Warum wird gegen den Dieselmotor gehetzt?

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Freitag, 16.10.2015, 12:20 vor 3756 Tagen 3975 Views

Nach dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Pkw von Volkswagen findet augenblicklich eine regelrechte Hetzjagd gegen den Dieselmotor an sich statt.

Galt er vor Jahrzehnten als lahmer Stinket, hatte er sich mit der Einführung von Turboaufladung und Direkteinspritzung über die Jahre zu einem enorm leistungsstarken und verbrauchsgünstigen Motor entwickelt, der aktuell vielen Benzinen überlegen ist, da er deutlich mehr Drehmoment im häufig genutzten Drehzahlbereich entwickelt und darüberhinaus auch weniger verbraucht. Oxidationskatalysator und Partikelfilter sorgen zudem dafür, dass der Schadstoffausstoß reduziert wird.

Trotzdem nehmen die Medien jetzt das "VW-Skandälchen" zum Anlass, den modernen Dieselmotor per se in Bausch und Bogen zu verdammen. Besonders schädlich sind plötzlich nicht mehr die Rußpartikel, die ja beim Diesel gefiltert und verbrannt werden, sondern die Stickoxide, von den der Dieselmotor prinzipbedingt (Verbrennung mit Luftüberschuss) mehr ausstößt, als ein Benzinmotor.

Es wird so getan, als ob Benziner "sauberes Abgas" produzierten (quasi Atemluft), der Dieselmotor dagegen "dreckiges Abgas" mit gesundheitsschädlicher Wirkung.

Schaut man sich die gesetzlichen Abgasgrenzwerte (z.B. Euro 5) an, kann man feststellen, dass der Dieselmotor zwar 3x mehr Stickoxide ausstoßen darf, als ein Benziner, dieser dafür aber 2x mehr Kohlenmonoxid und 2x mehr flüchtige Kohlenwasserstoffe. Kohlenmonoxid ist ein tödliches Gas und flüchtige Kohlenwasserstoffe krebserregend. In der Summe darf ein Benziner von diesen drei Schadstoffen 1,16 g/km emittieren, der Diesel nur 0,73. Zudem produzieren die modernen direkteinspritzenden Benziner jede Menge Rußpartikel, die augenblicklich durch keinen Filter reduziert werden.

Der Benzinmotor ist also im Vergleich keineswegs der sauberere Motor - im Gegenteil. Warum nur wird auf einmal so gegen ihn gehetzt?

--
"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Vielleicht, um den Esel wieder salonfähig zu machen?

Orodara @, Freitag, 16.10.2015, 13:13 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 3157 Views

Aber beide: den vier- und den zweibeinigen. Damit nur ja kein Neid aufkommt. Schliesslich ist auch die Neidgesellschaft eine deutsche Erfindung.

Noch ein Vorteil: Weit geringere Brandgefahr!

Leisereiter @, Freitag, 16.10.2015, 13:32 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 2933 Views

Nur, deine Frage kann ich auch nicht beantworten.

Elektroautos/Heizölheizungen/Diesel-LKW/ Benzinwagenabnahme

Leserzuschrift @, Freitag, 16.10.2015, 15:42 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 2979 Views

Durch eine Elektroautoausweitung würde der gesamte Benzinanteil am Markt weiter sinken. Da aus Erdöl nun mal Benzin und Diesel für Autos Lkws und Heizungen gemacht wird,
würde man bei einer Zunahme von Elektroautos so gut wie kein Benzin und fast nur noch Diesel/Heizöl brauchen.
Das geben die Raffinerien so nicht her. Die Dieselautos müssen daher von der Straße verschwinden, sonst wird das nichts mit Elektroautos und weg vom Öl.

Ich persönlich würde das offen kommunizieren. wird aber nicht gemacht, obwohl die Deutschen das technisch sofort begreifen würden und akzeptieren würden, sie sind sowieso technikaffin. Hier könnte man wirklich mal sagen, das muss gemacht werden, da man dies mit Argumenten der Umwelt und des Fortschritts alles klar begründen kann. Statt dessen wird halt auf schwächliche hinterhältige Art gehandelt, manipuliert und getrickst.

Ich würde weiterhin die Dieselbesteuerung den norwegischem Modell anpassen. Besteuerung nach Energiegehalt. somit wäre Diesel höher besteuert als Benzin. Problem sind die kosten für Speditionsunternehmen. Hierfür müsste das europäische Ausland mitziehen wegen dem Dieseltourismus. Somit wäre der einzige durch die Steuer mögliche Lenkungsweg über die Dieselbesteuerung europaweit nach norwegischem Modell. Dafür müsste Druck auf die europäischen Länder gemacht werden. Wäre mal eine Aufgabe für die EU. Wäre sinnvoller als Gurkenformverordnungen.

Einen fröhlichen Tag
Wandrago

Re: Elektroautos/Heizölheizungen/Diesel-LKW/ Benzinwagenabnahme

valuereiter @, Freitag, 16.10.2015, 16:35 vor 3756 Tagen @ Leserzuschrift 2475 Views

Durch eine Elektroautoausweitung würde der gesamte Benzinanteil am Markt
weiter sinken.

"würde"!

Würde zunächst noch einen Technologiesprung bei der Akkutechnologie erfordern - und wer weiß, ob dieser in 3 oder in 30 Jahren kommt???

würde man bei einer Zunahme von Elektroautos so gut wie kein Benzin und
fast nur noch Diesel/Heizöl brauchen.

kommt auf das Einführungsszenario an:
Wenn z.B. der (innerstädtische) Lieferverkehr elektrifiziert wird, dann würden 100.000de "Dieselrösser" weniger die Bier- und Paketkutschen ziehen!

Ließe sich z.B. durchsetzen, wenn in großräumigen Innenstadtbereichen Fahrzeuge > 2,8 t nur noch emissionsfrei fahren dürfen ;)

Elektro-Pkw noch nicht konkurrenzreif

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Freitag, 16.10.2015, 16:48 vor 3756 Tagen @ Leserzuschrift 2380 Views

Ich denke nicht, dass sich Elektro-Pkw in den nächsten Jahren auf dem Markt durchsetzen werden. Dazu fehlt ganz einfach die für eine universelle Nutzung (Kurz- u. Langstrecke) notwendige Akku-Technik. Wann diese verfügbar sein wird, steht z.Zt. noch in den Sternen.

Selbst eine massive Verkaufsunterstützung durch den Staat würde nichts nützen, dazu weisen diese Fahrzeuge heute noch zu viele Nachteile auf (Reichweite, Aufladedauer, Höchstgeschwindigkeit, Akkulebensdauer, Kaufpreis).

Trotz höherer Stickoxidemissionen ist für mich der Diesel aufgrund seines Drehmoments und des vergleichsweise niedrigen Verbrauchs ein hervorragender Verbrennungsmotor.

--
"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Doch, Elektro-Autos sind absolut konkurrenzreif

Zarathustra, Freitag, 16.10.2015, 22:58 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 2095 Views

Ich denke nicht, dass sich Elektro-Pkw in den nächsten Jahren auf dem
Markt durchsetzen werden.

Sie setzen sich ja heute schon durch; da brauchst Du nicht zu warten.
Die Zulassungen steigen exponentiell an.

Dazu fehlt ganz einfach die für eine universelle
Nutzung (Kurz- u. Langstrecke) notwendige Akku-Technik.

Da fehlt gar nichts. Die Akku-Technik verbessert sich schneller als die Ottomotortechnik, und folgedessen steigt auch der Marktanteil überproportional.

Wann diese
verfügbar sein wird, steht z.Zt. noch in den Sternen.

Die steht zur Verfügung.

Selbst eine massive Verkaufsunterstützung durch den Staat würde nichts
nützen,

Doch, das siehst Du ja am Beispiel Norwegens oder Chinas.

dazu weisen diese Fahrzeuge heute noch zu viele Nachteile auf
(Reichweite, Aufladedauer, Höchstgeschwindigkeit, Akkulebensdauer,
Kaufpreis).

Trotz höherer Stickoxidemissionen ist für mich der Diesel aufgrund
seines Drehmoments und des vergleichsweise niedrigen Verbrauchs ein
hervorragender Verbrennungsmotor.

Für Dich schon, aber nebst Dir gibt es ja noch ein paar andere Leute auf diesem Planeten.

Liebe Grüsse

Zara

Welcher Dreck ist relevant?!

valuereiter @, Freitag, 16.10.2015, 16:27 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 2490 Views

... Dieselmotor ... hatte ... sich mit der
Einführung von Turboaufladung und Direkteinspritzung über die Jahre zu
einem enorm leistungsstarken und verbrauchsgünstigen Motor entwickelt,
... Oxidationskatalysator und Partikelfilter sorgen zudem
dafür, dass der Schadstoffausstoß reduziert wird.

Es wird so getan, als ob Benziner "sauberes Abgas" produzierten (quasi
Atemluft), der Dieselmotor dagegen "dreckiges Abgas" mit
gesundheitsschädlicher Wirkung.

Schaut man sich die gesetzlichen Abgasgrenzwerte (z.B. Euro 5) an, kann
man feststellen, dass der Dieselmotor zwar 3x mehr Stickoxide ausstoßen
darf, als ein Benziner, dieser dafür aber 2x mehr Kohlenmonoxid und 2x
mehr flüchtige Kohlenwasserstoffe. Kohlenmonoxid ist ein tödliches Gas
und flüchtige Kohlenwasserstoffe krebserregend. In der Summe darf ein
Benziner von diesen drei Schadstoffen 1,16 g/km emittieren, der Diesel nur
0,73. Zudem produzieren die modernen direkteinspritzenden Benziner jede
Menge Rußpartikel, die augenblicklich durch keinen Filter reduziert
werden.

hier
http://www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_content/56/12054/1627850/Dieselru%C3%9F-%E2...

das zentrale Ergebnis ... Studie, die am 5. August 1999 ...
der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
...

Frage 2 Sind immer lungengängigere Feinststäube in unserer Atemluft?

Eindeutig ja", sagt Prof. Heinz-Erich Wichmann. Er leitet das Institut
für Epidemiologie im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit,
einer Großforschungseinrichtung des Bundes ...
...: Vom Winter 1991/1992 bis 1998/1999 hat in der Erfurter Luft die
Masse an Fein- und Feinststäuben abgenommen. "Wir haben aber
zusätzlich - separat nach einzelnen Größenklassen - jeweils die
Anzahl der Partikel ermittelt", erläutert Wichmann.
"Da fanden wir: Die Anzahl der Partikel ist etwa gleichgeblieben - rund
20000 pro Kubikzentimeter. Aber noch eindrücklicher war: Der Anteil der
Ultrafeinststäube zwischen 0,01 und 0,03 Mikrometer - die am extremsten
lungengängig sind - hat seit 1991/ 1992 von damals 46 Prozent auf
heute 72 Prozent zugenommen." Wichmann zieht den Schluß: "Offenbar
löst die herkömmliche Motor- und Abgasbehandlungstechnik das Problem
der Feinststäube nicht. Ich fürchte, daß die Autoindustrie, nach
Vorgabe der EU-Abgasnormen, möglicherweise das Falsche optimiert."

Also:

Problem - für unsere Lungen - ist die ANZAHL der Nano-Rußpartikelchen ...

... während die Abgasreinigung - getrieben von den gesetzlichen Grenzwerten - deren Masse (i.S. von 0,xy g/kg) reduziert. Und massenmäßig haut der gesundheitlich wenig schädliche "Grobruß", also die schwarze Wolke aus alten Dieselautos, voll rein - während der Feinststaub buchstäblich kaum ins Gewicht fällt!


PS:
CO ist doch m.E. nur bei akuter Überdosis letal, richtet aber bei akkumulierter Kleinstdosis keine chronischen Schäden an?

Indianische Weisheit: Kernwaffen böse, Kernkraft böse, Chemie böse, ...

Yellow++ @, Freitag, 16.10.2015, 16:48 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 2523 Views

... Viehhaltung böse, Kunstdünger böse, Baustoffe böse, Gentechnik böse, Industrie böse, Banken böse, Buddha böse (*) und jetzt ist Dein Dieselauto böse. Was soll Dein Gezeter? Erst wenn alles des sogenannten Bösen durch die moralische Überlegenheit zerstört ist, wird man zu spät erkennen, dass es ohne das Böse kein Leben gibt.

Endnoten:
(*) das Beispiel soll die Willkürlichkeit hervorheben.

--
Mit Grüßen
Yellow++

Les Brigandes - Jeanne d'Arc (Ich fand ein Schwert)
Enchanter - Dragon Age Inquisition (Gingertail Cover)

Ich liebe TDI

Domingo @, Freitag, 16.10.2015, 16:49 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 2644 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 16.10.2015, 16:53

Kann mir mal jemand Nachhilfe geben? Habe gesucht, aber nichts Substantielles gefunden. Wo bitte ist der Schaden? Allein Prospektbetrug? Lachhaft!

Wie groß ist der wirkliche Mehrausstoß an NOX? Wie verhält sich das zu großvolumigen Benzinverbrennern? Ist es nicht ein Furz in der Landschaft?

Da gibt es einen Motor, den 2,0 TDI. ZigMillionenfach verbaut, nicht nur im VW-Konzern. Ein prima Motor. Leider erst ab ca. 70.000 km Laufleistung so richtig erfreulich, bis dahin mangelt es komischerweise an Elastizität, so meine Erfahrung. Gilt aber auch für die V6-TDIs.

Und da gibt es eine "Schadstoffnorm", die angeblich nicht eingehalten wird. Ruckzuck stehen 18.000.000.000 € + x Schadensersatz im Raum. Irre, wie schnell DIE rechnen können.

Blöd ist, wenn VW betrogen hat. Aber was ist der Schaden? Sie reden über Milli-, Mikro-, Sonstwas ppm. Die Politiker. Die nicht einmal Milliwatt von Megaohm unterscheiden können? Sind das alles Ingenieure? Laßt Euch nicht ver**schen.

Der volkswirtschaftliche Schaden, der im Sillicon Valley hergestellt wird, dürfte beträchtlich größer sein.

Die "Wahrheit" wird immer durch die militärische Stärke festgelegt!

Olivia @, Freitag, 16.10.2015, 17:34 vor 3756 Tagen @ Domingo 2489 Views

Blöd ist, wenn VW betrogen hat. Aber was ist der Schaden? Sie reden über
Milli-, Mikro-, Sonstwas ppm. Die Politiker. Die nicht einmal Milliwatt von
Megaohm unterscheiden können? Sind das alles Ingenieure? Laßt Euch nicht
ver**schen.

Der volkswirtschaftliche Schaden, der im Sillicon Valley hergestellt
wird, dürfte beträchtlich größer sein.

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Ich empfinde das ganze Spektakel auch als eine Lachnummer. Vasallenstaaten müssen aber so etwas hinnehmen, genauso wie das eigenmächtige Außer-Kraft-Setzen der Grenzen durch eine Bundeskanzlerin!

Das alles kann ich lediglich als Kriegsspiele interpretieren!

Dass VW bekloppt genug ist, die solche Dinge zu machen, das steht außen vor. Die wurden zu groß.... und jetzt wurden sie aus dem Wege geräumt.

Dass Vorstände so wahnsinnig sind, so etwas nicht einzukalkulieren, das konnte ich mir vorher allerdings nicht vorstellen.
Die wissen doch, wie die Landesbanken in ihr Verderben gelockt wurden. Dann könnten sie wenigstens ein bißchen lernen in Analogien zu denken.

Immer schön mit der Gier und der Eitelkeit dieser Idioten spielen. Da jedenfalls hat Merkel einen Vorteil: Sie ist NICHT eitel! Und ich gehe sogar davon aus, dass sie auch nicht gierig ist.

--
For entertainment purposes only.

Keile für das Dieselauto

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 16.10.2015, 18:11 vor 3756 Tagen @ Otto Lidenbrock 2568 Views

Hallo Otto Lidenbrock,

der Diesel wird so verteufelt, weil Vielfahrer mit ihm erfolgreich ihre Mineralöl- und Mehrwertsteuerabgaben mindern können.

Vater Staat kompensiert diesen Schaden, indem er zyklisch mit administrativen Maßnahmen den Dieselfahrer zum Neukauf nötigt.
Zu den Folterinstrumenten gehört die nominale (nicht effektive, siehe VW!) Verschärfung der Abgasbestimmungen, die die Altfahrzeuge nicht einhalten können in Verbindung mit der Einrichtung von Umweltzonen.

Des Weiteren sind die Mengenrelationen der erzeugten Produkte in den Raffinerien wohl festgelegt, so dass eine Zunahme des Dieselanteils im Flottenverbrauch der Republik den Import von Dieselkraftstoff erzwingt.
Auf der anderen Seite muss dann überschüssiges Benzin exportiert werden.
Hier kann ich aber den Schaden nicht nachvollziehen.

Weitere Verbrauchseinsparungen beim Diesel lassen sich nur mit noch feinerer Vernebelung des Diesel durch die Einspritzdüsen mittels noch höhere Drücke realisieren.
Ich vermute, dass die Firma Bosch, die schon 1988 für mein Auto das mittlerweile veraltete Benzineinspritzsystem L-Jetronic herstellte, hierbei führend ist.
Mit der Dämonisierung effizienter deutscher Technik kann man sich eben auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Es gibt übrigens ein interessantes Buch über die TDI-Technik aus VW-nahen Kreisen für Technikinteressierte.

Ich staune, wie es dem Gesetzgeber gelingt, die relative Gefährlichkeit der Abgaszusammensetzung des Diesel im Vergleich zum Benziner zu bewerten.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Ich glaube nicht, dass es eine wissenschaftlich fundierte Bewertung gibt

Martin @, Freitag, 16.10.2015, 19:05 vor 3756 Tagen @ paranoia 2327 Views


Ich staune, wie es dem Gesetzgeber gelingt, die relative Gefährlichkeit
der Abgaszusammensetzung des Diesel im Vergleich zum Benziner zu bewerten.

Solche Festlegung von Grenzwerten ist letztlich Verhandlungssache zwischen Vertretern der Automobilindustrie und 'Umweltfreunden'. Man ist sich zwar einig, welche Stoffe als unerwünscht gelten, dann erfolgt aber eine Festlegung danach, was gerade als machbar gesehen wird. Grenzwerte und Testverfahren sind dabei verkoppelt. Es ist Unsinn, Grenzwerte in jeder Fahrsituation einhalten zu wollen. Wenn von Überschreitungen von 'bis zu xfach' geschrieben wird, ist eher ein politisches Motiv zu vermuten und böswillige Formulierung.

Wenn die Grenzwerte zu aggressiv verschärft werden fällt vielleicht die eine oder andere Firma hinten runter. Es gibt auf jeden Fall keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass bei bestimmten Grenzwerten so oder so viel Menschen weniger ein paar Stunden früher sterben. Sogenannte epidemiologische Studien sind beliebig ungenau.

Strategie

Domac @, Sonntag, 18.10.2015, 07:12 vor 3754 Tagen @ paranoia 1894 Views

Hallo paranoia,

ich denke man will so langsam den Diesel aus den Großstädten raushalten und den E-Autos die Tür öffnen. Vermutlich wird es so kommen, dass Landbewohner eine Sonderegelung bekommen, mit der sie den Weg zur Arbeit zurücklegen können. Die Stadtbewohner jedoch Diesel nicht mehr fahren dürfen.


GrüßeD

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Wandere aus, solange es noch geht.