Varoufakis plaudert aus dem Nähkästchen?
Ich weiß, der Mann ist hier umstritten.
Sein Buch fand ich dennoch sehr lesenswert und welche Rolle im EU-Griechenland-Deal spielt, kann ich nicht sicher sagen, da wir auch die Medien nicht unterschätzen sollten, die oftmals den Leuten das Wort im Munde herumdrehen.
Also, bei fefe.de findet man aktuell u.a. dies:
Ich war heute Abend in einer Veranstaltung in der Berliner Volksbühne, von der ich euch kurz erzählen möchte. .. Varoufakis war der Stargast des Abends und hat am meisten geredet.
Eine der Anekdoten war, wie er als frischer Finanzminister bei der Eurogroup ankam. Er beschrieb, wie die an einem langen, schmalen Tisch sitzen. An den langen Seiten sitzen die Finanzminister der EU-Länder, alle völlig ungebrieft. An den langen Enden sitzen der EZB-Chef und sein Berater, der Weltwährungsfonds hat einen wichtigen Sitz, und dann noch der Dijsselbloem.
Varoufakis fiel auf, dass die Minister da im Wesentlichen als Feigenblatt für die Legitimierung saßen, aber man ihnen gar nicht die Informationen in die Hand gegeben hatte, um zu den Dingen eine informierte Meinung zu haben.
Die saßen da, hörten sich an, welche Agenda oder Perspektive auf die Realität ihnen vorgesetzt wurde, und stimmten halt ad-hoc ab.
Als der Dijsselbloem dann irgendwas entschied, hat Varoufakis dann mal das Wort ergriffen und gemeint, er sei ja neu hier, ob denn das eigentlich den Regeln entspricht, wenn der Dijsselbloem hier sowas einfach entscheidet.
Daraufhin ging ein Raunen durch den Raum, Leute rannten raus, telefonierten hektisch, Gemurmel, 10 Minuten lang.
10 Minuten sind ganz schön viel Zeit! Nach 10 Minuten legt sich das Gemurmel und die Antwort liegt vor:
Die Eurogroup habe keine legale Grundlage, sei kein Organ der EU und damit nicht an Regeln gebunden. Der Vorsitzende könne nach Tageslaune entscheiden.
Die Story prägte schon mal so ein bisschen die Stimmung im Saal ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
..
Eine interessante Formulierung kam gegen Ende, als das Podium sich bemühte, eine Zukunftsvision zu entwerfen. Varoufakis wies auf 3d-Drucker hin, dass es in letzter Zeit viel disruptive Technologie gäbe, und dass das neben den offensichtlichen Vor- und Nachteilen die Eigenschaft hat, die Macht der Konzerne zu schwächen. Er meinte dann, wir stehen jetzt vor der politischen Entscheidung, ob wir uns auf Star Trek oder auf Die Matrix zubewegen.
Quelle: www.fefe.de
Also ich habe bislang die 3D-Drucker als gigantischen Arbeitsplatzvernichter gesehen.
Inwiefern soll das denn die Macht der Konzerne einschränken?
Ich lasse mich jedoch gerne belehren.
mfG
nereus
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