Das wäre meine Kanzlerin: Videobotschaft "Es tut mir leid, wir können Ihnen keine Zukunfsperspektive bieten"

Herzog Waydelich @, Montag, 19.10.2015, 10:54 vor 3754 Tagen @ Sundevil 4811 Views

Hier der Redetext:

"Meine lieben Mitbürger, liebe Zuwanderer,

mit großer Sorge haben wir die Szenen Ihrer Flucht gesehen. Das Leid an der ungarischen Grenze. Und meine deutschen Mitbürger haben ohne zu zögern geholfen und Sie mit offenen Armen empfangen. Wir alle haben die herzlichen Bilder des Sommers an den deutschen Bahnhöfen in Erinnerung.

Ich habe immer gesagt "wir schaffen das". Und ich bin weiterhin voller Überzeugung, dass die vielen ehrenamtlichen Helfer sowie die öffentliche Verwaltung alles in ihrer Macht und Kraft stehende dafür unternimmt, Ihnen hier eine sichere Unterkunft, Essen und Trinken sowie die angemessene medizinische Versorgung zukommen zu lassen.

Wir müssen allerdings auch feststellen, dass die praktischen Rahmenbediingungen nicht im selben Tempo wie unsere offenen Herzen wachsen können. Und daher ist es als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland meine Pflicht, Sie über einige Tatbestände zu informieren.

Wir können bereits alle jetzt in Deutschland angekommenen und registrierten Flüchtlinge nicht in Wohnungen unterbringen. Wir bemühen uns, allen bisher angekommenen Menschen zeitnah eine winterfeste Unterkunft zuzuweisen. Dies wird in der Vielzahl der Fälle jedoch eine Massenunterkunft darstellen. Für die ab jetzt neu hinzukommenden Asylsuchenden können wir leider keine winterfesten Quartiere garantieren. Nicht, weil wir es nicht wollen sondern weil schlicht keine adäquaten Quartiere verfügbar sind. Wir bemühen uns dennoch, zumindest weitere Zelte bereitzustellen. Bitte bedenken Sie dies bei Ihren Überlegungen, zu uns zu kommen.

Wir wissen um Ihre wirtschaftliche Not. Und auch diese Menschen, die der deutschen Wirtschaft ihre Arbeitskraft anbieten möchten, müssen wir die Wahrheit sagen: Leider ist auch unser Arbeitsmarkt nur begrenzt aufnahmefähig. Selbst den bis jetzt angekommenen Menschen werden wir kaum eine adäquate Arbeitsstelle anbieten können. Realistisch ist, dass nur jeder 10. überhaupt eine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat. Jeder, der nun noch zu uns kommen will, dem muss ich sagen, dass er auf Grund der Vielzahl von Zuwanderen realistisch keinerlei Chancen auf Arbeit in Deutschland finden wird! Das tut mir leid, aber ich halte es für meine Pflicht, Sie davon zu informieren. Wir möchten nicht, dass Sie Ihr auf der Flucht Ihr Leben auf's Spiel setzen und anschließend Ihre Träume platzen und Ihre Vorstellungen enttäuscht werden.

Unsere offenen Herzen bleiben bestehen, auch wenn die Vielzahl an Menschen, die zu uns kommen wollen, finanzielle Einschnitte notwendig werden lassen. Künftig unterstützen wir Zuwanderer zielgerichtet mit Sachleistungen. Bargeld wird im Rahmen des Asylverfahrens nicht mehr ausbezahlt. Auch das sollten Sie wissen.

Im August sagte ich "Wir schaffen das". Das ist auch heute meine Überzeugung. Wir schaffen das, die größte gesellschaftspolitische Aufgabe seit dem Fall der Mauer gemeinsam zu stemmen. Und auch, wenn Sie Ihre persönliche Zukunft außerhalb der Bundesrepublik sehen und in Ihre Heimat zurückkehren möchten, werden wir Ihnen bei diesem Schritt helfen. Auch hier gilt mein Wort "Wir schaffen das".

--
----------------------------------------------------------------------------
Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Bulle noch Bär auf

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.