OT ..noch zu der Investition in Gärten - neue Kläranlage Pflicht @Hans
Guten Morgen,
wir haben den Fall in der Familie in Sachsen, gilt aber bundesweit:
Wo Lauben sind mit WC, ist eine biologische Klärgrube neuesten Standards bzw. der Anschluss an die kommunale Abwasserversorgung Pflicht.
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/6730.htm
und
FranzFisch_Lauter: Hallo, meine Frage, braucht man für Wochenend-Grundstücke eine Kleinkläranlage?
UlrichSiemerVDGN: Wenn das Wochenendgrundstück nur saisonal oder gelegentlich genutzt wird, ist eine Kleinkläranlage nicht möglich. Hier sollte eine abflusslose Grube mit hinreichendem Fassungsvermögen und gesetzeskonformer Entleerung betrieben werden.
http://www.freiepresse.de/RATGEBER/TELEFONFORUM/Expertenchat-zum-Thema-Kleinklaeranlage...
Dazu findet sich viel im Netz, nur wird kaum darauf hingewiesen, dass dies auch für Gärten gilt, wo Lauben drauf sind.
Der mir bekannte (und besichtigte) Fall:
Gartengrundstück in Pacht von der Stadt übernommen
Drauf steht eine massive und erlaubte, mit Baugenehmigung in den 80ern errichtete Laube.
Diese hat ein Bad und eine Sickergrube.
Dem neuen Pächter wurde direkt mit dem Pachtvertrag zusammen die Auflage erteilt, die biologische Klärgrube zu errichten.
Diese würde kosten um die 5.000 Euro - und mit Unterlast nicht laufen, da der Garten im Winterhalbjahr nicht genutzt werden würde.
Alternativ kann man ein geschlossenes System einbauen mit einer Art unterirdischer, dichter Tonne, die regelmäßig teuer geleert werden muss.
Die Wasserwerke waren vor Ort und haben erklärt, dass der örtliche Entsorgungsdienst keine "alte Scheixxe" mitnimmt, sondern man mindestens einmal im Monat antsorgen müsse, damit das Material frisch sei.
Die Kosten dafür wären aufs jahr gerechnet horrend.
Alternativ dazu wiederum könne man das Bad abbauen und den Trinkwasseranschluss stillegen, dann würde die Pflicht der Entsorgung entfallen.
Die Pächter haben sich für den Anschluss an die Kanalisation für 6.000 Euro entschieden, das ist zumindest wartungsfrei.
Für diesen Betrag wurde im Sommer der Anschluss von der Staße bis zur Grundstücksgrenze gelegt - 3 Meter.
Von dort aus muss er nun die 15 Meter zum Haus buddeln und sich dort nach Beseitigung der Sickergrube anschließen.
Handwerker dafür sind NICHT zu bekommen, alls voll ausgelastet.
Man bedenke also, dass eine Investition unter Umständen noch ganz andere Kosten nach sich zieht.
Anders sieht es aus, wenn man in einem Kleingartenverein pachtet und der Verein an die Kanalisation angeschlossen ist. Dann hat man dieses Problem nicht.
Viele Grüße
modesto