Merkel – Totengräberin des Europas Helmut Kohls

Herzog Waydelich @, Montag, 12.10.2015, 08:00 vor 3760 Tagen 2532 Views

Was Merkel nicht schaffte, erreichte die EU seinerzeit: Die Auszeichnung mit dem Friedens Nobelpreis. Das Komitee begründete die Entscheidung damit, dass die EU über sechs Jahrzehnte entscheidend für für den Frieden und die Demokratie kämpft.

Es hob auch die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg als herausragendes Ergebnis der europäischen Integration heraus. Beide Länder seien in drei Kriege gegeneinander verwickelt gewesen. "Heute ist Krieg zwischen Deutschland und Frankreich undenkbar", hieß es weiter. Vorsitzender Jagland nannte auch die Befriedung des Balkans. "Dies ist ein historischer Preis sowohl in langfristiger wie in aktueller Perspektive", so der Norweger.

Keine drei Jahre später liegen Frankreich und Deutschland im Clinch. Nach der Massenaufnahme von Flüchtlingen droht die erneute Grenzziehung, alte Gräben tun sich auf. Die Franzosen haben es überhaupt nicht gern, unregistrierte Muslime einsickern zu lassen.

Schengen ist Geschichte. Das Vorzeigeprojekt, einst zwischen Frankreich und Deutschland ersonnen und umgesetzt, gescheitert. Wenn jetzt noch von über Deutschland eingesickerten Islamisten ein neuer Anschlag in Frankreich verübt wird, schlägt uns blanker Hass entgegen.

Die Engländer, insbesondere um den europafreundlichen Cameron, legen sich die Karten: Wie bitte sollen wir die Brexit-Anhänger den Wind aus den Segeln nehmen, wenn Deutschland Staatsgrenzen für aufgelöst erklärt, hunderttausende Flüchtlinge anlockt um diese dann nach England zwangsabzuschieben? In der Angelegenheit sind die Engländer sensibel. Sie lassen sich in Sicherheitsfragen als auch in Fragen von Zuwanderung nicht von Deutschland beherrschen. Politik auf der Insel machen bitteschön die Engländer selbst. Sie sind nicht die europäische Kolonie eines beherrschenden Deutschlands.
Die Position als stärkste Frau Europas ist Hollande und Cameron eh ein Dorn im Auge. Jetzt gibt es Herausforderungen in einem Themenfeld, in dem die Staatslenker wegen innenpolitischer Restriktionen weder einlenken können noch wollen. Sie werden Angie eine entsprechende Breitseite verpassen. Das stärkt auch ihre eigene Position. Schließlich gilt es auch dort, Wahlen zu gewinnen und den politischen Gegner (Le Pen, UKIP) im Schach zu halten.

Das Nobelkomitee hat ein echt unglückliches Händchen für den Friedensnobelpreis: Obama verstand dies als Aufforderung zur Kriegsführung, PLO und Israel stellten nach der Vergabe die Friedensbemühungen faktisch ein und die EU wurde just auf dem absoluten Höhepunkt des Integrationsprozesses geehrt, um wenige Jahre später vielleicht weiter als je zuvor in den letzten 20 Jahren auseinander zu driften.

Helmut Kohls politisches Erbe, die Idee eines vereinten Europas, wurde von seiner Erbin in diesem Herbst zu Grabe getragen.

Es bleibt wahrscheinlich dem Ausland vorbehalten, Merkel zur Aufgabe zu bewegen. Deutschland schaffte es weder politisch (Opposition, Opposition?) noch die Macht der Fanmeile, äh Straße.

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Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Bulle noch Bär auf

Wann klagt der 1. EU-Ausländer auf Arbeitssuche auf Gleichberechtigung mit Flüchtlingen w/Wohnung/Hartz IV (oT)

Herzog Waydelich @, Montag, 12.10.2015, 15:24 vor 3760 Tagen @ Herzog Waydelich 931 Views

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