Ein grauenhaftes Event
Ihr habt ja wahrscheinlich heute schon vom Terroranschlag in Ankara
gelesen.
Ja, ein Event, dass sehr schön mit den Kameras eingefangen wurde (ähnlich wie in Boston). Die Opfer hatte man auch etwas beiseite getragen und an der Unterführung auch ein wenig über-/aneinander geworfen. So macht man das halt mit Opfern, deren Verletzungen niemand kennt.
Die herzergreifende Szene der ersten Explosion und dann diese plötzliche Orientierungslosigkeit. Gut, dass das nicht länger aufgenommen wurde sondern nur ein Sekundenclip war. In den anschließenden Aufnahmen habe ich noch bei keinem Event so viele Smartphones und in die Kamera blickende Opfer gesehen. Es war einfach schrecklich mit anzusehen. Eine knallrote Blutlachere neben der Unterführung, so als hätte Millennium Films einen weiteren John Rambo auf Ankaras Straßen produziert. Man wischte sie zwischendurch weg. Einigen wurden die Hosen an der Naht weggesprengt. Aber bei diejenigen, die straffes Gewebe hatten, hinterließ das nicht einmal Kratzer. Und anderen wurden die Klamotten bis auf die Unterhose weggesprengt, hatten aber ebenfalls keine äußeren Verletzungen, nur ein paar Äste über sich liegen. Man richtete sie auf und dann ging es zum Glück wieder. Schuhe lagen auch viele rum. Die hatte man den Opfern ausgezogen weil sie Spritzen in die Füße bekamen.
Gut, dass die Explosion gezielt nach oben verpufft ist und seitlich keinen großen Schaden angerichtet hat. Ich fand es gut, dass man schon früh die Banner und Fahnen "zwischen" die Opfer gelegt bzw. genüddelt hat. Die blieben auch noch später liegen damit man die nicht erkennen konnte. Es waren nämlich alle großen Sender und Agenturen vor Ort. Die Helfer hatten soviel zu tun, da wurde den Opfern nicht einmal der Müll vom Gesicht genommen als man ihnen schon Plastikband um die Jeanshose knotete.
Ja, in der Türkei geht es nun zur Sache. Solch einen grauenhaften Anschlag darf man nicht vergessen, sollte einem bewusst machen, wie schnell es auch in Deutschland so weit sein könnte.
Ashitaka
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