Jebsen: "Wählt nicht mehr diese Leute". Dieses Wirtschaftssystem macht uns kaputt (mV)

Indica @, Deutschland, Mittwoch, 14.10.2015, 12:54 vor 3758 Tagen 2309 Views

Veröffentlicht am 14.10.2015
Alle reden über Wirtschaftsflüchtlinge. Wir auch.

Wir alle sind mehr oder weniger Wirtschaftsflüchtlinge. Wir sind auf der Flucht vor den verheerenden Folgen unseres Wirtschaftssystems. Weltbank, IWF, Troika, NATO, EU, FED, EZB etc, sind nur Werkzeuge einer immer kleiner werdenden Elite, die den Turbokapitalismus, umgangssprachlich Globalisierung, durchsetzen möchte. Dieses Wirtschaftssystem hat 99% der Menschheit im Visier. Wir sind mehr oder weniger im Weg, mehr oder weniger zu viel, und bestenfalls Konsumenten. Der Neoliberalismus wird wie eine Religion propagiert. Wir müssen erkennen, dass wir uns auch in immer größeren Teilen Europas in postdemokratischen Gesellschaften befinden.

Was wir aktuell in Griechenland erleben, was auch in unserem Namen in Syrien passiert, ist nichts anderes als ein Test, der unsere Passivität abklopfen soll. Wie weit kann man uns dazu bringen, untereinander die Solidarität aufzugeben? Es ist wie wenn Rudel Hyänen eine Herde Antilopen angreift, um ein Tier zu isolieren. Der einzelne aus der Gruppe Herausgelöste hat nicht den Hauch einer Chance. Nur wenn wir als Spezies begreifen und uns nicht durch ultrareiche Eliten untereinander an die Gurgel gehen, hat der Frieden eine Chance und lässt sich die Restdemokratie retten.

Youtube 20 Min.

Zentral wichtig

Falkenauge @, Mittwoch, 14.10.2015, 14:13 vor 3758 Tagen @ Indica 1488 Views

Veröffentlicht am 14.10.2015
Alle reden über Wirtschaftsflüchtlinge. Wir auch.

Wir alle sind mehr oder weniger Wirtschaftsflüchtlinge. Wir sind auf der
Flucht vor den verheerenden Folgen unseres Wirtschaftssystems. Weltbank,
IWF, Troika, NATO, EU, FED, EZB etc, sind nur Werkzeuge einer immer kleiner
werdenden Elite, die den Turbokapitalismus, umgangssprachlich
Globalisierung, durchsetzen möchte. Dieses Wirtschaftssystem hat 99% der
Menschheit im Visier. Wir sind mehr oder weniger im Weg, mehr oder weniger
zu viel, und bestenfalls Konsumenten. Der Neoliberalismus wird wie eine
Religion propagiert. Wir müssen erkennen, dass wir uns auch in immer
größeren Teilen Europas in postdemokratischen Gesellschaften befinden.

Das ist zentral.
Dazu muss man sich klarmachen, dass dieses Wirtschaftssystem über die Generationen durch die käufliche Wissenschaft an staatlichen oder wirtschaftseigenen Hochschulen aufrechterhalten und weitergereicht wird.

Unter den vielen tatsächlichen oder möglichen wirtschaftswissenschaftlichen Ansätzen und Richtungen ist heute eine einzige Grundrichtung weltweit herrschend: die aus dem angelsächsischen Raum stammende neoklassische Theorie des totalen Marktes. Sie beruht im Wesentlichen auf einigen wenigen „Axiomen“, also Grundsätzen, die nicht weiter hinterfragt, sondern einfach als richtig vorausgesetzt werden. Die wichtigsten sind: 1. Unbegrenztes Eigentum an Grund und Boden, Unternehmen und Geld. 2. Die aus diesen Eigentumsarten resultierenden leistungslosen Einkommen.

Das System schottet auch seine Herrschaft ab. Um Professor der Volkswirtschaftslehre in den USA, Europa und Teilen Asiens zu werden, erreicht man die dazu nötige Habilitation nur, wenn man in der Regel mehrere wissenschaftliche Aufsätze in führenden englischsprachigen Ökonomie-Zeitschriften der neoklassischen Schule veröffentlichen konnte, deren Richtung also alle auf den beschriebenen unhinterfragbaren dogmatischen „Axiomen“ beruhen. Das bedeutet, dass ohne deren Anerkennung eine Wissenschaftskarriere unmöglich ist. Mit diesen Glaubenssätzen beginnt das Studium im ersten Semester an den Universitäten und Hochschulen, und auf ihnen beruht das ganze Bachelorstudium, das Masterstudium, die Promotion und am Ende die Habilitation.
Näheres hier.

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