Hallo mabraton,
Für eine so junge Partei ist die AfD doch außergewöhnlich erfolgreich:
während sie programmatisch lediglich gefordert hat, sich an geltendes Recht und Gesetz zu halten, schießt die Regierung nun im Eilschritt über die Forderungen der AfD sogar hinaus, und beschloß mit Wirkung vom 24.September 2015, daß ist ab Mitternacht schon morgen, also "Asylgesetzänderungen", die es in sich haben!
Diese "Änderungen" - früher allgemein verständlicher "Verschärfungen", oder heute besser gleich "Asylnotstandsgesetze" genannt, gehen weit über das hinaus, was die PEGIDA seit einem Jahr in ihren 19 Positionspapier fordert! ~![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
Das sind ganz normale Flügelkämpfe und eigentlich Geburtswehen dieser jungen Partei.
Sie ist weder rechts noch links im besten Sinne:
das ideologische 1x1 reicht eben nur noch zur Milchmädchenrechnung.
Würde es eher analog zu Grünen und Linken als Lager von Fundis und Realos interpretieren.
Gestern bei Illner im ZDF hat sich Frauke Petry souverän mit Witz und Sachverstand gegen das "Tribunal" der Runde geschlagen; lediglich Ex-SPD-Mitglied und OB von Magdeburg sprang ihr couragiert zur Seite:
Regeln wünscht sich Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg und frisches Ex-Parteimitglied der SPD. „Einen geordneten Prozess“, wünscht er sich – anstatt überfordert zu werden von der schieren Masse der Flüchtlinge und den Forderungen der Bundespolitiker. Sein Problem: „Jeder, der seine Meinung sagt, wird vonder Linken direkt in die rechte Ecke gestellt. Das kann man so nicht machen.“ Offen über Probleme zu reden – das wäre schön. Weil ein Ansprechen der Dinge, die schief laufen, glücklicherweise nicht automatisch im Werfen eines Brandsatzes mündet.
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AfD-Chefin Petry: Stimme mit Höcke inhaltlich überein
„Er hat mir gegenüber eingeräumt, dass er Fehler gemacht hat und dass er bereit ist, diesen Stil zu ändern“, sagte Petry. Das finde sie richtig. „Denn ich glaube, wir müssen gerade in der derzeitigen Situation darauf achten, dass die Lage nicht weiter eskaliert.“ Dass eine junge Partei wie die AfD „an ihrem Außenauftritt arbeiten“ müsse, sei normal. Sie erwarte natürlich, „dass wir alle gemeinsam an einem sachkundigen Auftritt der AfD arbeiten“. Sie sei sicher, dass Höcke dies weiterhin tun werde.
Höcke hatte zuletzt mit Rufen nach einem „tausendjährigen Deutschland“, Warnungen vor einem deutschen Bürgerkrieg und pauschalen Verunglimpfungen von Flüchtlingen für Unmut auch in der AfD gesorgt.
ZDF: Maybrit Illner vom 22.9.2015
Sehenswert!
Gr. Reffke
PS:
Ich sehe erst jetzt, daß die Sendung wohl erstmals (?) Kommentare erlaubt: erstaunlich, die haben es in sich!
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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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