... jedenfalls, was die verschwaegerten Herrscherhaeuser (vgl. "Bobik im Feuerofen", vgl. umgekehrt Russische Kapelle auf der Darmstaedter Mathildenhoehe) angeht.
Ich schätze Deine Meinung. Ewigen Frieden haben wir ja schon geschlossen
Ja, den da ...
... Nur begiessen muessen wir das noch ordentlich! Da bist Du ja Fachmann fuer Pfaelzer Oenologie.
Meine Frage:
Wie schätzt Du die Lage unter Berücksichtigung meines Szenarios ein?
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=375385
Tja, wenn man sich so einige angebliche Aeusserungen von Lenin und Stalin anschaut, dann waeren auch die bolschewistisch sozialisierten Russen (zu denen Herr KaGeBejewitsch Putin ebenso gehoert, der im Uebrigen vermutlich besser Deutsch kann als EOS-Musterschuelerin Frau Dr. im. Erika Merkel Russisch) nicht abgeneigt gewesen, diese Tradition fortzusetzen.
Die Bolschewiki hatten ja fest damit gerechnet, dass Luxemburg/Liebknecht in Deutschland und Otto Bauer in Oesterreich in ihren jeweiligen Laendern auch noch eine sozialistische Revolution ausloesen und sich dann mit der Sowjetunion verbruedern.
In Deutschland hat der Ebert das den Arbeitern mit Gewalt ausgeredet, dem Otto Bauer wohl u.a. Hans Kelsen und Ludwig von Mises.
Trotz fehlgeschlagener Revolution und antikommunistischer Restauration in Deutschland konnte Deutschland seine schwarze Reichswehr nur (geheim)halten und ausbilden, weil die Sowjets sie in Russland im geheimen Manoeuver ueben liessen.
Die Sowjets wussten auch, dass sie ohne die "roten Preussen" der DDR im Rat fuer Gegenseitige Wirtschaftshilfe "alt ausgesehen" haetten. Schliesslich stellte Robotron den groessten Mikroprozessor der Welt her.
Und daher wollte Stalin nicht ein westintegriertes Teil-Deutschland, sondern lieber ein neutralisiertes "Gesamt"-Deutschland, in dem die Kommunistische Partei eine faire Chance gehabt, und das gleichzeitig zum Ostblock faire Handelsbeziehungen unterhalten haette.
Daher, um Deine Frage zu beantworten:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass russische Strategen auf Deutschland verzichten moechten, im Gegenteil, siehe auch das Verbot der NATO-Stationierung im Gebiet der ehemaligen DDR, sie haetten gerne ein wirtschaftlich starkes, faires Deutschland, als politischen Prellbock ebenso wie als Handelspartner. Da sie die USA kaum auf unserem Staatsgebiet direkt angreifen koennen, ohne "uns" zu schaden, und sonst kaum eine Regierung finden, die sie -wie damals in Afghanistan", aber das ging in die Hose (daraus aber werden sie gelernt haben)- bitten wuerde, an ihrer Seite zu kaempfen, bleibt einzig derzeit Syrien, um eine Art Stellvertreter-Krieg zu fuehren, so, wie das in den 1960er bis 1980er Jahren in Afrika geschah.
Und da Putin, anders als etwa Breschnew und Nachfolger etc., in Russland grosse Zustimmung geniesst, duerften, anders als beim Afghanistan-Abenteuer, die russischen Streitkraefte wesentlich motivierter kaempfen.
Ich denke, Putin weiss auch durch seine Auslandsaufklaerung sehr genau, dass die Stimmung der "deutschen" Medien nicht die Stimmung der deutschen Bevoelkerung widerspiegelt und dass er dadurch, dass er den USA in Syrien ein zweites Vietnam, oder das Spiegelbild der russischen Afghanistan-Schmach bereitet, weltweit an Sympathie gewinnen und weitere Bevoelkerungen auf seine Seite ziehen, zumindest spalten kann (auch die US-Bevoelkerung war vor jedem Weltkrieg bisher isolationistisch eingestellt).
Ja, ich schaetze die Lage sogar noch kritischer ein fuer die "Koalition der (Boes-) Willigen":
Man muss sich mal vorstellen, wie kriegsmuede das afghanische Volk mittlerweile ist und wie verhasst die USA mit ihren Praezisionswaffen.
Wenn also heute eine aehnliche inner-afghanische Konstellation herrschte, wie damals beim Einmarsch der Roten Armee in Afghanistan, wer weiss, ob die Russen dann nicht, wie einst die Deutschen beim Einzug z.B. in der Ukraine 1940, als Befreier gefeiert wuerden. Immerhin beherbergt die Russische Foederation, anders als die USA, ein paar muslimische "Provinzen", die offenkundig wenig Lust verspueren, auszutreten.
So gesehen wird Russland m.E. nur dann Ziele auf deutschem Boden angreifen, wenn es aus strategischen Gruenden gar nicht mehr anders geht. Was aber, da immer wieder amerikanische Truppenkontingente hysterisch kreischend an den Bahnhoefen willkommen geheissen werden, auch nie ganz auszuschliessen ist.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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