OT ..noch zu der Investition in Gärten - neue Kläranlage Pflicht @Hans

modesto, Freitag, 16.10.2015, 09:22 vor 3756 Tagen 2389 Views

Guten Morgen,

wir haben den Fall in der Familie in Sachsen, gilt aber bundesweit:

Wo Lauben sind mit WC, ist eine biologische Klärgrube neuesten Standards bzw. der Anschluss an die kommunale Abwasserversorgung Pflicht.

http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/6730.htm

und

FranzFisch_Lauter: Hallo, meine Frage, braucht man für Wochenend-Grundstücke eine Kleinkläranlage?

UlrichSiemerVDGN: Wenn das Wochenendgrundstück nur saisonal oder gelegentlich genutzt wird, ist eine Kleinkläranlage nicht möglich. Hier sollte eine abflusslose Grube mit hinreichendem Fassungsvermögen und gesetzeskonformer Entleerung betrieben werden.

http://www.freiepresse.de/RATGEBER/TELEFONFORUM/Expertenchat-zum-Thema-Kleinklaeranlage...


Dazu findet sich viel im Netz, nur wird kaum darauf hingewiesen, dass dies auch für Gärten gilt, wo Lauben drauf sind.

Der mir bekannte (und besichtigte) Fall:

Gartengrundstück in Pacht von der Stadt übernommen
Drauf steht eine massive und erlaubte, mit Baugenehmigung in den 80ern errichtete Laube.
Diese hat ein Bad und eine Sickergrube.
Dem neuen Pächter wurde direkt mit dem Pachtvertrag zusammen die Auflage erteilt, die biologische Klärgrube zu errichten.

Diese würde kosten um die 5.000 Euro - und mit Unterlast nicht laufen, da der Garten im Winterhalbjahr nicht genutzt werden würde.

Alternativ kann man ein geschlossenes System einbauen mit einer Art unterirdischer, dichter Tonne, die regelmäßig teuer geleert werden muss.

Die Wasserwerke waren vor Ort und haben erklärt, dass der örtliche Entsorgungsdienst keine "alte Scheixxe" mitnimmt, sondern man mindestens einmal im Monat antsorgen müsse, damit das Material frisch sei.
Die Kosten dafür wären aufs jahr gerechnet horrend.

Alternativ dazu wiederum könne man das Bad abbauen und den Trinkwasseranschluss stillegen, dann würde die Pflicht der Entsorgung entfallen.

Die Pächter haben sich für den Anschluss an die Kanalisation für 6.000 Euro entschieden, das ist zumindest wartungsfrei.
Für diesen Betrag wurde im Sommer der Anschluss von der Staße bis zur Grundstücksgrenze gelegt - 3 Meter.

Von dort aus muss er nun die 15 Meter zum Haus buddeln und sich dort nach Beseitigung der Sickergrube anschließen.
Handwerker dafür sind NICHT zu bekommen, alls voll ausgelastet.

Man bedenke also, dass eine Investition unter Umständen noch ganz andere Kosten nach sich zieht.

Anders sieht es aus, wenn man in einem Kleingartenverein pachtet und der Verein an die Kanalisation angeschlossen ist. Dann hat man dieses Problem nicht.

Viele Grüße
modesto

So ist Deutschland

Dieter, Freitag, 16.10.2015, 09:54 vor 3756 Tagen @ modesto 1602 Views

bearbeitet von Dieter, Freitag, 16.10.2015, 13:14

Hallo modesto,

anhand Deines symtomatischen Beispiels wird aufgezeigt, daß Deutschland schon länger krankt, krankt an Überregulierung und am gesunden Menschenverstand.

Wenn bei so einem Wochenendhaus die Fäkalien einfach unterirdisch in den Oberboden geleitet werden, dann werden die Mikroorganismen im Boden schon alles verwerten. Eine Grundwasser-Verseuchung ist nicht zu befürchten.

Es wird Zeit, daß Verwaltungen durch den Zustrom anderer Kulturen dermaßen überlastet sind, daß Ihnen Kontrollen der hiesigen Bevölkerung unmöglich werden und die Menschen endlich wieder vor den Krallen der Verordnungen in Frieden leben können.

Gruß Dieter

Oh, ich glaube, Du irrst

Jermak @, Freitag, 16.10.2015, 12:48 vor 3756 Tagen @ Dieter 1198 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 16.10.2015, 13:15

Hallo Dieter,

selbstverständlich wird man die Ressourcen haben, die Einhaltung der Regelungen wie bisher bis ins Detail zu überwachen und das wird man mit besonderer Vorliebe tun. Soll bloß keiner glauben, er käme um die sorgfältige Mülltrennung rum. Denn es wird genau umgekehrt sein: die Zugewanderten werden sich sowieso nicht kontrollieren lassen, also zieht man von denen alle Kräfte ab (s. aktuelle No Go Zonen in deutschen Städten, wo die Polizei sich nicht mehr reintraut).


Grüße

jermak

Freiheitsraubender Staat

Dieter, Freitag, 16.10.2015, 14:03 vor 3756 Tagen @ Jermak 1012 Views

bearbeitet von Dieter, Freitag, 16.10.2015, 19:51

Hallo Jermak,

vielleicht hast Du Recht mit Deiner Prognose. Für mich ist die Überregulierung in Deutschland übrigens weitaus mehr ein Grund, sich von Deutschland zu distanzieren als die derzeitigen Ereignisse. Die sind höchstens ein weiteres kleines Tröpfchen auf meine (hohle) Birne um anzuklopfen.

Wenn man in so einem Bundesland aufwächst, welches seit ewigen Zeiten von der SPD-Mafia-Clique, teilweise im Verbund mit Grünen, und beide in ihrem Sumpf ohnehin das Glück darin sehen, den Menschen (außerhalb ihrer Parteien) generell nicht zu trauen, und ihnen deshalb alles vorzuschreiben haben incl. intensiver, verbissener Kontrolle, dann muß jeder Mensch, der gerne ein selbstbestimmtes Leben in voller Verantwortung führen möchte, an Lebensalternativen denken.

Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung, daß ein Handwerker im Mittelalter deutlich freier war und lebte als heute ein x-beliebiger Unternehmer oder Angestellter.

Gruß Dieter

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