der Rubel erholt sich wieder

nereus, Freitag, 09.10.2015, 13:55 (vor 3763 Tagen) @ uluwatu2923 Views

Hallo uluwatu!

Du schreibst: Es wird eine Reaktion der USA geben

Das fürchte ich auch.

Das einzig logische wäre eine Offensive in der Ostukraine um Putins Kapazitäten dort zu binden und die NATO in einen Krieg zu verwickeln. Mit jedem Tag, an dem man die neue Allianz gewähren lässt, wird ihre Macht stärker. Ein sehr heißer Herbst steht uns ins Haus.

Möglich, ich rechne aber zunächst mit einem größeren Anschlag in einer russischen Großstadt, durchgeführt durch „schwarze Witwen“ oder russischer ISIS.
Das würde allerdings bedeuten, daß dann der Bär die Zügel noch härter anzieht, was eine Spirale der Gewalt in Gang setzen könnte.

Zu der Ukraine habe ich derzeit keinen Plan.
Der Saker traut dem Braten nicht und meint die Waffenruhe hätte mehr Nach- als Vorteile.

Alle Milizkommandeure klagen ohne Ausnahme über den schrecklichen Papierkram und die endlosen Abschiedsgesuche wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Das Streben nach militärischer Vereinheitlichung und Regelung hat den Grad der Absurdität erreicht. Die Führung fordert beispielsweise, dass die Kämpfer die gleiche Uniform tragen, obwohl es keine Uniformen gibt. Sie fordert sogar, dass die Bärte abrasiert werden müssen, und vor kurzen entstand in einer Division ein ernster Konflikt darüber. Achtzig Prozent von ihnen waren „bärtig“ und „alte Jungs“ – herausragende Kämpfer, die über ein Jahr mitgemacht haben. Sie werden von ihren Stellungen abgezogen und gehen – „kämpft doch selbst hier“ – als Antwort auf die Anforderung, die Bärte zu rasieren. Danach ließ die Führung sie in Ruhe.
..
Ein weiterer Nachteil der „Waffenruhe“ ist, dass viele Ukrainer aus der Bürokratie, den Strafverfolgungsbehörden und der Staatsanwaltschaft auf das Gebiet der DNR und LNR zurückkehren. Nicht nur, dass sie in ihre Wohnungen zurückgekehrt sind, sie übernahmen auch wieder ihre Büros und Posten aus der Zeit vor dem Krieg. Auch wenn sie sich im allgemeinen gut benehmen, fangen sie in manchen Fällen schon an, „mit ihren Rechten herumzuwedeln“ und sagen, „das ist hier die Ukraine“ und so weiter.

Quelle: http://vineyardsaker.de/novorossiya/was-passiert-in-der-donbass-miliz/#more-4175

Aus militärischer Sicht ist die Kritik sicher richtig, aus politisch-strategischer nicht unbedingt.
Nach dem die „Donezker“ die Wahlen verschoben haben, liegt jetzt der Ball wieder in Kiew.
Und Europa wird diesmal nicht dem Schoko-König um den Hals fallen, wenn er oder sein „Vollstrecker“ Jaz wieder anfangen zu stänkern.
Außerdem kommt bald der Winter und in der Ukraine ist die Wirtschaft komplett am Boden. Die Wahrscheinlichkeit eines Staatsbankrotts ist extrem hoch.
Das könnte dann dazu führen, daß die eigenen Leute in Kiew die Paläste anzünden, weil sie es langsam leid sind und sich verraten und verkauft fühlen.

Und noch etwas ist auffällig.
Der Rubel kommt langsam wieder auf die Beine.

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mfG
nereus


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