Lebenserwartungsstatistiken wegen Kindersterblichkeitsnichtbereinigung "irreführend"

Wayne Schlegel, Mittwoch, 07.10.2015, 20:47 (vor 3763 Tagen) @ sensortimecom2933 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 07.10.2015, 20:51

Servus,

die tollen Lebenserwartungsstatistiken "die Deutschen leben viel länger als früher" sind insoweit bewusst irreführend gehalten, als die (hohe) Kindersterblichkeit früherer Dekaden nicht herausgerechnet wird.

Es werden also Äpfel mit Birnen verglichen, sodass schöngerechnet die Lebenserwartung statistisch gestiegen ist.

Wenn also ein Menschenkind geburtlich/nachgeburtlich bzw. im frühen Kindesalter mit 0, 1 oder 2 Jahren stirbt, dann müssen sehr sehr viele über 100 werden, um ein Durchschnittsalter von 75 zu generieren.

Wo also die Kindersterblichkeit sehr niedrig ist, ist die Gesamtlebenserwartung sehr hoch, selbst wenn in der jeweiligen Grundgesamtheit alle im Lebensalter von z.B. 18 die gleiche Restlebenserwartung (insbesondere Berufsjahrelebenserwartung) haben würden.

Zum Glück bekommt man heutzutage fast jedes Frühchen durch - was also zu der statistischen Steigerung führt (und nicht etwa nur gesundes Leben, tolle politischen Rahmenbedingungen und medizinische Versorgung), das war vor einigen Dekaden noch völlig anders.


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