Als ich vor 15 Jahren in einer Fabrik als Werkstudent tätig war, hatten wir exakt das gleiche Problem.
Es nervte alle, dass man ständig die Schuhabdrücke (schmutzige chemische Industrie) auf den Brillen sah.
Nach einiger Zeit hat man dann eine Bodenlatrine für die Importexkrematoren eingebaut. Dann war Frieden.
War übrigens eine interessante Zeit - so um 2000 herum. Da begann es schon zu gären. Wir hatten z.B. einen einheimischen Konvertiten, entsprechend missionarisch engagiert. Man sah ihm auf 1000 Meter an, dass er sich von seiner neuen Religion erhoffte was zum bumsen zugeteilt zu bekommen, da er weder punkto Aussehen noch Intellekt am freien Fleischmarkt bestehen konnte.
Dann hatten wir noch einen weiteren stillen Religiösen, der ständig in den Pausen Koran und Hadithen las.
Es war interessant ihn zu beobachten. Religioten verändern in der Regel ihren Habitus massiv. Sie reden leise, sind höflich, geben sich kultiviert. Das ist ja auf den ersten Blick eine sehr positive Sache.
Ein zweiter Aspekt war natürlich der Umstand, dass der treue Koranschüler in der Werkskantine zwischen feisten, biertrinkenden, polternden Arbeitern und Nebenerwerbsbauern, ein absoluter Fremdkörper war.
So wie ich auch.
Er hielt sich, da er ja seine Bücher las, für weit schlauer als die anderen (wahrscheinlich war er auch ein bisschen schlauer) und suchte daher ständig zu mir Kontakt. Weniger um mich zu missionieren, als um das, was er da in seinen Büchern las und was ihm sein Imam oder wer auch immer predigte von mir irgendwie bestätigt zu bekommen, zumindest aber Feedback zu erhalten.
Mich interessierte das brennend. Ich las zu dieser Zeit gerade Spengler und Nostradamus und wollte daher sozusagen ein wenig horchen, wie der "Feind" so denkt.
Es war erschreckend! Kindergarten! Lala Land! Eine Welt voller Hexen, Wunderheiler, Zauberer. Aber nicht so wie bei uns, wo man sich vom heiligen Georg erzählt der den Drachen tötet. Nein! Da war die aufrechte Überzeugung da, dass es diese Dinge wirklich gäbe, dass irgendwo in Berlin einer säße der Lahme gehend machen könne, dass es eine Hölle gäbe wo die Leute brennen würden und dass man sie schon gefunden hätte.
Theologisch im Sinne von tiefergreifenden Gedanken, njente. Ungefähr so musste der Volkskatholizismus zur Zeit der Gegenreformation oder wahrscheinlich vor Luther ausgesehen haben.
Eine Theologie für unartige Kinder! Dududu... das böse, das gut. Kein Pfarrer würde sich trauen unseren Leuten heute sowas zu erzählen. Man würde es einfach nicht für möglich halten, dass jemand das für voll nimmt.
Ich bin mir sicher, dass das nicht besser oder durchdachter wurde in den letzten 15 Jahren - eher schlimmer.
Ich will hier kein Pauschalurteil abgeben. Es gibt sicher auch theologisch durchdachtere Aspekte... aber nicht bei diesen Leuten. Und wie heftig die Verdummung ist zeigt dieses schöne Video...
https://www.youtube.com/watch?v=XUTJKJHs4dQ