... und nur dadurch verdeckt, dass es in unserem Schulsystem ueber sechs bis acht Jahre mit didaktisch voellig untauglichen Methoden versucht wird.
Diese Aussage gilt fuer eine ZWEIT-Sprache, also jemanden, der/die bereits -als kleines Kind- eine "Mutter"-Sprache gelernt hat. Damit sind die neuronalen Strukturen fuer beliebige weitere Sprachen (auch hunderte, vgl. Deutsches Bundessprachenamt - dort gab es je einen, der zweihundert und einen, der zweihundertundfuenzig Sprachen konnte) gelegt.
Noch einfacher ist es bei Zweisprachigen, wie es gerade in Afrika haeufiger vorkommt (Kolonialgebiete - haeufig koennen diese Menschen eine Stammessprache sowie Franzoesisch, Englisch oder Portugiesisch!). Marokkaner lernen z.B. wesentlich schneller Deutsch als Tuerken. Gruende:
a) Zweisprachigkeit (Franzoesisch und Arabsisch)
b) Sprachen, die mit "unserer" indogermanischen wesentlich naeher verwandt sind als das zum makro-altaischen Sprachbereich gehoerende Tuerkisch, zu dem sonst noch, neben anderen Turksprachen z.B. im Bereich der ehemaligen Sowjetunion, das Ungarische, Finnische und vermutlich das Japanische zaehlen.
Aber auch Japanisch hat ein Freund von mir in Japan rasend schnell gelernt und nach seinem einen Jahr in Japan war er auf dem Niveau eines durchschnittlichen japanischen Abiturienten (z.B. viertausend Kanji).
Man darf nun m.E. einen Fehler nicht machen in der Zuwanderungsdiskussion:
- alle, die nicht so schnell lernen in einen Topf werfen.
Dazu zaehlen einerseits
I) die einsprachig aufgewachsenen
und
II) unbedingt die, die in einem nicht-indogermanischen Sprachbereich ihre Muttersprache (und sonst keine zweite) gelernt haben.
Wenn sie willig waeren, muesste diesen eine spezielle Foerderung zukommen, denn sie zusammen mit anderen, fuer die I) und II) nicht gelten, oder die gar zweisprachig hier ankommen, in ein und denselben Sprachkurs zu setzen, fuehrt zwangsweise dazu, dass diese Aspiranten, auch wenn sie bereit sind, sich anzustrengen, heillos hinter die anderen Schulungsteilnehmer zurueckfallen.
Also z.B. Japaner, Finnen, Ungarn und Tuerken, wenn einsprachig aufgewachsen, in einen Kurs und alle "Indogermanen" in einen andern. Und die Zweisprachigen vorher heraussuchen und ggf. im Schnellkurs selbst zu Instruktoren ausbilden.
Dann gibt es noch den Fall der Jahrzehnte hier lebenden Tuerkinnen, fuer die deren Kinder dolmetschen muessen. Das ist logisch - die sind aus traditionellen Familien, d.h. sie kamen auch in Deutschland niemals in all den Jahrzehnten "aus der Tuerkei heraus", d.h. blieben im Kreise ihrer Familie. Das ist nicht anders zu erwarten, und spricht, fuer sich genommen, auch nicht einmal gegen einen moeglichen Intelligenzquotienten von 140!
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Vgl. weiters zu diesem Thema:
Werdet wie die Kinder ...
Lateinisch/Portugiesisch als Weltsprachen
Der Mythos von Chinesisch als Weltsprache ...
Vgl. auch http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=377269
JEDER hat ein "Super"-Gedaechtnis ...
Es gibt ein visuelles Woerterbuch und es gibt eben Begriffe ...
Begriffe und Woerter - und warum daher wortbasierter Sprachunterricht ineffektiv bleiben muss.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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