schön, dass hier im Forum nicht nur “Gelddinge” und Politik diskutiert werden, sondern auch solche Probleme des täglichen Lebens. Wenn ich ein krankes Haustier habe, belastet das meine eigene Lebensqualität sehr.
(Ich weiß, dass das hier kein Tierforum ist, aber für mich ist das ein einmaliger "Ausrutscher"!)

Ich hoffe, dass ich die Geduld der anderen nicht zu sehr strapaziere, wenn ich kurz mein eigenes Problem schildere und auch auf den einen oder anderen Rat hoffe:
Ich habe einen 10 Jahre alten Schäferhund, der seit 5 Jahren “Perianalfisteln” hat. Am Beginn der Krankheit war ich mit ihm in der Tierärztlichen Hochschule in Gießen, da ich gelesen hatte, dass die dort Erfahrungen mit OP`s hatten. Hatten die auch, aber leider negative. Die OP`s waren sehr teuer und oft wurde leider der Schließmuskel verletzt.
Auch gab es etliche Rückfälle, daher operierten sie nicht mehr.

Man riet mir zur medikamentösen Behandlung, einmal mit einem Immun-Suppressiva wie z.B. “Cicloral”, dazu ein Entzündungshemmer und eine örtliche anzuwendende Creme “Protopik 0,15”. Diese Medikamente habe ich immer nur zeitweise angewandt, ca. 2 mal im Jahr, wenn die Beschwerden wieder schlimmer wurden. Dazu habe ich “gebarft, also Fleisch/Fisch mit Öl und Gemüse und kein Getreide gefüttert, höchstens mal etwas Reis oder Hirse. Die gesamte Behandlung ist sehr kostenintensiv, ein Kleinwagen ist da wohl schon zusammen gekommen.

Jetzt ist die Entzündung in kurzer Zeit stärker geworden. Die bisherigen Medikamente wirken nicht mehr und der Hund hat Probleme beim Kot absetzen. Auch merke ich, dass das Cicloral ihm nicht gut tut. Er ist müde und schläft fast den ganzen Tag.
Mein jetziger Tierarzt sagt, früher hätte man das mit Laser veröden können, jetzt ist es zu spät. Ich gebe jetzt nur noch Tabletten gegen die Entzündung, Salbe lässt er sich nicht mehr drauf machen, dazu Diätfutter mit Leinsamen und gem. Flohsamenschale.

Ich habe mir die Infos zur Euthanasie hier aufmerksam durchgelesen, vielleicht werde ich diese Informationen bald brauchen.
Dies hier ist ein letzter Versuch, noch irgend einen Hinweis zu bekommen, wie ich meinem Hund noch eine gewisse Lebenszeit ohne größere Schmerzen verschaffen kann.

Marion

Meine Schäferhündin wurde 15 Jahre alt........

ottoasta @, Sonntag, 25.10.2015, 16:41 vor 3752 Tagen @ Kirsch 2874 Views

.....es war mein 'Weibi', lebte mit mir. Also ein biblisches Alter für einen Schäferhund!
Ist dann wegen absolutem Herzversagen euthanasiert worden; ist in meinen Armen sanft eingeschlafen (Pentobarbital!).

Ein Alter von 10 Jahren bei einem Schäferhund ist schon hoch, mein damliger Tierarzt meinte Schäferhunde werden kaum älter als 12 Jahre.

Einen Rat kann ich dir nicht geben, nur habe ich festgestellt, dass rohes Fleisch nicht immer gut für den Darm ist! Rohes Fleisch, Rind (Schwein bitte nicht füttern!) enthält viele Viren!

Ich habe meinen Hund so gefüttert:

Regelmässig in der 'Südfleisch' (ein grosser Schlachthof mit Verkauf) sogen. Wurstfleisch 10 kg geholt, kleingeschnitten und portionsweise eingefroren.

Auf 3 Tagevorrat gekocht (Kühlschrank).
Portion warm gemacht, Matzinger Flocken dazu, Sosse dazu.
Regelmässig Vitaminpaste (Fressnapf).
Das hat meinen Hund gesund gehalten.

Wenn du merkst, dass sich dein Hund quält, gehe den letzten Gang mit ihm, suche dir einen guten Tierarzt der von Euthanasie was versteht (es gibt da richtige 'Schlächter'!), halte ihn in deinen Armen wenn die Spritze gesetzt wird.

Bedenke, dein Hund hatte sicher ein schönes Leben, lass ihn nicht leiden!
Halte die Erinnerung an die schönen Tage mit ihm aufrecht!

Gutes Gelingen

Pass aber auf, dass kein T61 verwendet wird sondern Pentobarbital!

Otto

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Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Perianalfisteln sind häufig nur "das Ende, das sich zeigt". Lesetipp

Gaby @, Sonntag, 25.10.2015, 18:37 vor 3752 Tagen @ Kirsch 2873 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 25.10.2015, 19:06

Moin Marion,

aus der Humanmedizin weiß ich (habe mal ein Magazin für ambulante Chirurgie betreut), dass Perianalfisteln häufig nur das sind, was sich "am Ende zeigt." Meist ist (zumindest beim Menschen) mehr dahinter, beispielsweise ein schwach ausgeprägter Morbus Cron oder andere Autoimmunkrankheiten.

Auch aus der Humanmedizin weiß ich, dass es Ärzte gibt, die auch bei Perianalfisteln auf den gesamten Darm, genauer: Die Darmflora, gucken. Da wird dann durch eine Mikrobiologische Therapie versucht anzusetzen.

Und schau an, mal fix gegoogelt: Das scheint auch in der Veterinärmedizin angekommen zu sein.

Bei Menschen kenne ich dies mit Versuchen mit Mutaflor, Paidoflor oder Symbioflor. Bin aber aus dem Thema auch schon ne Weile raus. Der Link spricht von Würmern, die man appliziert. Im Prinzip geht es aber eben darum, die Immunantwort im Darm wieder zu zu "eichen."

Vielleicht mal weiter lesen?

Liebe Grüße

Gaby

(Besitzerin von "Lady", einer Schäferhündin, Gott sei Dank ohne Fisteln, dafür mit Leishmanniose, die wir auch prima im Griff haben)

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

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