... hat von TTIP keine Ahnung. Wie koennte sie fuer oder gegen etwas sein? (Ausser auf Stammtischniveau ...)
Bist Du Dir sicher, dass die Mehrheit der Stimmberechtigten in diesem Land für TTIP wäre, wenn sie sich ausreichend mit der Materie beschäftigt hätte?
Nein, schlimmer: sie waere sogar mehrheitlich nicht fuer die Parteien, die sie "gewaehlt" haben, wenn sie sich ausreichend mit deren Programmen und Handlungen und ... schlimmer noch ... Absichten beschaeftigt haette.
Darum kann Demokratie (so) ja auch nicht funktionieren!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dem nicht so wäre.
Genau. Das ist ja das Haarstraeubende, dass solche Leute Wahlrecht haben.
Man macht ja auch Friseure nicht einfach so zu Chirurgen.
Man kann aber auch keine "Waehler-Fuehrerscheine" einfuehren - denn wer sollte darueber bestimmen? Die Mehrheit, die man damit sichten und dequalifizieren wollte? Und wer bestimmt die Qualifizierten? Doch nicht etwa die, die sich dafuer halten?
Darum kann Demokratie ja (so) nicht funktionieren. Hat sie nie funktioniert und wird sie nie funktionieren, es sei denn, das allgemeine Bildungsniveau wuerde um mehrere Zehnerpotenzen angehoben.
Dann aber, meine Vermutung, waeren Abstimmungen kaum noch erforderlich, da Weisheit klug macht. Oder Klugheit weise. Wer sollte da ueber ein bestimmtes, wissenschaftlich oder logisch loesbares Problem noch verschiedener Meinung sein?
Um unser Gespräch für mich abschließend zu können, fasse ich am Ende kurz Deine Charakterisierung der vielleicht 250.000 Menschen zusammen, die am Wochenende gegen TTIP demonstriert haben:
Eine grölende Menge pubertierender Narzissten
Ja, der Verdacht draengte sich mir bei diesem Menschenschlag schon vor ein paar Monaten auf: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=334436.
und potentieller Putschisten,
Wer meint, dass er mit weniger als der fuer einen Sitz im Bundestag (es gibt derer hunderte) erforderlichem Stimmvieh das Gesamtgeschehen aendern koennen muesse, weil er/sie so (bitte ankreuzen):
1) ueberlegen,
2) schlau,
3) des lieben Gottes Anus frisch entschluepft ist,
der braucht fuer meinen Spott nicht zu sorgen.
Drehen wir die Sache mal herum: was wuerdest Du sagen, wenn
a) Am Sonntag 250.000 GEGEN TTIP demonstrierten und ...
b) am Montag darauf 300.000 dafuer???
die eine Minderheitsmeinung vertreten,
Das ist zweifellos, siehe die im Bundestag vertretenen Parteien, so.
weil sie keine Ahnung haben
Doch, Ahnung haben sie meinetwegen. Guy Fawkes hatte vielleicht auch Ahnung oder der Mann, der Schaeuble niederstach. Aber rechtfertigt das solche Taten?
und die Demo als Vorwand genutzt haben,
Nein, TTIP als Vorwand benutzt haben, eine Demo zu veranstalten, obwohl bei der geringen Zahl an Teilnehmern klar sein musste, dass diese Regierung, wollte sie nicht erneut das Recht brechen (Uebung hat sie ja), deren Zumutungen ablehnen musste.
eine Bratwurst essen zu können.
Mir schwant, mit solchen "Gross"-Ereignissen ("Ereignissen") vertraut, dass es ohne ein gewisses Disco-Element nicht sechsstellige Teilnehmerzahlen wuerden.
Wuerde die Disco wegfallen, und nur 50.000 kommen, ja: denen gestuende ich dann zu
a) von der Sache wirklich Ahnung zu haben
und
b) um des Gemeinwohles willen demonstrieren zu gehen. Und nicht wegen Disco und Bratwurst.
Sie sind außerdem wahrscheinlich zu einem Teil sowieso nicht stimmberechtigt
Das duerfte so sein. Cem Oezdemir war es auch mal nicht.
und halten auf Veranstaltungen dieser Art sogar die gemeinschaftskonformen Spielregeln ein, indem sie den Ort der Demo nicht verwüsten.
Das erkenne ich zwar an, aber das gilt auch fuer viele Picknicks. Ob sie nun Dreck machen oder nicht, macht ihren "Putschversuch" nicht demokratischer.
Putschversuch? Wenn es eine Versammlung zur Meinungsbekundung ist, ist das ethisch und rechtlich in Ordnung. Wer aber, wie Du, dann fordert, dass aufgrund eines versprengten Trueppleins von gerade mal 250.000 Menschen die Regierung das von ihrer waehlenden Mehrheit (= Millionen!!!) gegebene Mandat verletzen solle, ist das undemokratisch und, wenn mit weiteren Drohungen unterlegt, gar strafbar ...
Ein interessantes Bild, das Du von Deinen Mitmenschen hast,
Es ist die Realitaet. Und ja, fuer die, die sich fuer politisch aufgeklaert halten, ist das wenig schmeichelhaft. Denn sie wissen offenbar entweder nicht, dass herkoemmliche Demokratiemodelle auf Mehrheitsherrschaft basieren, oder sie sind der Prozentrechnung schlicht nicht maechtig. Auch dies wenig schmeichelhaft und eher auf dem Niveau vieler zugewanderter Fachkraefte.
aber vielleicht hast Du ja Recht.
Mit Sicherheit! Weit und breit bin ich noch keinem Gegenargument begegenet!
Ich kann nur von mir und meinem Umfeld ausgehen, und da sieht es deutlich anders aus.
Was sieht da anders aus? Dass Ihr die Mehrheit habt? Oder dass Ihr gerne undemokratisch putschen wuerdet? Und wenn das Schule machte?
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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