Die Verblödung hat Methode, Teil 4

Sylvia @, Montag, 05.10.2015, 10:30 vor 3766 Tagen 6727 Views

Johanna Wanka (Studium der Mathematik 1974), Bundesministerin für Bildung und Forschung, neulich so:

" ... also ... 13 und 15 ... *murmel* (leiser) 21 ... 40 ... (wieder normal laut) 55 kriege ich raus. Aber ich kann mich jetzt verrechnet haben. Ich kann zwar eigentlich rechnen, aber ich rechne weniger mit Zahlen".


http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=357613
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=359274
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=360261

--
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Natürlich, je dämlicher das Führungspersonal um so leichter die Übernahme!

Olivia @, Montag, 05.10.2015, 12:26 vor 3766 Tagen @ Sylvia 4378 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 05.10.2015, 12:29

Johanna Wanka (Studium der Mathematik 1974), Bundesministerin für Bildung
und Forschung, neulich
so
:

" ... also ... 13 und 15 ... *murmel* (leiser) 21 ... 40 ... (wieder
normal laut) 55 kriege ich raus. Aber ich kann mich jetzt verrechnet haben.
Ich kann zwar eigentlich rechnen, aber ich rechne weniger mit Zahlen".


http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=357613
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=359274
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=360261

.............

Mit was rechnet die Dame eigentlich, wenn nicht mit Zahlen???
****gggg*****
Nicht schreiben, nicht rechnen, nicht lesen....
Und da wundert man sich darüber, was alles so an Gesetzen verabschiedet wird.

Wird alles nur noch schlimmer werden.
Die Eltern, die "bleiben" wollen, werden sich hinsichtlich der Gründung von privaten Schulen betätigen müssen. Das wird zwar zunehmend erschwert, aber etwas anderes bleibt kaum übrig.
Schon alleine aufgrund des bereits in "guten" Stadteilen antrainierten Sozial-Verhaltens in den öffentlichen Schulen, wird dieses Thema anstehen.

--
For entertainment purposes only.

Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten... (oT)

Tünnes @, Montag, 05.10.2015, 13:13 vor 3766 Tagen @ Reffke 3346 Views

- kein Text -

Na und? (mT)

LLF @, Montag, 05.10.2015, 14:08 vor 3766 Tagen @ Reffke 3743 Views

https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2015/08/16/geschoente-lebenslaeufe-haufen...

Jeder Berufsabschluss beinhaltet auch ein gewisses Risiko, arbeitslos zu werden. Sowohl akademische Berufe (z.B. Betriebswirte, Biologen, Chemiker, Ingenieure, Physiker) als auch Ausbildungsberufe (z.B. Bankkaufleute, Industriekaufleute, Schuster) können von Arbeitslosigkeit betroffen sein. Selbst langjährige Mitarbeiter mit Führungserfahrung können im ALG-II-Bezug landen, wenn sie im 51. Lebensjahr auf die Straße gesetzt werden.

Niels Annen hat seine mandatsfreie Zeit seit 2009 genutzt, um in Berlin einen Bachelor und anschließend in Washington einen Master zu erwerben. Sicherlich kein schlechter Studienort, um politische Kontakte zu knüpfen.

Das ist normal,

eddie09 @, Montag, 05.10.2015, 14:15 vor 3766 Tagen @ Reffke 3710 Views

in der Politik wird nicht erfolgsorientiert gearbeitet. Die dummen Schwätzereien sind keine Arbeit, sondern die Triebhaftigkeit des eigenen Narzissmus. Denen geht es nur um die Befriedigung des eigenen Ego. Wie schon das Wort Gipfel sagt.

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Ohne geschönte Lebensläufe hätte auch so mancher Angestellte keinen Job.

Kamille @, Montag, 05.10.2015, 20:40 vor 3766 Tagen @ Reffke 2907 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 05.10.2015, 21:04

https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2015/08/16/geschoente-lebenslaeufe-haufen...
... [[smile]]

Es hat leider viel zu lange gedauert, bis ich dieses System - erfolgreich - für mich erkannt habe. Bei vielen Personalern herrscht scheinbar immer noch die Vorstellung, dass jemand, der viele Arbeitsstellen hatte, unzuverlässig ist. Das diese Menschen besonders flexibel im Denken und Handeln sind, sich schnell einarbeiten können, wird dann gerne übersehen. Oder sind diese Qualitäten doch nicht gewollt? Sind solche Personen zu selbstbewusst? Zu fordernd? Lassen sich nicht mehr ein X für ein U vormachen? Ich weiß nur aus dem gastronomischen Bereich, dass gerne Leute mit viel Erfahrung eingestellt werden, die durch diverse Arbeitsstellen erworben wurden.

Man verkauft schließlich seine Arbeitskraft. Warum soll man es dann ewig in einem Job aushalten, wenn dieser nicht optimal ist? Warum wird nicht gerne gehört, dass man sagt, ich mache den jetzigen Job nur übergangsweise, um überhaupt Arbeit zu haben? Vielen Arbeitgebern ist es schließlich auch egal, wenn sie Dank Subventionen der Jobcenter ihre Angestellten wechseln wie andere Leute ihre Unterhemden.

In einer Beratungsstelle für "Kunden" des Jobcenters wurde ganz selbstverständlich mit der Tatsache umgegangen, dass es heutzutage normal ist, in seinem langen Arbeitsleben in bis zu 5 oder 6 verschiedenen Berufen zu arbeiten. Es ist überholt, in einer Firma zu lernen und zu hoffen, dass man dort ein Leben lang bleiben kann. Ich persönlich kenne eine sehr patente Frau, die vier abgeschlossene Berufsausbildungen nachweisen kann. Das sind mindestens 18 Semester Studium. Wiederum hatte ich mal die Bekanntschaft mit einer Dame gemacht, die sich mit 8 Semestern Studium gerühmt hatte, die zwar in Bezug auf ihre beruflichen Fähigkeiten dumm wie Brot war, sich aber aufgrund ihrer hinterlistigen Art sehr gut durch das Arbeitsleben geschummelt hat. edit: Auch erzählte mir einst vor mehreren Jahren eine feine Dame, dass ihr Mann seine Anstellung als Betriebsteilleiter aufgrund gefälschter Papiere sowie dementsprechend durch einen geschönten Lebenslauf erworben hatte.

Warum gilt man nach einem Jahr HartzIV als ungelernt, selbst wenn man eine Teilzeitstelle innehat und aufstocken muss? Genau, damit man in den Niedriglohnsektor erpresst werden kann.

Am "Schwarzen Brett" eines Supermarktes klemmte einst eine Karte mit einem dieser Türklinkenputzer-Stellenangebote, auf dem mit einem Zitat von Henry Ford geworben wurde: "Ich prüfe jedes Angebot. Es könnte das Angebot meines Lebens sein." Ich schrieb darunter: Manche Angebote versauen deinen Lebenslauf.

Ganz schlimm ist, dass Bewerbungen aussortiert werden, auf denen der falsche Name und der falsche Wohnort des Bewerbers steht. Also Kevin aus Berlin-Marzahn hat erstmal schlechte Karten.

Ehrlichkeit wird nicht immer belohnt. Schon garnicht im Berufsleben. Pech hat, wer sich auf seine Spiritualität besinnt und nur noch ehrlich sein möchte. Derjenige hat in unserer Gesellschaft die Arschkarte gezogen.

Es ist ein Drama!

Grüße
Kamille

edit: Ich habe den Text auf Grammatik- und Rechtschreibfehler hin mehrfach durchforstet und berichtigt. Wer noch einen Fehler findet, darf ihn behalten.

--
Wenn du wüsstest, was ich weiß, wärst du auch Veganer.

Die neue "Schlechtschreibung"

Reffke @, Montag, 05.10.2015, 15:19 vor 3766 Tagen @ Sylvia 4586 Views

Hallo Sylvia,

Der Wahnsinn hat leider Methode.
Hier noch ein Beispiel: „Schreiben nach Gehör“ [[zwinker]]
==> Foto!
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Herr-Wichmann-ist-entsetzt
Hintergrund:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-98091072.html
sowie
http://www.stern.de/familie/schule/ueber-die-zunehmend-schlechte-rechtschreibung-bei-ki...


Kleiner Spaß zur systematischen Verblödung:
http://dieweltpresse.de/nsa-beklagt-deutsche-rechtschreibung/
[image]
... [[rofl]]

Gr. Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Dann ist ja wohl bald wieder eine Rechtschreibereform fällig!

Olivia @, Montag, 05.10.2015, 17:04 vor 3766 Tagen @ Reffke 3196 Views

Nicht nur die Finanzen und die Infrastruktur sollen dem Verfall anheim gegeben werden, sondern auch die Sprache.

Wenn man die Dinge nicht mehr denken kann, dann kann man sie bald auch nicht mehr machen.

--
For entertainment purposes only.

Schreibstil, Sprache und Denken

Kamille @, Montag, 05.10.2015, 19:50 vor 3766 Tagen @ Olivia 3214 Views

Nicht nur die Finanzen und die Infrastruktur sollen dem Verfall anheim
gegeben werden, sondern auch die Sprache.

Wenn man die Dinge nicht mehr denken kann, dann kann man sie bald auch
nicht mehr machen.

Zum Thema gab es hier im Gelben erst kürzlich einen Thread:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=373099

Zum Thema Schreiben füge ich hinzu:

Maße oder Masse? Wie würde nun ein Grundschüler diese Worte schreiben? Mase oder Mase?

Anmerkung: Ich habe die entsprechenden Textpassagen der nachfolgend zitierten Texte mit original alter Rechtschreibung belassen, weil diese so in den Artikeln stehen.

"Richtig Schreiben lernen wir ähnlich wie Geigespielen oder Hochsprung. Man weiß: Wenn sich dabei gewisse falsche Routinen einmal entwickelt haben, sind sie kaum wieder abzutrainieren."

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/guenter-jansen-ueber-die-schlechte-rechtschre...

"Zusätzlich wird häufig das umstrittene und wissenschaftlich nicht belegte Schweizer-Modell verwendet. Wo Kinder durch Lesen, mittels Anlauttabelle, das Schreiben erlernen sollen. Nicht selten beobachten wir, dass viele Kinder dann in der Grundschule Probleme in der Rechtschreibung durch die falschen Methoden, bekommen. Was wahrscheinlich eine maßgebliche Ursache für den hausgemachten Erwerb von LRS bedeutet."

https://www.legasthenie-coaching.de/haben-wir-eine-hausgemachte-rechtschreibkatastrophe/

“Viele Erstklässler lernen nur noch Druckschrift, kritisiert die Pädagogin Ute Andresen. Für das Lernen und den Erwerb von Wissen sei es aber wichtig, verbunden schreiben zu können, weil man sich so Dinge besser merke. … Es gibt in Deutschland keine wirklich aussagekräftige Forschung dazu, allerdings in anderen Ländern. In Amerika zum Beispiel, wo man ja schon sehr viel länger Tastaturen und Tablets und so weiter auch im frühen Unterricht hat, hat man mittlerweile gemerkt, dass man auf dem Holzweg ist damit. Dort gibt es Studien, die sagen: Mit der Hand schreiben lernen und wirklich genau schreiben lernen, bedeutet, dass man sicher wird in dem Bereich. Und dass das Handschreiben auch dazu führt, dass man das, was man mit der Hand geschrieben hat, sich einfach besser merkt und besser klar macht als das, was man getippt hat.”

http://www.deutschlandradiokultur.de/druckschrift-vs-schreibschrift-stirbt-die-handschr...

Zum Thema Sprache und Denken:

„Jemand, der englisch oder deutsch spricht, ordnet die Bilder so, dass die Zeit von links nach rechts fortschreitet. Hebräisch oder arabisch Sprechende legen die Karten eher von rechts nach links. Dies zeigt, dass die Schreibrichtung beeinflusst, wie wir Zeit organisieren … Darüber hinaus beeinflusst die Struktur einer Sprache auch, wie leicht es ist, etwas Neues zu lernen. Zum Beispiel geben die Zahlwörter in manchen Sprachen die Dezimalstruktur eingängiger wieder als im Englischen, Deutschen oder Französischen; so gibt es im Mandarin keine Ausnahmen wie 11 oder Zifferndreher wie 13 oder 21. Darum lernen chinesische Kinder schneller, mit dem Dezimalsystem umzugehen … Aber rufen nun Sprachunterschiede unterschiedliches Denken hervor – oder ist es eher umgekehrt? Wie sich zeigt, trifft beides zu: Unsere Denkweise prägt die Art, wie wir sprechen, aber der Einfluss wirkt auch in der Gegenrichtung … Nachweislich ändern bilinguale Personen ihre Weltsicht je nachdem, welche Sprache sie gerade verwenden. Wie zwei Studien 2010 zeigten, hängen sogar grundlegende Vorlieben und Abneigungen von der Sprache ab, in der danach gefragt wird … Überraschenderweise verschoben sich bei den Zweisprachlern diese unwillkürlichen Vorurteile je nach der Sprache, in der die Tests durchgeführt wurden. Wenn die arabisch-hebräischen bilingualen Teilnehmer auf Hebräisch getestet wurden, zeigten sie gegenüber Juden eine positivere Grundhaltung als bei den gleichen Tests auf Arabisch. Anscheinend spielt die Sprache eine viel größere Rolle für unser geistiges Leben, als die Wissenschaftler früher annahmen … Was die Forscher "Denken" nennen, ist offenbar in Wirklichkeit eine Ansammlung linguistischer und nichtlinguistischer Prozesse. Demnach dürfte es beim Erwachsenen kaum Denkvorgänge geben, bei denen die Sprache keine Rolle spielt. Ein Grundzug menschlicher Intelligenz ist ihre Anpassungsfähigkeit – die Gabe, Konzepte über die Welt zu erfinden und so abzuändern, dass sie zu wechselnden Zielen und Umgebungen passen … Indem Wissenschaftler erforschen, wie die Sprache unsere Denkweise formt, enthüllen sie, wie wir Wissen erzeugen und die Realität konstruieren.“

http://www.spektrum.de/news/wie-die-sprache-das-denken-formt/1145804

„Wilhelm von Humboldt hat dies Anfang des 19.Jahrhunderts, zurückkehrend von seinen großen Reisen, wie folgt formuliert: „Die Sprache ist das bildende Organ des Gedanken“. Und weiter: „Die Sprache ist gleichsam die äußere Erscheinung des Geistes der Völker; ihre Sprache ist ihr Geist und ihr Geist ist ihre Sprache, man kann sich beide nie identisch genug denken.“ Damit wären die Grenzen meiner Sprache auch die Grenzen meiner Welt. … Benjamin Lee Whorf, von Hause aus ein Ingenieur, vertrat die radikalste Position … seiner Meinung nach sind sogar die grundlegendsten Begriffe der Menschheit wie Raum, Zeit oder Materie von Sprache abgeleitet. Diese Begriffe sind allerdings relativ, bedeuten für Menschen unterschiedlicher Sprachräume folglich unterschiedliche Empfindungen. Whorf machte dies am Beispiel der nordamerikanischen Hopi-Indianer deutlich. Sie hätten als Naturvolk vollkommen andere Vorstellungen vom Universum und gliederten es daher in ihrer Sprache dementsprechend anders auf als Sprecher einer „Industriesprache“. … Natürlich gibt es auch psychologische Experimente, mit denen das Verhältnis von Sprache und Denken genauer bestimmt werden soll … Ausgangspunkt der Arbeit war die Frage, ob es sprachfreie Denkprozesse gäbe … neben einer Gruppe von Probanden, die während der Problembearbeitung laut denken sollten, gab es weitere Gruppen, in denen Probanden daran gehindert werden sollten, Sprache zu benutzen. … stellte sich klar heraus: unterdrückt man das „innere Selbstgespräch“, wirkt sich dies durchgängig negativ aus. Obwohl man die gestellten Aufgaben prinzipiell sprachfrei hätte lösen können, zeigt sich die hohe Bedeutung von Sprache für die Steuerung der zugrundeliegenden Problemlöseprozesse. „Sprachlose Denker“ haben wesentlich mehr Schwierigkeiten und verhalten sich rigider und ineffizient. … Das Thema Denken und Sprache hat auch durchaus politische Aspekte. … Tatsächlich wurden Frauen aber nur von der Hälfte der Testpersonen – gebildeten Studierenden beiderlei Geschlechts – akzeptiert! Das heißt: wenn wir das Wort Kunde oder Radfahrer hören, denken wir in allererster Instanz an männliche
Vertreter dieser Kategorie, obwohl beide etwa gleich häufig in diesen Rollen auftreten. Wir sehen an diesem Beispiel, daß Sprechen und Denken tatsächlich eng zusammenhängen – und im Sinne der „political correctness“ heißt die Konsequenz: wenn wir eine zuhörende Person dazu bringen wollen, an Männer und Frauen in einer bestimmten Rolle zu denken, müssen wir auch unsere Sprache bewußt verwenden und dürfen uns nicht mit dem Hinweis auf das generische Maskulinum entschuldigen – die experimentellen Befunde entkräften dieses Argument. … Sprache ist nur ein Faktor, der unsere Kognitionen und unser Verhalten bestimmt.“

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/allg/mitarb/jf/Funke_1999_Sprache&Denke...

Grüße
Kamille

--
Wenn du wüsstest, was ich weiß, wärst du auch Veganer.

Ein interessantes Thema - speziell das Thema der Vorliebenbeeinflussung durch die Sprache

Olivia @, Montag, 05.10.2015, 20:19 vor 3766 Tagen @ Kamille 2827 Views

nachweislich ändern bilinguale Personen ihre Weltsicht je nachdem,

welche Sprache sie gerade verwenden.[/b] Wie zwei Studien 2010 zeigten,
hängen sogar grundlegende Vorlieben und Abneigungen von der Sprache ab, in
der danach gefragt wird … Überraschenderweise verschoben sich bei den
Zweisprachlern diese unwillkürlichen Vorurteile je nach der Sprache, in
der die Tests durchgeführt wurden. Wenn die arabisch-hebräischen
bilingualen Teilnehmer auf Hebräisch getestet wurden, zeigten sie
gegenüber Juden eine positivere Grundhaltung als bei den gleichen Tests
auf Arabisch.

...................

Ich bin zwar nicht bilingual, lese aber gerne in verschiedenen Sprachen. Auch war zeitweise beruflich/persönlich die Notwendigkeit da, sich mit verschiedenen Sprachen zu beschäftigen. Dabei habe ich ähnliche Feststellungen gemacht. Z.B. mochte ich Bücher von Noah Gordon in Deutsch überhaupt nicht lesen. Zum Spanischlernen habe ich mir jedoch etliche als Sonderangebot gekauft. Gordons Schwiegertochter ist Spanierin und hat die Übersetzungen wohl beaufsichtigt. Die Bücher wurden jedenfalls in ein sehr schönes Spanisch übersetzt. Ich habe sie mit Begeisterung gelesen. Zusammen mit meiner Tochter habe ich dann einen Teil der Gordon Bücher noch einmal in Englisch gelesen (damit sie das Englischlesen lernte). Da war Begeisterung eher moderat. - Bei meinen Versuchen, Arabisch zu lernen, stellte ich fest, dass dies "leichter" ging, wenn ich französische Bücher benutzte. Auch stellte ich fest, dass das Spanische mir beim Lernen half, obwohl Arabisch sehr anders ist. Eine wunderschöne Schrift und eine hochinteressante Sprache übrigens. Allerdings für mich nur das Hocharabisch.
Es ist hochinteressant, wie sich das Denken und die Kultur in der Sprache ausdrücken.

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